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IchWillPositiv

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Es war keine Panikreaktion sondern ein Infarkt.

Seit gestern ist er wieder auf Station. Es geht im gut. Er soll eventuell Montag nach Hause, sich ein paar Tage erholen und dann zur Klappenerneuerung wieder rein. Im Anschluß zur Reha.

22.06.2019 06:26 • x 2 #21


IchWillPositiv

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Ich schlitter von einer Attacke in die nächste. Gestern morgen hab ich meinen Mann versucht anzurufen. Er geht nicht ran. In 0,nix war ich angezogen und auf dem Weg zum Fahrrad, um zu schauen, was los ist. Noch bevor ich losgefahren bin, ruft er zurück. Er war nur im Bad. Ich hab ihm nix erzählt, dass ich schon fast auf dem Weg war. Er war noch am Überwachungsmonitor, durfte den aber für Toilettengänge abstöpseln. Ich war dann vormittags bei ihm. Alles gut, wir laufen den Flur auf und ab und dass erste Mal seit Wochen ist bei der Wegstrecke (ca. 200m) nicht außer Puste. Wir treffen den Arzt, ich berichte ihm von der positiven Verbesserung, da sagt er, dann soll ich erst mal sehen, wie es sich nach der Klappenerneuerung verbessert. Ich bin dann wieder gefahren, um gegen späten Mittag wieder zu kommen. Das Essen im Krankenhaus ist furchtbar und er soll ja nicht verhungern. Ich komm mit dem Essen ins Zimmer. Bett leer, Fernseher läuft, Monitor weg, Tropf weg. Panik! Ich will schon zu den Schwestern, da werf ich doch erst einen Blick ins Bad, wo er auch ist. Boah, es ist so schlimm. Ich beobachte auch jede Reaktion. Ich hoffe, dass normalisiert sich. Mittlerweile entwickel ich körperliche Symptome. Und in ca. 2 Wochen müssen wir da nochmal durch. Er kommt morgen auf Abruf nach Hause. Wie zügel ich meine Panik?

23.06.2019 07:48 • #22


petrus57

petrus57


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Zitat von IchWillPositiv:
Wie zügel ich meine Panik?


Kannst es ja mal mit Baldrian Hopfen Dragess probieren. Die nimmt meine Frau oft. Helfen ihr ganz gut.

23.06.2019 07:58 • x 1 #23


Icefalki

Icefalki


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Zitat von IchWillPositiv:
Wie zügel ich meine Panik?


Aus jahrelanger Erfahrung weiss ich nur eines: Wenn die Angst einen bestimmten Punkt überschritten hat, hilft nimmer viel, weil man nur noch von Gefühlen gesteuert wird. Und ob nun Angst vor wirklicher Gefahr, oder unwirklicher, die Gefühle dabei sind immer gleich.

Wer Angstpatient ist, hasst diesen Zustand. Und hier liegt unser Problem. Mit Sicherheit würde jeder Angehöriger in dieser Phase Angst empfinden. Das ist normal. Unser Problem ist, dass wir diesen Zustand nicht ertragen können. Zu oft, zu lange schon, fürchten wir diese Gefühle. Sprich, wir leiden dann doppelt. Und das ist unerträglich.

Ich weiss jetzt nicht, ob du schon Medis nimmst. Evtl. Kann du ja mal darüber nachdenken. Wenn nicht, dann wird sich das erst ändern, wenn deutlich positive Nachrichten kommen, sprich, sozusagen genügend Zeit ins Land geht.

In solchen Situationen greifen keine Mechanismen, da eine echte Gefahr besteht und deswegen auch jede Faser in uns getriggert wird, da uns eine positive Einstellung überhaupt nicht mehr gelingt. Das System läuft im Alarmmodus, und kann nicht abgestellt werden.

Kannst eigentlich nur hier schreiben und kannst davon ausgehen, dass du absolut verstanden wirst. Begleiten können wir dich gerne, dir zuhören und Mut zusprechen. Aber die Last wird bleiben, weil sie Wirklichkeit ist und nicht weggeredet werden kann.

23.06.2019 10:09 • x 3 #24


Toni


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Hallo

ich verstehe auch sehr gut wie du dich fühlst, ich bin vor 5 Jahren auch abgedreht als mein Mann mit Verdacht auf HI ins KH kam, war aber nur die Galle, aber auch diese Op war für mich die Hölle. Hier haben sie mir sehr gut geholfen.

Icefalki findet wie immer die richtigen Worte .

Ich rette mich dann immer in Beruhigungsmittel für den Besuch, weil man muß ja funkionieren.

Wie alt bist du denn wenn ich fragen darf ?

Der Mann meiner Nachbarin hat vor 2 M onaten eine neue Herzklappe und gleichzeitig ein Aneurysma abgedichtet bekommen, gestern ist er mit meiner Mann wieder Rad gefahren, ein Radbiatlon, das hätte keiner gedacht, die Ärzte können heute ein Menge man muß auch ein wenig vertrauen. Ja ich weiß leichtet gesagt als getan.

Panik zügeln hm denke ich geht wirklich nicht, wenn sie mal am laufen ist, ist aber nicht schön wenn der Partner das auch noch merkt, ich habe teilweise alleine geheult damals und halt hier geschrieben. Aber leider habe ich es nicht immer geschafft es ihm nicht zu zeigen.

Versuch ihm jeden Tag zu hause was schönes zu kochen jeden Tag bewußt was schönes zu machen und daran zu denken dass es nach der OP noch viel besser wird.

Drücke euch ganz fest die Daumen Toni

23.06.2019 18:52 • x 1 #25


Toni


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Hallo

Will mal fragen wie es euch geht?

LG Toni

27.06.2019 13:39 • #26


IchWillPositiv

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Hallo,

mir und meinem Mann geht es grade sehr gut. Erstaunlich, wie schnell er wieder fit ist und er schafft längere Strecken zu Fuß ohne Atemnot. Aber am 16.8. wird die Klappe gemacht, da ist uns beiden nach den Ereignisse nicht wohl bei.
Ich bin übrigens 53.

07.07.2019 14:29 • #27


Toni


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Super das mit der Klappe wird auch mein Nachbar ist auch wieder fit Ich bin 55 und denke immer ich bin die einzige die in dem Alter sich so anstellt

10.07.2019 12:51 • #28


IchWillPositiv

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Ich halte es kaum noch aus. Mein Partner war immer so positiv und unerschütterlich. Egal welche sch. er durchmachen mußte. Je näher der 16. rückt, je schlechter geht es ihm mental. Ich erkenne ihn kaum wieder. Heute hat er zum ersten Mal gesagt, er hat kein gutes Gefühl für die OP. Da musste ich an mich halten, nicht sofort loszuheulen. Ich hab auch solche Angst und träum so schlimme Sachen, die mir Angst machen. Wie schaff ich es für ihn stark zu sein, wenn ich mich doch am liebsten von ihm trösten lassen würde.

13.08.2019 18:17 • #29


Icefalki

Icefalki


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Ich finde es total normal, dass einem bei sowas buchstäblich der A. rsch auf Grundeis geht, um es mal salopp zu formulieren. Da hilft auch nix, da muss man durch.

Die Angst ist ja begründet. Man kann nur hoffen, beten und bangen und mit nix auf der Welt das weg reden wollen. Steht zu eurer Angst, die ist gerechtfertigt und die würde jeder Mensch auch so empfunden.

13.08.2019 18:31 • x 2 #30


Toni


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Ich kann deine Angst gut verstehen. Einen Tag vor der Op meines Mannes und es war nur die Galle ging es mir genauso und mein Mann war total ruhig. Es gab für mich objektiv keinen Grund so durchzudrehen. Es sind nur unsere Vorstellungen die uns so belasten. Heute ist der 16. und ich denke mal dein Mann ist im Op. Ich hoffe du hast ein Beruhigungsmittel das dir hilft diese Zeit zu überstehen und jemand an deiner Seite aber du kannst natürlich auch dich hier mitteilen. Hast du es mal mit dem Chat versucht? Ich drücke euch die Daumen. Der Mann meiner Freundin ist schon wieder total fit und ganz der Alte,

Liebe Grüße Toni

16.08.2019 08:22 • #31


Elisabeth0705

Elisabeth0705


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Ich denke an Euch!

16.08.2019 11:46 • #32


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Ein Satz mit X.....

Es wurde alles verschoben, da sein Basedow wieder ausgebrochen ist und er den jetzt erst wieder einstellen lassen muss.

Das geht alles so an die Nerven. Aber bei einem TSH-Wert von unter 0,01 machen die nix.

17.08.2019 05:46 • x 2 #33


petrus57

petrus57


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@IchWillPositiv

Ich wollte gestern schon nachfragen wie es deinen Mann geht. Habe es aber sein lassen weil ich dachte, dass dich das vielleicht triggern könnte.

Da haben dich aber wohl meine Gedanken erreicht.

LG Petrus

17.08.2019 07:24 • #34


Icefalki

Icefalki


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Zitat von IchWillPositiv:
Ein Satz mit X.....Es wurde alles verschoben, da sein Basedow wieder ausgebrochen ist und er den jetzt erst wieder einstellen lassen muss. Das geht alles so an die Nerven. Aber bei einem TSH-Wert von unter 0,01 machen die nix.


Und damit mal wieder die Erkenntnis, dass dieses Gedankenkarusell mit der Realität wenig zu tun hat.

Ich weiss, bin ja auch nicht besser, hab es drum auch für mich hier hingeschrieben.

17.08.2019 09:19 • #35


Toni


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Liebe Icefalki,

so ist das, dieses blöde Gedankenkarusell

Weiterhin alles gute Euch zwei, fühle mit euch.

Liebe Grüße T oni

19.08.2019 10:58 • x 1 #36


IchWillPositiv

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Ich bin wieder in einem totalen Loch. Heute ist mein Urlaub zu Ende und ich bin 0 erholt. Im Gegenteil. Seit gestern hab ich noch nen Magen-Darm-Virus. Meine Angst ist allgegenwärtig. Ich weiß nicht, wie lange es noch dauert, bis die OP gemacht werden kann. Ich habe solche Angst ihn zu verlieren.

23.08.2019 07:56 • #37


Toni


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Ich kann dich so gut versehen, Arbeiten war für mich damal auch sehr anstrengend.

Versuche dich so gut es geht abzulenken.


Ich nehme seit ein paar Wochen Rosenwurz hat mir meine Frauenärztin empfohlen, da ich durch meine Mutter ja auch im Dauerstreß bin, es scheint mir zu helfen.

Toni

29.08.2019 17:56 • #38


IchWillPositiv

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Es ist so zermürbend. Die Tabletten für die Schilddrüse scheinen nicht wirklich ihren Job zu machen. Es ist ein Auf und Ab. Mal geht es ihm relativ gut, und es keimt Hoffnung auf, am nächsten Tag geht es dann wieder schlecht.
Ich bin so hilflos, kann nicht tun, außer zu ihm zu stehen. Er wird nur zusehends depressiver, dass kenn ich gar nicht. Ich hab Angst, dass er aufgibt. Ich bin so erschöpft.

22.09.2019 17:22 • #39


Toni


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Das tut mir leid versuche trotz allem mal eine Ruhepause für dich zu finden vielleicht gibt es ja eine Freundin mit der du mal Kaffee trinken kannst oder raus in die Natur gehen kannst dich mal ablenken du kannst es nicht ändern nur annehmen so hart es ist es steht nicht in deiner Macht und es nützt niemandem wenn es dir auch noch schlecht gehr. Hast einen Therapeuten? Liebe Grüße Toni

23.09.2019 12:42 • #40



Dr. Christina Wiesemann


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