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346

S
Bei mir war der Auslöser auch ein bzw. mehrere traumatische Erlebnisse. Nach dem Trauma war die DR/DP ganz schlimm, kaum zum aushalten. Doch es wurde mit der Zeit immer besser. Heute leide ich längst nicht mehr so schlimm darunter wie anfangs, verschwunden ist es aber nicht. Machst du denn noch Therapie?

x 1 #301


S
Ich lebe bis nächste Woche Samstag noch in einem betreuten Wohnen.. Ziehe in meine eigene Wohnung.. Ich hätte mit überlegt einen Psychologen mit ein zu beziehen... Jedoch könnte mich das ziemlich stark aus der Bahn werfen da ich mitten in den ganzen Prüfungen stecke...
es gibt Tage da finde ich 3s einfach verschickt dieser konstante Zustand. Dann gibt es Tage da geht es ganz gut... Dann gibt es Tage wie heute an denen ich jede Minute dran denke im Nächsten Moment komplett durchzustehen oder wahnsinnig zu werden.

#302


A


Erfahrung mit Depersonalisation / Derealisation was hilft

x 3


S
Na ja, so schnell dreht man nicht durch oder wird wahnsinnig.
Wie kommt es, dass du vom Betreuten wohnen jetzt in deine eigene Wohnung ziehst?
Wirst du dann überhaupt nicht mehr betreut oder eben nicht mehr so intensiv?
Ich würde dir schon raten, dir psychologische Hilfe zu suchen. Du hast da doch scheinbar einiges aufzuarbeiten.
Wie kommst du darauf, dass dich das ziemlich aus der Bahn werfen könnte, da du gerade mittendrin in den Prüfungen steckst?

#303


S
Zitat von soleil:
Na ja, so schnell dreht man nicht durch oder wird wahnsinnig.Wie kommt es, dass du vom Betreuten wohnen jetzt in deine eigene Wohnung ziehst?Wirst du dann überhaupt nicht mehr betreut oder eben nicht mehr so intensiv?Ich würde dir schon raten, dir psychologische Hilfe zu suchen. Du hast da doch scheinbar einiges aufzuarbeiten.Wie kommst du darauf, dass dich das ziemlich aus der Bahn werfen könnte, da du gerade mittendrin in den Prüfungen steckst?





Na dieses Trauma etc. Was man wirklich noch näher bearbeiten sollte, könnte mich eben von meinen Prüfungen ablenken, weil ich genau weiß das ich dann nur noch damit beschäftigt bin...

Naja das war jetzt Etappen weise die Therapie, next step ist Auszug aus dem ABW und in mein eigenes kleines Reich..

#304


S
Zitat von SinS:
Na dieses Trauma etc. Was man wirklich noch näher bearbeiten sollte, könnte mich eben von meinen Prüfungen ablenken, weil ich genau weiß das ich dann nur noch damit beschäftigt bin...Naja das war jetzt Etappen weise die Therapie, next step ist Auszug aus dem ABW und in mein eigenes kleines Reich..

Dann erst mal die Prüfungen durchziehen. Die Therapie läuft ja nicht weg. Eines nach dem anderen.
Schicke dir mal einen Link zur DR/DP
https://www.netdoktor.de/krankheiten/depersonalisation/

#305


S
Zitat von soleil:
Dann erst mal die Prüfungen durchziehen. Die Therapie läuft ja nicht weg. Eines nach dem anderen. Schicke dir mal einen Link zur DR/DP



Vielen lieben Dank für dein offenes Ohr !
<3

#306


VeitFluffy

Nach dem Lesen total durcheinander

"Das glückliche Gehirn" von Daniel G. Amen

Ich finde es gut und ich habe total die Zeit verloren dabei :'D
Jetzt fühle ich mich total derealisiert und aufgewühlt. kalte Hände etc.
Kennt ihr sowas?

#307


Luna70
Du warst wahrscheinlich sehr konzentriert und quasi geistig "abgetaucht" in die Welt des Buches und es fiel dir schwer in die Realität zurückzukommen. Mir geht das manchmal ähnlich, wenn ich ein spannendes Buch zu Ende gelesen habe, da fällt man irgenwie in ein Loch, wenn die Spannung plötzlich abfällt.

#308


S
Zitat von VeitFluffy:
"Das glückliche Gehirn" von Daniel G. AmenIch finde es gut und ich habe total die Zeit verloren dabei :'D Jetzt fühle ich mich total derealisiert und aufgewühlt. kalte Hände etc. Kennt ihr sowas?

Das ging mir auch schon so. Vor allem wenn ich stundenlang spannende Krimis gelesen habe.
Oder auch nach Kinobesuchen, wenn mich der Film gefesselt hat. Da bin ich dann raus aus dem Kino und mir kam die ersten Minuten die Welt da draussen ziemlich unwirklich vor. Also das ist nichts aussergewöhnliches was du da erlebt hast.

#309


A

Derealisation / Depersonalisation - Ruhe verschlechtert

Hallo,
Leider wohl an einer DR/DP mit psychosomatischen Symptomen. An sich geht es mir gut aber nur wenn ich Sport mache, Garten Arbeit, im Haushalt was mache usw.
Nur komischerweise geht es mir immer schlecht wenn ich rumliege und Videos oder so gucke (Dann wird mir immer schwindlig, herzrhythmusstörungen, herzstolpern, herzschmerzen). Das ganze habe ich auch wenn ich in der Badewanne liege und entspanne und besonders beim Computer spielen. Habe damals mehrere Stunden am Tag gespielt ohne Probleme. Jetzt schaffe ich immer nur ne Runde und danach gehts mir schlecht. Hab keine Ahnung woran das liegt und was ich dagegen machen soll. Mein Leben besteht gerade nur aus Sachen die mir eigentlich nicht so Spaß machen, welche aber meine Symptome lindern. Irgendwelche Erfahrungen/Tipps/Interpretationen?

add: Wenn ich mir sehr stark sportlich Anstrenge kriege ich auch immer extremes Herzrasen, schmerzende Schläfen, Taube Nase, im rechten Auge druck

#310


A
add: War auch früher eigentlich jedes Wochenende mit meinen Freunden trinken. War ich jetzt seit Monaten nicht mehr.. Habe Angst, dass es danach wieder schlimmer wird, weil es mal so war und so.. Musste sogar denn Geburtstag von einer meiner besten Freunde absagen.. würde eigentlich gerne mal wieder dabei sein :/

#311


A
push

#312


Theoriepraxis1

Depersonalisation und Derealisation / wie damit umgehen

Hallo , Liebe Community! Smile
Ich melde mich wieder mal mit einer wichtigen Frage. Wie geht ihr mit akuten DR/DP Zuständen um? Ich habe diese Frage sehr häufig gestellt , aber nie Erfolgserlebnisse gehabt . deshalb bitte ich um Tipps , die euch sehr gut helfen!.
Ich habe den Sinn dieser Schutzfunktion zum Glück verstanden. Ich finde die DR/DP in schwierigen Situationen sogar sehr hilfreich!. Die Frage ist aber , wie komme ich mit diesem Zustand in Einklang? Wie schaffe ich es , mit diesem Zustand zu fließen und als ein Teil von mir zu akzeptieren?. Wie habt ihr es geschafft ? Das würd mich gern Interessen!.

Danke im Voraus. LG

#313


blue1979
Ich behelfe mir selber nach einigen Basisregeln: erkenne und beobachte immer wieder ,wann ich in einen anderen Anteil rein rutsche und ob es einen Trigger dafür gab. Dann kann ich mir überlegen, ob ich diesen Trigger erstmal meiden kann oder mich damit z.b in einer Therapie näher beschäftige oder mich damit alleine immer wieder konfrontiere.
Danach überlege ich,wie ich daraus komme (skills kann man in Therapien lernen) oder möchte ich gar nicht daraus kommen und wenn ich alleine bin, ist es auch ok.

Ich beschäftige mich seit Jahren damit und kenne nun einige Auslöser bzw bestimmte Themen habe ich durchgearbeitet immer wieder, doch manche Auslöser bringen mich auch für Tage in einen Ausnahmezustand und ich akzeptiere es für mich und entscheide mich bewusst, weiter drin zu bleiben oder doch daraus zu gehen. Dieses Bewusstmachen auf der kognitiven Ebene ist erstmal ganz wichtig, später muss das Wissen auch auf der GEfühlsebene ankommen. Tut es bei mir noch nicht bzw. ich stehe nun am Anfang einer weiten Reise ... das DR wird bei mir immer weniger, aber dafür muss ich meinen Alltags Ich oder ERwachsenenanteil (es gibt viele Namen dafür) mit neuen sozialen Fähigkeiten stärken und einüben:
abgrenzen -was sind meine Bedürfnisse- körperlich mich selber spüren-Manipulation und Übergriffigkeit ( ist bei mir ein Auslöser und da muss ich lernen, mich verbal abzugrenzen ) - Umgang mit Wut. Das sind so kleinere Themen, die mich antriggern doch je besser ich bei mir bin, desto weniger derealisiere ich. Wie gesagt, ich habe 5 Jahre Dauertherapie (die war nicht zielgerichtet auf DR) und vieles für mich herausgearbeitet. Ich derealisiere natürlich immer wieder aber ich bemerke es! Früher habe ich es nicht bemerkt und wie im Trance paar Jahre gelebt. Das ist nun vorbei, ich habe mich viel mit meinen Krankheiten beschäftigt (negativ und positiv zu sehen) und nun kenne ich die GRünde für DR und habe einfach Mitgefühl für mich selber. Ich sehe es als einen Anteil aus der Not heraus und versuche, das nicht zu ignorieren sondern mir die Zeit zu nehmen, diesen Anteil immer wieder willkommen zu heissen (wenn ich Zeit habe )bevor es einfach im Alltag mich überrollt.

Definitiv werden bei DR Zuständen bei mir bestimmte Hormone ausgeschüttet und mein Körper oder Seele scheint danach süchtig zu sein (Endolphine etc) und wenn du weniger diese DR Zustände haben willst, musst du diese Lücke aushalten, dass dein Körper nicht tagelang oder stundenlang betäubt ist. Das ist ungewohnt doch in den letzten Jahren habe ich mich da in Kleinstschritten heraus gekämpft. Es lobt dich keiner, weil für die anderen ist es normal, einfach wach in der WElt zu sein aber da musst du dich selber loben für jeden kleinen Schritt aus diesen Zuständen. Ich finde es mit der Coronazeit sehr schwierig und das hat mich die ersten Tage vermehrt in andere Zustände geschickt. Aber das habe ich auch bei allen anderen neuen Sachen.

x 1 #314


Kilian

Derealisation mit Hypochondrie

Hallo zusammen ich hab bereits zwei Beiträge veröffentlicht aber nie richtig über mein Hauptproblem gesprochen jetzt möchte ich das tun ich hoffe ihr nehmt euch Chat die Zeit und hoffe auch das Gleichgesinnte antworten oder sowas naja erstmal zu mir

Ich bin 18 Jahre alt und mache derzeit eine Ausbildung zum Elektriker ich komme aus Düren wer es nicht kennt das liegt so ziemlich zwischen Aachen und Köln an der A4 wie auch immer

Alles fing an vor bald einem Jahr ich war mit einem Freund zu einem Geburtstag eingeladen mir ging es schon eine Weile psychisch gesehen merkwürdig ich konnte es nicht einordnen war halt nicht ganz anwesend irgendwie ist s hab viel stress meine Schwester hat enorme psychische Probleme mein Opa war ein halbes Jahr vorher gestorben i d ich hatte kein bisschen getrauert ich konnte einfach nicht und weiß nicht warum und auch ich hatte Stress mein Ausbildung lief gut aber ich s war neu auch die Grundausbildung b i der Feuerwehr Lief und alles das zusammen war schon irgendwie viel naja auf dem oben genannten Geburtstag ging es ordentlich rund ich wollte einfach mal abschalten und war ziemlich besoffen also wirklich zu

Am nächsten morgen wachte ich dann auf und mir ging es ziemlich komisch .
So benommen aber ziemlich krass ich habe schon immer mit panickattacken zu tun gehabt aber früher und ewig nicht mehr diesmal hatte ich sowas in der Art wieder ich wusste nicht ob ich da bin und ich war nicht mehr wie vorher am nächsten Tag wurde es nicht besser ich musste ins Krankenhaus dort bestand derverdacjt einer leichten noch wirkenden Alk. Vergiftung ich hatte mega Panik vor einer hirnschädigung aufgrund des Alk. aber der Arzt meinte das es sehr unwahrscheinlich wäre
Ein Woche vergiss g mir ging es schrecklich und unverändert ich machte mir Vorwürfe hatte Angst vor jedem Satz der Alk. enthielt und dann ging ich zu meiner Ärztin sie hatte mich beruhigt und meinte das die hws schuld sein kann also bin ich zum Orthopäden da war es vorbei nachdem ich meine Gefühle und Symptome beschrieb wollte ein mrt vom Kopf machen das war bis heute das beste was ein Arzt so schnell gemacht hat ich bin extremer Hypochonder vor allem seit all das angefangen hat ich sollte eine Woche später zum mrt das Ergebnis dauerte noch eine Woche und da war es alles in Ordnung meine Ängste vor einer gestörten Durchblutung einer Hirnblutung oder einer sonstigen schädigung Waren weg aber leider nur kurz meine hws wurde auch noch geröntgt aber auch nix dann war lange Ruhe bis ich mir einen Neurologen gesucht habe der noch ein eeg veranlasst hat ich hatte immer mehr Symptome wie das ich mich wie im Traum fühle nicht ich bin emotionale Taubheit oder viele Negative Emotionen eines Tages war ich nochmal im kh und da war ein netter Neurologe der mich aber auch nur wenig beruhigen konnte dann das dritte mal wurde ich stationär aufgenommen irgendwie war ich glücklich endlich hat mir jemand zugehört und ich wahr ja fest davon überzeugt etwas zu haben körperlicher Natur dort würde ein eeg gemacht die mrt Bilder von verschiedenen Ärzten nochmal geprüft ein emg aufgrund d eines kribbelnd im Arm und ich dachte natürlich an SCHLAGANFALL
Dort wurde nichts festgestellt und ich wurde entlassen ich war ein wenig beruhigt. Danach wurden noch meine Halsschlagadern überprüft Sonographie halt und Vitamin b12 Mangel konnte auch keiner festgestellt werden es ging immer weiter bis mein Neurologe auch nach all den Tests nur noch eine psychische Ursache für möglich hielt das wäre mir auch lieber und ich könnte mit einer Therapie anfangen aber die Angst vor einem organischem Schaden war und ist immer noch so groß

Naja irgendwann hat er mir ein Medikament was als antidepressiva gilt verschrieben das die magst lösen soll ich habe sie nicht genommen aufgrund der Gefahr das sie alles noch verschlimmern können dann war es erstmal vorbei mit der Ärzte Odyssee
Ich selbst bin aufgrund meiner Hypochondrie immer im Internet unterwegs meistens macht es das noch schlimmer manchmal hilft es auch als ich von dp dr Syndrom gehört habe war ich etwas überrascht wie viele Leute dies im Zusammenhang mit einer Angststörung haben und heute bin ich mir ziemlich sicher das ich auch dazu gehöre
Ich schildere euch jetzt mal alles

Symptome

Eine art von Benommenheit
Sich wie im Traum fühlen
Entfremdung vertrauter Personen und meiner Umwelt
Ereignisse nicht realisieren können oder emotional drauf reagieren können
Schwindel bei Angst und Sorge
Ängst vor allem immer hirnschädigung ( angeblich typisch )
Manchmal erkenne ich mich im Spiegel nicht
Selten auch Garkeine Emotionen
Herzstolpern abends beim nachdenken wenn ich drauf achte
Kribbeln am Kopf

Ich wahr schon immer ein Tagträumer solltet ihr wissen und sowas liegt ein wenig in der familie aber ich kann trotzdem meine Angst nicht abstellen eine Therapie versuche ich zu kriegen ist aber immanent schwer ich hoffe jemand kennt das und oder kann mir helfen

Liebe Grüße

#315


hope___
Eine Derealisation & Depersonalisation kommt hauptsächlich von deiner Angst und der permanenten Anspannung. Das Gehirn versucht sich zu schützen und schaltet in diesen "Modus" um... Du musst verstehen dass es ein Schutzorganismus vom Körper bzw Gehirn ist, ähnlich wie bei einem Trauma oder blackout.

In den meisten Fällen legt sich das sobald du wieder stabil bist.. Deshalb ist es wichtig dass du dir hilfe suchst bei einem psychologen.

Glg =)

x 1 #316


Kilian
Vielen Dank für die Antwort das habe ich auch schon gehört ich versuche so schnell wie möglich eine Therapie zu kriegen nochmal danke

#317

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Tiffey93

Seit 2 Jahren Depersonalisation

Hallo zusammen,

ich suche einen Gesprächspartner, mit dem man sich über Depersonalisationszustände unterhalten kann, der oder die sowas schon einmal selbst erlebt hat.

Habe das zumindest wissentlich einen solchen Zustand seit 2 Jahren. Sicherlich auch schon vorher aber schlimm bzw seit dem fast chronisch ist es durch ständige Veränderungen im Job und Privatleben sowie daraus resultierende Panikattacken und Herzstolpern, das oft am Tag einfach so auftritt und mich wahnsinnig macht. Natürlich weiß ich dass es nicht gefährlich ist aber das macht es nicht besser.

Außerdem habe ich ständige Gedanken an meine Vergangenheit, versuche mich zwanghaft so zu fühlen wie in guten Zeiten und habe kein richtiges Zeitgefühl, Wochen oder Monatsgefühl. Ich schaue oft in meine Galerie des Handys um eine zeitliche Abfolge in meinen Kopf zu bekommen anhand der Erlebnisse. Aber es passiert einfach nicht. Auch kommen mir meine Mitmenschen oft surreal vor. Als würden wir alle nicht existieren. Natürlich weiß ich, dass das alles Quatsch ist und ich mich nur auf das Gefühl einlassen bzw es akzeptieren muss aber es ist nicht so leicht.

Habe halt 7 Jahre lang (3 Jahre Ausbildung + 3 Jahre Studium und mittlerweile fast 1 Jahr Arbeit) mein Leben der Arbeit gewidmet und 110 % gegeben, ohne etwas zu fordern und jetzt wache ich quasi ganz langsam in meinem Leben auf und frage mich, wofür ich das alles gemacht habe? Und kann diese Frage mit nichts beantworten. Geld ist mir nicht wichtig bzw. auch eher surreal.
Ich bin eher froh wenige Menschen oder gar keine zu sehen und vorher habe ich ständig gerne viele Menschen um mich gehabt. Ich hatte ein riesiges soziales Netzwerk und hatte immer etwas zu tun.
Ich glaube sogar oft, dass ich Jobtechnisch auch nur soviel gemacht habe, um es allen Recht zu machen bzw. allen zu zeigen, was ich kann.

Ich habe jetzt etwa 10 Stunden Theapie hinter mir (6 letzten Sommer, 4 seit Anfang des Jahres) aber aus Zeitgründen des Theapeuten leider nur alle 3 Wochen.

Ich würde mich auf jeden Fall freuen, jemanden oder eine Gruppe zu haben, mit denen ich mich darüber unterhalten kann. Smile Mir hilft es sehr, mit Leuten zu sprechen, die diese Gefühle kennen. Wenn man das in seinem Umfeld erzählt, bekommt man nur ungläubige Blicke. Aber es ist nun mal da und lässt sich nicht mit: "Dann denk nicht so viel nach" abtun. das würde ich ja gerne.

Übrigens wurde mir eine Panikstörung diagnostiziert;-)

LG und ich freue mich auf Antworten Smile

#318


S
Zitat von Tiffey93:
Hallo zusammen,ich suche einen Gesprächspartner, mit dem man sich über Depersonalisationszustände unterhalten kann, der oder die sowas schon einmal selbst erlebt hat.Habe das zumindest wissentlich einen solchen Zustand seit 2 Jahren. Sicherlich auch schon vorher aber schlimm bzw seit dem fast chronisch ist es durch ständige Veränderungen im Job und Privatleben sowie daraus resultierende Panikattacken und Herzstolpern, das oft am Tag einfach so auftritt und mich wahnsinnig macht. Natürlich weiß ich dass es nicht gefährlich ist aber das macht es nicht besser. Außerdem habe ich ständige Gedanken an meine Vergangenheit, ...







Hey:)
ich kenne das, was du beschreibst!
Hast du es schubweise oder dauerhaft?
Habe eine Dauerderealisation seit ca 10 Jahren. Phasenweise mit Panikattacken.
Habe es nun soweit im Griff, dass ich damit leben kann. Trotzdem ist es noch ein langer Weg zur Heilung!
Ich habe mich sehr intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Mich mit vielen Betroffenen ausgetauscht, Literatur dazu gelesen, Therapie, Medikamente etc.....

Was ich sagen kann...
Die DR/DP ist eine Art Schutzmechanismus des Körpers. Eine Art Überlebensstrategie...
Er ,,trennt uns quasi von der Außenwelt ab , um in einer schlimmen Situation, in der scheinbar keine Handlungsmöglichkeit besteht, sich emotional distanzieren zu können.
Wenn man das ,,Außen nicht mehr richtig ,,spürt oder als nicht richtig ,,da empfindet, ist es nicht so schlimm^^ Der Körper will uns sozusagen emotional schützen... wie in einer Blase...
Oft findet der Körper danach nicht mehr richtig aus diesem Mechanismus heraus, weil das Trauma nicht verarbeitet wird/wurde.
Oft ist es so, dass das Trauma in der Kindheit liegt (viele können sich spontan nicht an dieses erinnern) oder es gab kein zeitlich punktuelles Trauma, sondern ein Trauma in gewissen Grundbedürfnissen (zB Bindung, Autonomie.....etc.)
Oft wird die DR/DP dann später irgendwann von einer Stresssituation (beruflich,privat,familiär,persönlich...etc.) ausgelöst, weil dieses Ereignis den Mechanismus reaktiviert.
Oft wird sich dann ausschließlich um diesen Auslöser ,,gekümmert. Dies führt oft nicht zur Besserung, da es nicht die Ursache des Problems ist.

x 2 #319


Tiffey93
Hey Sonchen,

Vielen Dank für deine schnelle Antwort! Smile

Manchmal denke ich tatsächlich auch, ob ich überhaupt jemals einen anderen Gemütszustand hatte. Ich habe schon immer dazu geneigt, sehr melancholisch zu sein und habe eine starke Bindung zu meiner Oma, die mich sehr autoritär erzogen hat. Sie hat mich quasi zum stillen Jungen gemacht, der alles mit sich machen lässt. Und so war es schon immer und ist es immer noch. Ich sage zu allem ja und Amen, habe das Nein also nie wirklich gelernt und wenn dann meistens mit Reue, weil der andere sich ja zurückgewiesen fühlen könnte..

Meine Mutter ist das genaue Gegenteil und war sehr antiautoritär, hatte und hat auch psychische Leiden. Mein Vater zog nach der Trennung, da war ich 12, 60km weit weg und ich verbrachte alle zwei Wochenenden bei ihm. Leider hat er viel gek. und getrunken aber ich wollte ihn schützen und hab es also meiner Mutter nie erzählt. Insofern gibt es da einiges an Traumapotenzial in meiner Kindheit...

Auch die vielen Veränderungen in meinen Leben die letzten Jahre und der Stress waren sicherlich daran beteiligt, dass mein Kopf irgendwann eskalierte.

Wie hast du gelernt damit umzugehen? Und kann man so trotzdem gut leben? Ziele haben und verfolgen? Eine Familie Gründen?

LG Wink

#320


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Dr. Christina Wiesemann
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