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soleil
Bei mir war der Auslöser auch ein bzw. mehrere traumatische Erlebnisse. Nach dem Trauma war die DR/DP ganz schlimm, kaum zum aushalten. Doch es wurde mit der Zeit immer besser. Heute leide ich längst nicht mehr so schlimm darunter wie anfangs, verschwunden ist es aber nicht. Machst du denn noch Therapie?

28.02.2020 13:59 • x 1 #301


Ich lebe bis nächste Woche Samstag noch in einem betreuten Wohnen.. Ziehe in meine eigene Wohnung.. Ich hätte mit überlegt einen Psychologen mit ein zu beziehen... Jedoch könnte mich das ziemlich stark aus der Bahn werfen da ich mitten in den ganzen Prüfungen stecke...
es gibt Tage da finde ich 3s einfach verschickt dieser konstante Zustand. Dann gibt es Tage da geht es ganz gut... Dann gibt es Tage wie heute an denen ich jede Minute dran denke im Nächsten Moment komplett durchzustehen oder wahnsinnig zu werden.

28.02.2020 23:10 • #302



Hallo Artin,

Erfahrung mit Depersonalisation / Derealisation was hilft

x 3#3


soleil
Na ja, so schnell dreht man nicht durch oder wird wahnsinnig.
Wie kommt es, dass du vom Betreuten wohnen jetzt in deine eigene Wohnung ziehst?
Wirst du dann überhaupt nicht mehr betreut oder eben nicht mehr so intensiv?
Ich würde dir schon raten, dir psychologische Hilfe zu suchen. Du hast da doch scheinbar einiges aufzuarbeiten.
Wie kommst du darauf, dass dich das ziemlich aus der Bahn werfen könnte, da du gerade mittendrin in den Prüfungen steckst?

29.02.2020 07:11 • #303


Zitat von soleil:
Na ja, so schnell dreht man nicht durch oder wird wahnsinnig.Wie kommt es, dass du vom Betreuten wohnen jetzt in deine eigene Wohnung ziehst?Wirst du dann überhaupt nicht mehr betreut oder eben nicht mehr so intensiv?Ich würde dir schon raten, dir psychologische Hilfe zu suchen. Du hast da doch scheinbar einiges aufzuarbeiten.Wie kommst du darauf, dass dich das ziemlich aus der Bahn werfen könnte, da du gerade mittendrin in den Prüfungen steckst?





Na dieses Trauma etc. Was man wirklich noch näher bearbeiten sollte, könnte mich eben von meinen Prüfungen ablenken, weil ich genau weiß das ich dann nur noch damit beschäftigt bin...

Naja das war jetzt Etappen weise die Therapie, next step ist Auszug aus dem ABW und in mein eigenes kleines Reich..

29.02.2020 08:04 • #304


soleil
Zitat von SinS:
Na dieses Trauma etc. Was man wirklich noch näher bearbeiten sollte, könnte mich eben von meinen Prüfungen ablenken, weil ich genau weiß das ich dann nur noch damit beschäftigt bin...Naja das war jetzt Etappen weise die Therapie, next step ist Auszug aus dem ABW und in mein eigenes kleines Reich..

Dann erst mal die Prüfungen durchziehen. Die Therapie läuft ja nicht weg. Eines nach dem anderen.
Schicke dir mal einen Link zur DR/DP
https://www.netdoktor.de/krankheiten/depersonalisation/

29.02.2020 08:22 • #305


Zitat von soleil:
Dann erst mal die Prüfungen durchziehen. Die Therapie läuft ja nicht weg. Eines nach dem anderen. Schicke dir mal einen Link zur DR/DP



Vielen lieben Dank für dein offenes Ohr !
<3

02.03.2020 14:28 • #306


VeitFluffy

14.03.2020 15:53 • #307


Luna70
Du warst wahrscheinlich sehr konzentriert und quasi geistig "abgetaucht" in die Welt des Buches und es fiel dir schwer in die Realität zurückzukommen. Mir geht das manchmal ähnlich, wenn ich ein spannendes Buch zu Ende gelesen habe, da fällt man irgenwie in ein Loch, wenn die Spannung plötzlich abfällt.

15.03.2020 10:15 • #308


soleil
Zitat von VeitFluffy:
"Das glückliche Gehirn" von Daniel G. AmenIch finde es gut und ich habe total die Zeit verloren dabei :'D Jetzt fühle ich mich total derealisiert und aufgewühlt. kalte Hände etc. Kennt ihr sowas?

Das ging mir auch schon so. Vor allem wenn ich stundenlang spannende Krimis gelesen habe.
Oder auch nach Kinobesuchen, wenn mich der Film gefesselt hat. Da bin ich dann raus aus dem Kino und mir kam die ersten Minuten die Welt da draussen ziemlich unwirklich vor. Also das ist nichts aussergewöhnliches was du da erlebt hast.

15.03.2020 10:23 • #309


16.03.2020 19:48 • #310


add: War auch früher eigentlich jedes Wochenende mit meinen Freunden trinken. War ich jetzt seit Monaten nicht mehr.. Habe Angst, dass es danach wieder schlimmer wird, weil es mal so war und so.. Musste sogar denn Geburtstag von einer meiner besten Freunde absagen.. würde eigentlich gerne mal wieder dabei sein :/

16.03.2020 20:09 • #311


push

18.03.2020 15:37 • #312


Theoriepraxis1

19.03.2020 16:14 • #313


Ich behelfe mir selber nach einigen Basisregeln: erkenne und beobachte immer wieder ,wann ich in einen anderen Anteil rein rutsche und ob es einen Trigger dafür gab. Dann kann ich mir überlegen, ob ich diesen Trigger erstmal meiden kann oder mich damit z.b in einer Therapie näher beschäftige oder mich damit alleine immer wieder konfrontiere.
Danach überlege ich,wie ich daraus komme (skills kann man in Therapien lernen) oder möchte ich gar nicht daraus kommen und wenn ich alleine bin, ist es auch ok.

Ich beschäftige mich seit Jahren damit und kenne nun einige Auslöser bzw bestimmte Themen habe ich durchgearbeitet immer wieder, doch manche Auslöser bringen mich auch für Tage in einen Ausnahmezustand und ich akzeptiere es für mich und entscheide mich bewusst, weiter drin zu bleiben oder doch daraus zu gehen. Dieses Bewusstmachen auf der kognitiven Ebene ist erstmal ganz wichtig, später muss das Wissen auch auf der GEfühlsebene ankommen. Tut es bei mir noch nicht bzw. ich stehe nun am Anfang einer weiten Reise ... das DR wird bei mir immer weniger, aber dafür muss ich meinen Alltags Ich oder ERwachsenenanteil (es gibt viele Namen dafür) mit neuen sozialen Fähigkeiten stärken und einüben:
abgrenzen -was sind meine Bedürfnisse- körperlich mich selber spüren-Manipulation und Übergriffigkeit ( ist bei mir ein Auslöser und da muss ich lernen, mich verbal abzugrenzen ) - Umgang mit Wut. Das sind so kleinere Themen, die mich antriggern doch je besser ich bei mir bin, desto weniger derealisiere ich. Wie gesagt, ich habe 5 Jahre Dauertherapie (die war nicht zielgerichtet auf DR) und vieles für mich herausgearbeitet. Ich derealisiere natürlich immer wieder aber ich bemerke es! Früher habe ich es nicht bemerkt und wie im Trance paar Jahre gelebt. Das ist nun vorbei, ich habe mich viel mit meinen Krankheiten beschäftigt (negativ und positiv zu sehen) und nun kenne ich die GRünde für DR und habe einfach Mitgefühl für mich selber. Ich sehe es als einen Anteil aus der Not heraus und versuche, das nicht zu ignorieren sondern mir die Zeit zu nehmen, diesen Anteil immer wieder willkommen zu heissen (wenn ich Zeit habe )bevor es einfach im Alltag mich überrollt.

Definitiv werden bei DR Zuständen bei mir bestimmte Hormone ausgeschüttet und mein Körper oder Seele scheint danach süchtig zu sein (Endolphine etc) und wenn du weniger diese DR Zustände haben willst, musst du diese Lücke aushalten, dass dein Körper nicht tagelang oder stundenlang betäubt ist. Das ist ungewohnt doch in den letzten Jahren habe ich mich da in Kleinstschritten heraus gekämpft. Es lobt dich keiner, weil für die anderen ist es normal, einfach wach in der WElt zu sein aber da musst du dich selber loben für jeden kleinen Schritt aus diesen Zuständen. Ich finde es mit der Coronazeit sehr schwierig und das hat mich die ersten Tage vermehrt in andere Zustände geschickt. Aber das habe ich auch bei allen anderen neuen Sachen.

19.03.2020 18:02 • x 1 #314


Kilian

26.03.2020 08:09 • #315


hope___
Eine Derealisation & Depersonalisation kommt hauptsächlich von deiner Angst und der permanenten Anspannung. Das Gehirn versucht sich zu schützen und schaltet in diesen "Modus" um... Du musst verstehen dass es ein Schutzorganismus vom Körper bzw Gehirn ist, ähnlich wie bei einem Trauma oder blackout.

In den meisten Fällen legt sich das sobald du wieder stabil bist.. Deshalb ist es wichtig dass du dir hilfe suchst bei einem psychologen.

Glg =)

26.03.2020 08:56 • x 1 #316


Kilian
Vielen Dank für die Antwort das habe ich auch schon gehört ich versuche so schnell wie möglich eine Therapie zu kriegen nochmal danke

26.03.2020 14:36 • #317




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