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201415.04




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Also eins vorweg: Ich finde den Notfallkoffer eine gute Sache und hab auch im Laufe meiner Krankheit einige Helferchen ausprobiert.
Kaugummi kauen, Wasserflasche / Handy mitnehmen usw.

Was mir gerade durch den Kopf geht ist: Wie passt das mit der Konfrontation zusammen?

Mir wurde eingetrichtert das Helferlein, egal welcher Art. Ob nun Medikamente, Kaugummi oder das Handy "böse" Dinge sind die verhindern sich auf Angst einzulassen. Das bedeutet, lass alles zuhause was du als Helferlein ansiehst. Kein Kaugummi, kein Handy, Auto fahren gibt's nicht.- Fahr mit dem Bus oder laufe.
"Unterwegs was trinken oder Essen?"- "Lass es, lenkt nur ab." "Andere Menschen essen oder trinken auch mal was wenn sie unterwegs sind." - Die anderen haben auch keine Angststörung. Also dürfen die das. Du nicht." (So ungefähr sind dann die Argumente.)

Mich verwirrt das ziemlich.
Ist wirklich alles was als Helferlein zählt "böse" und kontraproduktiv?
Wie denkt ihr darüber?

Auf das Thema antworten

6 Antworten ↓



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  15.04.2014 13:32  
Ne ich denke das ist nicht kontraproduktiv!
In einer therapie bekommt man notfallmedikamente um, wenn die angst extrem wird, einen rettungsanker zu haben!
Das finde ich sogar recht gut! Wenn es einem hilft sich der situation besser auszusetzen wenn man kaugummi etc dabei hat. wieso nicht?
Gift fürs gesundwerden ist meiner meinung NUR vermeidung!



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  15.04.2014 14:14  
Ich bin nicht der meinung das so kleine Helferlein kontraproduktiv sind.

Denn jeder nicht " angsthase" hat auch sein handy, kaugummis pder sonst was dabei. Ich zum beispiel habe seit ich mein erstes handy habe immer dabei und damals hatte ich auch noch keine angststörung.
Ich habe auch immer dextrose bonbons dabei und eine kleine wasserflasche dabei.

Mein therapeut sagt immer, solange man sich nicht von den helferlein abhängig macht ist alles ok. rManche geraten ja erst recht in panik wenn sie mal eine sache vergessen haben, dann sind sie aber schon abhängig von den helferlein und denken das sie wenn sie jetzt in panik oder angst geraten ohne diese situation ohne helferlein nicht schaffen. Dann ist es schon kontraproduktiv. Aber wenn sie nir als stütze genommen werden ist alles ok. Sonst dürfte man ja auch keine medis nehmen, ist ja auch ne hilfe.



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  15.04.2014 14:16  
Genau der meinung bin ich auch! Wusst nur ned wie ich das erklären soll





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  16.04.2014 10:30  
Hmmm...ich grübel gerade echt darüber nach warum dass bei mir so verteufelt wurde. Als würde ich was total schlimmes machen und ein Kaugummi oder mal Auto fahren eine Heilung verhindern.



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  16.04.2014 13:28  
Ich weiß es auch nicht, aber im prinzip ist es doch auch nicht gut UNFREI zu sein.
Wenn du auto fahren willst, nicht aus vermeidung, sondern weil du einfach mal fahren magst, mach es!
Wenn du ein kaugummi hilft, du aber auch ohne ausm haus kannst, kau nen kaugummi.
Wenn du unterwegs hunger hast, iss!
Das wichtige ist doch, das du ein natürliches leben ohne einschränkungen lebst, das ist der schlüssel der heilung



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  16.04.2014 14:54  
Ich hab das in der Reha auch eingetrichtert bekommen. Desdo mehr Sicherheit, desto unsicherer wird man. Und das stimmt auch, aber ich nehme lieber Wasser, Handy und Tavor mit eh ich gar nicht raus gehe. Vor dem Rückfall als es mir recht gut ging brauchte ich diese Sachen nicht mehr, aber jetzt wo es wieder schlimm ist nehme ich sie mit. Sonst würde ich das Haus nicht verlassen, aber umso mehr Selbstvertrauen man wieder hat, umso weniger braucht man die Helfer.

Ich habe aber auch gerade keine kraft mich endlos zu konfrontieren. Deshalb bin ich vorsichtig und steigere nur langsam den weg durch die Panikattacken.



Dr. Reinhard Pichler

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