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S
Hey ihr Lieben
ich erkläre mal kurz meine Situation:
Also bin 26Jahre alt, weiblich und habe seit ich ca
14 bin Panikattacken; mal mehr mal weniger, aber
sie sind noch da.
Wegen meiner Panikattacken war es mir leider auch
nie möglich eine Ausbildung zu machen
Habe mich aber immer wieder beworben und beworben...
So, nun zu meinem Luxusproblem
Da ich nie aufgegeben habe und mich immer wieder
beworben habe, habe ich es dieses Jahr endlich geschafft;
ich habe es tatsächlich geschafft und sogar zwei Ausbildungsplätze
bekommen. Und nun, so blöd es sich auch anhört, ich kann mich
nicht entscheiden :/

Ich weiß, ihr könnt mir da keine Entscheidung abnehmen, aber
mich würde jedoch mal interessieren, für was ihr euch entscheiden
würdet. Bitte beachtet dabei Tätigkeiten, Arbeitszeit und evtl Zukunftschancen
Loooos gehts


1. Krankenschwester
an einer Universitätsklinik
3 jährige Ausbildung
Schule direkt an der Uni
-3 Schichten
Arbeitszeit
06:00-14:00 Uhr
14:00-22:00 Uhr
22:00-06:00 Uhr
Wochenende und Feiertag wird natürlich auch
gearbeitet
Psychisch und physisch schwere Arbeit
Pflege am Mensch


2. Erzieherin
in einem Internat -Jugendhilfe
Arbeitszeit
Mo-Do 15:30-23:00 Uhr
Ab und an mal Wochenenddienst, dh 24std Schicht
von 17:00-17:00 Uhr
4 jährige Ausbildung
Jugendliche im Alter von 16-25
Schule ca 100km entfernt, Blockunterricht
Gleich dabei ist die Zusatzausbildung zur Erzieherin mit
dem Schwerpunkt zur Jugend und Heimerziehung
Wahrscheinlich psychisch starke Nerven gebraucht...
Muss dort zb die Freizeit mit den Jugendlichen gestalten,
hätte dabei freie Hand...


So, und nun seit ihr gefragt; sagt mir was und wenns geht warum.
Das würde mir vielleicht sehr helfen.
Ich bedanke mich schon im Voraus

18.07.2014 09:29 • 18.07.2014 #1


6 Antworten ↓


K
Hey!
Zuerst mal: herzlichen Glückwunsch! Beides sind sicher tolle Ausbildungen.
Du hast ja schon selbst erkannt: die Entscheidung kann dir niemand abnehmen.
Aber ich äußer gerne mal zu beiden meine Gedanken.

Krankenschwester:
Du müsstest dich ziemlich viel mit Krankheiten auseinander setzen. In der Schule wahrscheinlich noch mehr als in der Praxis. Kannst du damit umgehen oder hast du Angst vor Krankheiten? Persönliche Schicksale werden dich erreichen. Du wirst einige Menschen über längere Zeit pflegen und am Ende könnten sie sterben. Du wirst ja in der Ausbildung sicher alle Stationen durchlaufen. Das dürfte psychisch auf jeden Fall belastend sein.

Erzieherin:
Starke Nerven sind da sicher eine Grundvoraussetzung. Einige werden nicht viel jünger sein als du! Die Arbeit ist aber sicher sehr abwechslungsreich und wenn man sich mit den Jugendlichen versteht, kann sie auch richtig Spaß machen. Dafür muss man sicher einen guten Draht zu der Altersgruppe haben. Wenn du den hast - warum nicht? Die Arbeitszeit finde ich hier schwierig.

Meiner Meinung nach haben beide Berufe gute Zukunftschancen. Krank wird jeder mal und das wird auch nie aufhören. Jugendliche wird es wohl auch immer geben, wenn auch weniger. Aber es werden sicher immer genügend in einem solchen Internat landen.
Die Arbeitszeiten sind natürlich bei beiden Berufen nicht ohne, viel Freizeit bleibt da nicht. Besonders als Erzieherin, wenn du immer bis 23 Uhr arbeiten musst. Die meisten deiner Freunde werden ja eher vormittags beschäftigt sein. Als Krankenschwester hättest du zumindest wochenweise abends Zeit für Verabredungen.
Nicht zu verachten ist, dass du für die Ausbildung zur Erzieherin den weiten Weg zur Berufsschule hast. Das war bei meinem Mann auch so und es war sehr belastend für uns beide. Du wirst dann alle paar Monate deine Familie und Freunde für 3-4 Wochen nicht sehen. Du wirst dort eine Unterkunft brauchen.

Ich wünsche dir, dass du die richtige Entscheidung für dich treffen kannst! Viel Erfolg für die Ausbildung!

18.07.2014 11:59 • #2


A


Endlich Ausbildung erhalten, trotzdem Hilfe

x 3


S
Danke für deine Antwort
Ja, dass ist es was mich bei dem
Erzieher auch abschreckt, die Arbeitszeit.
Da bleibt keine Freizeit abends, dafür hätte
ich den Freitag immer frei.
Bei krankenschwester würde ich auch mal
morgens arbeiten und hätte eben mittags zeit.
Was ich da aber wieder nicht weiß, ob ich das
überhaupt kann... Könntet ihr Menschen den
Hintern abwischen? Einen Katheter durchs Geschlechtsteil
legen, welches auch angefasst werden muss, auch zum
Waschen? Diese nähe und Privatsphäre Funde
ich schwierig...

18.07.2014 14:07 • #3


Schlaflose
Gerade bei solchen Berufen sollte man vorher ein Praktikum machen, um festzustellen, ob man diese grundlegenden Dinge überhaupt machen kann.

Die Tochter meiner Cousine hat gerade Abi gemacht und will später irgendwas studieren, wo sie hinterher mit Behinderten arbeiten wird. Sie hat aber schon ein Praktikum in einer Behindertenschule gemacht und jetzt macht sie demnächst ein Soziales Jahr in einer Behindertenschule. Auf diese Weise wird sie herausfinden, ob sie das bewältigen kann.

18.07.2014 14:48 • #4


S
Habe schon mal im Krankenhaus Praktikum gemacht.
Im Praktikum selbst darfst du aber diese Sachen
ja noch gar nicht machen, das ist ja das Problem

18.07.2014 15:22 • #5


Schlaflose
Katheter legen wohl nicht, aber Hintern abwischen und ähnlich eklige Sachen doch wohl schon, oder? Ich denke, wenn man es ertragen kann, bei so etwas überhaupt zuzuschauen, dann wird es wohl auch kein Problem sein, es selbst zu machen.
Ich könnte noch nicht mal zuschauen, wenn jemandem der Hintern abgewischt wird oder wenn ein Verband gewechselt wird o.ä. Meine Mutter lag zweimal mit schweren Operationen im Krankenhaus. Ich musste mich wirklich überwinden dahinzugehen um sie zu besuchen. Wenn ich nur diese Beutel mit den verschiedenen Sekreten, die aus den Schläuchen aus ihr rausflossen, um das Bett herum hängen sah, bekam ich Zustände.
Also für mich wäre Krankenschwester nichts, aber Erzieherin genauso wenig. Ich war 20 Jahre Lehrerin am Gymnasium und das hat mich krank gemacht.

18.07.2014 15:41 • #6


F
Zur Krankenschwesterausbildung kann ich Dir folgendes sagen:
Du durchläufst verschiedene Stationen. Op, Innere, Chirurgie, Orthopädie, Intensiv, Säuglingsstation und was Dein Krankenhaus so zu bieten hat. Hinzu kommt evtl. ein externer Einsatz in der Psychiatrie oder im Ambulanten Dienst.
Ja, Du musst teilweise auch Hintern waschen und lernst Katheter legen (bei Mann und Frau). Injektionen, Verbände, Medikamente richten und verabreichen, Infusionen legen, Blut abnehmen, all das gehört unter anderem zur Ausbildung dazu.
Es ist eine abwechslungsreiche Ausbildung mit vielen Aufbaumöglichkeiten. Allerdings solltest Du dafür gemacht sein. Denn die Ausbildung ist nicht immer ein Zuckerschlecken, die Schule verlangt viel ab, aber ist machbar. Regelmäßiger Schichtwechsel, teilweise genervte und gestresste Ärzte oder auch nörgelnde Patienten und Amgehörige. Mit dem Tod wirst Du in Deiner Laufbahn sicher auch mal konfrontiert werden. Du solltest für diesen Beruf psychisch gefestigt sein. Ansonsten ist es ein wirklich sinteressanter Beruf und er hat genauso seine schönen Seiten:) Ich würde aber jedem ein Vorpraktika empfehlen, es liegt nicht jedem.

18.07.2014 22:47 • #7





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