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Hallo
Ich würde euch gerne Mal Fragen ob sich eure Wahrnehmung während einer Panikattacke irgendwie verändert.
Bei mir kommt zu meinen Panikattacken in letzter Zeit nämlich manchmal noch eine veränderte Wahrnehmung dazu. Der Raum kommt mir dann größer/kleiner oder Menschen größer/kleiner, näher oder weiter weg vor.
Dazu kommt dieses Unwirklichkeitsgefuhl.
Geht es jemandem von euch ähnlich? Hab nämlich langsam echt Angst einfach nur verrückt zu werden

22.10.2018 12:44 • 22.10.2018 #1


17 Antworten ↓


Melyra
Hallo Lou,

das ist bei Panikattacken ganz normal, da sich dein Körper dabei auf Kampf/Flucht einstellt. Das heißt, deine Sinne funktionieren in dem Moment besser, damit du mögliche Gefahren schneller ausmachen kannst.

Lieben Gruß
Mel

22.10.2018 13:00 • x 1 #2



Eure Wahrnehmung während einer Panikattacke

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Zitat von Melyra:
Hallo Lou,

das ist bei Panikattacken ganz normal, da sich dein Körper dabei auf Kampf/Flucht einstellt. Das heißt, deine Sinne funktionieren in dem Moment besser, damit du mögliche Gefahren schneller ausmachen kannst.

Lieben Gruß
Mel


Vielen Dank für deine Antwort!

22.10.2018 13:27 • #3


Schlaflose
Zitat von LouM:
Der Raum kommt mir dann größer/kleiner oder Menschen größer/kleiner, näher oder weiter weg vor.
Dazu kommt dieses Unwirklichkeitsgefuhl.


Das nennt sich Derealisation/Depersonalisation und ist häufig eine Begleiterscheinung bei Ängsten. Das haben hier viele. Kannst ja mal die Begriffe bei der Suche eingeben.

22.10.2018 14:48 • x 1 #4


kleiner
Bei mir ist es so, das ich oft dachte der Boden schwankt.
Ich atme auch falsch und werd dann benebelt.

22.10.2018 15:08 • #5


Zitat von Schlaflose:

Das nennt sich Derealisation/Depersonalisation und ist häufig eine Begleiterscheinung bei Ängsten. Das haben hier viele. Kannst ja mal die Begriffe bei der Suche eingeben.


Danke für deine Antwort. Ich habe mich auch schon viel mit dem Thema Derealisation/ Depersinlisation beschäftigt. Aber dass mir einen Raum oder eine person als kleiner/größer vorgekommen ist hat sich erst innerhalb der letzten Wochen gezeigt. Es war schon ansatzweise vorher da, aber ist auf jeden Fall stärker geworden, deswegen wollte ich im Forum Mal nachfragen ob es jm mit Angststörung auch so geht.
Ist aber auch immer sehr an die Angst gekoppelt, wenn die Angst geht verändert sich auch die Wahrnehmung. Das müsste hoffentlich ein Zeichen dafür sein, dass ich nicht psychotisch werde . ...leider fühlt es sich ja manchmal so an wie als wäre ich auf den Weg dahin.

22.10.2018 18:05 • #6


Zitat von kleiner:
Bei mir ist es so, das ich oft dachte der Boden schwankt.
Ich atme auch falsch und werd dann benebelt.



Das kenne ich leider nur zu gut das war das erste Symptom meiner Angststörung, war deswegen so oft beim Arzt weil ich gedacht habe dass ich eine Kreislauf Erkrankung haben muss, war aber immer alles in okay ...

22.10.2018 18:06 • #7


Safira
Also ich war überzeugt davon jetzt verrückt zu werden bzw den Verstand zu verlieren.
Das war der reinste Alptraum

22.10.2018 18:13 • #8


Zitat von Safira:
Also ich war überzeugt davon jetzt verrückt zu werden bzw den Verstand zu verlieren.
Das war der reinste Alptraum


So geht es mir leider auch oft. Aber bis jetzt bin ich es noch nicht geworden
Habe aber gemerkt dass die Angst verrückt zu werden bei Menschen mit Angststörungen echt weit verbreitet ist

22.10.2018 18:20 • #9


Jungspund
Meine Wahrnehmung verändert sich auch stark... Sie verschwindet während meiner Panikattacke wohl...
Mein Körper wird taub, ich spüre nichts mehr, ich nehme nicht mehr viel wahr... nur noch ich meine Angst und mein "kranker Körper".
Andere Menschen können um mich rumwuseln und ich kann mich auf niemand mehr konzentrieren.
Und nach je nach schwere der Attacke folgt auf den darauffolgenden Tagen ein Gefühl der Unwirklichkeit.

Ist das irgendwann überwunden geht langsam wieder die Sonne in meinem Kopf auf Bis zur nächsten Panikattacke.

22.10.2018 19:13 • x 1 #10


Zitat von Jungspund:
Meine Wahrnehmung verändert sich auch stark... Sie verschwindet während meiner Panikattacke wohl...
Mein Körper wird taub, ich spüre nichts mehr, ich nehme nicht mehr viel wahr... nur noch ich meine Angst und mein "kranker Körper".
Andere Menschen können um mich rumwuseln und ich kann mich auf niemand mehr konzentrieren.
Und nach je nach schwere der Attacke folgt auf den darauffolgenden Tagen ein Gefühl der Unwirklichkeit.

Ist das irgendwann überwunden geht langsam wieder die Sonne in meinem Kopf auf Bis zur nächsten Panikattacke.


Das kenne ich.... Kann mich dann auch auf kein Gespräch mehr konzentrieren. Auch das Unwirklichkeitsgefühl kenne ich.
Aber kommt es bei deinen Panikattacken auch vor, dass die Gegenstände weiter weg vorkommen oder der Raum größer/kleiner?
Danke für deine Antwort

22.10.2018 20:15 • #11


Safira
Also ich bin ja schon frustriert wenn ich im immer lese das Angststörung sehr gut behandelbar sind. Ich möchte das ja gerne glauben aber das was ich hier alles so mitbekomme und auch von den tollen Therapeuten verliere ich da wirklich die Hoffnung.

22.10.2018 22:05 • #12


Ich habe das nicht nur bei Panikattacken, sondern den ganzen Tag seit 4 Jahren und wenn die Ängste stärker sind und während Panikattacken halt nochmal verstärkt. Auch Sehstörungen, Tunnelblick und anderes.

22.10.2018 22:45 • #13


Safira
Omg aber der Vorteil ist ja dass man sich tatsächlich an so einen Zustand halbwegs gewöhnen kann. Wenn er sich nicht auf und ab bewegt. Aber jetzt mal ehrlich wie hältst du das aus

22.10.2018 22:48 • #14


Frage ich mich auch. Es ist schlimm. Ich habe auch viel abgenommen. Das Problem ist, ich traue mich an Medikamente nicht mehr dran, weil ich sofort Panikattacken bekomme. Habe heute erfahren, dass mich die Traumaklinik anscheinend abgelehnt hat. Habe da jetzt anderthalb Monate umsonst auf Nachricht gewartet.

22.10.2018 22:51 • #15


Safira
Zitat von Crazy-Monkey:
Frage ich mich auch. Es ist schlimm. Ich habe auch viel abgenommen. Das Problem ist, ich traue mich an Medikamente nicht mehr dran, weil ich sofort Panikattacken bekomme. Habe heute erfahren, dass mich die Traumaklinik anscheinend abgelehnt hat. Habe da jetzt anderthalb Monate umsonst auf Nachricht gewartet.

OMG

Mit Medis gets mir ganz genauso.

Gab es eine Begründung für die Ablehnung,

22.10.2018 23:04 • #16


Zitat von Safira:
OMG

Mit Medis gets mir ganz genauso.

Gab es eine Begründung für die Ablehnung,

Wie geht es dir dann ohne? Aber bei mir war es mit auch nie ganz weg, aber viel besser vor allen Dingen mit den Depris.

Ich habe heute nur mit der Sekretärin gesprochen, der Arzt ruft mich vielleicht morgen zurück und hat meinem Psychiater geschrieben, ich soll ambulante Therapie machen. Voll der Witz, weil ich ja beim Beratungsgespräch bereits sagte, dass ich anderthalb Jahre warten muss und bis dahin nur 3 Stunden im Quartal hingehen kann. Ich frage mich gerade, wozu ich da zweimal ne Stunde angetanzt bin. Meine Therapeutin , die es empfahl, hat er auch nicht angerufen, wie besprochen...

22.10.2018 23:17 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Safira
Welche Klinik war das?

22.10.2018 23:19 • #18



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Dr. Christina Wiesemann