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Hallo zusammen,

ich verzweifle langsam. Ich habe zur Zeit wenig Schlaf und möchte daher Tag für Tag früher ins Bett gehen, doch dann geht es los. Ich merke das sich mein Blutdruck erhöht und meine Herzfrequenz höher geht. Dabei entsteht manchmal ein Druck im Kopf. Umso mehr ich mich darauf fokussiere umso schlimmer wird es.

Lenke ich mich zum Beispiel ab indem ich diesen Post schreibe lässt es nach. Es hat auch hier schon eine richtige Erwartungshaltung eingeschlichen. Lege ich mich ins Bett denke ich daran und es geht los.

Kennt das jemand? Langsam bin ich am verzweifeln. Achso, 34 Jahre alt, keine Vorerkrankungen und nun im vierten Jahr mit Angst vor Krankheiten und den wildesten psychosomatischen Symptomen.

31.01.2021 00:50 • 31.01.2021 #1


8 Antworten ↓


Calima
Schlafen bedeutet, die Kontrolle abzugeben - und das können die wenigsten Angsthasen leiden. Deshalb programmieren sie ihr Unterbewusstsein auf Habacht - und das macht artig seinen Job und verhindert den Kontrollverlust und damit den Schlaf.

31.01.2021 00:54 • x 3 #2



Im Bett fährt der Körper hoch

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Meinst du? Hört sich plausibel an. Hast nen Vorschlag wie ich damit umgehen kann?

Lg

31.01.2021 00:55 • #3


Calima
Mir hat geholfen, mich mit Hörbuch in den Schlaf zu bringen. Auch auf dem Rücken liegen und mit den Fingerspitzen rhythmisch aufs Brustbein klopfen hat oft funktioniert, denn das fährt den Blutdruck runter. Die passende Frequenz muss man für sich rausfinden, bei mir war es etwas schneller als im Sekundentakt.

Wichtig ist Gedankenhygiene. Ich habe konsequent jeden blöden Gedanken weggeschoben und mir gesagt, dass morgen auch noch ein Tag ist, um darüber nachzudenken. Stattdessen habe ich bewusst an angenehme Dinge gedacht und die Gedanken konsequent dahin zurückgeführt, wenn sie wieder abrutschen wollten. Auch wenn ich erst mal nicht einschlafen konnte oder wieder aufgewacht bin, habe ich mich auf die schönen Gedanken fokussiert.

Ich bin ins Bett mit dem Vorsatz und der Erwartung, jetzt wieder an was Schönes denken zu können. Mit der Zeit verändert das den Zustand weg von Angst und Spannung.

31.01.2021 01:07 • x 2 #4


Das hört sich klasse an! Hattest du also das ähnliche?

31.01.2021 01:12 • #5


Calima
Ja. Und ich bins wieder losgeworden. Man muss halt konsequent an seinen Gedanken arbeiten und nicht zulassen, sich immer wieder in die selben Angstspiralen reinzudenken.

Und man muss akzeptieren, dass man den Tod nicht kontrollieren kann. Die Angst verhindert das Sterben nicht, nur das Leben.

31.01.2021 01:15 • x 2 #6


Ich hole mir gerade das Handy um hier nochmal zu schreiben. Alle schlafen endlich und ich wieder am paniken, kurz vor oder nach dem Einschlafen. Ich kenne es also. Es ist so ätzend.

31.01.2021 01:33 • x 1 #7


Und ich habe das Gefühl, dass mein Puls ewig weit oben ist, meine Pulsuhr sagt aber nein. Komisch. Ich bin total flatterig. Du bis also nicht alleine..

31.01.2021 01:34 • x 1 #8


Wirklich furchtbar

31.01.2021 10:08 • #9




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