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Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

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Vendetta1981
Dann gehe doch jetzt einfach einen Schritt weiter und fang mit Ausdauersport an. Sport ist ohnehin die beste Möglichkeit seine Angst zu minimieren.

x 1 #19101


Sasa10
@Vendetta1981 ja will mit Seilspringen anfangen habe mir schon eins bestellt

#19102


A


Herzneurose oder Anzeichen auf Herzinfarkt?

x 3


J
Zitat von Cube73:
Es macht einen halt Curry bzw die Angst hat sich richtig manifestiert. Egal was ich mache nur neg Gedanken bzw ich weiß nicht mehr ob es real ist o. Nur vom Kopf gesteuert wenn ich z.B laufe u ich Luft Probleme hab


Hey Cube,

glaube mir. Ich kann dich mehr als verstehen. Auch ich habe oft genug das Problem, dass ich nicht mehr weiß, was echt ist und was nicht. Oft genug stehe ich kurz davor durch zu drehen und kann mir einfach nicht vorstellen, dass das alles von der Psyche kommt. Dann beiße ich mich durch und siehe da, einen Tag später lebe ich immer noch. Hilft mir das? Hoffentlich irgendwann. Es gibt viele verschiedene Ratschläge damit umzugehen, oder klar zu kommen. Mein Therapeut hat mir letztens aber was gesagt, dass mir ein bisschen geholfen hat. Er sagte: "Okay, sie glauben also wirklich herzkrank zu sein, obwohl alles dagegen spricht. Dann nehmen wir einfach mal an es stimmt und sie sind schwer krank und keiner merkt es. Und dann? Wollen sie ihre letzten Tage und Wochen nur noch in purer Angst verbringen, oder die Zeit nutzen?" Und da dachte ich mir, verdammt. Der Mann hat recht. Es ist manchmal die Hölle und ich weiß nicht weiter, wenn es ständig zieht in Bauch und Brust und das Herz schon beim Hinstellen anfängt heftig zu klopfen, oder wieder ein Schwächeanfall aufkommt, so dass man schwitzt und gleich umkippt. Und dann denkt man, dass es gleich vorbei ist. Aber was hilft es? Will ich wirklich mein restliches Leben in Angst verbringen, oder trotzdem mit meinen Jungs ins Museum fahren? Also fuhr ich. Und ich lebe noch Smile auch wenn hauptsächlich die Kinder Spaß hatten, aber das war es wert.

Wir dürfen uns einfach nicht alles verbieten lassen von der Angst. Und irgendwann werden wir auch wieder frei sein.

Grüße

x 1 #19103


Vendetta1981
Zitat von Jerry1910:
Es ist manchmal die Hölle und ich weiß nicht weiter, wenn es ständig zieht in Bauch und Brust und das Herz schon beim Hinstellen anfängt heftig zu klopfen, oder wieder ein Schwächeanfall aufkommt, so dass man schwitzt und gleich umkippt. Und dann denkt man, dass es gleich vorbei ist. Aber was hilft es? Will ich wirklich mein restliches Leben in Angst verbringen, oder trotzdem mit meinen Jungs ins Museum fahren?

Ich kann dir eins sagen: Echte organische Erkrankungen sind ein vielfaches intensiver. Angstpatienten befinden sich in einer Grauzone. Druck im Körper oder auf der Brust wird mit hohem Blutdruck in Verbindung gebracht, obwohl man hohen Blutdruck unmittelbar gar nicht wirklich spüren kann. Schwindel wird gerne mit dem Kreislauf in Verbindung gebracht (was partiell stimmt), ist aber verglichen mit Schwindel durch Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems nicht der Rede wert. Hier fällt z.B. auch häufig das Wort "Herzrasen". Herzrasen ist so ein dehnbarer Begriff, der für viele Empfindungen steht, aber nicht eindeutig die Empfindung beschreibt die man spürt.

Und warum ist das alles so? Weil wir uns von Oberbegriffen triggern lassen und Angstsymptome den Anschein schwerwiegender Erkrankungen erwecken, obwohl wir gar nicht wissen wie es ist diese vorgestellte Krankheit wirklich zu haben. Erkläre mal einem Blinden, der sein ganzes Leben nicht sehen konnte was Farben sind.

Ich hatte heute erst wieder ein frisches Beispiel bekommen. Ich bin momentan regelmäßig auf einer Baustelle von einem guten Freund, Kernsanierung und Arbeit ohne Ende. Der Vater seiner Frau hat bisher mitgeholfen. Er ist letzte Woche beim Arzt gewesen, weil er sich nicht erklären konnte warum er immer weniger körperlich belastbar ist. Blutdruck Messung und Belastungs-EKG haben gezeigt, dass da tatsächlich was nicht stimmt. Gemerkt hatte er davon nichts, nur eben dass er fix und fertig war wenn er körperlichen Belastungen ausgesetzt war. Mir und meinem Freund ist auch nichts aufgefallen.

Er hatte keine Episoden merkwürdiger Empfindungen oder, dass er phasenweise Atemnot, Schwindel, Schmerzen, Druck oder was man sonst als Angstpatient mit dem Herzen verbindet verspürt hätte. Wie es weiter geht wird sich zeigen. Vermutlich wird er aber einen Stent bekommen, da ein Gefäß zugesetzt ist. Bis dahin ist schonen angesagt.

So läuft es auch in den meisten Fällen ab. Das Herz ist ein relativ "stilles" Organ wenn es um Erkrankungen geht. Es können Jahre vergehen bis sich etwas zeigt oder man etwas merkt.

x 3 #19104


C
Zitat von Vendetta1981:
Ich kann dir eins sagen: Echte organische Erkrankungen sind ein vielfaches intensiver. Angstpatienten befinden sich in einer Grauzone. Druck im Körper oder auf der Brust wird mit hohem Blutdruck in Verbindung gebracht, obwohl man hohen Blutdruck unmittelbar gar nicht wirklich spüren kann. Schwindel wird gerne mit ...

Und genau das ist es....
Gerade aufgestanden u. Blutdruck gemessen 105/ 85 Puls 70 past eigentlich....
Dann hab ich eure Beiträge gelesen wo mich zweifeln lassen
Immer weniger Belastbar?
Kommt es von meinem Kopf o. Past doch etwas nicht auch wenn der Kardiologe vor 4Wochen nach dem Ultraschall gesagt hat er sieht keine Auffälligkeiten am Herz aber zur meiner Beruhigung eine Katheter Untersuchung machen wollte wo ich vor lauter Angst den Termin abgesagt hab
Bzw beim Lesen der Beiträge gerade hatte ich ein komisches Pumpern unterhalb der linken Rippe wo wieder die Angst angeschührt hat
Einbildung o. Ist da wirklich was....
Am liebsten würde ich auf der Couch bleiben u. Nicht auf die Arbeit gehn weil ich schon wieder Angst hab....

#19105


C
Zitat von Jerry1910:
Hey Cube, glaube mir. Ich kann dich mehr als verstehen. Auch ich habe oft genug das Problem, dass ich nicht mehr weiß, was echt ist und was nicht. Oft genug stehe ich kurz davor durch zu drehen und kann mir einfach nicht vorstellen, dass das alles von der Psyche kommt. Dann beiße ich mich durch und siehe da, einen ...

Auch wenn die Kids nur ihren Spaß hatten...
Mich nervt das, das diese Krankheit mir meinen Spaß nimmt....
Ich nehme mir was vor wo ich Spaß hab u. Dann plötzlich Schmerzen so das ich mich wieder nur auf der Couch bleibt flehn bzw am dauernd fragen bin wieso weshalb warum?.

#19106


flow87
Zitat von Cube73:
Und genau das ist es.... Gerade aufgestanden u. Blutdruck gemessen 105/ 85 Puls 70 past eigentlich.... Dann hab ich eure Beiträge gelesen wo mich zweifeln lassen Immer weniger Belastbar? Kommt es von meinem Kopf o. Past doch etwas nicht auch wenn der Kardiologe vor 4Wochen nach dem Ultraschall gesagt hat er sieht ...

Ganz ehrlich, ich denke bei dir wäre ein Termin bei einem guten Psychologen sicherlich nicht schlecht. Du musst lernen mit deinen Ängsten umzugehen. Es gibt keine Untersuchung die dich beruhigen könnte. Ist das gemacht, dann kommt das nächste. Nimmst du Blutdruckmittel?
Noch eine kleine Anmerkung zur Blutdruckmessung am Oberarm. Ist man angespannt ziehen sich die Muskeln zusammen. Wenn der Oberarm verkrampft und die Muskeln hart sind, dann kann das Blutdruckgerät den Blutdruck nicht korrekt messen, es muss zuerst den Widerstand vom Muskel zum Gefäss überwinden. Das bedeutet es muss stark angezogen werden bei der Messung und das resultiert in einem falsch hohen Wert am Oberarm. Deshalb sollte man den Blutdruck nur messen wenn man sich entspannt hat. Genau das wird es bei dir auch sein. Da bin ich ich mir fast sicher.

x 1 #19107


AntiAD
Zitat von Cube73:
Und genau das ist es.... Gerade aufgestanden u. Blutdruck gemessen 105/ 85 Puls 70 past eigentlich.... Dann hab ich eure Beiträge gelesen wo mich ...

Als der Kardiologe mir eine Katheteruntersuchung vorschlug um eine KHK auszuschließen bat ich ihn um eine nichtinvasive Alternative. Daraufhin hatte ich dann eine Myokardszintigraphie, die ohne Risiko abläuft.

Als ich das Ergebnis der szintigraphie nach kurzem warten mitgeteilt bekam änderte sich vieles für mich. Ich lief ab dem Tag wieder jeden Tag um die 10 tsd Schritte, momentan sind es laut Pulsuhr im Mittel 11 tsd Schritte täglich.

Den Schwindel und die Atemnot schob ich auf den Medikamentenentzug. Ich werde mir die Freiheit der Bewegung nicht mehr nehmen lassen.

Dass es zum rebound der Herzangst kam (ohne Schwindel und Atemnot) dafür Brustdruck und Schmerzen u.a. im Rücken und in den Armen lag an den neuerlichen Symptomen wie Pulsentgleisungen und Blutdruckspitzen.

Zb ging mein Puls auf 188 als ich an einem heißen Tag einen Berg hochjoggte. Mein Arzt meinte daraufhin ich solle noch mal zum Kardiologen. Etwas schlimmeres hätte er mir nicht sagen können, denn das formte einen neuen Verdacht auf eine Herzkrankheit, wahrscheinlich KHK.

Früher hat mich mein Arzt immer damit beruhigt, dass ich gründlich untersucht worden wäre. Und manchmal setzte er Permanentakkupunktur im Brustbereich, was Linderung gegen die Schmerzen brachte. Bei besagtem Termin war allerdings eine Medizinstudentin anwesend, außerdem kauten wir gemeinsam meinen Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente durch (bin ja schon beinahe 3 Jahre krank geschrieben wegen Burnout). Wegen der anwesenden Studentin musste er das mit dem Kardiologen vielleicht sagen.

Als ich die 188 puls nach dem ersten Joggversuch hatte war ich nämlich ganz schön am schnaufen, aber keine Schmerzen und der Puls war nach kurzem auch wieder runter auf ca 138.

#19108


Vendetta1981
Zitat von Cube73:
Und genau das ist es.... Gerade aufgestanden u. Blutdruck gemessen 105/ 85 Puls 70 past eigentlich.... Dann hab ich eure Beiträge gelesen wo mich zweifeln lassen Immer weniger Belastbar? Kommt es von meinem Kopf o. Past doch etwas nicht auch wenn der Kardiologe vor 4Wochen nach dem Ultraschall gesagt hat er sieht ...


Du hast den Kern meiner Aussage nicht richtig verstanden. Nochmal zusammengefasst:

- Herzerkrankungen beginnen lange bevor man etwas merkt
- Das was hier an Beschwerden gepostet wird, hat mit dem Herzen fast nie etwas zu tun
- Wenn etwas da ist, wird der Arzt etwas finden, deswegen geht man da einmal hin um nachschauen zu lassen

Dein Kopfkino ist also völlig unnötig.

x 5 #19109


AntiAD
Zitat von Vendetta1981:
Du hast den Kern meiner Aussage nicht richtig verstanden. Nochmal zusammengefasst: - Herzerkrankungen beginnen lange bevor man etwas merkt - Das was ...

Wir steigern, ich zumindest, uns halt so rein. Das erklärt auch wieso die Ärzte mich immer so ratlos anschauen. Ich bin schon ein richtiger Herzneurotiker teilweise.

Hätte nie gedacht, dass ich mal dermaßen schwach sein würde, vor 3 Jahren konnte ich noch Bäume ausreißen und als es ganz schlimm war im Akutentzug konnte ich nur noch 100 Meter mit hilfe gehen und mir schlug das herz bis zum Hals und ich kriegte keine Luft mehr.

Ganz ehrlich... Diese Zustände würde ich meinem ärgsten Feind nicht wünschen.

x 1 #19110


J
Zitat von Vendetta1981:
Ich kann dir eins sagen: Echte organische Erkrankungen sind ein vielfaches intensiver. Angstpatienten befinden sich in einer Grauzone. Druck im Körper oder auf der Brust wird mit hohem Blutdruck in Verbindung gebracht, obwohl man hohen Blutdruck unmittelbar gar nicht wirklich spüren kann. Schwindel wird gerne mit ...


Genauso ist es. Und genau das sagt auch mein Therapeut. Ich kann nur jedem raten einen Therapeuten oder Psychologien aufzusuchen, wenn nicht schon getan. Niemand muss damit einfach leben und ich bin mir sicher, dass jedem geholfen werden kann. Ich bin momentan halt gerade mitten in einem Rückfall und muss mich durchkämpfen. Das dauert, das weiß ich selbst. Zumal ich das alles ohne Medis mache. Da sind solche Momente wie das Museum schwierig und die Symptome explodieren in allen Variationen, dass oft Ärzte Vermutungen äußern und Untersuchungen machen, weil sie selbst nicht mehr weiter wissen. Das hat auch Versicherungsgründe.

Aber ich weiß auch, dass Momente wie das Museum wieder frei funktionieren werden und der Rest auch, weil ich es schon einmal geschafft habe, dass es deutlich besser wurde. Man darf die Hoffnung nicht verlieren. Ich weiß wie lähmend Angst sein kann und ich schreibe das jetzt nur, weil es gerade geht. Vielleicht stehe ich in einer Stunde wieder da und weiß nicht weiter. Aber die Heilung ist ein Prozess. Da gibt es kein Antibiotikum und dann ist alles gut.

Grüße und viel Kraft allen. Außerdem danke, dass Ihr alle da seid. Eine tolle Gruppe

x 2 #19111


AntiAD
Austausch mit empathischen Menschen u.a. hier, aber auch im privaten Bereich, bringt mir persönlich mehr als die meisten Therapeuten, die ich in den letzten Jahren erleben durfte. Will den Berufsstand nicht schlecht reden, aber ich habe Dutzende kennen gelernt und ein wenig geholfen haben mir nur einige. Ich bin durchgängig in Therapie seit meinem Zusammenbruch vor 3 Jahren muss ich dazu sagen, dazu einige Klinikaufenthalte.

Danke auch von mir an dieser Stelle. Was ihr helft ist große Klasse.

x 2 #19112


J
Zitat von AntiAD:
Als der Kardiologe mir eine Katheteruntersuchung vorschlug um eine KHK auszuschließen bat ich ihn um eine nichtinvasive Alternative. Daraufhin hatte ich dann eine Myokardszintigraphie, die ohne Risiko abläuft. Als ich das Ergebnis der szintigraphie nach kurzem warten mitgeteilt bekam änderte sich vieles für mich. ...


Hi AntiAD,

drei Jahre? Berufsunfähig? Darf man fragen wie alt du bist? Eine Berufsunfähigkeit kommt für meinen Therapeuten (aber auch für mich) nicht in Frage, auch wenn ich es bei bestimmten Fällen absolut nachvollziehen kann. Er sagt dann immer: "Sie gehen arbeiten, was da auch kommt. Alles andere akzeptiere ich erst, wenn Sie es wirklich umhaut, weil Sie organisch krank sind. Und wir beide wissen, dass das nicht passieren wird." Daher lasse ich mich auch nicht krank schreiben und es gibt Tage auf der Arbeit.... aber Ihr kennt das ja, muss ich nicht beschreiben.

Hattest du eine Therapie gemacht vorher? Oder rein mit dem Arzt gehandelt?

Viele Grüße

x 2 #19113


AntiAD
Hallo Jerry,

kannst mir gerne Fragen stellen, hab nichts zu verbergen. Einiges steht ja auch in meinem Profil.

Ich bin 41. Ich bin komplett nicht belastungsfähig, mein Kopf macht schon zu wenn ich unter Druck etwas lesen soll. Ist ärztlich abgeklärt und bestätigt worden. Kein schöner Zustand, aber so ist es. Ich habe zu schnell gelebt, zu viel in kurzer Zeit erreicht und zu wenig auf mich geachtet. Im Nachhinein ist man schlauer.

Dazu kam eine unverantwortliche Anwendung verschiedener Medikamente (größtenteils Mirtazapin), die den Zustand verschlechtert haben.

Hoffe ich habe alle Fragen beantwortet? Ansonsten her damit, auch per pn ist ok.

Beste Grüße AntiAD

PS. Ich habe immer sehr gerne gearbeitet. Und ich hoffe es ist mir irgendwann möglich, wenn auch im kleinen Rahmen.

x 1 #19114


J
Zitat von AntiAD:
Hallo Jerry, kannst mir gerne Fragen stellen, hab nichts zu verbergen. Einiges steht ja auch in meinem Profil. Ich bin 41. Ich bin komplett nicht belastungsfähig, mein Kopf macht schon zu wenn ich unter Druck etwas lesen soll. Ist ärztlich abgeklärt und bestätigt worden. Kein schöner Zustand, aber so ist es. Ich ...


Hallo Anti AD,

das ist ja furchtbar und ich wünsche dir weiterhin ganz viel Kraft. Mirtazapin hatte ich mal am Anfang bekommen um besser schlafen zu können (2009). Aber nach einem halben Jahr wurde es wieder abgesetzt, weil nein Therapeut (der gleiche wie heute seit nun über 10 Jahren) meinte, dass es am Ende nichts bringt und ich mich so oder so stellen werden muss.

In deinem Alter schon so schwere Zeiten zu erleben tut mir furchtbar leid. Aber man soll in allem das Positive sehen und ich finde, dass dein Fall gut zeigt wie mächtig die Psyche sein kann. Bei dir leider negativ, ja. Aber generell sinnvoll für alle, die zweifeln, ob Ihre Psyche Ihre bestimmten Symptome wirklich auslösen kann.

Ich wünsche dir viel Kraft!

x 1 #19115


Vendetta1981
Es wird in jedem Fall nicht besser wenn man es aussitzt bzw. darauf wartet, dass es irgendwann von alleine wieder klappt. Auch Psychotherapien und Medikamente helfen nur bis zu einem bestimmten Punkt, der Rest muss aus eigenem Antrieb geschehen. Wenn letzteres ausbleibt, geht es nicht weiter. Es ist nicht leicht, man muss sich dazu zwingen und vorallem Audauer haben. Aber nur so geht es.

#19116


AntiAD
Zitat von Vendetta1981:
Es wird in jedem Fall nicht besser wenn man es aussitzt bzw. darauf wartet, dass es irgendwann von alleine wieder klappt. Auch Psychotherapien und ...

Da hast du recht. Deshalb laufe ich auch dagegen an. Wären die "Herzprobleme" nicht wäre es natürlich einfacher. Aber auch die können mich nicht bremsen, denn ich will leben. Für meine Kinder, aber auch für mich.

x 2 #19117

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NaNaMi
Zitat von Vendetta1981:
Es wird in jedem Fall nicht besser wenn man es aussitzt bzw. darauf wartet, dass es irgendwann von alleine wieder klappt. Auch Psychotherapien und ...


@Vendetta1981 soweit verständlich, aber was genau soll man den selber tun?

In meinem Fall beispielsweise ist es so das Sport und Bewegung mir noch mehr zusetzen. Bei jeglicher Art von Bewegung wird mir schwindelig und ich bin plötzlich so erschöpft das ich mich kaum auf den Beinen halten kann trotzdem versuche ich weiter zu machen bis mir dann so schwindelig ist das ich es nicht mehr schaffe geradeaus zu laufen bzw. mich auf den Beinen zu halten. Ebenso fehlt mir die Luft zu atmen denn die luftnot kommt sobald ich aufstehe. Ich gehe also jeden Tag an meine körperlichen Grenzen und sage mir selbst Immer wieder die Symptome kommen von der Angst... Jedoch mache ich absolut keinerlei Fortschritte.. Im Gegenteil, meine Symptome werden immer schlimmer.

Und Sachen machen an denen man Freude hat oder die einen gut tun ist bei mir z.B auch nicht möglich da ich an nichts mehr Freude habe und mir alles sinnlos und hoffnungslos erscheint. Das ist auch einer der Gründe warum Therapien bei mir nicht anschlagen, ich habe seit Monaten keinerlei Zugriff mehr auf meine Gefühle.. Egal was ich mache. Darunter leide ich auch sehr das ich nichts mehr fühlen kann außer diese Innere Unruhe und Panik..

Und auch ich höre immer nur man muss was machen... Ja aber was soll ich denn noch machen? Ich sehe den Weg... Und freue mich trotzdem über eine Antwort von Dir oder Euch..

x 1 #19118


AntiAD
Zitat von NaNaMi:
@Vendetta1981 soweit verständlich, aber was genau soll man den selber tun? In meinem Fall beispielsweise ist es so das Sport und Bewegung mir noch ...

Nimmst du starke Medikamente? Psychopharmaka oder Benzos?

Ich kenne das was du schilderst, nur war mein depressiver Anteil an der psychischen Krankheit selten so krass wie von dir geschildert.

Meine Anteilnahme zu deinen Leiden sei dir sicher.

x 1 #19119


NaNaMi
Zitat von AntiAD:
Nimmst du starke Medikamente? Psychopharmaka oder Benzos? Ich kenne das was du schilderst, nur war mein depressiver Anteil an der psychischen ...


ganz lieben Dank

Ach an mir wurden ständig irgendwelche Antidepressiva aus sämtlichen Gruppen getestet und entweder haben die alles noch schlimmer gemacht, hatten keinerlei Wirkung oder aber die Nebenwirkungen waren mir zu heftig. Bei Benzos ist es so ähnlich. Ich glaube ich verstoffwechsel die irgendwie anders. Tavor putscht mich auf und hat sonst keinerlei Wirkung und Diazepam wirkt vielleicht eine halbe Stunde.

In meinem letzten Therapiebericht stehen als Diagnosen Schwere Depressive Episode mit psychotischen Phasen, Borderline, Angststörung, Panikstörung, Funktionellen Störung des Herz-Kreislaufsystems und Depersonalisation/ Derealisationsstörung. Die Derealisationsstörung lässt keiner Gefühl zu außer den Zweifel an der Realität und die daraus resultierende Besorgnis dass meine ganze Welt garnicht echt ist. Es handelt sich wirklich um einen Dauerzustand. Seid 8 Monaten empfinde ich absolut NICHTS außer Angst und Sinnlosigkeit. Im März diesen Jahres wurde bei meiner Mama lungenkrebs festgestellt der nicht heilbar ist und mein Stiefvater wurde brutal ermordet und auch bei diesen Ereignissen konnte ich absolut NICHTS empfinden. Keine Trauer etc. Aus diesem Grund sehe ich auch keine Möglichkeit irgendwas zu machen um mich von meinen körperlichen Symptomen abzulenken.. Denn egal womit ich mich beschäftige, ich fühle es nicht..

#19120


A


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Dr. Reinhard Pichler
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