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Hallo,

habe mich gerade hier angemeldet, weil es mir zur Zeit extrem schlecht geht!
Die vergangene Woche hat mich total aus der Bahn geworfen.
Am Montag hatte ich mir durch einen heftigen Sturz eine Beckenprellung zugezogen. Nachdem ich daraufhin den Dienstag krankgefeiert habe, bin ich Mittwoch wieder zur Arbeit gegangen. Es ging mir auch nicht sonderlich schlecht, außer dass ich natürlich noch Schmerzen und Probleme hatte mich zu bewegen. Da ich aber einen Bürojob habe, ging das schon.
Jetzt war es ausgerechnet Mittwoch 35°C draußen und unser Büro ist nicht klimatisiert, was ich aber erstmal nicht groß störend fand.
Naja, und dann plötzlich nachmittags wurde mir ganz komisch. Ich spürte meinen Körper nicht mehr richtig, bekam einen trockenen Mund und hatte das Gefühl jeden Moment ohnmächtig zu werden. Es war kaum auszuhalten. Ich habe dann schnell zu meiner Wasserflasche gegriffen und zwei Schlücke getrunken, aber das hat es nicht besser gemacht. Ich konnte dann auch plötzlich die Hitze überhaupt nicht mehr ertragen. Es ging einfach nicht mehr und ich habe schnell einem Kollegen Bescheid gesagt, der mich dann in windeseile zum Krankenhaus gefahren hat. Im Auto wurde es, trotz Klimaanlage noch immer schlimmer. Ich fühlte mich kurz vor der ohnmacht, konnte nicht mehr sprechen, mein Mund war richtig trocken und meine Zunge fühlte sich angeschwollen an. Aus meinem Hals kam ein seltsamer Geschmack hoch. Meine Brust fühlte sich heiß an und mein Herz raste immer wieder und ich fühlte mich unglaublich schwach. Das Beine hochlegen im Auto brachte auch keine Besserung.
Im Krankenhaus gingen die Symptome noch eine ganze Zeit lang weiter. Bis es irgendwann so nach 2 Stunden, als ich am Tropf hing, wieder langsam besser wurde. Man sagte mir es wäre körperlich alles in Ordnung, außer einem leichten Kaliummangel im Blut und es muss einfach ein Hitzekollaps gewesen sein.
Tja, so bin ich dann mit Angst und wackeligen Beinen nach Hause gegangen und habe jetzt total Schiss dass mir das wieder passiert! Ich fühle mich teilweise immernoch total schwach und unsicher auf den Beinen. Hinzu kommen Übelkeit und Überforderungsgefühle.
War seitdem nicht wieder arbeiten.
Eine Angststörung habe ich seit ein paar Jahren, aber bisher kam ich eigentlich ganz gut damit zurecht.
Vielleicht war das ganze auch eine riesige Panikattacke!? Kennt jemand so eine Gefühllosigkeit in Armen und Beinen? Wie geht Ihr mit Ohnmachtsgefühlen um?

Sorry für den langen Text, aber ich weiß nicht was ich machen soll!

LG
Nessi

05.07.2008 15:15 • 15.07.2008 #1


11 Antworten ↓


hallo nessi und erst mal herzlich willkommen

was du beschreibst, kann durchaus eine panikattacke gewesen sein. viele symptome wären typisch dafür. das wetter dürfte ein zusätzlicher faktor sein.

da du ja körperlich durchgecheckt wurdest, und kein befund vorliegt, kannst du mal abhaken, dass mit deinem körper etwas nicht stimmt.

die erwartungsangst, dass es wieder passieren könnte, ist im zusammenhang mit einer angststörung leider der anfang des teufelskreises. auch wenn es wieder passieren könnte, darfst du der situation nicht ausweichen.

sieh dich doch mal ein bisschen hier im forum und auf den links angegebenen links um, um dir praktische tipps zu holen. vielleicht erkennst du dich ja wieder.

einen lieben gruss und einen gewinnbringenden ausstausch wünscht dir

leaina

05.07.2008 16:26 • #2



Hilfe! Heftige Panikattacke?

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Melanie29
Hallo Nessi
Ich kenne das.so ungefähr lief meine erste "Heftige"Pa an.
Ich hatte einen Metallartigen geschmack im Mund und ich trank weil er trocken war nix.Ich bekam erst ein kribbeln in der linken Körperhälfte,dann wurde mir komisch und ich dachte ich fall um,danach bekam ich heftigsten Schüttelfrost,Herzrasen ect.
Als wir im KH waren wurde Blu abgenommen und abgehört,EKG und alles ohne Befund.
ich hätte zu dem zeitpunkt auch nie gedacht das PA´s sowas machen können(zu dem zeitpunkt wusste ich erst 3 Monate das ich Angst und Panikstörungen habe).Das was es wohl verschlimmert hat ist das ich mich dagegen gewehrt habe und es nicht akzeptieren konnte.
Ausserdem ist es mir so unbegreiflich(heute noch)was der Kopf und im anschluß die Gedanken mit einem machen können.

05.07.2008 16:37 • #3


Hallo!

Vielen lieben Dank für Eure Antworten!

Aber was mache ich denn am besten, bzw. wie geht das am schnellsten vorüber, wenn ich merke, dass mich die Panik überkommt? Ich möchte ja nicht jedes Mal im Krankenhaus landen!

Kennt Ihr das Gefühl totaler Schwächer und Überforderung? So fühle ich mich jetzt schon seit der PA am Mittwoch. Außerdem fühlt es sich so an, als wenn ich eine Taucherglocke oder sowas auf dem Kopf habe. Alles ist einfach irgendwie weiter weg.
Morgen würde die Arbeit wieder los gehen. Sollte ich mich trotz dieser Gefühle und der Schwäche aufraffen, mit der Hoffnung dass ich es überleben werde? Oder was meint Ihr? Habe natürlich tierisch Angst, dass ich es nicht packe!
Habe auch noch eine gewisse Führungsposition in der Firma. Was soll ich nur machen?

LG
Nessi

06.07.2008 15:20 • #4


ja, liebe nessi, bitte geh wieder arbeiten

die vermeidung der unangenehmen situation macht die angst in keinem fall besser sondern stärkt sie nur noch.

es wird dich vermutlich viel überwindung kosten, in dem jetzigen zustand dorthin zu gehen, aber es ist das einzig richtige.

ich wünsch dir viel mut und kraft, die arbeit morgen gut zu überstehen. vielleicht hilft ja etwas ablenkung auch, deine gedanken etwas von dern angst abzulenken.

einen lieben gruss

leaina

06.07.2008 15:30 • #5


Hallo Nessi,
ich weiss es ist nicht einfach,aber wie Leaina schon meint es wird nicht besser.Manchmal gelingt es einem so wieder sich etwas abzulenken.
Ich muss dazu aber sagen das es mir nicht leicht gefallen ist und icjh am liebsten zu Hause geblieben wäre.Ich hatte die PA letzte Wo Fr und am Sa gehe ich für 3h zum schaffen.Es hat mich unhheimlich Überwindung gekostet zumal ich ja immer imn Erwartungsangst war. Es hat fünktioniert. Hatte gestern mit meiner Arbeitgeberin darüber kurz gesprochen und sie hatte vollstes Verständnis und sagte ich könne jederzeeit mit ihr darüber sprechen ,sie hätte einige Arbeitskolleginnen mit ähnlicher Symptomnatik.
Aber die Entscheidung liegt immer noch letztendlich bei dir. Trotzdem wünsche ich dir viel Kraft.
LG Dani

06.07.2008 15:51 • #6


Hallo,

brauche noch mal Eure Hilfe, mir geht es gerade gar nicht gut!

Bin letzte Woche bis Mittwoch arbeiten gewesen, aber ab da ging es einfach nicht mehr. Sobald ich ein bißchen gefordert bin, bekomme ich schlimme Angstzustände mit Gefühllosigkeit in Armen und Beinen, Herzklopfen, Hitzewallungen, Ohnmachtsgefühle...
Zuletzt reichte es schon überhaupt am Schreibtisch zu sitzen, dass diese Gefühle mich überfluteten.

Mein Hausarzt hat mich jetzt erstmal bis Ende dieser Woche krank geschrieben und mich zum Psychiater überwiesen.

Ich weiß nicht was ich machen soll! Es ist so schlimm und wird nicht besser. Eben überkamen mich die Symptome sogar, während ich mit meiner Chefin telefoniert habe. Ich fühlte mich total überfordert.
Bei jeder geringsten Belastung ist es im Moment vorbei.

Ich habe so Angst, dass es nie mehr besser wird und ich nicht mehr arbeiten gehen kann!

Habe am 28.8. einen Termin bei einem Psychiater bekommen.

Was soll ich nur machen?

14.07.2008 14:56 • #7


Hallo Nessie !
Ich wollte dir nur sagen, dass es mir heute ganz genauso erging.
Auf der Fahr zur Arbeit hatte ich schon 3 Panikattacken die ich aber abfangen konnte und als ich dann da war hab ich kaum was gebacken gekriegt.
Mich haben die Kollegen dann mit dem Krankenwagen abholen lassen.

Also leiden wir zusammen. Bin auch erstmal krankgeschrieben.

Ganz tief im Inneren weiß ich aber, dass es was mit meiner stressigen Arbeitssituation zu tun hat. Ich vertrete zur Zeit die Chefin und auch sonst steh ich zur Zeit nur unter Druck und Stress ( den ich mir zm Teil selbst mache ) Außerdem denke ich immer öfter, ich sollte mir mal was anderes suchen und zur Ruhe kommen, oder Stunden reduziere.

Eigentlich ist mir klar, warum mein Körper sich wehrt. Aber ich wollte es bis heute nicht wahrhaben.
Letztendlich war meine Panikattacke heute eine Schutzfunktion an mich selber.

Wie ist es bei dir ? Bist du zufrieden auf der Arbeit ? Hast du Stress ?

Liebe Grüße,
winterfee

14.07.2008 15:13 • #8


Hallo Nessi, mir geht es im Moment genauso. Alles ist mir zu viel, und kleinste Anstrengungen lösen in mir Schwindel und Ohnmachtsgefühle usw. aus, denke immer ich kippe gleich um
Wäre alles so viel leichter ohne diesen schei.

Ein Patentrezept habe ich leider keines. Man soll sich in solchen Momenten ja nicht erst recht schonen, macht angeblich nichts besser. Aber wenn man sich so fühlt, helfen solche Tipps überhaupt nichts.

Was machst du wenn es Dir so geht? Auch hinlegen?
Hast du Medikamente bekommen? Oder nimmst du schon welche?
Ist ja extrem lang, bis zu deinem Termin

14.07.2008 15:13 • #9


Hallo Nessi,
ich finde es unmöglich, dass Du so lange auf einen Termin warten sollst. Bis dahin fühlst Du Dich allein, hilflos und alles wird nur noch schlimmer.
Ich könnte Dir einen Tip geben, wie Du schneller einen Termin bekommst, weiß allerdings nicht, was Du davon hältst.
Ruf bei einem Psychiater an, es kann ja ein anderer sein, und gib an, dass Du das Gefühl hast, Dich umbringen zu müssen, wenn keiner Dir hilft. Auf gut Deutsch: droh mir Selbstmord. Dann wird sich ein schnellerer Termin für Dich finden lassen. Und so wie ich Panikattacken aus eigener Erfahrung kenne, ist man manchmal gar nicht weit davon entfernt, sich selbst die Kugel zu geben. Aber man sollte es nicht tun, es gibt immer einen anderen Weg!

14.07.2008 18:17 • #10


Hallo Nessi!
Ich kann so gut nachvollziehen wie es dir geht. Ich war letzte Woche auch zwei Tage krankgeschrieben und heute war mein erster Arbeitstag danach. Es war grauenvoll. Ich dachte auch, dass ich jede Minute umkippe, weil ich mich so schwach und komisch gefühlt habe! Habe trotzdem bis 17 Uhr durchgehalten und bin ziemlich erleichtert!

Ich hoffe, dass es dir bald wieder besser geht!

VLG Nadine

14.07.2008 18:28 • #11


Hallo Leute!

Vielen Dank, ist beruhigt einen schon mal ein wenig zu wissen, dass man mit den Problemen nicht alleine auf der Welt ist, obwohl man das immer wieder glaubt. Wenn ich so durch die Gegend schaue, denke ich immer allen Leuten geht es gut, und mir geht es beschissen.

Ich habe auch extrem viel Stress auf der Arbeit gehabt und fühlte mich schon längere Zeit überfordert. Habe es aber trotzdem immer durchgezogen und war dann abends immer total fertig und konnte garnichts mehr machen, auch zum Leid meines Freundes. Bin zur Zeit ernsthaft am überlegen, in den nächsten Tagen zu kündigen denn so möchte ich nicht weitermachen und ich kann auch nicht mehr. Und wenn es mir irgendwann wieder besser geht suche ich mir eine neue Arbeit.

Stehe gerade auch noch mit meinem Freund in Trennung, was eine Besserung nicht gerade begünstigt.

Ja, ich lege mich auch meistens ins Bett wenn es mir schlecht geht. Das hilft irgendwie. Medikamente nehme ich außer Johanniskrauttabletten keine.

Vielleicht wird es ja jetzt durch die Auszeit wirklich etwas besser. Ich hoffe es.

LG und alles Gute Euch!

Bis dann
Nessi

15.07.2008 13:01 • #12



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