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Hallo Ihr Lieben,

mein Leben gerät irgendwie aus den Fugen. Ich bin 23 Jahre und noch Studentin..Ich leide seit meiner Kindheit an einer Angststörung mit Panikattacken und Depersonalisierung etc. Meine Mutter lebt leider von Hartz 4 und kann mir mein Studium nicht mehr finanzieren. Da ich leider die Doppelbelastung Uni und Minijob aufgrund meiner Erkrankung nicht schaffe, wollte ich gerne um meine Mutter zu entlasten eine Ausbildung beginnen. Mein Onkel und meine Tante sind sehr vermögend und haben mich am Wochenende angerufen,dass sie mir monatlich Geld überweisen damit ich mein Studium weitermachen kann. Meine Tante war am Sonntag da und wollte mit mir sprechen wie ich mir das alles so vorstelle. Ich meinte zu ihr,dass ich mit dem Studium nicht so schnell fertig werden wie andere,weil ich höchstens 3 Klausuren anstatt 6 schaffe pro Semester. Sie hat mich gleich angemacht,dass sei eine blöde Ausrede und ich würde nicht genug lernen und sei faul. Zudem meint sie ich würde nichts aushalten und alles immer gleich abbrechen und neu anfangen. Das hat mich fast so umgehauen und total verletzt.

Ich probiere wirklich alles und lasse mich nie hängen. Habe verschiedene Therapien gemacht gegen die Angst und nehme sogar Tabletten ein. Ich habe mit dieser Angsterkrankung auch ein sehr gutes Abi hingelegt. mein Führerschein geschafft, Studium aufgenommen etc. Nur geht es mir in letzter Zeit wieder schlechter mit meiner Angst.

Sie glaubt mir auch nicht,dass ich schon mit 8-9 Jahren meine ersten PA hatte, sie meinte das kann man ja gar nicht wissen,aber ich weiß doch wie ich mich damals gefühlt habe!.

Jetzt bin ich total unglücklich,da ich mich so finanziell abhängig mache von ihr und quasi gekauft bin. Ich bin sooo unendlich traurig darüber,dass sie nicht sieht das es eine psychische Erkankung ist und das ich einfach nicht aus meiner Haut kann!

Was würdet ihr mir raten?

05.09.2011 13:02 • 08.09.2011 #1


8 Antworten ↓


hallo anisort,

dieses unverständnis deiner tante dir gegenüber ist natürlich sehr schade...

man wird ja sehr gerne abgestempelt von jemanden der sowas nicht kennt oder selber hatte.

dieses unverständnis wird dann wohl auch in zukunft nicht besser werden.

du bringst dich damit in richtige abhängigkeit und wirst wohl für immer eine art bringschuld ihr gegenüber haben.
sprich ständig der gedanke aber sie hat doch für mich... also muss ich doch...

und wenn du dann evtl das studium nicht schaffst oder abbrichst usw. kann sie dich noch mehr unter druck setzen.

ich würde das nicht wollen!

Lieber arbeiten dafür, egal wie hart oder lange, aber nicht abhängig machen.
wenn du das kannst aufgrund der angst.

du musst das leider selber wissen...

darf man fragen wo du studierst?

wäre es nicht sinnvoller zuerst die angst zu ende therapieren bevor man studiert oder anderes großes anfängt?
ob das funktioniert? ich weiss ja nicht?

LG

05.09.2011 13:42 • #2



Ich bin soooo unglücklich!

x 3


Hallo ,

ich habe schon mehrere Therapien gemacht,doch leider hat bis jetzt noch nichts geholfen...

mit den Arbeiten gehen ist so eine Sache, ich kann mich leider nur immer auf eins konzentrieren,deswegen schaffe ich das mit einem Minijob leider nicht ..Wenn ich nur diesen Job hätte wäre es ok!

Ich studiere in Kassel

05.09.2011 13:52 • #3


hmm okay, also trotz allem versuchen das leben so gut wie möglich weiter leben!!

Find ich echt super, die Einstellung!!

Du bist ein Kämpfertyp!

Aber es gibt auch Zeiten und Umstände in denen man das kämpfen gut sein lassen muss!
Nur mal so nebenbei...

Musste ich auch erkennen, und das als Mann

Vielleicht wäre es dann doch nicht soo schlimm zuerst eine Ausbildung zu machen und evtl. später noch zu studieren.
Hmm was meinst?

05.09.2011 14:03 • #4


Christina
Zitat von anisort:
Was würdet ihr mir raten?
Bafög beantragen und evtl. gleich die Anerkennung einer psychischen Behinderung dazu, damit man dir zugesteht, das Studium etwas zu strecken. Gras' mal die Beratungsstellen deiner Uni hierzu ab (psychologische Beratung, Studienberatung, Studierendensekretariat, AStA).

Liebe Grüße
Christina

05.09.2011 15:07 • #5


Auf den ersten Blick ist das Angebot deiner Tante nett, aber wenn man dann sieht, wie sie mit dir umgeht und welche Erwartungen sie an dich stellt, dann ist es keine so große Unterstützung. Ich kenne selbst Situationen, in denen wegen meiner Erkrankung nicht so konnte, wie ich sollte und mich dann Leute als faul beschimpften. Das ist der falsche Weg. Du würdest dich wahrscheinlich zu sehr von ihr abhängig machen und wärst dann noch mehr unter Druck. Die Idee von Christina mit dem Bafög ist gut, hättest du denn noch Anspruch darauf? Wie wäre es, wenn du ein Semester Urlaub beantragst und du dir dann das halbe Jahr mal eine richtige Auszeit nimmst, um darüber nachzudenken. Exmatrikulieren würde ich mich noch nicht. Das könntest du auch noch später, wenn du weißt, was du willst.

05.09.2011 16:55 • #6


ich würde ...so leid es mir tut sagen zu müssen ,die hände von dem Angebot Deiner Tante lassen . Sie ist eine Oberflächige Person und Du wirst ständig in ihrer Schuld stehen und somit einen massiven Druck neben Studium etc. haben.

Die Entscheidung wirst Du selbst treffen müssen .aber sicher gibt es andere Wege und Möglichkeiten ...............gehe ganz in Dich und vertraue Deinem Bauch und Deinem Herzen denn uns mit unseren Erkrankungen im Ängstlichen Sinne ,kann man nichts vormachen und unser Herz lügt uns nicht an ...................

ich wünsche Dir klare Gedanken und Entscheidungen die für Dich stimmig sein werden.

Liebevolle Grüße von
Hummellinchen

05.09.2011 22:22 • #7


hallo anisort,

bafög ist sicherlich ein entscheidender hinweis, und da du sagst, dass deine mum harz4 bekommt, sollte das wohl gut gehen.

zu dem geld deiner tante.....
wie es scheint, ist es wohl keine nahe / nette tante, denn sonst würde sie wohl kaum so harte worte auspacken.
Ich würde das glaube ich recht praktisch angehen....
Da ist jemand, der dir theoretisch geld geben könnte, dich also unterstüzen könnte, und es ja auch irgendwie will.

sie sagt, du bist faul, du siehst das anders, sie sagt es könnten 6 scheine sein, du sagst, es gehen nur 3.

gut, 2 meinungen, was nun?

wenn du eine super fleißige (gesunde) studentin wärst, würde sie dich im gesamten nach ausstehenden studium mit 100 euro unterstützen (ist nur ne zahl).
du hast noch 100 scheine vor dir, wären 1 euro pro schein.
schaffst du in einem semester 6 scheine, bekommst du NACHTRÄGLICH (und das finde ich wichtig) 6 euro, schaffst du nur 2, bekommst nur 2 euro.

nachträglich darum, damit du keine bringschuld hast, sondern DEIN bestes leisten kannst, ohne druck.

wenn es noch weitere bedinungen gibt, wie etwa, dass du das bis dann und dann oder überhaupt zurückzahlen musst, wäre ich vorsichtig, aber wenn sie wohlhabend ist, ist ihr das vielleicht egal - weiß ich aber net.

heißt also, für jeden schein bekommst du am semesternede 1 euro, und bist finaziell gesehen also flexibler (kürzung der arbeitsstunden, unterstützung für deine mum....)


ich meine... ich hab als kind auch kein geld dafür bekommen, dass ich zur schule gegangen bin, aber für jede 1 hab ich 1mark bekommen, für ne 2 50 pfennig, etc.....
klar - alles 1sen gibt mehr geld, aber alles 3en gibt immerhin n bissl geld.


vielleicht gibt es ja die möglichkeit, irgendwie mit ihr zu handeln, OHNE dass es zusätzlichen stress für dich bedeutet.


cp

07.09.2011 22:58 • #8


3fach_daddy
Ich wohne in niestetal

Lg

08.09.2011 05:53 • #9




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