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B
Hey. Ich würde hier gern mal ein Thema aufgreifen worüber ich nichts im Internet finde.
Auch ich bin betroffen ind leide unter Panikattacken und phasenweise extremer Angstzustände.
Wie auch in meinen alten Beiträgen erwähnt, habe ich etliche Symptome die ich hier aber nicht nochmal aufgreifen werde.
Es sei nur nochmal gesagt, dass ich so gut wie bei jedem Arzt und Krankenhaus war.

Ich hatte einige zeit etwas Ruhe mit dem Problem, welches ich jetzt mal probiere zu beschreiben. Dies ist leider echt nicht ganz einfach, da es sich auch immer wieder anders äußert.

Ich würde es als Oberbegriff so beschreiben wie im Betreff.
Hier mal ein paar Beispiele: Ich sitze am Handy oder gucke TV oder spiele ein Spiel am PC. Kommt es da zu unvorhergesehen Ereignissen, zb bei dem neuen Fluch der Karibik, da wollte die Frau ein Edelstein aus dem Buch ziehen, welches beim ersten Versuch micht funktionierte. Mein Kopf konnte dies aber nicht verarbeiten, und dachte es klappt schon beim erstenmal. Folge: In bruchteil einer Millisekunde schiesst mir ein zucken durch den Körper oder Kopf (immer unterschiedlich)
Oder es ist ein erschrecken an sich bzw es fühlt sich auch irgendwie so an, als wenn sich dann nerven entladen.

Habe dieses Phänomen aber auch zwischendurch mal einfach so. Wenn ich woanders hinschaue.
Wirklich beschreiben kann ich es nicht. Innerliches zusammenzucken oder erschrecken durch fehlinformationen?! Keine Ahnung.

Gepaart wird dies auch ab und zu mit nem SchwindeGEFÜHL im Kopf selber, ohne das sich was dreht oder schwankt. Mehr so in der Art Liftschwindel aus Fahrstuhl.

Es lässt sich auch in etwa so beschreiben, wie beim Wach/Schlafübergang wenn die Muskeln zusammenzucken oder man das Gefühl hat, man fällt. Welches ich übrigens extrem häufig habe vorm einschlafen, aber meist spielt sich dies im Kopf ab. BrainZaps ist das einzige Wort welches ich do gefunden habe. Aber das gibt es nur im zusammenhang mit ADs als absetzsymptom. Ich nehm aber keine ADs.

Jetzt gerade beim Tippen auch wieder. Habe die auf dem handy gesucht und nicht auf anhieb so gegunden wie gedacht, da kam das Gefühl wieder aber diesmal abgeschwächt.

Ein paar Sachen die ich früher schon vor meiner Angstörung hatte (daraus zieh ich parallelen):

Habe Höhenangst und sobald ich ein Video gucke zb die verrückten FreeClimber aus Russland oder jemand der auf ner Kante sitzt vor nem Abgrund, muss ich mich so innerlich verkrampfen u auch da kommt das innerlich entladen/zucken vor.

Oder wenn ich am PC Texte scrolle bis zum Ende, dann denkt mein Kopf aber es geht weiter, obwohl die Seite zu Ende ist. Auch hier kommt ein seltsames bzw dies Gefühl in mir auf.

Einmaliges Geschehen beim Rückwärts einparken: habe den Parkvorgang abgeschlossen und gebremst. Aber es fühlte sich so an, als wenn das Auto weiter rollt. Hab mich da erschrocken wie sau. Auch hier sehe ich ne cerknüpfunf zu der Zeit vor Der Panikstörung, ich möchte nie wirklich gern Shoppen oder in der Stadt bummel. Und genau das hatten meine Greundin und ich vor.


Habe auch ne Art Schluckkrämpfe wenn ich Speichel oder Essen schlucken möchte. Dies tritt eher selten auf wenn ich zu Hause esse. In Restaurants ging das noch nie. Anspannung?
Daher liegt Angst/Panik und das verkrampfen sehr nahe. Konnte das aber nie abstellen, auch mit dem Gedanken völlig gesund zu sein.
Nach ein paar B., ging dies aber meist weg. Weshalb ich auch immer vorm seltenen essen gehen mit freunden am abend, ein paar B. genehmigt habe.
Ohne ist es aber immer da, weshalb ich Jahre schon nicht mehr essen gehe u heute würde mir das glaub ich auch komplett Panik bereiten essen zu gehen.


Wo dies aber alles herkommt, weiss keiner. Kein Arzt und keine Therapeutin. Nach 15 sitzungen mit Fokus auf Panikstörung passiert nix bei mir im Kopf ^^
Auf die oberen Beschwerden u meinem Schwindel + Benommenheit + 2mal Bewusstseinstörung/Derealisierung? (1Minute nachdem aufstehen habe ich das bekommen, habe mir meine Hände gewaschen und das gar nicht wirklich realisiert, wie in Trance, weggetreten oder so), geht meine Therapeutin nicht ein.

Nunja egal, es geht mir ja mehr um den Betreff oben. Schweife gern ab...

Daher wollte ich mal wissen, ob es hier welche gibt die das kennen oder nen Tipp haben wenn jemand sowas schonmal hatte.
Angst lösen diese Phänomene jedenfalls aus, gerade deshalb weil ich etliche symptome dazu habe.

Lg

22.11.2017 02:08 • 29.10.2021 x 1 #1


10 Antworten ↓


B
Was ich noch gefunden habe sind Myoklonien.
Trifft sowas zu?
Sonst keiner mit solchen Phänomenen Erfahrung gemacht?

22.11.2017 19:53 • #2


A


Merkwürdiges Zusammenzucken- Nervliche Entladungen?

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P
Hallo Brainy84,

Ich habe von so etwas Ähnlichem in meiner Lektüre zum Thema Trauma gelesen. Da gibt es die grundlegende Theorie von Peter Levine, dass Trauma dann entsteht, wenn ein Organismus (Tier oder Mensch) im Moment einer Gefahr in den Freeze-Zustand verfällt, aber danach nicht wieder daraus auftaut, sondern den Zustand unterdrückt. Bei Tieren kann man noch leicht sehen, wie sie aus dem Freeze-Zustand herauskommen. ZB. ein Vogel, der gegen eine Scheibe geflogen ist, liegt erst betäubt da, dann fängt er langsam an aufzuwachen und sich zu schütteln und herumzuhüpfen, um die überschüssige Energie abzulassen, die im Moment des Einfrierens im Nervensystem steckengeblieben ist. Bei Menschen ist diese natürliche Auftaufunktion laut Levine oft gestört, deswegen bleibt die Energie gefangen. Wenn das Trauma dann später aktiviert wird, will die Energie entkommen, kann es aber nicht vollständig, weil das entsprechende Ereignis psychologisch verdrängt ist. Deshalb erfolgt ein Zucken oder Muskeltic, quasi eine abgewürgte Handlung.

Ob ich das jetzt so total wissenschaftlich beschrieben habe weiß ich nicht, aber so habe ich es mir gemerkt. Du kannst es bei Peter Levine nachlesen, oder bei Robert Scaer, das ist ein Neurologe, der mit derselben Theorie arbeitet.

Das könnte bei dir eine Rolle spielen, da du beschreibst, dass du die Zuckungen in Gefahrmomenten bekommst, zB wenn was Unerwartetes geschieht oder du denkst du hast einen Autounfall. In solchen Momenten könnte ein altes Trauma aktiviert werden. Vielleicht gab es auch eine Situation in der Kindheit, in der du dich verschluckt hast oder gezwungen wurdest etwas zu schlucken (zB Medizin) und Angst bekommen hast, was die heutigen Schluckbeschwerden erklären könnte.

22.11.2017 21:40 • #3


B
Hey. Danke für deine Antwort. Das klingt sehr interessant. Würde sich so erklären lassen...
Vielleicht rührt da ja auch die lurzen Schwindelgefühle und die Benommenheit her. Ne Art Schutzfunktion...

Das ich ne fette angststörung habe ist für mich ganz klar... trotzdem bleibt fraglich ob die störung durch die symptome kommt oder die symptome durch die störung.

Wenn ich mal zurückblicke in meinem leben, war mir schon oft genug uneohl und ekelig. Seit letzter zeit hab ich das 1-2mal am tag.
Evtl schlummerte schon ewig was in mir?

Trotzdem brauch ich hilfe, da ich bei diesem symptomen nicht den gedanken an schlaganfall oder irgendwas anderem wie ne unverträglich an lebensmitteln losbekomme.
Ich hatte 2001 ne borreliose mit einen ringausschlag die behandelt wurde. Heute denke ich trotz lumbalpunktion/schädelMRT trotzdem an einem zusammenhang. Wie werd ich sowas jemals los?

Seit meinem 16lebensjahr leidete ich an häufiger übelkeit, ich bin nie zur spieglung gegangen. Hab immer an meinen opa gedacht, der hatte nen nervösen magen, sodass er vor jedem treffen mit seinen kegelbrüder immer würgen musste.
Ich sah dem halt als erbliche belastung an.
Aber die angst vorm erbrechen in der öffentlichkeit oder angst im urlaub krank zu werden, hatte ich immer schon seitdem tag wo mir dss erstmal bewusst schlecht wurde.

Heute ist die übelkeit seit einem halben jahr so gut wie verschwunden. Dafür eben alles andere.

Ich ertrag es nur nicht das ich dies alles täglich spüre. Auch ohne Panikattacken. Dachte immer das solche symptome nur wärend der attacken auftreten. Weit gefehlt....

Nunja nächste woche hab ich nen gespräch in ner psychosomatischen klinik. Ich will jetzt das was passiert. Diese komischen weltfremden gefühle loswerden. Möchte wieder arbeiten gehen! Einkaufen können, mich wieder in Restaurants setzen können, und mich mit freunden zur party verabreden.

23.11.2017 23:22 • #4


M
Beim Einschlafen kennt das wohl fast jeder, in dem Zustand wo die Muskulatur erschlafft, das Unterbewusstsein vordergründig ist - der Körper einfach runterfährt. Dort entsteht das Zucken durch Teile des Gehirns, die noch aktiver sind als der ganze Rest und diese Reizwellen auslösen. Derartige Phänomene hatte ich auch tagsüber schon, aber sehr selten und ich kann da auch keinen Kontext herleiten. Jedenfalls ist es anders als erschrecken, denn erschrecken tue ich mich bewusst, also da weiß ich ja was diese Reaktion ausgelöst hat.
Manche Prozesse, die da im Körper ablaufen sind für einen manchmal schon erklärlich. An sowas wie einen Schlaganfall denke ich bei der Symptomatik aber nicht. Dass du einen Termin in einer Klinik hast ist ja schon mal gut.

23.11.2017 23:55 • x 1 #5


B
Reizwellen, klingt auch sehr passend.
Berihigt mich ja schonmal das ich nicht ganz alleine damit bin.

Ich schätze meine Panikstörung nun auf dem Gipfel des Eisberges. Ich kann nicht mehr schlafen, werde durchgehend mit seltsamen gefühlen im brustkorb/kopf und magen wach. Dabei bin ich immer total orientierungslos u hab wirre gedanken.

Ich muss allerdings dazu sagen das ich kaum noch das haus verlasse, meist nur liege oder sitze. 15Minuten spazieren sind so das einzige was gemacht wird.
Mein körper sagt mir aber irgendwie, dass er ruhe braucht und schlaf...

24.11.2017 12:48 • #6


B
Gibs da noch Leute die sowas haben?

Hab noch was gefunden das nennt sich vegetative Dysfunktion... könnte durchaus auch passen. Habe gerade autogenes training gemacht und 10 minuten körperwahrnehmung. 4 mal kam dieses Gefühl dabei verstärkt hoch. Einmal im Kopf und 3mal im Magenbereich. Fühlte sich immer so an, als wäre ich gerade im wach/schlaf übergang.

Meint ihr dowas kommt vom zuvielen liegen und schlafen?
Oder ein innerliches Erschrecken vor dem verlust der Körperkontrolle weil man ja einschläft?

12.12.2017 23:43 • #7


petrus57
Zucken kurz vor dem Einschlafen ist wohl normal. Das habe ich oft wenn ich beim Fernsehen einpenne.

13.12.2017 09:23 • #8


B
Ja das kennt wohl fast jeder. Aber du musst dir vorstellen das dies gepasrt ist mit schwindel und stromschläge im kopf. Ist ein seltsames gefühl.

Sowieso geistern auch tagsüber immer irgendwelche misdempfindungen in meinem körper.

Bin echt ratlos und hab angst damit leben zu müssen.
Nunja, vielleicht hilft mir ja die stationäre aufnahme weiter!

13.12.2017 19:22 • #9


M
Weiß nicht ob du noch aktiv bist, aber exakt, und damit meine ich wirklich haargenau, dasselbe habe ich auch seit einer längeren Zeit.

Sonst im Internet oder auch wenn man Ärzte fragt, scheint keiner was davon zu wissen. Hatte auch schon zig Ärzte durch. Diverse MRTs und Untersuchungen, alles ohne Befund.

Am Anfang trat dieses Gefühl auch tagsüber auf, mittlerweile fast ausschließlich wenn ich mich schlafen lege.

Es fühlt sich echt an als würde sich da kurz was entladen und als würde man kurz runterfallen aber nur für einen Bruchteil einer Sekunde.

Manchmal ist das so stark, dass das Gefühl sogar für eine Millisekunde durch den ganzen Körper schießt. Aber auch alles ohne Schwindel oder sonstige anhaltende Beschwerden.

Hatte auch das Gefühl, wie du ja beschrieben hattest, dass es auch passiert wenn man etwas erwartet, es aber nicht eintritt.

Ähnelt wirklich sehr dem Gefühl als wenn man gerade im Traum irgendwo runterfällt und daraufhin aufwacht. Nur halt auch tagsüber.

02.03.2020 15:36 • #10


D
Hallo,
Ich wollte Mal ob es hier irgendwelche Lösungen gegeben hat.
Ich habe eins zu eins dieses Gefühl wie oben beschrieben.
Mal starker Mal schwächer

29.10.2021 15:47 • #11


A


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