Hallo Lunaa.
Bitte, gerne

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Ja, die Derealisation ist wirklich furchtbar, kenne ich nur zu gut. Ist mir eigentlich auch, komischerweise, immer nur in der Öffentlichkeit passiert. Das Gefühl sich nicht mehr selbst steuern zu können, sich aufzulösen,die Gedanken nicht mehr kontrollieren zu können. Verrückt zu werden. Grausam! Witzigerweise ähnelt die Derealisation und/oder Depersonalisierung sehr der Erfahrung des Ich Auflösens im Buddhismus oder der Einnahme von Ayahuasca oder DMT, mit dem Unterschied, dass unser Erlebnis unfreiwillig ist.
Nein, dagegen hilft nichts. Bei einer Angststörung sollte man sich IMMER professionelle Hilfe suchen. Ich hätte die sch. nicht 8 Jahre gehabt, wäre ich früher in Psychotherapie gegangen. Wenn ich ein gebrochenes Bein habe, sitze ich das ja auch nicht aus.
Wichtig ist halt, dass man sich klar macht, dass es eine Krankheit, Störung etc. ist. Ihr bekommt keinen Herzinfakt, oder habt Krebs, oder sonst was. Das ist natürlich leicht gesagt. In dem Moment, in dem die Panik hochsteigt, das Herz anfängt zu klopfen und die Gedanken schleifen drehen, ist es sehr schwer sich aus der Gleichung zu nehmen. Ich selbst war bei so ziemlich jedem Spezialisten, weil ich überzeugt war todkrank zu sein und bald zu sterben. Denn genau das Programm läuft ja ab bei Panikattacken. Das Gehirn gaukelt dir vor, jetzt gleich ist es soweit, du wirst sterben und der Körper reagiert entsprechend.
Zu Deiner Frage. Ja, meine letzte Panikattacke ist mittlerweile gut 3 Jahre her und ich denke ich hab es geschafft. Es gab eine Übergangszeit wo ich mal Anflüge hatte, aber die Attacken nie komplett ausgelöst haben. Insgesamt war ich aber auch ca. 1 Jahr in Psychotherapie und habe sehr viel an meinem Leben geändert und alte Probleme gelöst. Sport hat mir im Übrigen auch sehr stark geholfen. Zum Einen gewinnt man durch Sport wieder Vertrauen in den eigenen Körper und zum Andern ist es auch gut für die Seele. Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper, da ist viel wahres dran.
Habe diverse Antidepressiva ausprobiert und die meisten funktionieren auch, also zumindest war es bei mir der Fall. Also die Attacken lösen nicht aus. Aber die Einstellung auf die Medis war bei mir die Hölle. Die 4 Wochen die es dafür braucht, hatte ich so viele Attacken wie noch nie. Kein Wunder, als Angstpatient bist du hypersensibel auf jede körperlich Veränderung und ADs sind ja dann auch mal keine Smarties. Die damit einhergehende Impot. war für mich dann aber eine Grund sie nicht mehr zu nehmen. Sagt einem vorher ja auch keiner ;D.
Uhhm, ok. War wieder viel zu viel.
LG