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Hallo

Ich möchte gerne eine Kur beantragen, weiss aber aktuell nicht so recht, wo ich da anfange.

Meine Ärztin meinte, dass ich auf Grund zu hoher Blutdruckwerte wohl nicht abschalten kann bzw. ich ihr eben erzählt habe, dass ich wegen Arbeitsstress und so. halt in Richtung Angst- und Panikattacken gerutscht bin und ich mir daraufhin die etwas hohen Werte erkläre.
Sie meinte, dass es evtl. hilfreich wäre, prog.Muskelentspannung und Dinge wie Meditation etc. zu erlernen... dem wäre ich nicht abgeneigt, aber ich merke, dass ich wegen der Arbeit zuhause nicht mehr abschalten kann und sowas evtl. in einer Kur erlernen könnte....

Mein Arbeitgeber will nun eine "Eingliederungsvereinbarung" durchführen, weil ich auf Grund bestimmter Dinge krankgeschrieben war... wäre es sinnvoll, die Ergebnisse der Ärztin sowie diese Vereinbarung zu verbinden mit dem Hintergrund einer Kur?
Wer gibt letztendlich das "Go" für eine Kur? Die Krankenkasse? Der Arbeitgeber? Der Arzt? Ich blicke momentan da nicht so ganz durch....

Wäre lieb, wenn jemand auf Grund psych. Probleme bereits eine Kur hinter sich hat, beschreibt, wie genau man soetwas beantragt bzw. mit welcher Empfehlung man in eine solche Kur geht ("burnout"-Symptomatik?).

Danke

13.12.2015 18:19 • 13.12.2015 #1


8 Antworten ↓


Schlaflose
Den Begriff Kur gibt es heutzutage nicht mehr. Es nennt sich Reha. Eine Reha muss bei der Rentenversicherung beantragt werden, wenn man in einem Arbeitsverhältnis steht.

13.12.2015 18:52 • #2



Kur beantragen wegen psych Problemen Angst-/Panik ?

x 3


Oh, das wusste ich gar nicht... danke.
Wer muss da denn alles zustimmen? Arzt, AG, Krankenkasse oder wie geht sowas vonstatten?

13.12.2015 19:49 • #3


Schlaflose
Allein die Rentenversicherung entscheidet darüber, weil sie der Kostenträger ist. Wenn die Reha von denen genehmigt wird, kannst du hin. Dafür muss man sich die Antragsformulare schicken lassen, z.T. selbst ausfüllen z.T. vom Arzt ausfüllen lassen und zurück schicken.

13.12.2015 20:38 • #4


Uropanoel
Genau, und da kannste selbst eine menge ausfüllen, denn was die da alles wissen wollen.

13.12.2015 20:47 • #5


jessiiii
Also bei mir lief das über die Krankenkasse und es war eine Mutter -Kind-Kur. Kur gibt es noch .
Ich war fand ich ziemlich fehl am Platz.... die Ärztin dort sagte mir das eine psychosomatische Reha wahrscheinlich angebrachter gewesen wäre .
Ich konnte schon ein bisschen was mitnehmen aber vieles habe ich schon vorher gemacht wie PME , sportlich konnte man sich ausprobieren und die Rückenschule war auch gut ansonsten hatten wir noch Stressbewältigung. Bei einer Kur ist das so das du die die Kureinrichtung selbst aussuchen darfst aber es dauert oft so 4-5 Mo bis die Kur beginnt ... meine Kur sollte eigentlich im Februar beginnen ... bin kurzfristig im November reingerutscht da hatte ich Viel Glück .
Die Anträge lässt du dir von der Krankenkasse oder von der Rentenversicherung geben und musst du dann vom Arzt ausfüllen lassen und selbst natürlich auch .
Erschöpfungssyndrom sollte der Arzt schon reinschreiben , Angststörung wenn du eine hast. Na ja und wenn man richtig überlegt , fällt einem ja schon ne Menge ein .So erging es mir .
Viel Erfolg !

13.12.2015 20:49 • #6


Vergissmeinicht
Hey Klump,

kenne und sehe es so wie Jessi. Sprich mal mit Deinem Hausarzt, der Dich und Deinen Zustand ja kennen wird. U.U. fordert die Krankenkasse ein ärztliches Gutachten an, was aber aufgrund Deiner Verfassung sicher kein Problem darstellt.

13.12.2015 20:56 • #7


@Klump:

ich hab die Erfahrung gemacht dass so eine Reha deutlich weniger bringt als ein Aufenthalt in einer Fachklinik wie zB eine Schön-Klinik (die heissen so, schön sind die aber wirklich ). dort hast Du ähnliche Anwendungen wie in einer reha,der Unterschied ist nur dass die nicht abgelehnt werden kann von der Krankenkasse oder dem Rententräger weil Du das nicht beantragst sondern Dein Arzt Dich dort einfach einweisen kann. dauert in der Regel dann aber auch 12-14 Wochen bis ein Platz da für Dich frei wird. schau Dich im Internet mal um und frag Deinen Arzt was er dazu dann sagt. ich hab in Bad Arolsen damals unglaubliche Erfolge erzielen können. meine beiden bisher absolvierten Rehas dagegen haben mir nix gebracht.

http://www.schoen-kliniken.de/ptp/medizin/psyche/

hat da auch nicht viel Krankenhausatmosphäre oder mit Psychiatrie zu tun etc

13.12.2015 21:03 • x 1 #8


Danke Euch schonmal allen für eine Antwort!

@opanuel
Was z.B.? bzw. womit hast / hattest Du ein Problem bezüglich Angaben?

@jessiiii
Auch Danke Dir
Ja, Erschöpfungssyndrom stand zudem auch auf meiner AU, die ich bei der Krankenkasse abgegeben habe mal. Dazu noch eine and. was auf psych. Stress hingedeutet hat (hab ich leider vergessen das Kürzel).
Hier sehe ich meinen Arbeitgeber vor allem in der Pflicht, zuzugeben, Dinge falsch gemacht zu haben, ansonsten bringt mir das alle nix - wenn die eine "Eingliederung" mit mir vereinbaren, selbst aber die Ursachen nicht abstellen! Ich bin ja nicht "just for fun" psychisch erkrankt!

@Vergissmeinicht
Auch Dir Danke.
Mein Hausarzt ist da weniger involviert, als eher ein Facharzt, der auf Grund der erhöhten Blutdruckwerte das Ganze mit beobachtet hat. Aber auch der hatte mir indirekt schon gesagt, dass sowas wie eine "Kur" evtl. sinnvoll wäre. Mal schauen...

@Painfull
Danke für Deinen Tipp!

Ich muss mal schauen, wie das Ganze vonstatten geht. Habe ja noch ein Gespräch mit dem Arbeitgeber.
Auf alle Fälle nehme ich mir den Link mal mit.
Danke Euch

13.12.2015 22:42 • #9




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