Hallo Ihr Lieben,

letztens meinte meine Therapeutin, dass hinter all meinen Panikattacken immer eine zentrale Sache steht: die Angst vor dem Tod, vor dem Sterben. Recht hat sie.

In jeder Panikattacke denke ich, jetzt muss ich sterben. Sei es durch die Kurzatmigkeit, das Herzrasen etc. Ich bin oft überzeugt davon, die Panikattacke bringt mir den Tod.

Daher ziehe ich mich immer mehr zurück, vor allem eben von den Sachen, die mir Angst machen und eine Panikattacke auslösen könnten. Wie zum Beispiel Fliegen.

Das schränkt mich arg ein. Ich kann ja so nicht in den Urlaub ans Meer, und ich würde doch so gern.

Meine Therapeutin meinte jetzt, ich soll mich mal bewusst mit dem Thema Tod auseinandersetzen. Was bedeutet der Tod für mich?

Wie soll ich mit der Aufgabe umgehen? Habt Ihr Euch damit schon beschäftigt und eine Antwort darauf? Ich bin grad überfordert.

Ich sehe den Tod als etwas Sinnloses an und habe große Angst davor, dass Sterben weh tut und davor, dass ich dann einfach nicht mehr da bin und dass alles umsonst war und mein Kind allein sein wird.

Gibt es Expertenliteratur dazu hier im Forum? Ich brauche da echt Hilfe. Wäre schön, wenn ich eine Antwort auf die Frage hätte. Wenn ich mich mit dem Thema auseinandersetzen könnte.

Danke schon mal fürs Lesen!

LG

12.11.2008 13:14 • 10.12.2008 #1


30 Antworten ↓


Huhu Fisch,

mir gehts da genauso wie Dir und ich bin leider auch noch zu keinem Ergebnis gekommen.

Ich sag mir inzwischen nur ändern kann ich nix - und wenn ich mir das Leben noch mit dauernden Ängsten verderbe ist auch nicht gut.
Ich versuche langsam eine egal Einstellung zu bekommen - aber es fällt mir schwer.

Literatur bekommste bestimmt dazu - vielleicht schaust Du mal bei Amazon ?

LG
Gabi

12.11.2008 13:17 • #2



Der Tod - wie setzt man sich damit auseinander?

x 3


Wäre so schön, man würde mal eine für sich zufriedenstellende Antwort auf die Frage bekommen was? Dann könnte man sich endlich wieder dem Leben widmen. Denn sonst ist es irgendwann vorbei und man hat nur Angst gehabt ... jetzt muss ich gleich heulen. Aber so ist es bei mir. Immer nur Angst Angst Angst und die Zeit rennt und man wird jeden Tag älter und man kennt nichts als Angst und meidet alles Schöne ...

12.11.2008 13:20 • #3


hallo fisch,
da gibts so ne "nette" aussage: nix ist umsonst, außer der tod
ich weiß gemein, aber wahr...

mir gehts ähnlich.. bin glaub in meinem freundes- und familienkreis die einzige die wirklich angst davor hat. angst hat wohl jeder aber im gesunden maße... dadurch das wir ständig von angst begleitet werden denken wir natürlich drüber nach....

ich habe auch wahnsinnige angst davor, wie du auch am meisten das ich an ner krankheit dahin siche, oder plötzlich weg bin, wegen freund, familie und freunden.. verluste sind schrecklich... und der gedanke das ich nie mehr da sein werde... obwohl, in dem moment ist einem das 1. egal weil man eh ni mehr denken kann also weg ist und 2. woher weiß man das man wirklich nie mehr wieder kommt?! die welt und alles drum und dran ist wahnsinnig faszinierend.......

man sollte daher versuchen von seinen ängsten los zu komm und man sagt nicht umsonst "lebe jeden tag als wäre es dein letzter..."

man muss es einfach real sehen. was, wenn man nicht sterben würde, stell dir mal vor du würdest tausende von jahren auf der welt leben.
1. wäre das total öde und langweilig... "ohjee bin 26, hätte ich noch tausend jahre vor mir...
2. wer bitte soll da noch wo leben, die welt wäre absolut überbevölkert...

habe so ein denken, bin daher auch sod as ich keiner fliege (außer mücken die mir selbst weh tun und motten weil die nerven *g*) was zu leide tun kann, rette alle, weil ich der meinung bin, auch sie leben ja und haben ein recht dazu und man sollte sie nicht absichtlich töten...
zB wenn einer nen wildunfall hat, heult er wegen seinem auto, ich heule wegen dem tier...
es ist schon ein komisches thema aber egal obs und passt oder nicht, das gehört zum leben dazu und das sollte man sich immer vor augen führen....

also leben und leben lassen und das leben genießen!

12.11.2008 13:51 • #4


Begen
Mit dem Tod umgehen, mußte ich als junge Krankenschwesternschülerin natürlich auch lernen. Im Ethikunterricht bekamen wir Bücher von Elisabeth Kübler-Ross an die Hand. Als Sterbeforscherin hat sie viele Fast-bzw. Nah-Toderlebnisse aufgeschrieben. Durch dieses Wissen hat sich meine Angst vor Sterben und Tod sehr relativiert. Ich war in entsprechenden Situationen bereit, Sterbende zu begleiten. Aus meiner Sicht kann jeder Mensch sehr beruhigt sein, denn es ist in vielen Fällen ein sanftes Erlebnis, was wir in verschiedenen Phasen durchleben müssen, aber in der letzten Phase ist man sehr bereitwillig, das Leben loszulassen und empfindet keine Angst mehr...Das aller Wichtigste. Es ist wie mit allen Dingen im Leben, mehr Information lindert Angst. Vielleicht kann Euch das etwas beruhigen.

Liebe Grüße Begen

12.11.2008 14:41 • #5


laika
ich habe mal an einem experiment zu dem thema teilgenommen!
zuerst sollte ich ganz lange an den tod denken und meine gefühle dazu aufschreiben! dann bekam ich bilder von Prost. gezeigt und sollte einschätzen, wie hoch ich als richter die kaution setzen würde, damit sie bis zum prozess in freiheit bleiben!!
das ergebnis am ende war: die leute, die über den tod nachdenken mussten, setzten die kaution wesentlich höher, als die kontrollgruppe, die vorher nicht mit dem tod konfrontiert wurde!
der grund: wir legen viel mehr wert auf unsere kulturellen wertvorstellungen, um diese für die nächste generation zu erhalten, wenn wir mit der unausweichlichkeit des todes konfrontiert werden!

das ganze heisst "terror-management-theorie" es gibt interessante literatur dazu! kann man auch bei wikipedia nachlesen!

12.11.2008 16:10 • #6


Zitat von Hypofrau:
hallo fisch,
da gibts so ne "nette" aussage: nix ist umsonst, außer der tod


Auch der Tod ist nicht umsonst, denn der kostet das Leben!


Vor dem Tod habe ich keine Angst, ich habe Angst vor dem Sterben. Man weiß nie, wie wir unser Leben lassen. Wir wünschen uns natürlich, dass wir friedlich einschlafen und nicht mehr aufwachen, aber so wird es wohl nicht jeden treffen.
Ich persönlich denke nicht so viel darüber nach, versuche den Gedanken wegzuschieben.
Wir werden noch früh genug sehen wie und wann es uns trifft....
Das einzige was mir machen können, ist jetzt schon dafür zu sorgen, dass alles geregelt ist wenn wir gehen.

LG, Tayler

12.11.2008 16:54 • #7


Ich habe weder vorm Sterben, noch vor dem Tod Angst. Beides finde ich nur natürlich und wenn es jedem Lebewesen passiert, kann es einfach nichts schlimmes sein.

Außerdem fände ich es unlogisch mir über etwas Sorgen zu machen, dass ich nicht ändern kann.

Das habe ich alles schon als Kind beschloßen und nicht mehr dran gerüttelt.

12.11.2008 17:27 • #8


ich war ähnlich wie ihr angst vor dem sterben nicht vor demod ansich.
ich war12 als mein opa zuhause starb er war 95 jahre alt es war sehr friedlich . trotzdem hatte ich angst.
bis ich eine selten art von lymphdrüsenkrebs bekam vor 6 jahren.
beahndelt 70 prozent heilbar unbehandelt innerhalb von 3 monaten das zeitliche ich war 26 jahre alt.
da setzt man sich automatisch damit auseinader wenn die chemo nicht anschlägt was wird aus deinem 5 jährigen sohn deine familie.
das erste was ich natürlich gemacht habe alles zu regeln.
was mir dann aber sehr geholfen hat waren die anderen erkrankten auch die genau wussten es wird bald soweit sein die hatten keine angst mehr
sicherlich wenn ich ehute meine pas habe denke ich auch gleich ist es soweit was ja blödsinn ist .ich halte es so wir alle das ist irgendwo das gute trifft es halt irgendwann, keiner wird davon kommen.

12.11.2008 17:39 • #9


Begen
@ tayler...den Rest hatte ich bewußt gespart.....LG Begen

12.11.2008 17:53 • #10


@Limara: Das hat für mich nichts mit logisch oder unlogisch zu tun und ich wollte hier eigentlich nicht hören, wer keine Angst davor hat. Schön, wenn Du es nicht hast. Für mich ist es aber ein großer Aspekt meiner Angst. Nur weil wir alle sterben müssen, heißt das noch lange nicht, dass ich keine Angst davor haben muss. Ich bin ja nicht ALLE. Deine Antwort fand ich jetzt irgendwie unpassend zu meiner Bitte/Frage.

LG

12.11.2008 17:59 • #11


ich weiss nicht wie gefestigt du bist musst du mal mt deiner therapeuten sprechen , ich finde deine angst sehr verständlich . vieleicht solltest du mal mit deiner therapeutin ein hospiz besuchen, vieleicht hat sie da kontakte. ich höre immer wieder konfrotation therapie das wäre eigentlich die einzige therapie die helfen würde . nur sie kann sows entscheiden wie gefestigt du bist. verstehe das jetzt bitte nicht falsch. es könnte ein weg sein um zu verstehen wie dieser prozess vorsich geht.

12.11.2008 18:07 • #12


Vielleicht habe ich mich ja auch falsch ausgedrückt, es geht mir nicht darum WIE ich mal sterben werde, das kann mir keiner beantworten. Ich hoffe mal in Frieden.

Nein, es geht um die Frage, was der Tod für mich bedeutet? Was für Ziele und Träume habe ich noch in meinem Leben? Was wäre, wenn ich morgen sterben müsste? Solche Fragen halt.

LG

12.11.2008 18:10 • #13


ah verstehe, aber diese frage kannst doch nur du beantworten,welche ziele träume du hast jeder hat seine individuellen träume .
ich kann ja nur aus meiner erfahrung schreiben also totkranke denken nicht was würde morgen sein wenn ich morgen nicht mehr da wären
träume und ziele habe ich andere bestimmt wie du , aber ich denke auch nicht darüber nach was wäre wenn es morgen soweit wäre , den daran kann ich leider nichts ändern- verstehe das nicht falsch ich weiss welche ängste du hast

12.11.2008 18:20 • #14


danke für deine antwort. klar, die frage, was der tod für mich bedeutet, kann ich nur selbst beantworten. ich hatte nur gedacht, dass mir vielleicht jemand ne hilfestellung geben kann, wie ich an die beantwortung dieser frage herangehen kann. mir fällt es nämlich schwer, mir die frage zu beantworten. mir fällt irgendwie nicht wirklich ne antwort ein. na ja. muss ich mal in ruhe weiter drüber nachdenken.

12.11.2008 20:40 • #15


@Fisch81: Ich finde deine Antwort recht daneben. Das war mein Ansatz, warum ich für mich mit dem Tod Frieden geschloßen habe. Bei mir zählt nun mal Logik und die Tatsache, dass ich den Tod als etwas Natürliches ansehe. So gehe ich an die Frage ran, wenn es dir nichts nutzt, kann ich auch nichts dafür. Ich kotz ja auch nicht gleich jeden an, wenn mir seine Antwort nicht 100% gefällt.

12.11.2008 21:10 • #16


Hallo zusammen!

Also was mich betrifft, würde ich sagen, ich bin angstkrank geworden, weil ich mich zuviel mit dem Thema Tod auseinander gesetzt habe... War immer schon ein sehr nachdenklicher Mensch, der sich viele Sinnfragen stellt und ne rege Fantasie hat.
Und als vor einigen Jahren eine Bekannte von mir von einem Zug erfasst wurde, konnte ich nicht aufhören, mir darüber Gedanken zu machen. Immerzu fragte ich mich, was sie wohl in ihren letzten Sekunden gefühlt/gedacht hat und wie es wohl ist, wenn man so schnell und plötzlich stirbt.
Diese Gedanken über den Tod bestanden seither fortwährend bei mir, bis ich bei einem Kreislaufzusammenbruch auch noch selbst körperlich damit konfrontiert wurde (der Kollaps war so heftig, dass ich glaubte, ich würde sterben). Seitdem leide ich unter PAs.
Ich bin zwar fest davon überzeugt, dass ich wiedergeboren werde, allerdings nimmt mir das nicht die Angst vor dem Tod. Am schlimmsten sind für mich die Gedanken, dass ich mich viell. nicht von meinen Lieben verabschieden kann und diese um mich trauern müssen und dass ich alles was mir lieb war zurücklassen muss oder mein Leben "unvollendet" verlasse.
Aber ich habe mal folgenden Spruch gelesen: Die Angst vor dem Tod ist die Angst vor dem Leben.
Und als ich eine Weile drüber nachdachte, merkte ich,dass das auf mich auch zutrifft. Es fällt mir z.B. sehr schwer, Dinge anzupacken, etwas auf mich allein gestellt durchzuziehen oder einfach mal etwas neues auszuprobieren. Was mich ja im Endeffekt daran hindert Fortschritte im Leben zu machen. Ich habe vor allem möglichen Angst und kann nichts planen, ohne im voraus schon zu denken "oh gott, das und das könnte passieren" oder "wenn das schief geht!". Vorhaben, die zwar sowohl schief gehen oder mich aber auch einen großen Schritt weiter bringen könnten, lasse ich mir im Voraus schon durch die Angst vor dem Scheitern verderben und mir den Mut nehmen.
Und ich glaube gerade das sind die Dinge, auf die wir bei unserer Therapie fokusieren sollten. Ich denke, wenn man seine Träume verwirklicht und das macht, wo man dahinter steht und davon überzeugt ist, dann hat man mit der Zeit auch weniger Angst vor dem Tod, weil man etwas im Leben erreicht hat, was für einen wichtig war/ist. Weil man seine Wünsche erfüllt hat und dann am Ende beruhigt mit vollendeten Tatsachen gehen kann.
War jetzt sehr poetisch, aber vielleicht hats ja doch ein bisschen zum Denken angeregt und zum Thema gepasst

Lg, Pinxi

12.11.2008 21:27 • #17


ich finde deine antwort gerade echt nicht so toll jeder geht damit anders um dam muss man nicht nochmal einen reinwürgen scheint aber zurzeit hier normal

12.11.2008 21:27 • #18


Boah leute gaaaanz ruhig und lasst euch mal alle drücken.
Geht doch nicht gleich aufeinander los.....

12.11.2008 21:32 • #19


Tja, anscheinend fühlt sich gleich jeder angegriffen.

Und nur um das mal klarzustellen: Ich hatte auch mal Angst vor dem Tod, bei meiner ersten PA dachte ich, ich müsse sterben. Aber das war dann eben mein Denkansatz:

a) Der Körper reagiert nur so, weil dein Geist ihm das sagt, sobald dein Geist abschaltet übernimmt der Körper und alles ist gut.

b) Selbst wenn du sterben solltest, wird das schon in Ordnung sein, der Tod gehört zum Leben.

c) Ich kann keinen Einfluss darauf nehmen (außer Suizid) und ich sollte versuchen mich nicht mit Dingen zu belasten, die Außerhalb meines Einflußgebiets liegen.

Das ist doch nicht Reinwürgen, bei mir hat das geholfen, es tut mir leid, dass es Fisch81 nichts zu bringen scheint.

12.11.2008 21:40 • #20



x 4




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Hans Morschitzky