Pfeil rechts

Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich leide an einer Panikstörung und nehme jetzt seit ca. 6 Wochen Citalopram. Ich muss dazu sagen, es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich Antidepressiva nehme, ich habe also keinerlei Erafrung damit. Ich bin sehr optimistisch an die ganze Geschichte rangegangen und war eigentlich der festen Überzeugung, dass die lästigen Nebenwirkungen der ersten Wochen sich irgendwann legen würden.

Neben der Tatsache, dass ich mich zwar grundsätzlich nun ausgeglichener und stabiler fühle habe ich allerdings schon relativ schnell von 20mg auf 10mg Citalopram reduziert, weil ich das Gefühl hatte das mich 20mg einfach umhauen. Ich konnte wochenlang überhaupt nicht mehr schlafen und mir ging es irgendwie schlechter als vorher, schwer zu beschreiben.

Mit der 10mg Dosis hat es sich jetzt so eingependelt, dass ich zwar immer noch nervös und ängstlich bin teilweise aber das finde ich in Ordnung so. Dazu habe ich aber immer noch zahlreiche lästige Nebenwirkungen oder Probleme, die ich ohne das Medikament überhaupt nie hatte. Manche Kleinigkeiten wie extremes Schwitzen und mangelnde Libido kann ich ja noch verschmerzen aber ich kann nach wie vor keine einzige Nacht mehr durchschlafen (was manchmal sehr zermürbend sein kann) und ich habe ab und an seltsame "Erschöpfungsanfälle" wo mir auf einmal alles zuviel wird und ich mich einfach hinlegen muss, alles Dinge, die ich vorher absolut gar nicht hatte. Ich habe ein sehr gutes Körpergefühl und weiss einfach, dass das Dinge sind, die durch das Medikament hervorgerufen werden und keine anderen, ich sag jetzt mal durch Belastung hervorgerufenen Symptome.

Ich frage mich daher langsam, ob das "Kotzen-Nutzen" Verhältnis überhaupt noch gegeben ist, wenn ich für die etwas reduzierte Angst dafür plötzlich zahlreiche andere "Probleme" in Kauf nehmen muss, sprich, ob Citalopram wirklich das richtige Medikament ist für mich? Bevor ich also einen Termin bei meinem Arzt mache, wollte ich mich hier mal umhören wie so eure Erfahrungen und Meinungen dazu sind, würde mich also sehr über feedback freuen

25.09.2011 14:27 • 01.10.2011 #1


4 Antworten ↓


Hallo,

selber fand ich Citalopram zwar recht verträglich, aber bei Dir handelt es sich nach sechs Wochen sicher nicht mehr um die üblichen Nebenwirkungen zu Beginn der Einnahme. Da Deine jetzige Dosis sehr gering ist und trotzdem Schwierigkeiten auftreten, könnte man wirklich daran denken, was anderes auszuprobieren. Es kommt oft vor, dass es mit einem Präparat Probleme gibt und ein anderes gut vertragen wird.

Es ist wohl fast immer eine Abwägung zwischen erwünschter Wirkung und Nebenwirkung. Ich nehme deshalb nur noch gezielt und selten gegen Schlafstörungen etwas ein, hatte aber früher Phasen, wo es fast nicht anders ging.

Grüße

pc

25.09.2011 17:26 • #2



Frage zu Citalopram

x 3


Strand
Hallo,

ich nehme schon seit fast einem Jahr Citalopram 20-30mg.
So wie Du es beschreibst denke ich auch dass das Citalopram vielleicht nicht ganz das richtige ist. Nach sechs Wochen bei so einer geringen Dosis dürftest Du nichts mehr merken.
Ich war allerdings auch lange immer supernervös und zappelig und weiß nicht ob das vom Cita kam.
Ganz wichtig ist das Cita morgens zu nehmen! Weil es anregend wirkt.
Am besten sprichst Du mal mit Deinem Psychiater.
Am besten ist es sowieso zu probieren es ohne Medis zu schaffen, dann sparst Du Dir den Ausschleich-Ärger

Alles Gute!

LG
Strand

26.09.2011 22:20 • #3


Danke für eure Antworten. Ich hatte heute einen Termin bei meinem Psychiater und werde erst mal auf Sertralin umgestellt jetzt. Falls ich dann keine "Verbesserung" bemerke, hat er gesagt dass ich es einfach lassen soll mit den Medikamenten weil ich diese Medikamentengruppe nicht vertrage und er dann nicht auch noch eins aus einer anderen Gruppe probieren würde. Es hat bisher ja auch ohne geklappt aber ich wollte nicht sofort "aufgeben" und noch einen zweiten Versuch starten und den Medis eine Chance geben. Danke also soweit für eure Einschätzungen

29.09.2011 20:04 • #4


hi du,

also ich hab das medi mal 2 jahre genommen und gut vertragen. dann wieder 1 jahr abgesetzt und dann sollte ich es wieder nehmen. und beim 2. mal ging es gar nicht.

ich hatte bluthochdruck, schweißausbrüche, herzrasen und eine eklige innere unruhe. diese nebenwirkungen hatten meine panik eher gefördert- daher haben wir es wieder abgesetzt.

das ist ja ein stimmungs stabilisierer und soll gegen antriebslosigkeit wirken. ergo puscht es, innerlich und macht diese schönen nebenwirkungen.

man sagt, die sollten nach spätestens 8 wochen weg sein. wenn die nebenwirkungen bleiben, sollt man absetzen und was neues probieren. aber langsam ausschleichen. das medi hats in sich.nur wenn es mit dem arzt besprochen ist-

aber ich kenne viele, die mit dem medi nie klar gekommen sind und keinen, der es noch nimmt... spricht nicht so ganz dafür

01.10.2011 00:37 • #5




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Hans Morschitzky