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Hallo zusammen,
ich schreibe heute zum ersten Mal hier, lese aber schon lange mit. Ich bin 50 Jahre, weiblich, und habe seit 27 Jahren mal mehr mal weniger mit Angst- und Panik zu tun. Da ich mich schon ewig mit diesem Thema beschäftige, habe ich (so meine Fehlannahme) die Sache ganz gut im Griff (gehabt). Nun habe ich seit längerem eine sehr stressige Zeit und habe ich ein ganz fieses Symptom bekommen nämlich ich bekam plötzlich keine Luft. Das hat mich so in Panik versetzt, dass ich hyperventiliert habe und mit dem Notarzt ins KH gebracht wurde. Noch bei mir zu Hause haben die mich mit einem Beruhigungsmittel abgeschossen, so dass ich die Fahrt gar nicht mitbekommen habe. Da ich auch Panik bekomme wenn ich nur ein KH sehe war dies kein sehr schöner Aufenthalt, Blutdruck war dementsprechend so richtig nach oben entglitten. Ich mache es kurz, Untersuchung, EKG, Blut, Lunge alles o.B. Nach 8 Stunden durfte ich wieder nach Hause. Gestern wieder so ein Anfall, bin aber selbst noch in die Klinik gefahren, nochmal alles Untersucht alles okay. Das ist mit Abstand das bekloppteste Symptom was ich in meiner Angstkarriere so kenne. Habe hier gelesen dass es viele gibt die das auch haben, was macht ihr damit? Ich kenne viele Tricks, mache Atemübungen, Meditiere, gehe immer wieder in brenzliche Situationen die ich eigentlich meiden will, aber bei dem hier ..... Tabletten habe ich nie genommen, will ich auch nicht, habe aber seit gestern für den Notfall etwas zu Hause. Es wäre schön neue Tipps zu bekommen.

25.04.2018 20:25 • 30.04.2018 #1


5 Antworten ↓


Hallo Musketierin,
ich schreibe dir mal eine kurze Antwort!
Also, naja, ja, kenn ich auch dieses Symptom, ganz stark sogar. Ich kann dir leider nicht viele Tipps geben - ich habe nur festgestellt, dass es definitiv auch was mit der Körperhaltung zu tun hat.
Ich merke, wenn ich Atemprobleme habe, dass meine Schultern und Arme ganz weit vorne sind, und ich total in mich zusammengekrümmt bin - wenn öich bewusst meine Schultern zurücknehme, und mich aufrichte, dazu ein wenig leichte Bewegung mache, wird es besser.
Generell habe ich das auch nicht, wenn ich entspannt bin, und meine negativen Zwangsgedanken nicht da sind. D.h. ich habe für mich ausbaldowert: An der Körperhaltung arbeiten, an meiner Entspannung (körperlich - Muskulatur, aber auch psychisch - Zwangsgedanken)
Mehr weiß ich dazu aktuell leider auch nicht zu sagen!
Ich wünsche dir auf alle Fälle alles Gute!

27.04.2018 07:32 • #2



Atemnot und Panik

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petrus57
Zitat von sperling:
Da ich auch Panik bekomme wenn ich nur ein KH sehe war dies kein sehr schöner Aufenthalt, Blutdruck war dementsprechend so richtig nach oben entglitten.


So ist es bei mir auch. Zuhause ganz normaler Blutdruck im Krankenhaus dann meist um die 180-200.

27.04.2018 09:23 • #3


sevr
Hallo,

ich hatte das auch sehr stark und bin aus demselben Grund mit dem Rettungswagen abgeholt worden. Inzwischen habe ich das erfolgreich überwunden (wurde zwar durch was anderes ersetzt, aber Ersticken ist einfach das Schlimmste).

Ich habe mit Yoga und Atemübungen angefangen. Ich habe quasi "auswendig gelernt", richtig zu atmen. Hyperventilation kann mir jetzt nicht mehr passieren, denn egal wie panisch ich bin, die Atmung bekomme ich jetzt immer hin. Und dann artet das nicht mehr so aus.

Ich atme immer zwei Sekunden ein und doppelt so lange aus, wenn ich panisch werde. Meistens merke ich, dass ich schon nach einer halben Sekunde mit dem Einatmen fertig bin. Ich zieh das dann extra in die Länge. Es müssen zwei Sekunden werden. Das ist so das, was ich mir selber als Regel gesetzt habe und was immer funktioniert.

27.04.2018 18:01 • x 1 #4


Danke für Eure Antworten, da es ein neues Symptom für mich war, konnte ich nicht den Verstand einschalten in Bezug auf die Atmung. Jetzt bin ich vorgewarnt und werde wieder die Atemtechnik anwenden. Aber was mich so beeindruckt (leider negativ) was die Angst für eine Macht hat. Ich hatte bis vor 3 Wochen ganz andere Symptome mit denen ich gelernt habe umzugehen. Als ich das konnte waren die weg und das Atemproblem kam.Ich denke mir immer wenn ich diese Macht auch in anderen Situationen anwenden könnte, da wäre doch wirklich viel positives möglich, aber genau da geht es bislang nicht.

28.04.2018 00:16 • #5


Zitat von Musketierin:
Danke für Eure Antworten, da es ein neues Symptom für mich war, konnte ich nicht den Verstand einschalten in Bezug auf die Atmung. Jetzt bin ich vorgewarnt und werde wieder die Atemtechnik anwenden. Aber was mich so beeindruckt (leider negativ) was die Angst für eine Macht hat. Ich hatte bis vor 3 Wochen ganz andere Symptome mit denen ich gelernt habe umzugehen. Als ich das konnte waren die weg und das Atemproblem kam.Ich denke mir immer wenn ich diese Macht auch in anderen Situationen anwenden könnte, da wäre doch wirklich viel positives möglich, aber genau da geht es bislang nicht.


Ja, da gebe ich dir vollkommen recht. Ich hatte auch schon verschiedene Symptom-Komplexe. Mal war es Herzstolpern ganz stark, Drehschwindel, Zittern am ganzen Körper. Dann kam irgendwie die "Atempanik"/"Zwangsatmung". Jetzt ist es eine schöne Mischung aus all dem ... momentan geht es mir zwar einigermaßen gut, aber die Angst davor, wieder in die Angst reinzukippen ist da.

30.04.2018 08:25 • #6





Dr. Christina Wiesemann