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Annakath
Huhu, ich habe seit 3 Jahren eine Angststörung sowie eine hypochondrische Störung. Ich bin 20 Jahre alt . meine Angst ist, dass ich an einem Herzinfarkt sterbe oder eine Herzkrankheit habe. Ich bin seit 3 Jahren ständiger Patient bei meinem Hausarzt. Der hat dieses Jahr schon 4 Ruhe Ekgs , 1 LZ-Ekg , 24h Blutdruckmessung und Blutungersuchungen gemacht.
Ich bin 2 mal pro Woche bei ihm und lasse meinem Blutdruck kontrollieren, der immer bei 120/80 oder 130/85 ist. also alles super. Die Ergebnisse der EKgs waren alle ohne Befund. Ich bin so sensibilisiert auf meinen Körper, dass ich jede Veränderung vom Herzen wahrnehme und sie sofort als gefährlich abstempel. Herzstolpern (exstrasystolen) habe ich auch, die allerdings laut Arzt organisch völlig harmlos sind.

Meine Angst ist einfach, das ich plötzlich aus dem nichts einen Herzinfarkt bekomme.
ich kann den Untersuchungen kein Glauben schenken, weil ich Angst habe das der Arzt was übersehen haben könnte.


Ich war dieses Jahr auch in der Tagesklinik für 6 Wochen. Dort habe ich das antideptessiva escitalopram bekommen. Seitdem ich das nehme habe ich tatsächlich keine panikattacken mehr, aber diese Angst ist ständiger Begleiter.
Ich habe eine Psychologen mit der ich leider nur alle 3 Wochen ein Gespräch habe. ich habe eine Verhaltenstherapie gemacht, dann ihr geht es mir deutlich besser. Trotz allem gibt es diese Phasen wo ich wieder zurück in dieses Loch Fälle, und alles vergesse was ich gelernt habe und meine Angst mich steuert.

Bin auch schon auf der Suche nach einem Therapeuten der mit mir die Ursachen für meine Erkrankung feststellen kann.

07.08.2019 12:50 • 25.08.2019 #1


9 Antworten ↓


Hey @Annakath mir geht es genauso wie Dir. Ich bin durch meine Angst- und Panikstörung mittlerweile so sehr auf mein Herz sensibilisiert, dass ich denke, jeden Moment tot umzukippen. Das ist auch meine größte Angst. Ich bin auch erst 23 Jahre alt und gesund - mein Angst also sehr irrational.
Ich nehme momentan bis auf Alprazolam als Bedarfsmedikament keine AD mehr. Als ich Escitalopram probiert habe für ca. 2 Monate war mein Zustand noch schlimmer. Ich hatte dadurch extremes Herzrasen, Herzklopfen, etc. Seitdem Ausschleichen geht es mir zwar besser, ich achte aber noch mehr auf mein Herz.

Ich bin auf der Warteliste für eine Verhaltenstherapie.

07.08.2019 12:55 • #2



Hypochondrie & Angststörung

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Annakath
Vielen Dank @Algini für deine Antwort, ja die Angst ist unser ständiger Begleiter..
und trotz allen Untersuchungen habe ich Angst doch einen Herzinfarkt zu bekommen..

07.08.2019 14:52 • #3


Ich kenne das Gefühl. Ich sage auch oft laut, zu mir selbst oder zu meinem Freund, dass ich gesund bin, dass mein Herz gesund ist. Das hilft dann kurze Zeit, aber dann gehen meine Gedanken doch wieder in Richtung "was, wenn nicht". Wirklich anstrengend.

07.08.2019 15:04 • #4


Andrej333
Zitat von Annakath:
Bin auch schon auf der Suche nach einem Therapeuten der mit mir die Ursachen für meine Erkrankung feststellen kann.


Deine Angst beruht auf einer falschen Vorstellung darüber, wie ein Herzinfarkt bzw. wie Krankheiten im Allgemeinen entstehen.

07.08.2019 15:19 • #5


Annakath
@Andrej333 wie meinst du das?

07.08.2019 16:12 • #6


Schlaflose
Ich denke, er meint, dass du nicht weißt, wie ein Herzinfarkt überhaupt entsteht. Der kommt nicht einfach so aus dem Nichts. Er entsteht, wenn die Herzkranzgefäße durch Ablagerungen verengt sind oder ganz zuwachsen. Das ist ein Prozess, der sich über Jahrzehnte hinzieht und vor allem auch nur dann, wenn man einen zu hohen Cholesterinspiegel hat und dazu auch sonst eine ungesunde Lebensweise führt (Übergewicht, hoher Blutdruck, Rauchen, kein Sport, viel sitzen). In deinem Alter kann es also noch nicht zur Verengung der Gefäße gekommen sein. Darüber kann man sich ab 40 anfangen Sorgen zu machen, wenn man die o.g. Risikofaktoren von Jugend an hatte.

07.08.2019 18:09 • #7


Annakath
@Schlaflose Danke für deine Nachricht.. die hat mich jetzt beruhigt.. es hat mich einfach verunsichert, dass im Internet steht das man einen Herzinfarkt nicht am ekg und anderen Untersuchungen erkennen. Kann..
Im Grunde genommen weiß mein rationales ich, dass ich keinen Herzinfarkt bekomme.. aber die Angst versteht das nicht und stellt alles in frage.. es ist für mich ein ewiger Kamp

07.08.2019 22:59 • #8


Annakath
Guten Morgen diese Nacht war der Horror für mich..
ich bin mit herzrasen aufgewacht, habe gezittert und mir war übel.
Ich habe nicht verstanden was los ist, habe meinen Freund geweckt und Panik gehabt.. nach ca 10 Minuten ging der Puls wieder runter trzotzdem habe ich gezittert und einen Adrenalin Schub gehabt.
Ich weiß nicht, weshalb ich wach geworden bin .. denke mal mein Unterbewusstsein verarbeitet etwas.
Das letzte mal eine Panikattacke hatte ich im April.. das ist echt schön lange her für mich.. deshalb war es umso erschreckender für mich.
Naja, jedenfalls konnte ich danach nicht mehr einschlafen, weil ich Angst hatte das es wieder von vorne los geht...

Kennt das jemand?

08.08.2019 06:08 • #9


Hotin
Hallo Annakath,
Zitat:
ich habe seit 3 Jahren eine Angststörung sowie eine hypochondrische Störung.


Eine hypochondrische Störung ist in der Regel die Auswirkung einer lang anhaltenden
oder sehr stark ausgeprägten Angststörung.

Warum fehlt es Dir in den letzten 3 Jahren an dem Gefühl der Sicherheit?
Kannst Du das beschreiben?
Ist es vielleicht darin begründet, dass Du noch nicht genau weißt, wo Du im Leben hin willst?

Viele Grüße

Bernhard

25.08.2019 10:28 • #10



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Dr. Christina Wiesemann