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Markus1986
Hallo an Alle!

Mein erster Eintrag im Forum
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Vorgeschichte:
Ich habe schon mal von ca. 06/2018-12/2022 Escitalopram 10 mg genommen und über ca. 4 Monate ausgeschlichen. Hatte super gewirkt.
Ich habe seit über 10 Jahren Hashimoto und bin mit Novothyral eingestellt
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Medikation:
Novothyral 75 seit 22.09.2023 davor 75/100 im Wechsel
Escitalopram 15 mg seit 13.10.2023 davor 20 mg seit Juni
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Meine aktuelle Geschicht:

Ich hatte einen starken Zusammenbruch Ende April 2023. Habe dann von meinem Hausarzt Opipramol und wieder Escitalopram bekommen. Die Phase mit Angst und starken körperlichen Symptomen dauerte bei mir dann 2 Wochen an – war kurz vor der Einweisung in die Psychiatrie. Danach wurden die Symptome leichter und nach einer weiteren Woche waren sie weg.

Nach ca. 4 Wochen habe ich dann das Opipramol wieder abgesetzt. Mir ging es wieder sehr gut und ich ging auch wieder in die Arbeit. Mein Arzt bestand aber darauf, dass ich eine Psychotherapie mache und da es mit den Terminen da nicht sonderlich einfach ist, habe ich mich zusätzlich bei uns in der Nähe bei einer Tagesklinik angemeldet.

Dann stand die Tagesklinik an und ich ging mit dem Gefühl dort hin, dass ich eigentlich wieder Gesund bin und nicht weiß was ich dort eigentlich soll. Am zweiten Tag war eine Meditation und irgendwie hat mich die getriggert. Hatte mir öfters Meditationen nach meinem Zusammenbruch angehört (vielleicht eine Art Flashback). Auch taten mir die anderen Patienten leid - mir gings ja gut.

Auf alle Fälle ging es mir dann täglich schlechter. Nach einer Woche nahm ich dann wieder Opipramol für 5 Tage ein. Dann dauerte es wieder eine Woche bis es richtig gut wurde. Es folgte noch eine schöne Woche (es ging mir wie früher).

Ich dachte ich habe es geschafft. Dann ging es innerhalb eines Tages wieder los. Dasselbe Spiel von vorne. Eine Woche sehr schlecht, dann eine Woche wo es besser wird und schließlich ist es dann wieder eine Woche super und dann kommt wieder der Absturz.

Opipramol nehme ich seit meinem Absturz im August nicht mehr. Habe nicht das Gefühl als würde es besonders wirken. Escitalopram nehme ich seit Juni 20 mg durchgehend.

Die Symptome sind morgens und vormittags am schlimmsten und werden am Nachmittag besser und sind abends fast weg. Allerdings bin ich abends auch sehr erschöpft. Aber das haben ja viele wie ich im Forum erfahren habe.

Mittlerweile habe ich mit der Psychotherapie begonnen.

Geändert hat sich eigentlich nur, dass die Gedanken nicht mehr so ums Katastrophisieren kreisen (vielleicht durch das Escitalopram). Aber die körperlichen Symptome sind immer noch sehr stark und belastend.

Das zittern, wackelige Knie und die Unruhe am Morgen/Vormittag oft auch schwitzten und erhöhter Puls – ich kann auch nichts essen.

Meine Psychiaterin meinte ich soll mit der Psychotherapie weitermachen (hatte erst 4 Sitzungen). Man könne auch auf ein SNRI umstellen. Sie würde es aber erst noch anders Versuchen, da die Nebenwirkungen dort stärker ausgeprägt sein können.
Auf die Frage, ob die 20 mg vielleicht zu hoch dosiert sind, meinte sie man muss das Austesten und mal 15 mg nehmen.
Das mache ich aktuell.

Kann hier beim Escitalopram weniger besser sein? Müsste es dann aber nicht immer schlecht sein?

Hat oder hatte jemand von euch auch einen solch kurzen Wechsel zwischen gut und schlecht? Was macht ihr dagegen?

Vielen Dank für eure Antworten!

14.10.2023 21:01 • 15.10.2023 #1


8 Antworten ↓


U
Zitat von Markus1986:
hatte jemand von euch auch einen solch kurzen Wechsel zwischen gut und schlecht?

Frage: Wechsel zwischen super super gut und schlecht?
Oder Wechsel zwischen normal gut und schlecht?

14.10.2023 21:14 • #2


A


Episode jedes Monat Rezidivierende kurze depressive Episoden

x 3


Markus1986
Guten Morgen ️

Also eher zu normal gut mit Erleichterung dass es jetzt besser ist.

15.10.2023 06:21 • x 1 #3


Schlaflose
Das hört sich aber irgendwie nicht depressiven Episoden sondern nach Angststörung an.
Ich hatte lange Jahre rezidivierende Depressionen, aber weder Angst noch körperliche Symptome. Mir war einfach nur alles total egal und wollte am liebsten sterben.

15.10.2023 06:35 • #4


Markus1986
Meine Gedanken kreisten auch eher um so Angstsachen... was passiert mit meinen Kindern wenn es nicht besser wird... mit meiner Frau... kann ich wieder arbeiten gehen... usw...

15.10.2023 06:44 • #5


Schlaflose
Zitat von Markus1986:
kann ich wieder arbeiten gehen... usw...

Dss war auch immer meine größte Sorge dabei. Aber vordergründig war die Depression an sich.

15.10.2023 06:53 • #6


U
Die Ängste resultieren dann aus der Depression. Was passiert wenn....oder wenn nicht...
Ich denke, im Laufe deiner Psychotherapie werden sich viele Dinge *klären lassen*. Aber sowas dauert natürlich.

15.10.2023 08:16 • #7


Icefalki
Zitat von Markus1986:
Mittlerweile habe ich mit der Psychotherapie begonnen.


Da solltest du dranbleiben, zumal da ja durchaus moderate Symptome hast und damit auch an dir arbeiten kannst. Bei extremen Symptomen kann man das gar nicht.

Und vielleicht verstehst du jetzt, dass die Medis nicht heilen, sondern im besten Fall für eine Weile für Ruhe sorgen. Was dann für die Aufarbeitung genutzt werden kann.

Und es ist meiner Meinung ein Trugschluss, wenn man sich als geheilt ansieht. Unsere Erkrankung erfordert einen bewussten Umgang mit jeder Art von Stress, was aber durchaus im Bereich des Machbaren liegt.

15.10.2023 08:47 • #8


U
Wenn der TE aber nicht arbeiten kann ist es doch schon mehr als *moderat*. Egal. Wortklauberei (?)

15.10.2023 08:56 • #9





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