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Hallo miteinander!
Ich wollte mich hier informieren wie ihr mit PA umgeht?
Ich bekomme in den letzen Tagen oft fast unkontrollierbare PA.
Möchte eigentlich jedesmal ins Krankenhaus fahren da es bei mir körperliche Symptome auslöst!
Echt schlimm gerade.Alleine zu Hause zu sein ist für mich eine echte Qual - zudem ist mir ständig schwindelig und ich habe Angst vor dem Auto fahren.
Kennt jemand solche PA?
Ich hoffe auf eine Antwort.
Liebe Grüsse

29.01.2017 01:46 • 29.01.2017 #1


14 Antworten ↓


DramaQueen35
Hallo Bella
Hast du das denn schon länger? Und warst du damit schon mal beim Arzt?

29.01.2017 01:51 • #2



Panikattacke!?kennt dies jemand

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Ja ich ging zu einer Psychiaterin die hat mir Citalopram verschrieben.
Aber kennst du das- Angst vor dem Medikament das die Angst nehmen könnte?

29.01.2017 01:59 • #3


DramaQueen35
Ja kenne das nur zu gut habe auch Angst vor denn Medikamente aber wenn man es nicht unter Kontrolle kriegt muss man es wohl versuchen
Oder sich ablenken mit irgendwas was einem Spaß macht oder gut tut

29.01.2017 02:06 • #4


Nimmst du auch irgendein Medikament ein?

29.01.2017 02:08 • #5


---Jessy---
Hallo Bella2188,

Wie lange bist du schon in Therapie?
Weißt du schon woher deine Ängste und Panikattacken kommen könnten?

Die Angst davor Medikamente zu nehmen, habe ich auch. Ich habe zu große Angst vor den nebeneirkunken, aus diesem Grund nehme ich auch keine.
Ich hatte am Anfang für drei Tage welche genommen, die haben mich so verändert, das ich noch mehr Angst bekommen habe. Im Grunde sollte man 2-3 Wochen warten, bis die volle Wirkung einsetzt.
Es gibt so viele Berichte darüber, das es vielen Forummitgliedern geholfen hat, eine medikamentösebehandlung zu machen.
Wenn du allerdings Angst davor hast, dann setze dich nicht unter Druck die Tabletten zu nehmen.
Es war schmerzvoll alles ohne Tabletten zu machen, aber heute bin ich froh darüber keine genommen zu haben.

Leide nach wie vor unter Panikattacke und Ängsten, aber zum Glück nicht mehr so extrem wie vor 2 Monaten.

29.01.2017 08:12 • #6


cube_melon
Hallo Bella,

Panikattacken kennen hier viele - mit verschiedensten Symtomen, Begleiterscheinungen und Facetten.

In einem anderem Beitrag hast Du wegen Citalopram gefragt.
Citalopram hat bei mir neben Fluotexin, Paroxetin die das beste Verhältnis Wirkung zu Nebenwirkung gehabt.
Es gehört zu der Wirkstoffgruppe der SSRI (selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer). Es hat gute eine gute, angstlösende Wirkung, hat aber auch Nebenwirkungen, wie jedes andere Antidepressiva.
Bei diesem Medikament besteht kein Suchtpotenzial und es ist relativ harmlos.
Es ist wichtig Citalopram regelmäßig und nach genauer Dosierung des Arztes zu nehmen. Ein Gefühlstagebuch solltest Du auch führen. So hast Du einen Überblick über die Wirkungen und Nebenwirkungen.
Dann kann dein Psychiater die Dosis besser festlegen. Auf gar keinen Fall solltest Du es abrupt absetzen. Es muss ausgeschlichen werden.

Antidepressiva halte ich persönlich dann für angebracht, wenn man droht nicht mehr handlungsfähig zu sein. Also bevor der Job in Gefahr ist oder das Leben anderweitig stark eingeschränkt ist.
AD sind aber nur eine art Krücke. Sie beheben grundsätzliche psychische Störungen nicht. Sie helfen dir nur dabei sie zu bewältigen.
So ist eine begleitende Therapie absolut wichtig.

In dieser sollte man dir grundsätzlich erklären was Angst überhaupt ist, wie sie entsteht und wie man kurz- und langfristig seine Stabilität verbessert.

Gruß
Cube

29.01.2017 11:31 • x 1 #7


Ich habe die Citalopram vom einem halben Jahr abgesetzt mit teils heftigen Entzugserscheinungen.Nun bin ich wieder in Behandlung und meine Psychiaterin meinte die soll ich umbedingt wider nehmen.
Aber vor lauter durchlesen hier im Forum und in der Packungsbeilage habe ich panische Angst vor den Nebenwirkungen.
Zudem habe ich oft eine innere Unruhe und kribbeln in meinem Körper.
Schwindlig isch mir auch viel...alleine sein ist sehr schlimm für mich.
Sollte auch wider arbeiten morgen,aber habe zum Teil auch Angst aus dem Haus zu gehen.
Kennt das wer?

29.01.2017 12:31 • #8


onelove91
Zitat von Bella2188:
Ich habe die Citalopram vom einem halben Jahr abgesetzt mit teils heftigen Entzugserscheinungen.Nun bin ich wieder in Behandlung und meine Psychiaterin meinte die soll ich umbedingt wider nehmen.
Aber vor lauter durchlesen hier im Forum und in der Packungsbeilage habe ich panische Angst vor den Nebenwirkungen.
Zudem habe ich oft eine innere Unruhe und kribbeln in meinem Körper.
Schwindlig isch mir auch viel...alleine sein ist sehr schlimm für mich.
Sollte auch wider arbeiten morgen,aber habe zum Teil auch Angst aus dem Haus zu gehen.
Kennt das wer?



Das ist mit eins der schlimmsten Fehler die man machen kann, Nebenwirkungen durchlesen.
Ja ich kenne das, nicht mehr raus zu wollen. Man fühlt sich Zuhause am sichersten obwohl das im Grunde quatsch ist, denn Anfälle bekommt man ja auch schließlich dort .
Diese unruhe und dieses kribbeln was du beschreibst hab ich heute noch, Ansich macht es mir keine angst es nervt einfach nur höllisch diese unruhe löst ja für gewöhnlich erst Alles andere aus weil man denkt 'da stimmt was nicht' auch wenn man es bewusst nicht mitbekommt.

Angst vor Medikamenten hatte ich auch das nicht Grade wenig. Aber sie haben mir ein Stück meines Lebens wieder gegeben, da ich mich komplett isoliert habe. So wie @cube_melon schon sagt es ist nur eine Krücke und kein Heilmittel aber dennoch hilft es enorm. Ich kann euch echt nur dazu raten, wenn man merkt man wird von der Krankheit so kontrolliert, dass sie euer Leben lebt!

29.01.2017 12:47 • #9


cube_melon
Also - nochmal.

Citalopram ist relativ harmlos und hat kein Suchtpotenzial. So wie Du es beschreibst stehst Du kurz vor der Handlungsunfähigkeit.

Bitte sei so gut und höre auf deine Psychiaterin.

Führe ein Tagebuch über Gefühle und Empfindungen. So kannst Du hinterher besser abschätzen ob es dir gut tut oder nicht und ob die Dosis ok ist.
Citalopram entfaltet seine volle Wirkung teilweise erst nach Wochen. Reflektiere deiner Psychiaterin die Erfahrungen.

Eine Therapie ist ebenfalls ratsam. Suche dir bitte umgehend einen Therapieplatz. Denn es gibt je nach Region erhebliche Wartezeiten. Es ist auch ratsam sich bei mehreren Wartelisten anzumelden. Das vergrößert die Chance auf einen Platz. Zudem hast Du dann Alternativen, wenn dir der Therapeut nicht zusagt.

Das schlimmste was Du tun kannst ist Citalopram schlagartig abzusetzen. Auch hier den Arzt vorher fragen.

29.01.2017 13:03 • #10


onelove91
@bella1288

Entzugserscheinungen kann ich mir nicht vorstellen. Du hast deiner angst nur abrupt die Krücke weggerissen und dementsprechend hat sie randaliert

29.01.2017 13:06 • #11


cube_melon
Ich bin generell skeptisch gegenüber der Einnahme von Antidepressiva. Sie sind für mich das letzte Mittel zur Wahl, wenn eine Handlungsunfähigkeit droht mit weitreichenden Folgen wie beispielsweise Verlust von Arbeitsplatz oder Wohnung.
Ich persönlich würde sie nur in den Phasen einnehmen in denen es halt nicht anders geht und danach absetzen/ausschleichen.
Aber alles nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt. Er trägt letzendlich die Verantwortung für die Medikamentation und sollte sich auch entsprechend über die Wirkungen im Körper auskennen.

Meines Wissens (ich bin kein Arzt):
Besteht eine Sucht im klassischen Sinne besteht bei SSRI nicht. Darüber streiten sich aber die Fachleute. Es gibt können Entzugserscheinungen aufttreten. Wer es genau wissen will sollte einfach seinen behandelden Arzt nach dem SSRI Absetzsyndrom fragen, wenn er einen nicht schon darüber aufgeklärt hat. In der Werbung heißt es ja auch nicht grundlos bei jedem apothekenpflichtigen Medikament Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt... . Gibt auch Artikel im Internet darüber. Wie aussagekräftig die sind kann ich jedoch nicht beurteilen.
Lasst euch immer über das was ihr nehmt vom Arzt aufklären. Das ist euer gutes Recht.

29.01.2017 14:13 • #12


Ich geh ja schon zur Therapie,meint ihr einen starionären Aufenthalt?

29.01.2017 14:15 • #13


---Jessy---
Ob du in einen stationären Aufenthalt musst, ist eine Entscheidung die du treffen musst.
Hierbei solltest du dich mit deiner Therapeut/in absprechen.
Schaut gemeinsam, was für dich am sinnvollsten ist.
Wie würdest du bis jetzt einschätzen: kommst du gut voran in der Therapie?
Konntest du schon eine Besserung dort feststellen oder bist du erst seit kurzem dort?

29.01.2017 14:47 • #14


cube_melon
Also:

Die erste Therapiephase dient dazu stabilisiert zu werden.
Dort wird der SMB, das SVV und das SSV primär angegangen.
Erster Kontakt mit Streßtoleranzfahigkeiten und Skills Techniken und DBT.

Anschließend erfolgt direkt eine ambulante weiterbehandlung.
Skills, DBT oder Schema-Therapie, Imaginationstechniken o.ä. um den Patienten weiter zu stabilisieren.

In wie weit weitere, stationäre Aufenthalte notwendig sind kann dir nur der Psychiater sagen, raten und empfehlen.
In der Regel sind stationäre Aufenthalte üblich und/oder erforderlich.
Auch sind die periodisch alle paar Jahre zu empfehlen, um seine Skills zu überprüfen und/oder auszubauen.

Da ich nicht weiß in wie weit Du therapiert bist, da ich kein Arzt bin und zudem so auf die ferne, kann ich wirklich sagen was das Beste für dich ist.

Wenn Du einen Leidensdruck verspürst solltest Du dich behandeln lassen. Es steht dir frei wie das geschieht.
Es gibt ambulante, teilstationäre und stationäre Angebote. Je nach dem wie und ob eine Anpassungsstörung bei dir vorliegt solltest Du dich einrichten/entscheiden.
Informiere dich über Therapieformen und Angebote. Befrage deinen behandelnden Arzt. Konfrontiere ihn mit deinen Ideen.

29.01.2017 15:00 • #15



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