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Hallo Leute!

Seit ca. 8 Jahren lebe ich schon mit Panikattacken. Anfangs war es bei mir die Angst vor dem Erbrechen, die so genannte Emetophobie.
An Orten in denen ich nicht einfach flüchten konnte (Bus, Bahn, Schulunterricht) bekam ich sofort Herzrasen, habe gezittert und mir war übel, weil ich immer gedacht habe "oh Gott...was wenn ich mich jetzt übergeben muss". Seit ein paar Jahren hat sich diese Angst bei mir allerdings etwas verändert. Es ist nicht mehr die Angst vor dem Erbrechen, sondern die Angst vor dem Ersticken. Auch hier bekomme ich Herzrasen, zittere und ich bekomme ein Engegefühl im Hals und Brustbereich, welches meine Ängste verschlimmert. Ich denke dann immer ich bekomme keine Luft mehr und werde gleich Ohnmächtig und verliere die Kontrolle. Das schlimme ist, dass mich diese Angst manchmal sogar bis nach Hause verfolgt, also auch an Orte an denen ich früher entspannen konnte und nie eine Panikattacke hatte. Ich brauche, wo ich auch hingehe immer eine Sicherheit, wie z.B. eine Rettungswache oder Krankenhaus in der Nähe um vollkommen entspannt zu sein. Denn dann weiß ich, egal was passiert: Hilfte ist gleich in der Nähe. (Glücklicherweise wohne ich nur 5 Minuten von einer Rettungswache und 10 von einem Krankenhaus entfernt ). Ich war deshalb auch schon mehrere Male beim Arzt, welcher natürlich keine Krankheiten feststellen konnte. Auch bei einem Psychologen war ich deshalb schon und nach dem es mir besser ging konnte ich die Sitzungen beenden. Allerdings sind die Panikattacken nie ganz verschwunden und sind in letzter Zeit wieder stärker geworden. Werde wahrscheinlich bald wieder einen Termin bei ihm machen. Hat von euch jemand schon Erfahrungen gemacht mit dieser Art der Angst?
Habt ihr vielleicht ein paar Tipps wie man diese Angst in den Griff bekommt?

Liebe Grüße

10.01.2016 18:05 • 10.01.2016 #1


7 Antworten ↓


Vergissmeinicht
Hey timmy,

schreibe, ganz herzlich Willkommen hier bei uns.

Hier sind einige die mit dieser Angst zu kämfpen haben und kenne es auch noch; sprich, die Ausschau nach dem nächsten Arzt, KH etc.

Hast Du schonmal erbrochen? Woran sollst Du ersticken? Der Körper atmet ganz von alleine. Was in Deinem Leben nimmt Dikr also die Luft zum Atmen?

10.01.2016 18:09 • #2



Panikattacken - Angst vor dem Ersticken

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Icefalki
Hallo Timmy, das blöde mit den Ängsten ist, dass Sie kopfmässig unlogisch sind, und uns gefühlsmäßig total fertig machen.

Konntest du in der Therapie herausfinden, warum du diese Ängste entwickelt hast?

Ich meine damit, ich hatte Angst, ohnmächtig zu werden ,die Kontrolle über mich zu verlieren, mich lächerlich zu machen, was im Nachhinein zu einer Antwort geführt hat.

Hast du das therapeutisch schon erkennen können?

10.01.2016 18:27 • #3


Danke für die Rückmeldungen!:)

Erbrochen habe ich in diesen Situationen natürlich nie und mir ging es, sobald ich aus der Situation "befreit" war plötzlich wieder bestens, wie es auch mit dem Ersticken ist. Mein Psychologe hat damals auch gesagt:" Es ist anatomisch gar nicht möglich, dass Sie einfach so ersticken!" An diesen Satz denke ich auch immer wenn ich eine PA bekomme, was allerdings nicht immer hilft. Leider ist es auch schon öfters vorgekommen, dass ich mit meinem Auto zum Krankenhaus gefahren bin weil ich gedacht habe: Was wenn es diesmal wirklich passiert? Natürlich bin ich nie rein gegangen, weil die Angst jedes Mal gleich verflogen ist wenn ich in unmittelbarer Nähe war. Warum es genau das Ersticken ist, weiß ich nicht. Eine Antwort für die Ursache konnte ich bisjetzt auch noch nicht so richtig herausfinden. Ich habe auch kein großes Selbstvertrauen obwohl ich einen relativ großen Freundeskreis habe und mittlerweile auch studiere.

10.01.2016 18:50 • #4


Vergissmeinicht
Hey timmy,

war mir klar, das Du noch nie Erbrochen hast und wirst Du auch nicht. Sich zu fragen, warum gerade Angst vor Erbrechen oder Ersticken; darauf wirst Du nie eine Antwort finden. Die Seele hat ihre eigenen Gesetze und sucht sich dann ne Schwachstelle aus, worauf wir dann "abfahren" im negativen Sinne.

Wer hat Dir Dein Selbstvertrauen genommen und was studierst Du?

10.01.2016 18:56 • #5


Icefalki
Fällt dir was zu dem Thema ersticken, denn ein?

Die Angst vor dem Ersticken bedeutet was?

Keine Luft zum Atmen haben. Kein Vertrauen in den eigenen Körper?

Erbrechen würde dich auch töten? Wieder macht dir dein eigener Körper Angst.

Ich labere hier nur so rum, weil ich der Meinung bin, dass evtl. die Art, wie sich die Angst zeigt, ein Hinweis sein könnte.

Hattest du in der Vergangenheit oder Kindheit mal ein einschneidendes Erlebnis?

10.01.2016 19:02 • #6


Das geringe Selbstvertrauen könnte an mehreren Dingen. In meiner Berufsausbildung war ich einer der Besten (hatte auch ein relativ hohes Selbstvertrauen und noch keine Erstickungsangst) und hatte auch ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Kollegen. In meinem Studium (Wirtschaftsingenieurwesen) bin ich einer von 100 und bin eher Mittelmaß weil ich mich manchmal noch etwas schwer tue. Ein weiterer Punkt ist, dass es bei mir mit einer Beziehung noch nie so richtig geklappt hat entweder ich war unglücklich verliebt oder hatte selbst kein Interesse. Das ist auch etwas was mich oft beschäftigt, wodurch natürlich ein Teufelskreis entsteht.

Ein direktes Einschneidendes Erlebnis in der Kindheit hatte ich nicht so richtig. Ich musste mich früher vor der Schule zu Hause ab und zu noch übergeben wenn etwas sehr unangenehmes stattgefunden hat (Längerer Ausflug, schwere Klassenarbeit). Das ist allerdings eher selten vorgekommen. Was das Ersticken angeht hatte ich eigentlich gar kein Einschneidendes Erlebnis. Das vertrauen in den eigenen Körper fehlt mir dennoch ab und zu obwohl ich versuche regelmäßig Sport zu machen.

10.01.2016 19:30 • #7


Icefalki
Scheint doch einen Zusammenhang zu geben.

Du reagierst mit körperlichen Symptomen auf belastende Ereignisse. Und, was dir vorher leicht gefallen ist, ist jetzt evtl. mit Stress verbunden.

Schau dir mal deinen eigenen inneren Druck an, dein Wollen und dein Können, jetzt im Studium.

10.01.2016 19:39 • #8




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