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Lucretia1990
Hey ihr Lieben !
Ich brauche einmal euren Rat !
Es ist nun fast 3 Wochen her als mir spät abends aufeinmal total schummrig wurde.
Meine Hände wurden wie taub, kribbelten, Magengrummeln und ich merkte aufeinmal dass ich mich total benommen fühlte ( so als wäre ich berauscht ! ).
Ich war ausserdem total wach, als hätte ich einen Adrenalinschub und mir fiel es sehr schwer mich zu konzentrieren.
Ich habe z.B eine TV Sendung geschaut und ich konnte den Dialogen nicht mehr folgen, wurde durch alles abgelenkt, durch die Balkontür, durch ein Knistern etc.
Ausserdem war ich sehr geräuscheempfindlich und zuckte bei jedem kleinen Murks zusammen.
Meine Wahrnehmung war ebenfalls anders, ich hatte keine Halluzinationen aber ich fühlte mich so als wäre ich nicht ich selbst, nahm die Aussenwelt anders wahr als sonst etc.
Ich hatte Panik ( habe überall Licht angemacht ) , Herzklopfen und wirrsche Gedanken da ich nicht wusste was mit mir los ist.
Ich versuchte eine Ursache zu finden und dachte zuerst es lege an der Pilzpfanne mittags ( vielleicht verdorbene Pilze ? ) aber das konnte es auch nicht sein, da Mann und Kind mitgegessen haben und es ihnen gut ging.
Ich habe wirklich gedacht ich stehe kurz vor'm Herzinfakt und meinen Mann sogar geweckt, gesagt ich fühle mich total komisch. Er meinte ich solle zuerst ruhig bleiben, tief durchatmen und erstmal versuchen zu schlafen ( war spät nachts ).
Ich lag also im Bett und habe kein Auge zu bekommen, habe mir aber die ganze Zeit selber gesagt : Alles wird gut usw.
Das Benommenheitsgefühl hielt die ganze Nacht an, später kam noch leichtes Zittern dazu.
Mein Mann hat mich beruhigt und sagte wenn's nicht aufhört gehen wir zum Notarzt.
Um 7 Uhr morgens (!) wurde ich dann aber endlich müde und wollte einfach nur noch schlafen.
Als ich geschlafen hatte war zum Glück alles wieder gut, ich fühlte mich aber ein wenig gerädert, ähnlich wie nach einer Alk..
Da es Wochenende war hatte kein Arzt mehr offen, also wollte ich am Montag hin.
Einen Tag war Ruhe dann ging's aufeinmal tagsüber los und das Benommenheitsgefühl kam wieder , konnte mich schwer konzentrieren und ich hatte wieder dieses komische Gefühl so als wäre alles trist, fühlte mich nicht wie ich selbst, kann's schwer beschreiben.
Ich bin dann mit meinem Mann zum Notarzt gefahren, in der Bahn habe ich es kaum ausgehalten, ich fühlte mich schlecht in der Menschenmasse und mein Auge zuckte, habe dann wieder Panik bekommen und mich gefühlt als klappe ich jeden Augenblick zusammen und drehe durch !
Bei der Notaufnahme war es extrem voll, Wartezeit wären in etwa 6 Std (!) gewesen.
Mein Mann beruhigte mich die ganze Zeit und ich merkte dass es mir viel besser ging und die akute Panik weg war.
Ich wollte keine weiteren 5 Std warten und wir entschieden uns deshalb zu gehen ( und Montag einen Arzt aufzusuchen ).
Abends war zum Glück alles wie immer, ohne Panik und Benommenheit !
Da wieder alles beim Alten war, ich im Alltag viel zutun hatte und ich irgendwie Angst vor einer ärztlichen Diagnose habe, habe ich bisher keinen Arzt mehr besucht.
Ich dachte diese Attacken würden so wie so nie wieder kommen und alles wäre dann wieder wie vorher.
Jetzt war ja auch fast 3 Wochen Ruhe.
Heute als ich spazieren ging merkte ich aufeinmal wie mir wieder etwas schummrig wurd', nicht so schlimm wie beim ersten Mal, aber ich fühlte mich irgendwie komisch draussen, nervös und innerlich unruhig, musste direkt wieder zurück denken und habe versucht ruhig zu bleiben.
Mir ging's dann auch relativ schnell wieder gut !
Nun habe ich mir fest vorgenommen morgen zum Arzt zu gehen.
Ich werde meine Symptome schildern und ein Blutbild machen lassen.
Vielleicht bekomme ich ja auch direkt eine Überweisung für den Neurologen.
Ich erwarte nun keine Ferndiagnose, zum Arzt gehe ich so oder so !
Ich wollte nur einmal wissen ob es sich bei den Symtomen um Panikattacken handeln KÖNNTE ?
Ich bin 24, führe ein glückliches Leben mit Mann und Kind und bin keinen grossen Stress ausgesetzt.

LG Lucretia

04.09.2014 21:40 • 06.09.2014 #1


5 Antworten ↓


SilkeF
Hallo Lucretia!
Ich habe gerade deinen Bericht durchgelesen, und ich denke wirklich auch , dass es sich bei dir um Panikattacken handelt. Ich selber leide ebenfalls daran, und deine Beschreibung ist mir sehr bekannt vorgekommen. Grade die Unwirklichkeitsgefühle und die Angst vor dem Durchdrehen ist bei mir jeweils sehr stark. Woher das kommt, ist manchmal schwer zu sagen. Manchmal sind es wie du angedeutet hast Stress oder Probleme in der Gegenwart, häufig ist der Grund aber nicht so einfach ersichtlich. Lies doch mal den Ratgeber über Panikattacken durch, welcher hier im Forum angeboten wird, überleg dir, ob vielleicht der Gang zu einem Psychologen für dich Sinn machen würde. Mir hilft das z.b. Sehr. Ausserdem gibt es auch gute Bücher über Angsterkrankungen! Wünsche dir alles Liebe!

04.09.2014 22:59 • #2



Leide ich unter Panikattacken ?

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Lucretia1990
Vielen Dank für deine Antwort, Silke !
Ich werde mir ersteinmal den Ratgeber über Panikattacken durchlesen und mich so wie so intensiver mit dem Thema beschäftigen.
Vorstellen werde ich mich auch noch die Tage, ich bin neu in diesem Forum !
Ich hoffe dass der Arztbesuch eventuell Klarheit bringt, ansonsten geht's wohl wirklich zum Psychologen !
Wäre nicht das erste Mal, in meiner Jugend war ich schonmal dort.

Wünsche dir auch alles Gute Liebe Grüsse !

05.09.2014 00:19 • #3


Hey Du

Das klingt auch für mich nach Panikattacken. Das Gefühl das Du Deine Umwelt anders wahr nimmst nennt man Desperalation ( hoffe ich hab das jetzt richtig geschrieben).
Lass Dich ruhig mal beim Doc durchchecken und wenn da alles ok ist weisst es ganz sicher.

06.09.2014 08:03 • #4


Schlaflose
Zitat von Herzklopfen:
Das Gefühl das Du Deine Umwelt anders wahr nimmst nennt man Desperalation ( hoffe ich hab das jetzt richtig geschrieben).


Nich wirklich Das nennt man Derealisation/Derealisierung. Daneben gibt es noch Depersonalisation/Depersonalisierung. Das tritt oft zusammen auf.

06.09.2014 10:38 • #5


Lach ok aber das meinte ich...

06.09.2014 11:01 • #6




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