Pfeil rechts
8

scheßpsyche
Hallo liebe Mitglieder,

ich bin knapp 22 und leide seit nun 2 Jahren an Panikattacken/Angststörungen. Es gab Mal Zeiten, da wurden diese besser und ich hatte endlich Mal wieder den Luxus, unbeschwert zu schlafen und zu leben.
Allerdings habe ich seit Juli wieder damit zu kämpfen und ich werde von meinem Arzt nicht ernstgenommen. Mein Kreis steht zwar hinter mir aber richtig verstehen tun sie das auch nicht. Ich darf mir oftmals Dinge wie „denk einfach nicht daran“ oder so anhören die mir, wie ihr wahrscheinlich selbst wisst, nicht viel weiterhelfen.
Nun kam es soweit, dass ich dank meiner Panikattacken von meiner Arbeitsstelle auf Grund von zu vielen Krankheitstagen gekündigt wurde.
Da ich aktuell echt nicht mehr weiter weiß habe ich mich mal auf die Suche eines Forums gemacht um mich mit Personen, die eine ähnliche Situation durchmachen müssen, auszutauschen.
Mich würde es tatsächlich freuen wenn man das auf persönlicher Basis macht. Also Kontakt austauschen und telefonieren/über whatsapp schreiben.

Alter und Geschlecht sind mir da eigentlich egal. Wäre zwar super jemandem in meinem Alter zu finden, da so eine Unterhaltung wahrscheinlich einfacher wäre aber habe auch kein Problem damit mich mit älteren zu unterhalten.

Vielen dank euch fürs zu hören

07.11.2022 03:57 • 13.11.2022 x 2 #1


7 Antworten ↓


-IchBins-
Ich würde zunächst den Arzt wechseln.
Dann ist Arbeit an dir selbst sehr wichtig, niemand sonst kann dir helfen, nur du selbst.
Manchen hilft es, das Problem an sich zu finden, um besser daran arbeiten zu können.
Es gibt viele Bücher oder Videos, die sehr aufschlussreich können.
Jede Minute zählt, denn du hast nur dieses Leben.
Achtsamkeit ist ein Schlüssel von einigen, die helfen können, da raus zu kommen.

Zu meiner jahrzehntelangen Erfahrung gehören all diese Dinge wie Achtsamkeit, Training der Gedanken, Entspannung und Annahme bzw. Akzeptanz der Angst/Panikstörung. Kampf und Wegdrücken erzeugen leider mehr davon und führt nicht aus dem Teufelskreis heraus, wie ich feststellen durfte.

Ich bin kein Fan von Telefonieren auch nicht von WhatsApp. Das Alter passt auch nicht, aber das ist, was ich dazu schreiben kann.

Viel Erfolg auf DEINEM Weg.

07.11.2022 06:23 • x 2 #2


A


Panikattacken - Suche jemandem zum reden

x 3


Moelli80
@scheßpsyche
Warst nur beim Hausarzt oder beim Psychiater?
Eine Psychotherapie kann Dir auch weiter helfen.

Ja Sprüche darf ich mir auch alles mögliche anhören.
Stell dich nicht so an
Du hast keine Depressionen
Reiss dich mal zusammen
Aufstehen und einfach weitermachen
Usw. Usw. Usw.

Ich bin auch kein Telefonier Freund, aber vielleicht findest ja noch einen hier.

07.11.2022 06:56 • x 2 #3


scheßpsyche
@Moelli80 war für einige Zeit bei einem Psychologen was mir auch geholfen hat, keine Frage. Wahrscheinlich werd ich das alles wieder angehen müssen.

07.11.2022 14:22 • #4


scheßpsyche
Zitat von -IchBins-:
Ich würde zunächst den Arzt wechseln.

Wird heute gemacht
Und vielen Dank für deine Tipps. Tatsächlich fällt es mir noch schwer das zu akzeptieren, da dich das im Leben einfach extrem einschränken kann.
Aber immerhin seh ich dass ich nicht allein mit diesen Problemen bin und es doch einige gibt die mein Schicksal teilen.
Umso mehr schockiert mich es allerdings, wie schlecht damit in der Gesellschaft umgegangen wird…

07.11.2022 14:29 • x 1 #5


Haferbub
Zitat von scheßpsyche:
@Moelli80 war für einige Zeit bei einem Psychologen was mir auch geholfen hat, keine Frage. Wahrscheinlich werd ich das alles wieder angehen müssen.

Würde ich dir unbedingt zu raten.
Psychotherapie, sollte die nicht anschlagen kann man begleitend noch über eine Medikation nachdenken.

Natürlich kann man viele Dinge selbst machen.
Sport
Meditation
Selbsthilfebücher

Aber das wird meistens ja auch im Rahmen der Therapie besprochen.

07.11.2022 14:42 • #6


ConActionSW
@scheßpsyche
Hallo scheßpsyche,
Du leidest sehr unter deinen Panikattacken. Sie hindern dich daran, dein Leben so zu führen wie du es dir wünscht. Zudem zieht dich auch deine Kündigung stark runter, was dir erneut ein wenig Stabilität im Leben nimmt.

Von deinem sozialen Umfeld wünscht du dir mehr Verständnis. Du hast zwar den nötigen Rückhalt, dennoch fühlst du dich nicht richtig angenommen.

Die Entscheidung wieder in eine Therapie zu gehen ist wirklich stark von dir!
Was brauchst du denn, um das ganze leichter anzugehen?

Falls du mehr darüber reden willst meld dich gerne. Ich bin Streetworkerin bei ConAction. Eine Einrichtung für Jugendliche und junge Erwachsene die mit allen belastenden Themen zu uns kommen können. Wir hören dir gerne zu und versuchen gemeinsam mit dir eine Lösung zu finden.

Liebe Grüße ConAction Streetwork

09.11.2022 14:44 • #7


JackyB1990
@scheßpsyche hey ich kann dich gut verstehen und suche auch jemanden der mich versteht und mit dem ich schreiben oder mich unterhalten kann. Vielleicht hast du ja Lust dazu

13.11.2022 15:44 • x 1 #8






Dr. Christina Wiesemann