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Hi Leute
Ich war vor 3 Wochen stationär in einer psychosomatischen Klinik. Hab aber nach 2 Wochen abgebrochen weil ich es dort nicht ausgehalten habe. Deswegen überlege ich mir in eine tagesklinik zu gehen. Weil ich eher ne strukturierte Tagesstruktur brauche als ständig herumzusitzen und überlegen warum ich diese Panikattacken habe. Was in meiner aktuellen Lebensituation leider so ist.

Seid dem Klinikaufenthalt habe ich erfahren das ich Angst habe die Kontrolle über mich sowohl über Situationen zu verlieren. Insbesondere die Angst vor psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie oder Bipolar die auch eine Art kontrollverlust zur Folge haben. Durch die Derealisationen habe ich ständig das Gefühl die Kontrolle über mich zu verlieren. In letzter Zeit habe ich mir vorgenommen meinen Ängsten zu stellen und bei jeder aufretenden Derealisation oder fremden Gefühl es einfach so zu akzeptieren und nicht in eine Gedankenspirale zu rutschen. Soweit so gut. Gestern hatte ich mich genauso sorgenfrei und optimistisch gefühlt wie vor dem Ausbruch meiner Angststörung. Nur bin ich an manchen Tagen richtig hyperaktiv und aufgrund dessen denke ich ich wäre Bipolar weil ich ständig das Gefühl habe irgendwie abzuheben. Also das ich gerade in einer Manie drinnen bin.

Kennt das von euch jemand während einer Angstphase hyperaktiv zu werden und das Bedürfnis zu haben herumzuspringen oder zu rennen weil irgendwie das Gefühl da ist als ob irgendwas raus möchte ? Kann man das schon als innere Unruhe beschreiben ?

Wie gesagt ich versuche im Moment meine Angst vor Kontrollverlust in den Griff zu bekommen in dem ich diese akzeptiere und und mir weiterhin keine Gedanken mehr darüber mache. und soweit klappt es auch gut.

Gruß ig

17.02.2016 17:01 • 19.02.2016 #1


6 Antworten ↓


Hallo igormane!

Willkommen im Club!
Das, was Du beschreibst, mach ich schon ziemlich lange durch, wobei ich auch immer mal wieder gute Phasen habe.
Ich weiß nicht wie Dein Englisch ist, aber ich würde Dir sonst mal einen Fachtext zukommen lassen, in dem Du Dich wahrscheinlich sehr gut wiederfinden würdest. Handelt von dem Zusammenhang zwischen einer Angststörung und Dissoziationen à la Derealisation oder Depersonalisation, inkl. Vorschlägen wie man das Problem angehen sollte.
Auch bei mir ist die Hauptangst die Kontrolle zu verlieren, meistens in Hinblick darauf den Verstand zu verlieren, schizophren oder manisch oder weiß der Geier was zu werden.
Das geht soweit, dass ich Angst bekomme, wenn es mir mal halbwegs gut geht und ich mich dann innerlich über irgendetwas amüsiere. Dieses Gefühl von Freude muss ich dann erstmal auseinanderklabüstern und darauf abklopfen, ob das normal ist oder irgendwie manisch. Manchmal hab ich auch Zustände in denen ich lachen und heulen gleichzeitig könnte. Kaum zu beschreiben, aber auf jeden Fall unglaublich unangenehm.
Erzähl doch mal ein bisschen von Dir. Wie alt bist Du, was machst Du so, wenn Du nicht gerade über Deine Psyche nachdenkst, hast Du schon irgendwas gefunden, was Dir manchmal ein bisschen hilft?


Liebe Grüße,
Markus

18.02.2016 11:57 • #2



Gefühl abzuheben und Hyperaktivität - angst vor Manie

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Hi Markusbr

Ja genau die Sache mit dem verstand zu verlieren ist echt eklig. Vorallem wird das durch die Derealisationen nochmal verstärkt.

Also ausgelöst oder hochgeholt wurde dies durch ein zu krasses Canna. erlebnis was in Panik ausartete. Und das war mein aller erster Canna.. Und ich bin aktuell 23 jahre alt. Und angefangen hat das alles mit 21.
Wenn ich mal nicht über meine Psyche nachdenke dann beschäftige ich mich mit Politik oder Sport. Ich hab noch ein großes Interesse an Pharmazie und Dro.kunde. Deswegen lese ich mich viel in dem Thema Canna. als Medizin ein. Was manchmal aber leider in einen Teufelskreis ausartet. Wie gesagt Sport und Politik bieten da eine sehr gute Ablenkung.
Aktuell bin ich Student auf der suche nach dem richtigen Studiengang. Pharmazie wäre am besten.
Dem Englischen bin ich sehr gut mächtig. Wäre sehr dankbar wenn du mir den genannten Fachtext zukommen lassen könntest.

Gruß ig

18.02.2016 12:42 • #3


Hey igormane!

Hier der Text: https://www.researchgate.net/publicatio ... ualisation


Liebe Grüße,
Markus

18.02.2016 13:15 • x 1 #4


Juss
Moin,

ich habe seit ein paar Wochen auch wieder mit Angststörungen und damit verbundener Derealisation zu kämpfen. Das ist verdammt anstregend und kam einfach so, nach fast 3 Jahren, wieder auf. Habe leider grad sehr viel für das Studium zu tun und müsste eigentlich perfekt funktionieren, leider schränkt es mich aber ein und das sorgt für noch mehr Panik. In muss dann oft die Gedanken niederkämpfen, alles sei unwirklich und das Leben sinnlos. Dabei bin ich eigentlich ein sehr lebensfroher Mensch, ich liebe das Leben, meine Freundin und hänge gern mit Freunden ab. Aber im Moment fühle ich mich einfach komplett hilflos. Also, ich fühle da mit dir. Müssen uns vor Augen halten, dass wir da wieder rauskommen, auch wenn es echt schwer fällt. Ich werde wohl nochmal versuchen, eine Therapiestelle zu bekommen ,auch wenn das als Kassenpatient natürlich sehr schwierig ist. Aber ich habe es schon zwei Mal geschafft, aus sowas rauszukommen, dann schaffe ich es wohl auch noch ein drittes mal, das könnte dir auch helfen.
Werde mir den Text bei Zeiten auch nochmal ansehen

18.02.2016 14:23 • #5


Hey Ihr Zwei!

Kleiner Tipp bzgl. Therapiestelle: Bei mir (Hamburg) an der Uniklinik gibt es ein Institut für Psychosomatik. Hab dort jetzt bereits zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden einen Therapieplatz bekommen. Diesmal sogar bei einer Frau Doktor der Psychologie.
Erstaunt darüber, dass das so schnell geht hab ich sogar mal nachgefragt, ob das so üblich ist. Antwort war ja, wir sind personalmäßig so gut ausgestattet, dass wir jedem innerhalb von 1 Woche einen Psychotherapieplatz anbieten können.
Wenn Ihr also in oder in der Nähe einer Stadt mit Uniklinik wohnt versucht's mal da. Ich weiß von einer Freundin, dass es in Kiel genauso problemlos ist.

18.02.2016 19:33 • #6


Juss
Danke für den Tip Wohne zwar nicht in Hamburg, aber auch im Norden

19.02.2016 19:44 • #7




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