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K
Hallo Miteinander,

Ich würde mich freuen wenn es hier Leute gibt die ihre Panikstörung überwunden haben und eventuell ein völlig normales Leben führen. Mich würde interessieren, wie lange ihr es gehabt hat, was die größten Schwierigkeiten waren und wie ihr sie los bekommen habt.

Ich persönlich hab es nach fast 10 Monaten geschafft aus meiner Panikstörung raus zu kommen und konnte 3 Monate lang fast problemlos wieder arbeiten bis mich die Panik eingeholt hat. Aktuell bin ich seit 6 Wochen wieder krankgeschrieben mit verstärkten Symptomen. Eine sehr große Angst von mir ist das es nie mehr weg geht, da viele Leute schreiben das sie es seit 7, 14 oder 20 Jahren haben. Da her bin ich auf der Suche nach hoffentlich vielen Leuten die heute drüber lachen können.

21.05.2024 03:07 • 21.05.2024 #1


6 Antworten ↓


anonymb
@KLI Es ist immer schwierig zu sagen das man eine Panik-Angststörung heilen oder loswerden kann.
Klar gibt es viele die es geschafft haben aber meistens ist es der fall das man lernen muss damit umzugehen.
genau das sind dann die Leute die diese seit 7, 8 oder 20 Jahren haben. Es kommt auch immer drauf an wie schnell man was unternimmt wie viel Hilfe einem zusteht usw. Also desto früher desto besser

Du erzählst das du es schon einmal geschafft hast aus diesem Loch raus zu kommen, ein Beschwerden freieres Leben geführt zu haben. Ist doch toll, also warum solltest du es nicht noch einmal schaffen können?

Wenn du es wirklich willst und klar ist es nicht leicht dann wirst auch du lernen damit umgehen zu können.

Ich wünsche dir alles gute und das du deinen frieden wieder bekommst. Halt nur durch!

21.05.2024 03:27 • x 2 #2


A


Geheilte Panikstörung

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K
@anonymb vielen Dank für deine Antwort. Ja ich habe es einmal für 3 Monate geschafft. Allerdings war das Leben die 3 Monate eigentlich nur arbeiten und kein Leben als ich nach 3 Monaten mal wieder mit Freunden feiern gehen wollte weil ich mich sicher gefühlt habe, ging alles in die Hose und hat zu dem Loch geführt in dem ich jetzt bin. Aber klar aufgeben ist keine Option.

21.05.2024 03:32 • #3


anonymb
@KLI Hast du denn irgendwie vor in Therapie zu gehen? Alleine ist es immer besonders schwierig und wie du siehst ja auch nicht ausreichend.

21.05.2024 03:39 • #4


K
@anonymb ich gehe aktuell seit knapp 6 Monaten in Therapie. Hatte die große Hoffnung das ich damit umgehen kann oder es ganz verschwindet, allerdings fruchtet es nicht so wirklich. Meine Therapeutin meinte das ich auch etwas abweiche von vielen anderen Panikpatienten was es so schwer macht.

21.05.2024 04:10 • #5


anonymb
@KLI Ist schwierig, bei vielen Angstpatienten weiß man auch meist nicht wo die Angst überhaupt herkommt. So ist es bei mir auch, ich hatte nie einen bekannten Auslöser. Genau diese Art von angst ist ziemlich schwierig weil man dort echt tief graben muss. Fakt ist, es gibt für alle Ängste einen Grund. Selbst wenn dieser nicht sichtbar ist.

21.05.2024 04:36 • #6


moo
@KLI Lachen kann wohl niemand über eine durchstandene Panikstörung. Viele knabbern auch zeitlebens an nur einer einzigen Panikattacke.

Zitat von KLI:
Allerdings war das Leben die 3 Monate eigentlich nur arbeiten und kein Leben als ich nach 3 Monaten mal wieder mit Freunden feiern gehen wollte weil ich mich sicher gefühlt habe, ging alles in die Hose und hat zu dem Loch geführt in dem ich jetzt bin.

Dann würde ich das Feiern mal genauer anschauen. Normalerweise gibt man beim Feiern gewissermaßen absichtlich Sicherheit ab. Der Sinn des Feierns (so wie ich ihn sehe) ist ja, eine zeitweilige Abgabe von Zuständigkeit und Verantwortung, meist kombiniert mit einem gezielten Vergessen von Unerfreulichem usw. Oft funktioniert das nur unter Zuhilfenahme von Rauschmitteln oder zumindest zweifelhaften Stimulanzien. Sex wird z. B. auch gerne dafür missbraucht oder auch riskante Sportarten.

All diesem ist ein über-die-Stränge-schlagen-Gefühl inhärent. Und genau hier manifestieren sich gerne Panikattacken. Wahlweise auch kurz nach dem Exzess.

Ich würde mir, vielleicht zusammen mit Deinem Therapeuten, Gedanken darüber machen, woher die Feierlaune rührt. Versuche dabei, das Feiern nicht automatisch als normal und schön zu sehen sondern - zumindest mal hypothetisch - als Flucht, Ausgleich zu... oder gar als Mittel des Missbrauchs.

Lebensfreude wird oft mit Feiern, Ausgelassenheit, Urlaub, Orgie etc. gleichgesetzt. Ich z. B. habe nahezu vom 21sten bis zum 35sten Lebensjahr durchgefeiert - bis mich die erste Depression an die Wand der Tatsachen des Lebens stellte. Ängste und Panikattacken folgten.

Testfragen: Kannst Du Dir ein erfülltes Leben ohne Feiern vorstellen?
Wenn nicht, warum?

21.05.2024 07:20 • x 1 #7





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