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Ariane123


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@ maja63:
das bachblüten-notfall-Spray habe ich in einer Apotheke in der Schweiz gekauft (ohne Rezept); bei mir wirkt es recht schnell. Ich vermute es ist das gleiche wie die Tropfen, nur mit einem Sprühaufsatz drauf...
Liebe Grüße, Ariane

29.07.2008 09:33 • #101


keule


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Zitat von Sittingbull:
Guten tag ich bin neu hier aber ich leide auch schon seit 10 jahren dran
ich find das forum absulut hilf reich

Wenn bei mir so eine Atakke kommt sag ich mir "mir gehts gut und ich kann daran nicht sterben" und nach ca 2 bis 3 minuten wird das leichter und verschwindet dann .


ich wüßte zu gern, wie man es schaffen kann, in einer attacke zu sich selbst zu reden! wow, hat das lang gedauert das zu lernen?

ach in meiner tasche sind immer: zuckerhaltige bonbons, mineralwasser, ein asthma spray (die letzte medizinische atmenot hatte ich vor elf jahren, als ich noch geraucht habe aber man weiß ja nie ), bachblüten rescue tropfen und die gute alte tüte.
trinken lenkt immer sehr gut ab, ebenso wie mit dem mobiltelefon spielen.

29.07.2008 21:29 • #102


Shaliah


... nach meinen Erfahrungen gibt es für Panikattacken wie ich sie durchleben muss, keinen Notfallkoffer wie von den meisten hier beschrieben. Ich wünschte dass ich während eines Anfalls die Kraft hätte eine lustige SMS zu lesen oder sonst so etwas in dieser Richtung. Einige Tipps helfen sicherlich für die Angst vor der Angst, wie bei mir im moment, seit ein paar Wochen habe ich Angst vor dem Schlafengehen weil ich ca. 5-6 Nächte pro Woche Attacken habe, davon 1-2 so massiv dass ich das Telefon nehmen muss. Meistens passiert es beim Einschlafen oder nachts zwischen 2.30 Uhr - 04.00 Uhr.
Ich habe nur die Kraft zum Telefon zu greifen und in Bruchteilen von Sekunden muss ich mich entscheiden ob ich ein Familienmitglied aus dem Bett hole (wohnen alle mindestens 600 Km von mir entfernt) oder ob ich den Rettungsdienst anrufe, mein Körper ist in der Regel gelähmt. Mittlerweile schaffe ich es schon, erst meine Mutter oder meine Schwester anzurufen. Ist für mich irgendwie eine Sicherheit da "im Falle meines Ablebens" meine Familie dann Bescheid wüsste und mein Hund nicht ins Tierheim käme....... Nach einer massiven Attacke während des Telefonats allerdings muss ich meistens Tavor schlucken damit unter anderem auch die massive Tachykardie wieder nachlässt sowie das Zittern und die heftige Unruhe, die tierischen Kopfschmerzen nach so einem Puls sind auch nicht ohne und es dauert dann wieder ewig bis ich wieder einschlafen kann. Wenn mein Verdauungssystem nach der Attacke "grüßen" lässt dann bin ich wieder entspannt, denn das ist immer die Bestätigung dass das wieder eine Panikattacke und nichts anderes war.....

LG
Shaliah

01.08.2008 23:59 • #103


Phobie76


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Hab für mich noch die Telefonnummer der Seelsorge aufschreiben lassen. Meine Therapeutin meint, ich könnte da ruhig anrufen wenn es ganz schlimm ist und keine Hilfe oder Ablenkung in der Nähe ist (Nachts z.b.).
Telefon: 1110111
oder: 1110222
hoffe jetzt mal dass das dieselbe Nummer aus ganz Deutschland ist. Mir hilft es oft schon mit jemandem zu reden der mich beruhigt wenns ganz arg wird.

Gruss Andrea

02.08.2008 18:33 • #104


Shaliah


Hab´ ich mir aufgeschrieben, lieben Dank!
LG
Shaliah

02.08.2008 21:52 • #105


lea1712


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bei mir ist es auch wenn IMMER vor dem schlafen gehen oder während der nacht. da schlafe ich mal ein und dann werde ich munter und ich habe eben diese attacke . Ich probiere dann ruhig zu bleiben und denke mir im notfall wecke ich meinen mann auf und es kann mir NICHTS passieren ,aber das gefühl ist ECHT schlimm. ich gehe seit ca 4 monaten in therapie und es tut mir sehr gut. Ich habe auch der therapeuten gesagt das ich oft wachliege und dann denke ich mir ich muss ja endlich schlafen da ich am morgen aufstehen muss, da meinte sie das der körper auch so ruht , den man liegt im bett. und zulange schlafen ist für den körper auch nicht gut. Wenn ich manches mal nicht müde bin ,dann trinke ich warme milch mit honig (hab ich hier im forum gelesen ) mir kommt vor es wirkt das ich müde werde. Ich nehme auch immer vor dem schlafen gehen eine halbe stunde die tabletten trittico retard. (sollten auch einschlaffördernd wirken ) habe mal 6 tage ausgesetzt und da ist es mir dann GANZ schlecht gegangen hat mitten in der nacht angefangen hat mir die therapeutin gesagt das ich nicht abrupt die tabletten absetzen soll sondern schön langsam.

06.08.2008 18:10 • #106


Angela


1
Zitat von Gobi76:
Mein Notfallköfferchen:

-Atemübungen
-Progressive ME
-Laute Musik zum mitsingen und rumhopsen
-in den Spiegel gucken und mir sagen, dass ich mich lieb hab, und dass ich das schon schaffen werde
-meine Freundin anrufen
-wenn ich in der Stadt bin, mit Fremden reden. (Irgendwas, was nicht auffällt. z.B. wie spät es ist, oder wie man zum Bahnhof kommt, etc.)
-wenn´s ganz mies ist, stell ich mich mitten in den Raum und sage: komm schon du blöde Angst. Meist geht es dann fix vorbei.
-Lachen, lachen, lachen. Zur Not auch einfach nur ein unechtes. Wie bei diesen Lachgruppen, die es in China (glaub ich zumindest) gibt. Irgendwann komm ich mir so doof vor, dass das Lachen von alleine kommt.

@Mona Lisa: Die Klopftechnik kenn ich nicht. Wie geht das denn?

LG Gobi



Hallo wie geht die Klopftechnik?

Gruß Angela

10.08.2008 20:21 • #107


melaveela


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In meinem Notfallköfferchen befinden sich derzeit nur Globulis:
- Aconitum D12 (wenn es ganz schlimm ist, alle 5 Minuten fünf Stück)
- Calcium carbonicum D12 (prophylaktisch 5 Kügelchen am Tag)
- Chamomilla (wenn der Magen spinnt, Übelkeit und ähnliches)
Außerdem achte ich auf meine Ernährung und trinke keinen Kaffee mehr.

11.08.2008 08:38 • x 1 #108


walkingdisaster


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Immer wenn ich aus Angst vor der Angst eine Situation meiden will, kommt mir eine russische Weisheit in den Sinn:

SUCHE DIE ANGST, NUR SIE KANN DICH ZU GROßEM BEFLÜGELN

Und schon ist der Mut wieder da.

12.08.2008 09:27 • #109


bernsteinherz


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Hallo zusammen-bin zwar ein Frischling hier,aber habe auch schon einige Notfalltricks über die Jahre gesammelt. -Straßenlaternen zählen oder auch die Schritte-lenkt gut ab -Von den Nummernschilder der Autos Wörter oder ganze Sätze bilden,wer es schafft - Tee trinken,wenn trübe Gedanken aufkommen,Pfeffi erfrischt - vor dem Rausgehen 5.minuten aus dem Fenster schauen und sich vorab an die Situation und den belebten Verkehr gewöhnen und versuchen zu denken,es macht mir spaß mich unter das Volk zu mischen -mit dem Schlüsselbund spielen oder im notfall in der Tasche kramen - Knautschball gibt es zu kaufen oder Reis in mehrenen Luftballons ummantelt,kann man auch selber nähen,Handschmeichler etc. - Taschentuch in der Tasche zerfetzen,mein Liebstes Hobby unterwegs Lg Bernsteinherz

13.08.2008 19:57 • #110


Lilly31


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Hallo,

jetzt weiß ich nicht mal ob ich richtig bin.
Eben erst auf diese Seite gestossen
Ich hab den Bericht über den Notfallkoffer gelesen und finde es eine Klasse Idee, auch ich hab so einen privaten Notfallkoffer.. der mir immer sehr geholfen hat.

LG Lilly

23.08.2008 17:48 • #111


simon.brenner


3
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Hallo allerseits!

also ich hab früher immer irgendwas mit Baldrian dabeigehabt. Ich fühle mich sicherer, wenn ich das Gefühl habe, die Panikattacke "herunterschrauben" kann. Tropfen haben sich eher wenig bewährt, weil diese - zumindest bei mir - irgendwann auf den Magen geschlagen sind (bis hin zum Erbrechen - nicht so schön...)

Irgendwelche billigen Dro. helfen auch in angemessenem Maße. Was ich aber derzeit nehme ist Sedariston (hoffe, das legt man hier nicht als Schleichwerbung aus). Das sind Kapseln, die zu 50% aus Baldrian bestehen und zu 50% aus Johanniskraut. Das ist eine ideale Kombi, da ich Johanniskraut besser finde als Baldrian. Allerdings wirkt der Baldrian bei diesen Kapseln schnell und beruhigt, während die Johanniskrautkomponente langfristig stimmungsaufhellend wirkt.

Neben den Pillen hab ich auch immer was zu trinken dabei - einfach Wasser oder Limo sowie irgendwelche Süßigkeiten, weil ich mal gelesen habe, dass man bei Panikattacken oftmals unter Unterzucker leidet.

Mit diesem "Gepäck" fühle ich mich immer relativ sicher.
Habe zwei Jahre Medikation mit SSRI's hinter mir und die Dinger mittlerweile abgesetzt, was keine sehr angenehme Erfahrung war. Daher möchte ich keine verschreibungspflichtigen Beruhigungsmittel oder eben wieder SSRI's nehmen. Klappt meistens auch gut. Nur, wenn ich stark gestresst bin oder irgendwelche angstauslösenden Ereignisse bevorstehen, dann hab ich immer noch Probleme. Aber ich will die Angst eines Tages überwinden und ich hoffe, dass mir dies auch irgendwann vollständig gelingt.

Ich wünsch euch alles Gute!

Simon

29.08.2008 15:29 • #112


simon.brenner


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Ach ja! Noch ein kurzer Nachtrag, weil ich gelesen habe, dass irgendjemand von euch Korodin Kreislauftropfen dabei hat. Das finde ich sehr problematisch, weil ich früher auch bei Panikattacken immer dachte, ich müsste was für den Kreislauf nehmen (Angst, zusammenzuklappen). Das ist Blödsinn, weil es rein körperlich garnicht möglich ist, im Panikzustand bewusstlos zu werden, weil der Körper voll ist mit Adrenalin und Herzschlag und Blutdruck steigen.

Nun aber der Grund, warum ich so wehement gegen die Einnahme von Kreislauftropfen bei Panikattacken bin:
Ich habe das mal gemacht und habe damit den Herzschlag und den Blutdruck bei der Panikattacke derart in die Höhe getrieben, dass ich in der Notaufnahme gelandet bin, weil ich dachte, ich hätte einen Herzinfarkt. Der EKG-Graph sah auch nicht so toll aus...
Das war meine bisher schlimmste Panikattacke im Zeitraum der letzten vier Jahre. Ich lasse seitdem tunlichst die Finger von Kreislaufmedikamenten, da diese extrem negative Auswirkungen haben können (siehe oben)

29.08.2008 15:35 • #113


somali


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Leute??
Wie wäre es statt nem "Notfallkoffer" mit ner "Angstkiste"?? Wo mal/man alle seine Ängste und negativen Gedanken rein wirft??

Weil, äh, die wollen wir ja los werden??Nicht?

keine ahnung, nur so ne idee
lg
sam

29.08.2008 15:46 • #114


Annaa


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Erstmal danke für eure tollen Tipps, ist schon witzig, was wir uns für seltsame Dinge einfallen lassen - ich denke aber sie sind alle besser als in die Vermeidung zu gehen.
Ich habe auch beschlossen, meiner Angst den Kampf anzusagen und all meine Möglichkeiten auszuschöpfen die ich gegen die Angst habe. Da die Angst ja nicht zwangsläufig über uns hereinbrechen muss, sondern oft besonders durch den Umstand hervorgerufen wird, dass wir uns bereits im Vorfeld hineinsteigern, fange ich schon vor einer möglichen Angstsituation mit meinem Anti - Angst Programm an:

- gedankliche Ablenkung, wenn ich merke, wie ich mich im Vorfeld in die Situation hineinsteigere (Musik, Unterhaltung, Klavierspielen) oder aber Selbstgespräche (nicht laut) in denen ich der Angst sage "hör auf, nichts ist gefährlich, ich schaffe das alles" (oder so ähnlich )
- Sport (Joggen hilft mir besonders - auch wenn ich eigentlich immer sehr unsportlich war!)
- Entspannung (Autog. Training - ich höre da alle möglichen CDs, z.B. "Angstfrei leben")
- Bachblütenmischung (individuell zusammengestellt)

In meine Tasche/ Koffer für unterwegs packe ich dann:
- Rescuebonbons (finde ich praktischer, da sie auch in "offiziellen" Situationen gut heimlich in den Mund gesteckt werden können
- Kava Kava (homöopathische Tropfen)
- heißen Melissentee, den ich schluckweise trinke (beruhigt zum Einen und der warme Reiz lenkt außerdem ab)
- geschnittene Ingwerwurzel (habe ich als tolle Alternative zu irgendwelchen sonstigen Mitteln gegen Übelkeit herausgefunden, da es wirklich gut hilft (meine Übelkeit ist sehr ausgeprägt) und dennoch keine Nebenwirkungen hat)
- ansonsten hilft mir noch in der akuten Situation etwas aufzuschreiben oder zu reden

was ich noch nicht ausprobiert habe, aber mal gehört habe, war:
- sich ein kleines Steinchen in den Schuh legen
- etwas sehr scharfes kauen (z.B. Chili)

Ich finde auch, dass in diesen Situationen völlig egal ist, ob es für homöopathische Mittel Beweise gibt, denn für mich zählt nur, dass ich aktiv etwas gegen die aufsteigende Panik unternehmen kann und mich nicht so ausgeliefert fühle.

Ich kann auch nicht sagen, dass mich mein "Köfferchen" abhängig macht, denn als es mir eine Zeit etwas besser ging brauchte ich einen Großteil dieser Mittel auch einfach nicht mehr so. Es fiel mir dann irgendwann auf, dass ich sie zuhause gelassen hatte und ich habe mich über diesen Erfolg gefreut. Jetzt geht es mir wieder schlecht und ich brauche das leider wieder, aber wie gesagt besser aktiv etwas machen, als es als Schicksal ansehen und sich ergeben.

Euch allen viel Erfolg, vielleicht ist ein Tipp für euch dabei und ansonsten hoffe ich, dass wir hier noch ganz viele lesen können!
Liebe Grüße
Anna

29.08.2008 17:48 • x 1 #115


quitsch


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hay,

ich nehme immer einen termin kalender mit wenn ich meine PA´s bekomme dann schau ich rein und lese

wasser ist bei mir immer dabei sons schürtz meine kehle zu..

nimm 2 bombos damit etwas zucker in mir rein geht

und das handy dadrauf spiele ich auch wenn ich im bus bin oder irgendwo warte muss.

02.09.2008 11:14 • #116


mia 83


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Hi!! deine Idde ist toll...

meine Hilfe: Telefonieren. Ich rufe sofort irgendjemanden an...meine rechnungen sind seit dem höher, nur ich bin etwas erleichteter...miene tante u mein onkel kennen die anrufe schon auch mein freund-sie reagieren richtig ohne abgeneigt zu sein-mit viel verständnis ohne zu fragen-das ist richtige hilfe( klar muss man ihnen offen gestehen, dass man eben sowas hat)

ein weiteres: wenn das adrenalin bis oben pumpt - laufen-auch wenn man eine stunde im zimmer auf u ab geht, weil man sich nicht auf die straße traut-laufen u reden, laufen u reden, laufen u reden

tagebuchschreiben-wenns so gut wie rum ist oder bevor es sich anbahnt-tagebuch

anst-lacht nicht-das internet...wenn man sieht, dass man lange nicht allein ist, desto besser ist das...man wird schon dadurch ruhiger, dass so viele das gleiche empfinden

ich bin übrigens auch ein fan von tee s
zudem habe ich mir die schüttler-magnesiums-salze geholt...calcium u magnesium ist gut für die nerven!!
liebe grüße

03.09.2008 02:13 • #117


Muecke51


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Hallo,

auch ich bin neu in diesem Forum, lese aber zum ersten mal, daß viele von Euch einen sogenannten "Notfallkoffer" haben. Ich für meinen Teil trage seit jahren Dinge mit mir herum, die ich als "Survivel-Paket" bezeichne. Mein Mann fragt mich oft, was ich alles mit schleppen würde, weil meine Handtaschen immer groß und schwer sind. Der Inhalt setzt sich aus einem Getränküber div. Medikamente und einer Tüte zusammen. (Hyperventilation). Schon das Gefühl, diese Dinge bei mir zu haben, geben mir Kraft, in ein Kaufhaus oder andere Geschäfte zu gehen. Mein Therapeut, bei dem ich bereits im 7. Jahr in Behandlung bin, findet das sehr vernünftig, ermahnt mich aber, immer daran zu denken, meine Angst aus dem Körper heraus zu bekämpfen und nicht mit Hilfsmitteln.

Dieses Forum scheint mir aber sehr kompetent zu sein, wenn es darum
geht, Menschen wie mir zu helfen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Ich freue mich auf eine rege Diskussion

06.09.2008 08:22 • #118


warum


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hallo

ich habe immer
meine tabletten
meine bachblüten
mein asthmaspray
was zum trinken
einen kalten waschlappen
und meine glückssteine dabei!

seit neusten auch mein MP 3 player so das ich einfach mal etwas musik hören kann!

lg

09.09.2008 17:51 • #119


miotz


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hallo bin neu hier leide auch unter angstzuständen. ich habe es seit einem 1jahr wieder wär kann mir helfen,,,, ich nehme nur johanneskraut und mache munskelentspannung was giebst noch? liebe grüsse maike

10.09.2008 19:07 • #120




Dr. Hans Morschitzky

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