Zitat von Flousen:Also meine treten eher bei Belastung auf, sobald meine Pumpe schneller wird. In Ruhe eher seltener. Das war damals der Indikator für die EPU, das Herzrasen wodurch Extrasystolen ständig da waren.
Wie gesagt, es hängt davon ab, wann der elektrische Impuls gesetzt wird.
Im Schnitt dauert die sogenannte Refraktärzeit (also die Zeit in der die Herzzelle nicht reagieren kann) rund 200 Millisekunden. Danach erholt sie sich wieder, so dass die vollständige Erregbarkeit nach insgesamt ~300 Millisekunden erreicht ist. Wenn wir von einem Puls von 60 (1000ms) ausgehen, ist die Herzzelle rund 30% der Zeit nicht erregbar. Das heißt 70% der Zeit ist die Erregbarkeit vorhanden, wo dann auch eine ES auslösen kann.
Verdoppeln wir den Puls auf 120, sind es zwar immer noch 300 Millisekunden für die Refraktärzeit + Erholungsphase, aber durch den doppelt so hohen Puls halbiert sich die Zeit zwischen den Schlägen. Das verkleinert das Zeitfenster für eine erneute Erregung von 70% auf 40%.
Es ist also nicht ausgeschlossen, dass eine ES unter Belastung oder höherem Puls auftreten kann, das Zeitfenster wo das geschehen kann ist nur deutlich kürzer. Da die Einfallzeit einer ES sehr variiert, ist es auch nicht bei jedem Menschen gleich. Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass bei einem höheren Puls ES gefeuert werden können, die man aber gar nicht bemerkt, weil sie in dem Moment feuern, wo die Herzzelle gar nicht erregbar ist.
Das kann man noch detaillierter beschreiben, weil man hier noch zwischen der absoluten und der relativen Refraktärzeit unterscheiden kann. Aber das würde zu weit führen.
😉