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Hallo!

Ich war seit fast 10 Jahren ohne Panikattacken, die seit einigen Monaten aber wieder zurück sind.

Alle bekannten und fähigen Helfer von damals (Hausarzt, Psychiater, Heilpraktiker, Therapeutin) waren noch verfügbar und ich konnte schnell wieder unterkommen. Jetzt kommt aber der Hammer: diese Woche sind alle gleichzeitig in Urlaub
Manchmal habe ich dank des Schnees gute Momente aber dann kommt wieder die starke innere Unruhe auf und steigert sich teilweise bis zur Hyperventilation.

Ich bin Single, Freunde und Bekannte haben seltsamerweise keine Zeit mehr seit ich wieder so ins Loch gefallen bin und meine Mutter hat für psychische Krankheiten keinerlei Verständnis.

Aber vielleicht kann ich ja in diesen Thread schreiben, wenn es gar nicht mehr geht und finde hier ein paar tröstende Worte?

LG,

Herbstlaub

29.10.2012 19:38 • 30.10.2012 #1


10 Antworten ↓


Hallo Herbstlaub,

die Woche überstehst Du locker !!
Denke daran, es wird Dir nichts passieren!
Die Angst ist schlimm- keine Frage- aber sie kann Dir nichts.
Es sind nur Deine Gedanken, die diese Symptome auslösen.

Was machst du bei aufkommender Hyperventilation?
Wie hilfst Du Dir selbst?

Viel Glück
Du schaffst das!!

und wir sind ja auch noch da.....

29.10.2012 20:04 • #2



Eine einsame Woche mit Panikattacken /starker innerer Unruhe

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naja dein hausarzt wird ja sicher ne vertretung haben wo du hinkannst. zur not gibts ja auch beratungsstellen, telefonseelsorge oder das krankenhaus. also im allerschlimmsten fall. da war ich am sa. in der notaufnahme. der arzt war voll nett, schon allein das gespräch hat mich beruhigt. nicht dass es jetzt bei dir so weit kommen muß aber vllt gibt dir der gedanke sicherheit? auch bei ner extremen pa könntest du dorthin u die würden dir helfen.

das mit deinen freunden ist ja schade. wissen die genau was du hast? oder finden sie einfach dein verhalten komisch weil du es ihnen nicht erklärt hast? mit den freunden, die mir am wichtigsten sind, würde ich an deiner stelle nochmal reden. was eure freundschaft eigentlich bedeutet. u dass du sie grade jetzt am meisten brauchst. vllt wissen sie einfach nicht wie sie mit dir umgehen sollen?

und das mit deiner mutter ist ja auch "toll". der würd ich was erzählen, ganz ehrlich! was sagt sie denn? sieht sie nicht wie schlecht es dir geht?

29.10.2012 20:17 • #3


Zitat von Cleoopatra:

und das mit deiner mutter ist ja auch "toll". der würd ich was erzählen,



der würde ich aber sowas von was erzählen

29.10.2012 20:25 • #4


Zitat von Cleoopatra:
und das mit deiner mutter ist ja auch "toll". der würd ich was erzählen, ganz ehrlich! was sagt sie denn? sieht sie nicht wie schlecht es dir geht?


Sie ist der Meinung, dass man sich bei Ängsten und Depressionen nur ein bißchen zusammenreißen muß. Gott sei Dank wohnt sie in einer anderen Stadt (wir sehen uns nicht so oft) und bekommt nicht so wirklich mit wie es mir derzeit geht. Am Telefon kann man ja vieles überspielen

Zitat von Cleoopatra:
das mit deinen freunden ist ja schade. wissen die genau was du hast? oder finden sie einfach dein verhalten komisch weil du es ihnen nicht erklärt hast? mit den freunden, die mir am wichtigsten sind, würde ich an deiner stelle nochmal reden. was eure freundschaft eigentlich bedeutet. u dass du sie grade jetzt am meisten brauchst. vllt wissen sie einfach nicht wie sie mit dir umgehen sollen?


Ja, die wissen, was ich habe - das wußten sie auch vor 10 Jahren. Aber auch da sind sie abgetaucht. Bis man mit mir wieder "normal was unternehmen" konnte.

Von fremden Ärzten (Vertretung oder KKH) halte ich mich lieber fern bevor noch einer auf die Idee kommt, dass ich mit Panikattacken nicht alleine sein sollte und mich ins PsychoKKH einweist. Da war ich vor 10 Jahren aus diesem Grund mal (freiwillig!), aber man kommt halt erstmal auf die Aufnahmestation (=geschlossene Station) und selbst wenn man jederzeit rausgehen kann und sich auch selbst wieder entlassen kann, ist das dort ein Alptraum.

Zitat von Angsthasser:
Was machst du bei aufkommender Hyperventilation?
Wie hilfst Du Dir selbst?

Atemübungen machen
Nachlesen woher die Symptome kommen (ich habe da so diverse Zettel von meiner allerersten Therapeutin)
Eiswürfel aufs Sonnengeflecht legen *bibber*
wenn´s ganz schlimm ist - homöopathisches Zeugs nehmen
wenn´s noch schlimmer ist - Benzos nehmen (habe erst zweimal im Leben 1/2 Tablette genommen, einmal vor 10 Jahren und einmal diesen Sommer). Mein Psychiater ist der Meinung, dass man leichter aus Panikattacken wieder rauskommt, wenn man weiß, dass man solche Medikamente für den Notfall schon besitzt und sie nicht erst irgendwo organisieren muß.

29.10.2012 21:42 • #5


Kann dich gut verstehen.. vergleiche das einfach mal mit meiner situation..

Bin 600 km weit weg gezogen,kenne hier niemanden,weiss nicht wo was ist und hatte anfangs kein auto.. alle Busse,fuhren hier nur alle stunde.. Meine PA waren genau in der Zeit am schlimmsten,logisch

Du überstehst das!! Mir half auch dieses Forum. Redete mir hier viel von der Seele..

Gut und ich schaffte mit einen Hund an Gassi gehen bringt auch viel,glaubt man manchmal kaum,is aber so..

Ich drück dir die Daumen das du die Tage gut überstehst.

LG

29.10.2012 21:59 • #6


na gut, dann wärs mir vllt auch zu blöd, mit ihr darüber zu reden. sie ist eh in ner anderen stadt. andererseits ist sie ja deine mutter u sollte dir auch mal richtig zuhören. ich glaub ich hätte dann schon das bedürfnis, ihr mal genau zu erklären wie es mir geht. und ich würde ihr glaub ich mal ein buch darüber ausleihen wo sie ganz genau nachlesen kann, dass man sich da eben nicht zusammen reißen kann. êinem hernn prof. dr. glauben mütter manchmal ja lieber als der tochter.

schade mit deinen freunden.

30.10.2012 00:51 • #7


Zitat von Muckel1983:
Bin 600 km weit weg gezogen,kenne hier niemanden,weiss nicht wo was ist und hatte anfangs kein auto.. alle Busse,fuhren hier nur alle stunde.. Meine PA waren genau in der Zeit am schlimmsten,logisch

Ich wäre lieber irgendwo, wo ich niemanden kenne. Ich habe so gestörte Nachbarn und denke dann immer: Oh, da ist der doofe X. Jetzt nur keine PA bekommen... Und das ist natürlich kontroproduktiv.

Seit einiger Zeit habe ich so RTLmäßige Nachbarn und frage mich, ob die Rückkehr meiner Panikattacken u.a. darauf zurückzuführen ist. Und nicht nur mich machen die krank. Meine Nachbarin doktert seither mit ihrem Blutdruck rum.

Zitat von Muckel1983:
Gut und ich schaffte mit einen Hund an Gassi gehen bringt auch viel,glaubt man manchmal kaum,is aber so..


Hund habe ich mir auch schon überlegt. Das Gassigehen mag ja helfen - aber was ist, wenn ich mit dem Hund zum Tierarzt muß? Wartezimmer sind für mich gerade ganz schlimm. Sie waren es ehrlich gesagt schon vor der Rückkehr meiner Panikattacken.

Zitat von Cleoopatra:
und ich würde ihr glaub ich mal ein buch darüber ausleihen wo sie ganz genau nachlesen kann, dass man sich da eben nicht zusammen reißen kann. êinem hernn prof. dr. glauben mütter manchmal ja lieber als der tochter.

Ach, das nützt nichts. Sie hatte in ihrem Leben (angeblich) auch schon Ängste und Depressionen und hat sich halt zusammengerissen. Mein Heilpraktiker meint, wer sich noch zusammenreissen kann, der hat maximal eine depressive Verstimmung aber keine behandlungsbedürftige Depression.

30.10.2012 12:45 • #8


naja meine oma ist auch bißchen so. ich habs dann umgekehrt gemacht: ich hab nicht zuerst die angst erwähnt, sondern erzählt welche körperlichen symptome ich hab. dass ich mit atemnot u schwindel nicht arbeiten kann, hat sie eingesehen. dann hat sie gefragt woher das kommt. ich sagte ihr, die ärzte finden körperlich nichts, das sind panikattacken. aber schwindel, hyperventilieren oder die pfötchenstellung kann man nicht kontrollieren. das geht einfach nicht. ach ja u sie war auch mal bei einem anfall dabei. da hat sie schon gesehen dass es mir nicht gut geht.

30.10.2012 14:31 • #9


Zitat von Cleoopatra:
dass ich mit atemnot u schwindel nicht arbeiten kann, hat sie eingesehen.


Und das ist der Unterschied zwischen deiner Oma und meiner Mutter.

Meine Mutter hat vor 10 Jahren meine Schwindelattacken (mit Schwindel und Schwäche hat damals alles angefangen) ja aus nächster Nähe miterlebt, denn da wohnte ich noch zu Hause. Jeden Tag hat sie mir die Hölle heiß gemacht, weil ich aus so nichtigem Grund krank geschrieben war. Darum bin ich schließlich auch weggezogen.

30.10.2012 15:09 • #10


Zitat von Herbstlaub:
Zitat von Cleoopatra:
dass ich mit atemnot u schwindel nicht arbeiten kann, hat sie eingesehen.


Und das ist der Unterschied zwischen deiner Oma und meiner Mutter.

Meine Mutter hat vor 10 Jahren meine Schwindelattacken (mit Schwindel und Schwäche hat damals alles angefangen) ja aus nächster Nähe miterlebt, denn da wohnte ich noch zu Hause. Jeden Tag hat sie mir die Hölle heiß gemacht, weil ich aus so nichtigem Grund krank geschrieben war. Darum bin ich schließlich auch weggezogen.


oh. na das tut mir leid. ich würd ihr sagen, dass ihr ihr das niemlas wünsche dass sie in diese situation kommt. baer nun ja, ist sicher gut wenn du jetzt weiter weg wohnst. manche menschen machen es sich aber auch einfach.

30.10.2012 15:47 • #11



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