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Guten morgen ihr lieben , mich würde mal interessieren ob ihr wegen euren Ängsten auch mal krankgeschrieben seid oder schafft ihr es ganz normal arbeiten zu gehen ? Ich arbeite momentan halbtags viermal die Woche aber selbst das fällt mir sehr schwer zumal ich auch zurzeit ziemliche Schlafstörungen hab und dann morgens wie gerädert bin .. Habe schon überlegt mich eine Weile krankschreiben zu lassen aber was soll das ändern ? Werd mich dann eh bestimmt nur noch mehr mit dem ganzen Mist beschäftigen .. Aber fällt es auch oft so schwer den Alltag zu bewältigen ? Heute ist wieder so ein Tag .. Würde am liebsten im Bett liegenbleiben .. allen einen schönen Tag !

27.11.2013 08:08 • 28.11.2013 #1


12 Antworten ↓


Hiho, ich bin wegen der Angststörung sogar arbeitsunfähig geschrieben. Offiziell vom Amtsarzt, vermutlich auf Lebenszeit... Geht alles, aber nicht zu empfehlen.

Es ist okay wenn du dich mal ausruhst, aber auf jeden Fall weiter machen und daran arbeiten. Je früher desto besser! Mir geht es auch total schei. gerade, jedesmal vor dem Schlafen gehen komme ich nicht zur Ruhe. Wenn ich dann schlafe, maximal 5-6 Stunden dann wache ich von alleine auf und bin hell wach! Natürlich dann entsprechend deutlich vor der normalen Bettzeit wieder hundemüde.

27.11.2013 08:14 • #2



Krankgeschrieben wegen angststörung ?

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Guten Morgen Edie09...
Also, ich kann Deine Gedanken über die Arbeitssituation sehr gut verstehen.
Bei mir war es so....ich bin lange Zeit mit Panikattacken arbeiten gegangen...auch, weil ich ja lange Zeit gar nicht wusste, was die Symptome zu bedeuten hatten.
Da ich beruflich immer viel unterwegs war und die Attacken durch den erhöhten Stress immer häufiger und heftiger wurden, bin ich nunmehr seit 7 Wochen krank geschrieben...und obwohl ich sehr gerne wieder arbeiten würde ( zu Hause fällt einem ja irgendwann die Decke auf den Kopf ), muss ich sagen, dass ich momentan noch nicht so weit bin.
Gerade heute morgen habe ich nach dem Aufwachen über meine Arbeit nachgedacht, und alleine das Nachdenken darüber hat meinen Körper so in Stress versetzt, dass ich nun seit einer Stunde versuche eine Attacke zu durchleben ( mit allem drum und dran ! ).
Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich besser früher mal eine Zeit zu Hause geblieben wäre, um die äußeren Stressfaktoren zu minimieren, vielleicht ging es dann heute schon besser...aber man weiß es halt nie genau....wie mit allen Dingen sollte man hier auf seine innere Stimme vertrauen...
Kannst Du schon eine Meinung in Dir finfen?
LG Bine

27.11.2013 08:21 • #3


Hallo ihr Lieben, das problem bei mir ist das ich oft denke oh gott ich schaff den tag bestimmt nicht.. weil ich immer angst vor irgendwelchen symptomen habe.. das find ich echt schlimm.. jeden abend lieg ich dann im bett und denk mir, siehst du lebst doch noch...morgens denk ich manchmal ( jetzt mal übertrieben ausgedrückt..) ich überleb den tag nicht.. mann das ist so nervig.. immer dieses ungute innere gefühl, dieses angespanntsein als würde gleich was schlimmes passieren.. früher bin ich einfach aufgestanden.. und fertig..
war bisher noch nicht länger krankgeschrieben wegen der angst aber immer mal einzelne tage an denen ich halt dachte, oh gott heut kann ich einfach nicht arbeiten gehen.. im nachhinein lag ich dann meist mit schlechtem gewissen hier zu hause rum und es ging mir auch nicht viel besser..

27.11.2013 10:33 • #4


Wie schafft man das denn, Peter? Bist du 88 geboren?
Man wird heute doch gar nicht mehr auf ewig "kaputt geschrieben". Da muss man aber mehr als ne Angststörung haben.

27.11.2013 10:34 • #5


[quote="Edie09"]. mann das ist so nervig.. immer dieses ungute innere gefühl, dieses angespanntsein als würde gleich was schlimmes passieren.. früher bin ich einfach aufgestanden.. und fertig..

Hallo Edie 09,
oh ja, dieses komische Gefühl in einem...das ist eigentlich das Schlimmste für mich.
Ich fühle mich immer unsicher mit mir selbst, und weiß gar nicht recht wie ich dieses Gefühl erklären kann?!
Früher hatte ich immer alles unter Kontrolle und jetzt habe ich noch nicht einmal mich unter Kontrolle
ist das bei Dir auch so?
LG

27.11.2013 10:44 • #6


Ich musste auch vom Studium aussetzen. Und das macht micht kirre. Bin eigentlich eher die Person, die einen durchstrukturierten Tag braucht und ich gehe auch gerne arbeiten im Nebenjob und in die Uni.
Aber da ich momentan kaum alleine das Haus verlassen kann, geht das natürlich nicht.
Mein Dozent hat aber gar nichts von Krankschreibung gesagt, ich konnte einfach so aussetzen und hoffe, dass ich es bis Januar auf die Reihe bekomme und dann auch hoffentlich für immer, dass mir das später im Beruf nicht nochmal passiert.

27.11.2013 11:23 • #7


Zitat von pumuckl:
Wie schafft man das denn, Peter? Bist du 88 geboren?
Man wird heute doch gar nicht mehr auf ewig "kaputt geschrieben". Da muss man aber mehr als ne Angststörung haben.


3 Psychologen und 2 stationäre Einweisungen haben nur kurzweilige Besserung gebracht. Und ne nicht nur reine Angststörung, auch Depressionen, Schlafstörungen und durch die tollen Psychologen mittlerweile Tablettenabhängigkeit. Vorher war es nur eine Agoraphobie, mittlerweile tritt es auch zuhause auf.

27.11.2013 22:49 • #8


Bin jetzt die 6te Woche krankgeschrieben. Habe die Angststörung seit Anfang Juni, bin immer zur Arbeit gegangen, weil ich dachte wenn ich mich dort ablenke geht es irgendwann von alleine weg. Genau das Gegenteil trat aber ein, irgendwann hab ich garnichts mehr hinbekommen weil ich nur noch mit meinem Körper beschäftigt war (teilweise bis zu 60 Mal am Tag Blutdruck und Puls überprüft) Nach Gesprächen mit meinem Hausarzt und auch Psychologen war es dann besser, mich erstmal aus dem Verkehr zu ziehen, vor allem weil der Auslöser vermutlich auch an der Arbeit liegen kann. Fange demnächst eine teilstationäre Psychotherapie an (Dauer ca 6-8 Wochen) Danach schauen wir mal wie es weiter geht...

27.11.2013 23:25 • #9


Fantasy
Bei mir fing auch alles "nur" mit Ängsten an. Inzwischen hab ich schwere Depressionen, inklusive 4 Suizidversuchen und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung und bin seit März 2010 krankgeschrieben.

28.11.2013 00:44 • #10


Zitat von opca1896:
Bin jetzt die 6te Woche krankgeschrieben. Habe die Angststörung seit Anfang Juni, bin immer zur Arbeit gegangen, weil ich dachte wenn ich mich dort ablenke geht es irgendwann von alleine weg. Genau das Gegenteil trat aber ein, irgendwann hab ich garnichts mehr hinbekommen weil ich nur noch mit meinem Körper beschäftigt war (teilweise bis zu 60 Mal am Tag Blutdruck und Puls überprüft) Nach Gesprächen mit meinem Hausarzt und auch Psychologen war es dann besser, mich erstmal aus dem Verkehr zu ziehen, vor allem weil der Auslöser vermutlich auch an der Arbeit liegen kann. Fange demnächst eine teilstationäre Psychotherapie an (Dauer ca 6-8 Wochen) Danach schauen wir mal wie es weiter geht...


Guten Morgen....das hört sich sehr nach meiner Situation an! Viele Grüße und alles Gute!

28.11.2013 10:39 • #11


Ah ich glaube, ich erinnere mich jetzt, dass du hier schon mal geschrieben hast, Peter.
Aber gib dich doch bitte nicht auf und denke, dass du nie wieder arbeiten gehen kannst. Wenn du wirklich 88 geboren bist, bist du gerade einmal 25?
Bei mir hat es sich schon gebessert. Ich mache sogar nach dem Einkaufen noch Abstecher und besuche eine Bekannte usw. Bei mir wurde es erst besser, seit mein Mann mir nichts mehr abgenommen hat. Und seit er eh ständig weg ist.

28.11.2013 12:47 • #12


Ich war ca ein Drittel des letzten Schuljahres wegen meiner Angst krankgeschrieben..

28.11.2013 12:50 • #13



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Dr. Reinhard Pichler