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Hallo,

ich bin Ende 20 und leide nun seit einigen Jahren an "psychosomatischen Problemen" (so will ich es einmal nennen). Ich war im Sommer für sechs Wochen auf eigenen Wunsch in einer psychosomatischen Klinik.
Ich habe zwar nie etwas vermieden, bin immer wieder durch alle möglichen Situationen gegangen, die Panikattacken auslösten, doch wollte ich, dass alle diese Ängste und Panik usw. weg geht.
Es geht mir zwar insgesamt besser, dennoch befürchte ich diese Angst, diese Symptome werden wohl immer irgendwie Teil von mir sein.
Ich kann auch nicht wirklich sagen, wann diese Ängste zum ersten Mal aufgetreten sind.

Eigentlich war ich immer ein sehr lebenslustiger Typ, bin jedoch jemand, der sich eigentlich schon immer über vieles Sorgen gemacht hat, ein absoluter Kopfmensch, der jedoch sehr sensibel ist.
Diese weiche Seite habe ich oft verdrängt, ich will und wollte nie ein ängstlicher Typ sein. Dass eben diese Seite genauso zu mir gehört, muss ich erst noch so richtig akzeptieren.
Ich hatte und habe bereits jede Menge Symptome durchlitten. Ich habe sehr lange gebraucht, um zu akzeptieren, dass diese Symptome nicht durch eine ernsthafte Krankheit, welche die Ärzte nur aufgrund ihrer Unfähigkeit nicht entdeckt haben.
Ich kenne Symptome von Taubheitsgefühlen, Tinnitus, Schwindel, Gesichtsfeldverlust, Durchfall, häufige Kopfschmerzen, ständige Müdigkeit, Flimmern vor den Augen, Augenrauschen und und und.
Ich habe so viele Untersuchungen hinter mir, die für mehr als ein ganzes Leben ausreichen. Immer ohne wesentlichen Befund!

Vor einigen Wochen wurde bei einer Routineuntersuchung (die ich als Hypochonder ja regelmäßig mache) festgestellt, dass meine Leberwerte etwas erhöht sind. Eine Kontrolle letzte Woche hat ergeben, dass diese noch leicht gestiegen sind.
Ich trinke nicht regelmäßig Alk., nehme keine Medikamete regelmäßig, und wüßte auch sonst nicht, wo die Erhöhung herkommen sollte.
nach der Ursache wurde ebenfalls bereits geforscht. Blutabnahme ohne Ergebnis. Keine Hepatitis, Autoimmunerkrankung, Zölliakie oder ähnliches. Auch eine Ultraschalluntersuchung der Leber, Galle, Nieren, Pankreas usw. blieb ohne Befund.
Das war jetzt wirklich das erste Mal, dass wohl messbar etwas nicht in Ordnung ist und dennoch kein Befund.
Ich soll jetzt mal ein paar Monate komplett auf Alk. verzichten und dann ncohmal kontrollieren lassen.
Und da ist das Krankhafte wieder! Es vergeht kein Tag, an dem ich mich diesbezüglich nicht sorge! Ein "Normaler" Mensch würde es wohl erst einmal auf sich beruhen lassen!

Ich würde mich einfach freuen, in Kontakt mit ähnlich Bekloppten zu treten!


Herzliche Grüße.

22.11.2009 23:01 • 17.03.2018 #1


11 Antworten ↓


Hallo
Also ich denke wie abgebrüht muß man sein, wenn ein Wert nicht stimmt sich keine Sorgen zu machen? Ich bin Organisch und Blutwertemäßig in Ordnung und drehe trotzdem durch weil meine Beschwerden nicht aufhören.

23.11.2009 12:33 • #2



Angststörung inkl Hypochondrie

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x.

Warum muss man dazu abgebrüht sein?

lg.Eva

23.11.2009 13:04 • #3


Hallo

Ich habe das so gemeint, daß ich mir es nicht vorstellen kann daß ein Mensch, bei dem Körperlich irgendwas nicht stimmt, sich keine Gedanken darüber macht, vielleicht nicht so extrem wie bei uns Angstpatienten aber ich denke doch ein klein wenig. Hier geht es immerhin um ein Organ.

23.11.2009 14:01 • #4


Naja,
aber wenn der Arzt sagt, dass zunächst einmal kein Grund zur Sorge besteht, dann sollte man es doch auch irgendwie auf sich beruhen lassen!

23.11.2009 21:06 • #5


Maylien
Hallo!

Auch ich (34 Jahre) leide an diesen Ängsten.

Angefangen hat alles vor 6 Jahren als meine Omi qualvoll an Magenkrebs starb. Seitdem hatte ich oft Ängste, welche sich aber in Grenzen hielten.

Im gleichen Jahr (2010) wurde meine Gallenblase entfernt. Durch einen Behandlungsfehler hatte ich extrem schmerzhafte Kolliken. Arzt Nr. 1 behandelte mich dauernd auf Rückenschmerzen. Die letzte Kollik war dann so schlimm, dass ich im Büro regelrecht zusammenbrach, ich bekam vor Schmerzen keine Luft mehr! Ab zum Arzt! GOTT SEI DANK war Arzt Nr. 1 im Urlaub und ich musste zur Vertretung. Ohne Abtatsten usw. und nur durch meine Beschreibung der Symptome sagte diese, Gallensteine! Problem: Meine Galle war extrem stark entzündet. OP musste also warten - erstmal Antibiotika! 2 Wochen! Dann OP. Die ging schnell und einfach. Der Chirurg kam am Entlassungstag und sagte, mir wäre die Blase beinahe geplatzt und dann hätten sie wahrscheinlich nichts mehr für mich tun können. Er übergab mir einen Gallenstein der so groß war wie ein Wachtelei! Seitdem hab ich Angst, mein Arzt übersieht was. Und glaube den Ärzten nur sehr schwer. Danach ging ich NIE wieder zu diesem Arzt!

Am 30.12.2013 entdeckte ich dann auf der Brust (oberhalb der rechten Brust) einen Knubbel. 30.12. = kein Arzt da! Ich musste also bis 02.01. warten. Es war die Hölle! Beim Arzt kam dann raus das es sich um ein Lipom (= gutartige Fettgeschwulst) handelt und es ungefährlich ist.

Eine Woche vor Pfingsten 2014 war ich beim Zumba. Ich hatte wieder Durchfall und musste danach wirklich dringend zum Klo. Die Toiletten im Fitnesstudio ähneln einem öffentlichen Klo. Türen oben und unten offen. Also kniff ich die „Backen“ zusammen damit es nicht so laut und auffällig ist. Dabei bin ich wohl etwas gerissen und hatte ganz helles Blut am Toilettenpapier. Das war meine erste richtige Panikattacke. Am Wochenende (das Pfingstwochenende) drauf hatte ich dann Kribbeln im linken Bein und Arm und beides fühlte sich extrem schwer an. Also: SCHLAGANFALL! Sofort ins KH. MRT super, CT unauffällig. Blutdruck, Herzgeräusche usw. alles super! Stationär aufgenommen, alle Untersuchungen gemacht die bei Schlaganfällen üblich sind. Alles super! Ohne Befund.

Die Ärtzin im KH sagte, dass es durch eine Panikattacke hervorgerufen wurde. So blöd wie ich war, hab ich nichts von dem Blut erwähnt. Was ich mittlerweile zutiefst bereue. Das habe ich erst bei meinem Arzt später gesagt, worauf hin er mich beruhigte, das es eine Fissur war. Kann man bei Durchfall wohl mal haben.

Ich habe fürchterlich grausame Angst im Magen-Darm-Bereich zu erkranken oder sogar schon krank zu sein. Ich habe viel Durchfall, seit mir 2010 die Gallenblase entfernt wurde. An „normalen“ Tagen muss ich 2-3 Mal zur Toilette; an meiner Meinung nach schlechten Tagen auch mal viermal. Da ich bei Dr. Google mal gelesen habe, das mehr als dreimal nicht normal ist, mach ich mir dauernd Gedanken darum. Ich kann ohne Angst nicht mehr zur Toillette gehen. Dabei kontrolliere ich ALLES ganz genau z.B. auf Blut usw.

Es ist bei mir ein teuflischer Kreislauf: Stressige Situationen (so auch die Ängste) schlagen mir sofort auf den Darm = Durchfall! Wegen dem Durchfall bekomme ich dann panische Angst und das führt zu mehr Durchfall was wiederum mehr Angst verursacht. Da komme ich einfach nicht raus.

Danach hab ich oft tagelang nichts gegessen oder getrunken, was natürlich wieder verschiedene Symptome verursachte (Schwindel, Unterzuckerung usw.). Ich aß nichts, weil ich dachte, wenn ich was esse und ausgerechnet JETZT müßte ich ins KH und notoperiert werden, kann ich ja nichts essen, wegen Vollnarkose usw. Denn dabei muss man ja nüchtern sein. Zusätzlich habe ich so oft Fieber gemessen, dass ich es nicht mehr zählen konnte. Ich konnte nicht arbeiten. Im Büro zu sein war der pure Horror. Ich wollte nur in meinem sicheren Zuhause sein und möglichst nicht raus.

Mein 2. Arzt hat alle möglichen Tests gemacht. Kein Blut im Stuhl, keine Bakterien, Keime oder sonstwas auffälliges. Darmgeräusche normal. Magenbeschwerden habe ich selten. Blutbild supergut. Auch mein Cholesterinwert war super, trotz starkem Übergewicht. Er verschrieb mir dann Lorazepam. Das Zeug haut mich aber völlig um. Im Alltag für mich absolut nicht „Nehmbar“.

Im Sommer 2014 hatte ich eine Magen-Darm-Grippe (wahrscheinlich aus dem Kindergarten von meiner Nichte). Ich hab nach dem ganzen Gekotze wie ein Häufchen Elend auf dem Fussboden gekauert und hab geheult wie ein Baby. Mein Mann war verzweifelt. Ich dachte, nun fängt es an! Nun beginnt mein Ende. Davon war ich zu 1000% überzeugt. Nichts konnte mich beruhigen. Nach zwei Tagen ging es mir aber wieder gut. Also doch nur ein Infekt oder sowas.

Im letzten Jahr machte ich eine Hypnosetherapie bei einem ganz ganz tollen Therapeuten. Da er aber Heilpraktiker ist, zahlt das keine KK. Heißt für mich: 150 EUR pro Sitzung. Das kann ich mir trotz relativ gutem Job einfach nicht leisten. Ich müßte mindestens einmal die Woche hin (= 600 EUR im Monat!)

Als ich dann nochmal wegen etwas anderem beim Arzt Nr. 2 war, hat dieser mich einfach ausgelacht. Ich hab mich dort nie Ernst genommen gefühlt, im Gegenteil! Seitdem geh ich da nicht mehr hin. Nun gehe ich wieder zu meiner „Jugendärztin“. Da war ich nicht mehr, weil man bei ihr immer so ewig im Wartezimmer sitz. Liegt einfach nur daran, dass sie sich extrem viel Zeit für ihre Patienten nimmt. Sie hat gleich alle irgendmöglichen Tests (Blut, Stuhl, Urin usw.) gemacht. Alle – wie nicht anders zu erwarten – ohne jeglichen Befund. Ich hab von ihr nun Opipramol bekommen. Die soll ich Abends nehmen. Ich hoffe, es hilft.

Ärztin Nr. 3 hat gesagt, ich solle eine Magen- und Darmspiegelung machen. Sie wisse aber zu 100% das es Ergebnislos ausgehen wird. Ich weiss, dass ich diese Untersuchungen nicht schaffe aus lauter Angst. Erstens vor den Untersuchungen an sich und zweitens vor dem Ergebnis. ICH bin nämlich überzeugt, das da was ist!

In dem letzten Jahr stand meine sonst sehr glückliche Ehe mehrmals kurz vor dem aus. Mein Mann ist überfordert und weiss nicht mit mir umzugehen. Er versteht mich nicht. Wie auch?! Ich versteh mich ja nicht mal selbst. Ich hab oft Selbstmordgedanken („Wenn du es beendest, brauchst du keine Angst zu haben“). Und das will ich eigentlich nicht. Ich hab ausser meinem Mann niemanden zum Reden (wer hat auch Bock rauf mit mir über meine Sch…. zu reden?!?!). Ich bin damit völlig alleine und fühl mich trotz Ehe unglaublich einsam!

Ich komme da nicht mehr raus! Ich bin am Ende mit meinen Kräften. Ich bin einsam & allein. Muss alles in mich rein fressen, kann mit niemandem reden. Dabei will ich doch einfach nur mein Leben zurück! Es bestimmt seit über einem Jahr mein gesamtes Leben! Gehen wir mal weg, machen Tagesausflüge oder ähnliches esse ich vorher nichts. Ich könnte ja "müssen". Auch unterwegs vermeide ich es zu essen, eben aus diesem Grund.

Dabei habe ich im vorigen Jahr 2013/2014 über 40kg abgenommen. Ich fühlte mich so gut bis das im Fitnessstudio war. Seitdem vermeide ich Sport. Igel mich regelrecht ein und finde meine Motivation nicht wieder. Die Folge +10kg! Ich finde einfach keinen Antrieb mehr! Es sind Gedanken wie "Warum solltest du weitermachen? Für was denn? Wenn du eh an irgendwas zu Grunde gehst?"

Dazu kommt mein extremer Selbsthass! Ich bin immer das "Ar." meiner Mutter gewesen. Ein "Ich hab dich lieb" oder so hab ich soweit ich mich erinnere nicht von ihr gehört. Ich kann mich im Spiegel nicht anschauen. Wenn mein Mann sagt, er liebt mich, findet mich S..y. usw. Dann denk ich "So ein Quatsch! Guck mich doch bitte mal an! Wie kannst du SOWAS nur lieben oder gar heiß finden?!". Ich hasse mich selbst! Hätte ich den Mut wäre ich wahrscheinlich gar nicht mehr hier. Ich kann nicht mit Fremden reden, bin mega schüchtern, weil ich mir immer vorstelle, was mein Gegenüber wohl über mich und das was ich sage denkt. Positiv ist dies ganz sicher nicht - sagt mein bescheuerter Kopf.

Ich könnte noch stundenlang über alles schreiben - will euch aber nicht gleich mit meinem ersten Post komplett verschrecken.

Liebe Grüße von der "Neuen"
Maylien

17.09.2015 15:32 • #6


Vergissmeinicht
Hey Maylien.

Begrüße Dich ganz herzlich hier bei uns im Forum.

Nun, Du hast ja einiges körperliches erlebt und da bleiben Ängste wg. Rückfallen nicht aus und von daher kann ich Dich verstehen.

Das Du vielleicht ein wenig mehr auf´s Essen schauen musst, weiß ich garnicht und denke, Du meinst dies so?!

Bei Dir haben sich die Ängste halt im Magen und Darm niedergelegt und dies ist bei jedem anders. Liest Du Dich hier ein wenig durch wirst Du feststellen, das Du damit ganz und garnicht alleine bist.

Bleibt Dein Selbstbewusstsein und wie Du Dich als Kind gefühlt hast und denke, da gilt es mit therapeutischer Hilfe anzusetzen.

Zu erwarten, das die Partner uns verstehen funktioniert nicht. Ich hätte es damals umgekehrt auch nicht verstanden. Wie will man was erklären wofür man selber keine Erklärung hat?!

Soweit erstmal meine ersten Zeilen an Dich

17.09.2015 15:43 • #7


Maylien
Hallo Vergissmeinnicht,

Danke für deine Antwort!
Nach der OP muss ich eigentlich nur darauf achten nicht zu fettig zu essen. Wenn ich aber etwas esse, was fettiger ist, nehme ich einfach Artischockentabletten. Die helfen da gut.
Abgenommen habe ich mit Ernährungsumstellung und viel Sport. Allerdings fehlt mir die Motivation damit weiter zu machen. Und daher gibts mal nen Döner und Currywurst oder was was schnell geht.

Selbstbewusstsein habe ich gar nicht - hatte ich auch noch nie!

Mein Mann war ein paar mal mit bei meinem Therapeuten. Der hat versucht ihm das zu klären: Er soll sich vorstellen, jemand hält ihm eine Waffe an den Kopf und sagt "Jetzt erschieß ich dich". Und tut es aber nicht sondern verschiebt es immer wieder, sodass man immer auf´s neue bangt, wann es passiert. So hat mein Mann es etwas besser verstanden.
LG
May

18.09.2015 15:15 • #8


Liebes Forum,

ich entschuldige mich schonmal im Voraus, dass dieser Beitrag etwas länger wird und ich mir hier so ausführlich den "Frust von der Seele schreibe".

Ich war schon immer irgendwie hypochondrisch veranlagt. 2011 - da war ich 25 - wurde meine Mami dann von ihrem Chef gewürgt. Das hat wohl irgendwie zusätzlich ausgelöst, dass ich wahnsinnige Verlustängste entwickelt habe. Hier hatte ich auch zum ersten Mal richtige körperliche Probleme auf Grund der Psyche. Mein ganzer Bauchraum hat gestochen, am Folgetag war mir übel. Der Krankenhausaufenthalt und alle Untersuchungen haben nichts negatives ergeben, bis auf eine leichte chronische Magenschleimhautentzündung. Nach ein paar Wochen ging es mir wieder gut. Dennoch.. immer mal wieder hat es hier und da gestochen und so eine leichte Angst, dass da etwas ernstes dahinter steckt, loderte immer wieder auf.
2014 erkrankte mein Papi dann an Krebs. Im August 2016 war er dann plötzlich nicht mehr da. Seitdem wird meine Angst vor Krankheiten immer extremer. Sie hat sich nun soweit ausgedehnt, dass ich sogar Angst vor eher weniger tödlichen/extremen Krankheiten habe. Ganz schlimm ist die Angst vor Magen-Darm-Infekten. Diese Angst ist weniger auf mich bezogen, sondern auf meine Frau und meine Mami. Ich habe wahnsinnige Angst sie leiden zu sehen. Ganz doof gesagt: Meine Frau muss nur 2x am Tag aufs Klo gehen und ich habe schon Panik, dass es ihr nicht gut geht (trotz Versicherung ihrerseits, dass es ihr gut geht). Ich kann kaum vor die Tür zum einkaufen, weil ich Angst habe, dass ich mir etwas einfange, was ich dann meiner Frau weitergebe.

Ende Februar waren wir mit ihrer Familie (Eltern, 2 Brüder mit Frauen und jeweils einem Kind) im Urlaub. Ab dem dritten Tag wurde einer nach dem anderen krank. Der eine spuckte, der wieder andere bekam Fieber mit allem drum und dran. Ich habe meine Frau gezwungen (und es auch selbst getan) an die 20x am Tag die Hände zu desinfizieren. Auf der Rückfahrt spuckte dann die zweite Nicht und wir saßen 7h mit einem jammernden und spuckenden Kind im Auto. Ich hatte so wahnsinnige Angst. In der Woche drauf habe ich schon immer mal wieder gemerkt, dass mir übel ist, mein Magen drückt usw. Dann bekam meine Frau vor 3 Wochen Windpocken. Ihr Fieber ging höher, als es scheinbar normal ist für Windpocken. Der Arzt sagte mir am Telefon, solange sie ihr Kinn noch auf den Brustkorb legen könne, sei es keine Hirnhautentzündung. Ich bin 1000 Angsttode gestorben, dass ihr etwas passiert. 3 Tage nach der Diagnose musste der Bereitschaftsarzt kommen, weil sie so starke Halsschmerzen hatte, dass wir dachten, sie hätte die Dinger auch im Hals. Als er weg war, ging es mir psychisch RICHTIG dreckig, weil ich mir sicher war, er hat nun den Novo-Virus mit eingeschleppt. Ich war total fertig. Am Folgetag war mir dann zum ersten Mal so richtig schlecht. Seitdem schwankt es mit der Übelkeit. Mal ist es ganz gut, dann wieder schlechter. Und was tut mein Kopf?! Er sagt mir: Du hast Bauchspeicheldrüsenkrebs, du hast Leberkrebs usw. (Magenkrebs schließt mein Kopf aus, da ich vor einem halben Jahr eine Magenspiegelung hatte). Also nicht das Naheliegenste, dass ich einfach viel zu viel psychischen Stress hatte und der sich auf den Magen geschlagen hat (oder von mir aus auch der Magen wieder leicht entzündet ist), sondern das Schlimmste.

Ich habe mir die Finger wund telefoniert, finde aber keinen Therapieplatz. Ich bleibe dran, werde aber langsam wahnsinnig mit dieser ständigen Angst. Es muss nur jemand an mir vorbei laufen, der irgendwie krank aussieht und ich warte die 48h Inkubationszeit ab (Noro Virus und Influenza), bis es meinem Kopf besser geht. Ich habe schon viel im Forum gelesen und zu sehen, dass es auch andere mit meinem Problem gibt, beruhigt mich ungemein. Dass meine Übelkeit wirklich von der Psyche kommt (hoffe ich). Wie geht ihr mit dieser Angst um? Gibt es Tipps, wie ich mich beruhigen kann?

Danke euch schonmal!

17.03.2018 09:50 • x 1 #9


petrus57
Zum Stuhlgang deiner Frau: von drei mal am Tag bis alle 3 Tage ist normal. Versuch dich mal nicht so in deine Krankheitsängste reinzusteigern. Das wird sonst immer schlimmer.

Bei mir wurde es mal so schlimm, dass ich eine Zeitlang fast nur Herzrasen hatte. Da war mein Puls immer um die 100-140. Und das eben nur weil ich mich so hineingesteigert hatte.

Hatte mir eingeredet an Nierenversagen zu leiden. Und wenn ich mal eine weile nicht gepinkelt hatte, bekam ich Panik.

17.03.2018 10:03 • x 1 #10


Schlaflose
Zitat von Losti:
Ganz doof gesagt: Meine Frau muss nur 2x am Tag aufs Klo gehen und ich habe schon Panik, dass es ihr nicht gut geht (trotz Versicherung ihrerseits, dass es ihr gut geht).


Ich gehe seit Jahren 5-6 Mal Tag aufs Klo und bin quietschfidel.

17.03.2018 13:38 • x 1 #11


Ja.. im Grunde weiß ich, dass es ihr gut geht und sie sagt mir es ja auch immer wieder. Aber die Angst kommt dennoch.. ich versuche mich immer zu beruhigen und nicht dran zu denken, aber das will mir nicht wirklich gelingen. Dann bin ich abgelenkt und die Übelkeit kommt dennoch. Dann fragt sich mein Kopf natürlich "Wieso?! Ich war doch abgelenkt?" Wahrscheinlich steht mein Körper unter Dauerstress wegen der Angst und deshalb kommt die Übelkeit. So wirklich verinnerlichen kann ich das aber nicht.

17.03.2018 16:02 • #12



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