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Hallo,

ich hatte gerade einen ganz schlimmen Angstanfall. Habe eine Stunde auf der Erde gelegen und am ganzen Körper wie verrückt gezittert. Angstattacken hatte ich natürlich auch. Die kenne ich jetzt schon seit 14 Jahren, aber das Zittern hatte ich seit meiner ersten Angstattacke vor 14 Jahren gar nicht mehr!
Kennt Ihr das? Bin auch nur noch körperlich fertig in den letzten Wochen. Jeden Tag tut mir was anderes weh und mir ist schwindelig. Habe Druck im Kopf und Körper!
Muss dazu sagen, dass ich seit ein paar Wochen angefangen habe die Angst zuzulassen und nicht mehr zu unterdrücken wie die letzten 14 Jahre. Meine Therapeutin meinte, es sein normal dass es erstmal schlimmer wird??Und dann besser?
Bitte meldet euch wenn Ihr das kennt! Und kann es noch schlimmer werden? Ich meine kann man bewusstlos werden oder es geht nicht mehr weg und man muss ins Krankenhaus??
Mensch es wird immer schlimmer und nicht besser......

11.01.2010 19:03 • 16.01.2010 #1


9 Antworten ↓


Christina
Zitat von sternchen7:
Bin auch nur noch körperlich fertig in den letzten Wochen. Jeden Tag tut mir was anderes weh und mir ist schwindelig. Habe Druck im Kopf und Körper!
Muss dazu sagen, dass ich seit ein paar Wochen angefangen habe die Angst zuzulassen und nicht mehr zu unterdrücken wie die letzten 14 Jahre. Meine Therapeutin meinte, es sein normal dass es erstmal schlimmer wird??Und dann besser?
Dass dich die Auseinandersetzung mit der Angst körperlich schlaucht, ist normal. Da kann auch mal wieder ein neues (altes) Symptom wie das Zittern auftauchen. Generell sollte es aber besser und nicht schlimmer werden. Wie arbeitet ihr denn in der Verhaltenstherapie zur Zeit? Geht es primär um Konfrontation und Aushalten der Angst? Wenn es dabei kontinuierlich schlimmer wird, solltest du vielleicht nochmal nach deiner Motivation und nach möglichen Krankheitsgewinnen schauen. Und auch überprüfen, ob die Konfrontationen wirklich korrekt gemacht werden.

Zitat von sternchen7:
Und kann es noch schlimmer werden? Ich meine kann man bewusstlos werden oder es geht nicht mehr weg und man muss ins Krankenhaus??
Im Liegen kannst du angstbedingt nicht ohnmächtig werden, im Stehen ist das möglich. Wenn du die Angst wirklich zulassen kannst, wird sie nachlassen, dafür sorgt der Körper normalerweise innerhalb von 20-30 Minuten. Dass du eine Stunde vor Angst auf der Erde gelegen hast, spricht dafür, dass du die Angst durch Befürchtungen am Leben erhalten hast und sie eben nicht wirklich zulassen konntest.

Liebe Grüße
Christina

11.01.2010 19:41 • #2



Hilfe-Brauche dringend euren Rat!

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Hallo,

natürlich ist es schlimmer, wenn man seine Ängste bewußt erlebt, anstatt vor ihnen wegzulaufen. Aus welchem Grund sonst vermeidet man Angstauslösende Situationen? Wenn Du das aushälst kannst Du mehr als stolz auf Dich sein. Vertraue Dir und laß Deine Angst nicht gewinnen!!

LG Flocke

11.01.2010 19:43 • #3


Danke für eure Antwort! Meine Therapeutin meinte es ist am wichtigsten nicht mehr die Angst zu unterdrücken. Jetzt lasse ich sie zu, aber sie ist seid dem permanent da. Nicht in Form einer schlimmen Attacke wie heute aber von einem Grunggefühl, mal schlimmer und mal weniger schlimm.
Meinst du mit Krankheitsgewinnen, dass man die Angst für irgendetwas in seinem Leben braucht?
Schlimmer ist es geworden, da ich jetzt heute so einen Zusammenbruch hatte.
Ich soll immer wieder das machen wovor ich Angst habe...Freunde treffen, in die Stadt gehen, arbeiten ect...meinst du das mit Konfrontation?

11.01.2010 19:52 • #4


Christina
Zitat von sternchen7:
Meinst du mit Krankheitsgewinnen, dass man die Angst für irgendetwas in seinem Leben braucht?
Ja.
Zitat von sternchen7:
Ich soll immer wieder das machen wovor ich Angst habe...Freunde treffen, in die Stadt gehen, arbeiten ect...meinst du das mit Konfrontation?
Ja, aber gewusst wie... Nicht einfach nur Augen zu und durch, was mich nicht umbringt, macht mich härter, sondern unter Bewältigung der Angst (= Angst haben, sie zulassen und am wichtigsten: erleben, dass sie wieder weg geht). Wenn das falsch läuft, kann es die Angst verstärken.

Liebe Grüße
Christina

11.01.2010 20:42 • #5


Zitat von sternchen7:
Danke für eure Antwort! Meine Therapeutin meinte es ist am wichtigsten nicht mehr die Angst zu unterdrücken. Jetzt lasse ich sie zu, aber sie ist seid dem permanent da. Nicht in Form einer schlimmen Attacke wie heute aber von einem Grunggefühl, mal schlimmer und mal weniger schlimm.
Meinst du mit Krankheitsgewinnen, dass man die Angst für irgendetwas in seinem Leben braucht?
Schlimmer ist es geworden, da ich jetzt heute so einen Zusammenbruch hatte.
Ich soll immer wieder das machen wovor ich Angst habe...Freunde treffen, in die Stadt gehen, arbeiten ect...meinst du das mit Konfrontation?


mache nicht den Fehler und gehe einen Schritt zurück... nimm die Angst mit zu Freunden, einkaufen etc. nimmst du die Angst nicht mit, nimmt die Angst dich mit in die Einsamkeit...

Du schaffst das... bleib am Ball und nimm Sie überall mit...

Gruß Inge

12.01.2010 09:18 • #6


Hallo Sternchen,

mit einer Stunde bist du ja bei den ganz harten Fällen dabei. Warum bist du denn auf dem Boden gelegen?

Das Zittern kann ich dir ganz einfach erklären. Der Körper stellt sich mit der Angst auf eine Fluchtsituation ein. Er Fährt sämtliches normales Programm wie Verdauung z. B. herunter pumpt Blut in die Muskeln, ins Herz, so dass du ganz schnell ganz weit wegrennen kannst.
ABER: Du tust das nicht! Die volle Ladung Energie, die jetzt in deinem Körper steckt, baut sich dann durch das Zittern langsam wieder ab.

Das du täglich mit etwas anderem rumzukämpfen hast, ist auch die Angst. Sie zeigt dir, wie verwundbar du bist. Bis jetzt hast du einfach noch jede Tür offen, sie kommt ganz leicht rein. Natürlich kann ich nicht zu 100 % sagen, dass das alles Kopfsache ist. Aber ich spreche aus Erfahrung.

Bewusstlos wirst du gaaarantiert nicht! Nie nie nie.
Das schlimmste was passieren kann, ist eine kurzzeitige Ohnmacht. Und ich spreche wirklich von 2-3 Sekunden.
Die kommt aber auch nicht von der Angst, wie viele fälschlicherweiße denken, sondern davon, dass man hyperventiliert.
Aber so ein bisschen Ohnmacht ist ja nichts schlimmes, vor allem weil im Anschluss die Angst weg ist

Das du lange mit der Angst kämpfen kannst ist klar. Aber es ist nicht alles ein "Anfall" im Anschluss daran hat man einfach nur wieder Erwartungsangst, die man auch als wahnsinnig unangenehm empfinden kann.

Aber du schaffst das. Wenn du willst, schaffst du das!

12.01.2010 10:13 • #7


Danke für eure Worte. Mir wurde total schlecht und schwindelig, deshalb musste ich mich hinlegen. Seit dem Tag habe ich ständig das Gefühl wieder anzufangen zu zittern. Angst und Panik steigt dabei natürlich noch zusätzlich auf.
Was meinst du denn damit die Angst kommt leicht bei mir rein??

Ich habe auch das Gefühl dass etwas falsch läuft....und es daher schlimmer wird. Wie lässt man denn die Angst richtig zu, was Christina meint? Meine Therapeutin sagte auch ich lasse es nicht richtig zu, aber weiter sind wir noch nicht gekommen.
War z.B. gestern beim Turnen mit meiner Tochter und hatte wieder Angstattacken und Schwindel, dachte gleich liege ich da wieder und zitter. Ich hab versucht mich zu beruhigen, zu atmen und bin dageblieben. Es wurd nicht besonders besser aber auch nicht richtig schlimm. Als ich zu Hause war war ich total fertig....
Ich glaub ich lasse die Angst nicht richtig zu?

14.01.2010 17:45 • #8


Hallo Sternchen7

Mir ergeht es oft ähnlich wie dir. Bin manchmal eifersüchtig auf meine Schwo. Sie leidet seit 9 Jahren unter PA's doch sie kann die Angst zulassen und hat deswegen keine Beeinträchtigungen mehr. Wenn eine PA da ist, kann sie gut damit umgehen. Ich habe seit Sommer 2009 Angstattacken, doch ich kann noch nicht wirklich gut damit umgehen. Man hat mir auch immer gesagt: "Lass die Angst zu". Ich hatte es auch immer vor, wenn ich wieder mal hilflos ausgeliefert sein würde. Doch immer wenn es soweit war, kam ich nie richtig zur Ruhe. So wie du beschreibst beim Turnen. Wenn ich irgendwo bin und ne Angstattacke kriege, wird es nicht schlimmer aber auch nicht besser. Sobald ich zu Hause bin bin ich kaputt, lege mich hin und weine mich aus, bis es ein wenig besser wird. Es gibt sicherlich andere Leute die hier Rat geben können. Hoffen wir auf das Beste! Du bist jedenfalls nicht alleine!

14.01.2010 17:58 • #9


Meistens ist es so wenn ich z.B. auf der Arbeit bin, dann geht es mir zwei Stunden ziemlich schlecht ( bin total angespannt und werde nicht ruhig ) und am Ende endet es in einer Panikattacke. Danach geht es etwas besser. aber gut ist es immer erst wenn ich zu Hause auf der Couch sitze und vom Fernsehen abgelenkt werde.
Kann meine Gedanken einfach nicht abschalten und mich selber nicht beruhigen. Habe jetzt immer Angst wieder zusammenzubrechen und einen einstündigen Zitteranfall zu bekommen. Das kann man ja auch nicht mehr verstecken. Es fehlt nur noch das der Notartz kommen muss

16.01.2010 16:42 • #10



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