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Hallo, hab da mal ne Frage.
Am Donnerstag muss ich wieder zur Arbeit fahren und bekomme jetzt schon Panik wenn ich nur dran denke. Die Arbeit ist nicht das Problem, aber eventuell die Fahrt dahin. Zumal ich einen Umweg fahren muss um meine Tochter bei ihrem Vater abzugeben.
Da ich in einem sehr ländlichen Raum wohne und mein Arbeitsplatz in einem Minidorf ist, sind hier die Verbindungen von Nahverkehr echt beschissen. Entweder es fährt nix oder mit x mal umsteigen und 3/4 Stunde Wartezeit ( insgesamt ca 2h, mit Auto kanppe 1/2 Stunde ).
Die Option Taxi wird wohl sehr teuer werden und ist auch nur die allerletzte Option. Bekannte die mich fahren könnten hab ich keine, die sind selbst alle berufstätig.
Ich weiß das Taxifahrten bei Dialysen oder Artzbesuchen bei bestimmten Patientengruppen etc von der KK übernommen werden, aber bei PA´s? Habt ihr da ne Idee oder einer Eurer Ärtzte? Meiner wusste auch keinen Rat.
Bei meiner ersten PA war ich damals auf der BAB. Da die Polizei darüber informiert würde musste ich erstmal zu nem Idiotentest um festzustellen ob ich überhaupt fahrtauglich bin. Wäre fast meinen Führerschein losgeworden. Bin aber total drauf angewiesen. Habt ihr einen Rat.

20.07.2010 11:10 • 21.07.2010 #1


11 Antworten ↓


Kenne die Angst die du hast gut. Wohne auch aufm Land und muss über Landstrassen etc. fahren. Mir hat mein Handy immer gut geholfen, auch wenn man es natürlich nicht darf. Aber irgendwen anrufen oder so war mir immer eine Hilfe. Laute Musik hilft mir gar nicht, ist eher negativ.

Oder ich höre ein Hörbuch, das hilft eigendlich sehr gut! Dann ist man eingermaßen abgelenkt.

Hoffe das ist eine kleine Hilfe.

LG

20.07.2010 11:15 • #2



Panik im Auto, wie komme ich zur Arbeit ?

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Plane mehr Zeit ein, damit du ab und an anhalten kannst, um auszusteigen und frische Luft zu atmen. In Etappen fahren, gemächlich und nicht in Hektik. Kaugummi kauen gegen die Anspannung hilft auch immer ganz gut.

20.07.2010 11:45 • #3


Hallo krümel,

Die Sache mit dem Taxi von der Krankenkasse wirst du nicht durchbekommen. Ich hab mich da vor einiger Zeit mal sehr gründlich erkundigt, es ging damals um eine Fahrt alle 3 Monate, nämlich vom Krankenhaus nach Hause. Ich werde, wenn ich an den Augen untersucht werde, quasi verkehrsuntüchtig, und hätte es toll gefunden wenn ich dann nicht halb blind und absolut lichtempfindlich durch die Gegend torkeln müsste, sondern mich ein Taxi sicher nach Hause bringen würde. Aber da hat man keine Chance. Wenn es nicht wirklich absolut zwingend notwendig ist bekommst du von der Krankenkasse nix. Und da du tatsächlich noch Autofahren kannst -zumindest theoretisch- seh ich keine Chance das in deinem Fall durchzudrücken.

Ich vermute du wirst dich dazu überwinden müssen zu fahren. Bist du in Therapie? Wenn ja dann entwickle gemeinsam mit dem Therapeuten Strategien gegen die Panik, klär ab wie du üben kannst. Plane viel Zeit ein um unterwegs auch mal anhalten zu können, nimm eine Route die du vielleicht lieber magst als den direkten Weg (wenn meine Mom unsicher ist fährt sie auch lieber Landstraße als Autobahn z.B.), iss eine Banane vorher, kau Kaugummi, sorg für Ablenkung durch entspannende Musik oder Hörbücher.
Ich drück dir die Daumen dass du's schaffst!

Liebe Grüße,
Bianca

20.07.2010 12:06 • #4


Vielen lieben Dank Euch für die Vorschläge.

Einen Teil habe ich bei meinen ersten PA schon umzusetzten versucht. Allerdings konnte ich damals nicht mal in die Nähe eines Autos ohne schon hohl zu drehen.
In Therapie war ich damals nur in soweit, dass mir die Ärztin Citalopram verschrieben hatte. Mehr nicht, keine Ahnung mehr warum. Jetzt bin ich gleich zum HA, der hat mir wieder citalopram verschrieben und mir ne Liste für Therapeuten mitgegeben. Wartezeit bis 8 Monate. Naja. Besser wie es ganz zu lassen. Möcht das Thema diesmla richtig durchziehen.
Ich werd mich nachher mal ins AUto setzten und gucken wie weit ich komme. Gestern gings ja auch ganz gut. Denke es ist einfach die Angst vor der Angst.

Autobahnfahrten meide ich sowieso meist, zum Geschäft brauch ich sie nicht und wenn ich zu meinen Eltern fahre sind die Landstraßen viel schöner, das ist so und so schon zur Gewohnheit geworden

20.07.2010 12:29 • #5


Du solltest wirklich dringend eine Verhaltenstherapie machen. Nur mit Medikamenten wirst du die Panikstörung nicht in den Griff bekommen. Gerade in Bezug auf alltägliche Dinge tun, wie Autofahren, Einkaufen etc.

Ich finde es immer wieder unglaublich wie schnell Angstpatienten mit Medis abgespeist werden, obwohl man doch mittlerweile weiss, dass eine alleinige Medikamenteneinstellung nichts bringt.

Ich hoffe, es meldet sich bald ein Therapeut bei dir.

20.07.2010 12:33 • #6


Hab das mit der Therapie auf jeden Fall vor, egal wie lange es dauert. Schau mich jetzt mal um wie lange die Wartezeiten bei den anderen sind.
Nochmal lass ich mich nicht einfach so abfertigen. Ich weiß zwar vermutlich warum ich diese PA´s habe aber es ist doch immernoch was anderes wenn man mit jemandem drüber redet, der einem sagen kann wie man damit umgeht etc.

20.07.2010 12:38 • #7


Eben. Und gerade in einer Verhaltenstherapie lernst du Strategien und Techniken mit PAs umzugehen und vor allem: nichts zu vermeiden. Also gerade Autobahn und nicht Landstrasse in deinem Fall. Man lernt seine Angst ernst zu nehmen, sie zu akzeptieren, mit ihr umzugehen und sie somit auf ihr Normalmaß zu reduzieren. Sie in ihre Schranken weisen sozusagen. Du schaffst das. Der erste Schritt ist ja gemacht.

20.07.2010 12:42 • #8


hallo kruemel.........


hast du es denn geschafft mit dem auto eine runde zu fahren heute ?
beschreibe doch bitte mal was genau deine ängste sind vorm autofahren ? was passiert da mit dir ?


einen taxischein oder transportschein gibt es nicht mehr ,das wurde schon vor jahren streng eingegrenzt,,,,leider ..........

lg. hummellinchen

20.07.2010 15:04 • #9


Ich finde mit einem Taxi (unabhängig ob erstattet oder nicht) fängt man schon wieder an auszuweichen und zu vermeiden – doch eigentlich kontraproduktiv.

20.07.2010 15:06 • #10


Hallo krümel,

Medikamente sind nur zur kurzzeitigen Überbrückung gedacht, eine richtige Therapie ist das nicht! Bei Ängsten ist der erste Weg die Verhaltenstherapie, da lernt man, wie man mit der Angst umgehen kann. Ich hab meine Ängste mit Hilfe eines tollen Therapeuten in gut einem halben Jahr so weit überwunden, dass sie mich nicht mehr eingeschränkt haben. Heute spüre ich davon gar nichts mehr.
Wie viele Therapeuten hast du denn angerufen? Ich hab damals gut 30 Therapeuten abtelefoniert, und gerade mal 7 oder 8 hatten einen Termin in nächster Zeit frei. Es lohnt sich, da viel rumzutelefonieren, weil sich durch das Warten und Aushalten die Ängste nicht bessern, sondern sich die Verhaltens- und Denkmuster eher noch festigen

Hast du mal diese Liste ausprobiert?
https://www.psychic.de/psychotherapeuten.php
Da hab ich meinen Therapeuten gefunden, und der war super.

Liebe Grüße,
Bianca

21.07.2010 13:54 • #11


Also das mit dem Auto fahren hat geklappt, bisher aber immer nur kurze Strecken, zum Einkaufenen etc. Mehr hab ich mich noch nicht getraut. Eine PA hatte ich zum Glück nicht.
Früher war es hauptsächlich beim Autofahren, da ich die PA´s durchs AUtofahren entwickelt hatte. Bin auf der Autobahn wegen Kreislaufproblemen kollabiert und grad noch so auf den Standstreifen gekommen. Das Gefühl ist ein Kribbeln unter der Haut, dann wird mir heiß und kalt, mein Herz rast und ich fange an zu hyerventilieren, was dann den Schwindel verursacht.
Und dieses Gefühl von Kraftlosigkeit, nichts mehr unter Kontrolle zu haben.

Die Idee mit dem Taxi kam mir nur falls es mal so schlimm sein sollte, dass ich nicht selbst zur Arbeit fahren könnte. Ich hab halt Angst, dass wenn ich ne halbe Stunde vor Dienstbeginn anrufe mich meine Chefin zur Sau macht. Ich arbeite in einem privaten Pflegeheim und da kann man den Wegfall einer Pflegefachkraft nicht so einfach kompensieren. Und aufgeben/verlieren möcht ich die Stelle nicht, da ich mich sehr wohl fühle.

Ich denke das mit den PAs wär momentan halb so schlimm wenn das ganze nicht in Kombination mit meinem Asthma auftreten würden. War jetzt n halbes Jahr Anfallsfrei und durch ne kleine Erkältung und die mom. Wetterlage wirds wieder schlimmer. Und wenn ich keine Luft bekomme während eines Asthmaanfalls bekomm ich Panik, hab zwar ein Spray aber das wirkt nicht so wenn ich erkältet bin. Tja und umgekehrt wenn ich ne PA bekomme kommt ja automatisch die Atemnot die bei mir zum Asthmaanfall führt. Also alles be***

Ih habe von meinem Doc ne Liste mit Ärzten bekommen, und hier im Umkreis von 40 km gibt es vielleicht 10 Stück die eine verhaltenstherapie überhaupt anbieten. Daher auch die Wartezeit von 8 Monaten.

21.07.2010 16:34 • #12



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