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Hallo,
ich bin neu hier und freue mich zu lesen, dass es so viele gibt, denen es ähnlich ergeht wie mir. Ich hatte schon Angst, dass ich ganz allein dastehe und "annormal" bin.
Ich leide unter einer Angststörung. Die Panikattacken haben wir mit Medikamenten in den Griff bekommen, jetzt folgt eine Verhaltenstherapie mit gleichzeitiger Einnahme von Antidepressiva.
Kennt jemand von euch auch das Gefühl sich aufzulösen und nicht mehr in seinem Körper zu sein? Das ist das Schlimmste Symptom bei mir, ich weiß überhaupt nicht damit umzugehen.

Geht die Krankheit symptomfrei wieder weg? Ich weiß nicht so recht damit umzugehen, weil mich sonst nie irgendetwas zu Hause gehalten hat und ich mich im Moment extrem vergrabe.

Freue mich über alle Antworten!

23.09.2008 20:25 • 29.11.2017 #1


43 Antworten ↓


hi,

beschreibe doch mal ein bisschen genauer was in dir vorgeht.
ich habe schlicht und einfach angst und panik vor allem und jedem gehabt. ich brauchte ca. 1 jahr bis ich so ziemlich alles wieder machen konnte. ich hatte immer so ein unwirklichkeitgefühl. ich erkannt micht eben nicht wieder da ich früher anders war aber ich bin eben jetzt madre mit angst und das aktzeptiere ich. und seitdem ist dieses komische gefühl auch nimmer so doll.

26.09.2008 07:37 • #2



Erfahrungen & Ursachen der Depersonalisation / Entfremdungsgefühl

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Hallo Löttchen,

Entfremdungsgefühle habe ich manchmal in Bezug auf mich, und auch auf meine Umwelt. Mittlerweile kann ich beides nicht so gut voneinander trennen, aber komme dank Übungen schnell wieder raus und habe keine Angst mehr davor.
Wenn ich das Gefühl habe, nicht mehr zu mir zu finden, berühre ich mich an der Hand oder am Arm. Wenn das Zuhause passiert, creme ich mich mit einem Duftöl ein, um mir gleichzeitig was gutes zu tun. Dann finde ich auch zu mir zurück.
Wenn mir meine Umgebung fremd, hohl, fern vorkommt, zähle ich im Geist Dinge auf, die ich sehe.

Seit ein paar Monaten habe ich wieder vermehrt Panikattacken, früher bezogen die sich lediglich auf Angst vor einem Herzinfarkt, bzw. Angst vor der Angst, vor allem in Ruhephasen.
Den Mechanismus hatte ich durchschaut, und nun suchte sich die Panik einen neuen Weg, auf sich aufmerksam zu machen.
Meine Therapetin sagte, meine Entfremdung könnte mit Emotionen zu tun haben, die mich so bestürzen, dass ich sie momentan nicht ertragen könnte, und daher aussteige.

Ich versuche, die Panikattacken in allen Erscheinungen nur noch als Hinweis zu sehen, und durch die Therapie das eigentlich Problem an den Wurzeln zu packen.

Liebe Grüße
Ninia

26.09.2008 11:30 • #3


Schöner Satz klingt wie ein ausgefüllter BINGO Schein..


Ich versuche, die Panikattacken in allen Erscheinungen nur noch als Hinweis zu sehen,
und durch die Therapie das eigentlich Problem an den Wurzeln zu packen.

Liebe Grüße
Ninia

26.09.2008 23:57 • #4


Hi Löttchen
ich dachte auch immer, ich wäre nicht normal, oder keiner hätte sowas wie ich... umso mehr überrascht es mich, dass hier jmd genau die gleichen symptome kennt, wie ich sie habe.. Diese entfremdungsgefühl, das du beschreibst, und diese komische gefühle und symptome, dass man wie neben sich steht... genau das kenne ich auch.. diese gefühle, dieses widerlich gefühl, dass einen völlig krank macht...

Wie lange geht das bei dir schon?
Habe das auch, verbunden mit panik- und angstattacken.. was weiss ich, was ich noch so hab.

Manchmal fühlt sich alles wie watte an, so unreal und als wäre ich nicht ich selbst.. kennst du das auch?

Du sollst wissen, dass du nicht alleine bist, ich habe diese syptome auch.. und wir sind also nicht abnormal, oder sowas..

Kopf hoch, ich hoffe wir kriegen das hin.. obwohl ich manchmal am zweifeln bin, wie das mit mir weiter gehen soll..

lg.

27.09.2008 02:01 • #5


Löttchen mir hat Ninias Tipp mit den Berürungen sehr gut geholfen! Als ich gestern diese Entfremdungsgefühle hatte, bin ich mit meinen fingernägeln leicht über meine handflächen drüber gefahren! das hat etwas gekitzelt aber dadurch konnte ich mich selbst wieder besser spühren!

27.09.2008 09:06 • #6


hey, ihr lieben!

ich kenne dieses ecklige entfremdungsgefühl zu gut.
es ist bei mir mit großer anspannung gepaart.

ich fühle mich desweiteren kalt, seelisch, keine mimik, wie ein roboter.

daß soetwas der körper "produziert" - einfach horror.

liebe grüsse
rose

27.09.2008 13:28 • #7


Hallo Ihr Lieben,
ach, ist das schön, dass ich nicht allein dastehe!! Dieses Entfremdungsgefühl ist wirklich absolut schrecklich. Ich habe dann das Gefühl, als würd ich mich auflösen, es fühlt sich so an, als würd man sterben und dadurch bekomm ich einfach mehr Angst.
IUch hatte das als Teeny schonmal, da wurds aber nicht behandelt und ich konnte nach einer Zeit damit leben, weils weniger wurde. Damals hat mich niemand verstanden. Jetzt ist es wieder da und ich wurde direkt zu einem tollen Therapeuten überwiesen. Ich habe angefangen Opipramol und Busp zu nehmen, mit denen ich wenigstens wieder einigermaßen arbeiten konnte usw. Jetzt werde ich grad umgestellt auf Paroxetin. Bin mal gespannt (bin erst seit gestern dabei die Tabletten zu nehmen). Mein Therapeut sagte, es sei eine Krankheit, die man schnell in den Griff kriegen würde. Ich hoffe es so sehr. Seid ihr denn auch in Behandlung?
Ich glaub schon, dass wir das wieder hinbekommen, wir müssen einfach irgendwie unsere Angst überwinden, dann geht auch das blöde Entfremdungsgefühl weg. Im Moment lenke ich mich ganz gut ab, mit Kreuzworträtseln und Puzzlen. Und ich hab tolle Freundinnen, die mir beistehen und für mich da sind, das ist schon einiges wert!! Auch meine Familie unterstützt mich sehr, auch wenn es niemand so richtig verstehen kann, wie sich sowas anfühlt
Ich würde mich freuen, wenn ihr auch von eurem Weg erzählt, vielleicht können wir und ja gegenseitig helfen? Ich hab jetzt erstmal zwei Wochen frei und fahre in der übernächsten Woche in den Urlaub an die Nordsee. Ich hoffe, da erhole ich mich richtig
Alles Liebe für euch!!

28.09.2008 10:29 • #8


hi löttchen
wegen dem entfremdungsgefühl.. dieses gefühl nicht mehr bei sich zu sein und sowas.. das finde ich auch am allerekligsten von den ganzen symptomen.. man fühlt sich völlig asusgeliefert, nicht wahr?
Tritt es be dir auch oft sehr plötzlich ein, aber verschwindet auch schnrell wieder, wenn die panikattacken abklingt..?

Kennst du irgendwelche tips gegen diese eklige symptom?
Oder was machst du dann, wenn du sowas hast?
Ich muss mich dann immer bewegen und sowas.. mich selber spüren..

lg, actress!

29.09.2008 20:42 • #9


Hey Actress,
danke für die nette Antwort. Ich nehme seit ein paar Tagen Paroxetin, ich hoffe, dass mir das hilft. Ne ganz blöde Angewohnheit von mir ist, mir bei dem Gefühl in den Haaren zu ziehen, weiß auch nicht, wie ich dazu komme. Bewegung ist auch immer gut. Mein Therapeut sagte, man soll von außen den Körper spüren, also kaltes Wasser über die Hände laufen lassen, barfuß laufen, warm oder kalt duschen und auf jeden Fall ganz viel trinken.
Wie lange hast du die Gefühle schon? bist du denn auch in Behandlung?
Alles Liebe

29.09.2008 21:08 • #10


hallo löttchen,


mir gehts genau gleich wie dir!
bei mir hat auch alles angefangen mit panikattacken, sind aber aufgrund der medikamente fast weggegangen ...
das einzige, mit dem ich noch zu kämpfen habe, ist eben dieses unwirklichkeits- bzw entfremdungsgefühl!
ich habs eigentlich andauernd, außer ich konzentriere mich total auf etwas!
morgen hab ich meine erste therapiesitzung, bin schon mal gespannt!

was wir noch gemeinsam haben ist, dass mich früher auch nichts daheim halten konnte. war oft und gern unterwegs, einfach ein total lebenslustiger mensch!
doch irgendwie ists momentan ziemlich anders!


was machst du dagegen?

alles liebe, julia

30.09.2008 20:47 • #11


Hallo Julia,
die Panikattacken sind bei mir auch weniger geworden, allerdings habe ich auch mit diesem ekligen Gefühl zu kämpfen. Ich zwinge mich momentan einfach aus dem Haus zu gehen, das ist zwar superanstrengend, aber ich bin immer sehr stolz, wenn ich wieder was geschafft hab.
Mir hilft es immer, wenn ich mir vor Augen halte, dass ich jederzeit gehen kann, wenns nicht geht, ich habe da auch eine tolle Freundin, die mich sehr unterstützt und das ist wirklich verdammt viel wert!
Ich nehme jetzt Paroxetin, ich hoffe, es hilft mir dabei wieder die Alte zu werden. Außerdem mache ich seit kurzem eine Verhaltenstherapie. Bin mal gespannt.
Wie läuft´s denn bei dir?
Alles Liebe!

01.10.2008 12:15 • #12


ja das kenn ich sehr gut!
ich nehm seit anfang august gladem, und mir gehts auch schon viel besser, als damals, wo alles angefangen hat!
bei mir ists momentan aber oft so, dass ich mir oft gedanken mache, warum wir existieren oder ob das alles überhaupt real ist usw und wenn ich dann da ins grübeln komme, merke ich, wie wieder angst aufsteigt! es is nur verdammt schwer, aus diesem gedankenkreis rauszukommen!

hab auch heute meine erste therapiesitzung hinter mir, muss sagen, bin schon total gespannt, wie das ganze verlaufen wird! freu mich aber total drauf

es is halt einfach nur total nervig, dieses dumme gefühl ^^
ich wüsste manchmal echt gern den grund, warums mir so geht ...


wie lang machst du denn die therapie schon?


alles liebe!

01.10.2008 22:12 • #13


Hi löttchen

ich bin in therapie, seit etwa 3 monaten.. es hilft mir.. aber ich glaube das meiste schafft man einfach ganz alleine.
Ich habe diese gefühle das erste mal so vor 3 jahren gehabt.. dann ganz selten und irgendwann kam es immer lfter vor.. gepaart mit dem panikattacken halt..

Was auch komisch ist.. seit meinem ex ist es alles schlimmer als zuvor.. als ich noch mit meinem freund zusammen war, wir warn ein jahr zusammen, da hab ich irgendwann gemerkt, dass ich nicht mit ihn zs sein will, weil es zwischen uns einfach nicht geklappt hatte.. ich habe oft sachen getan, die ich eig nicht tun wollte und irgendwann nicht mehr auf meine eigenen bedürfnisse geachtete.. dann kam ein punkt, wo ich mich nicht mehr wie ich gefühlt habe.. diese entfremdungsgefühle bekam.
Da ging los, als unsre beziehung immer schlimmer wurde und ich dachte: "Das bist doch nicht du, die hier steht und das mitmacht!"
Ich glaunbe ich wollte mich im unterbewusstsein vor ihm und der beziehung schützen, weg von ihm, davor fliehen.. das erkläre ich mir teilweise so.

Wie lange hast du diese gefühle schon?
lg, actress!!

01.10.2008 22:30 • #14


Guten Abend
es war bei mir genauso, dass dieses Gefühl selten da war, so dass ich damit leben konnte. Durch die Panikattacken ist´s dann schlimmer geworden und ich bin ne Zeit lang gar nicht mehr vor die Tür gegangen. Seit den Medikamenten geht´s wieder einigermaßen, obwohl ich immer noch total unsicher bin...
Das erste Mal hatte ich das Gefühl als Teeny, allerdings ganz ohne Angst, das wurd aber weder erkannt noch behandelt und irgendwann wurd´s besser. Diesmal ist´s schlimmer, aber ich bin ja auch in Behandlung.
Ich hatte etwa 3 Therapiesitzungen und bin auch mal gespannt, wie dasd alles so weitergeht. Ich find´s wirklich klasse, dass ich nicht anormal bin, sondern, dass auch ihr dieses Symptom kennt. Als Teeny wurd ich immer gefragt, ob ich Dro. nehme, weil sich´s keiner erklären konnte. Hab ich aber nie!
Am Montag fahre ich mit meiner Freundin und unseren Hunden an die Nordsee, ich hoffe, das geht alles gut...
Alles Liebe!

02.10.2008 21:56 • #15


naja so alt bin ich auch noch nicht, gerade 20 geworden
aber du hast recht, es hilft total, wenn man merkt, dass man mit diesem problem nicht allein da steht!

ich wünsch dir einen schönen urlaub

03.10.2008 19:30 • #16


Das hast du recht, das hilft wirklich! Halt mich auf dem Laufenden, wie´s bei dir läuft! Dir ein schönes Wochenende. Alles Liebe

03.10.2008 21:29 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

ich bin neu in dem Forum und wirklich froh, Beiträge zu lesen, die mich nun nicht mehr an mir selbst zweifeln lassen.
Ich bin seit 2 Wochen krankgeschrieben...ich weiß gar nicht so recht, was mit mir los ist...fühle mich die ganze Zeit unwirklich, neben mir, aufgelöst...

genau so, wie Ihr das beschreibt...

ich glaub, der Körper macht irgendwie dicht, wenn man grad mit irgendwelchen Situationen außen nicht klar kommt, oder?

09.10.2008 14:47 • #18


grüß dich xenia!

herzlich willkommen hier bei uns.

ja, dieses doofe gefühl ist gar nicht lustig; ich kenne es sehr gut.
ich denke, wir hören uns noch, wäre schön.

liebe grüsse
rose

09.10.2008 17:17 • #19


Hallo Löttchen,

ich habe fast 5 Jahre Paroxetin und Promethazin ( ist auch bekannt als Atosil) genommen, hat mir super geholfen. Ich war damals teilweise über Monate beschwerdefrei. Dank eines 9 wöchigen Aufenthalt in einer Tagesklinik, konnte ich mein Leben wieder meistern. Alleine wohnen, einkaufen, Spaß haben, arbeiten, all dies war mir vorher nicht mehr möglich noch nicht mal zu Hause habe ich mich vor Angst und Panik alleine aufhalten können, stand dauern neben mir. Bin dann im letzten Jahr schwanger geworden und mußte auf ein anderes Medikament umsteigen. Mittlerweile nehme ich Trevilor was auch ein sehr gutes Medikament sein soll, naja und da ich trotzdem starke Ängste und Herzrasen hatte, bekam ich noch Tavor. Das sollte man nicht zu lange nehmen, da sonst eine Gewöhnung entsteht. Als Notfallmedikament hat es mir super geholfen, Angst und Panik kamen, eine Schmelztablette genommen und nach ca. 10 Minuten wurde es besser. Ich bin bestimmt kein Fan von Medis, aber eine andere Alternative habe ich für mich bis jetzt noch nicht gefunden.


Liebe Grüße

10.10.2008 13:55 • #20



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Dr. Hans Morschitzky