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Hallo an alle,

ich bin neu hier. Ich habe vorher immer nur still mitgelesen und dachte vielleicht kann mich ja auch etwas einbringen zu mir: ich bin 25 Jahre jung und leide wohl seit ca. 4 Jahren an einer Angststörung. Damals ging es wohl eher Richtung Depression, ich hatte ein paar Therapie Gespräche und habe es dann gut selbst hinbekomme . Was blieb war eine Art Wetterfühligkeit und ab und zu leichter Schwindel bzw. So wie Watte im Kopf (schwer zu beschreiben). So weit so gut. Nun ist wieder eine Angst da die nun lange weg war. Vor kurzer Zeit sind gleich zwei Familienangehörige gestorben, eine erst Ende 40. Das hat wohl wieder etwas getriggert und nun geht es mir seit einigen Tagen sehr schlecht. Ich fühle mich Mode, schlapp, habe das Gefühl meine Beine sind schwach, ich habe Angst vor weiteren Panikattacken (2 Stk. innerhalb der letzten 2 Wochen) und oft ist mir dormelig im Kopf und ich habe Kreislaufprobleme und Angst ohnmächtig zu werden bzw. zu sterben. Beim Arzt war ich von Kardiologe bis Endokrinologe ist alles top.
Nach dem was ich hier so gelesen habe geht es ja einigen so. Ich freue mich auf eure Antworten! Ach ja in 2 Wochen startet Therapie, bin gespannt!

LG Tobsy

22.11.2019 11:36 • 27.11.2019 #1


31 Antworten ↓


heartstowolves
Hey,

erstmal mein Beileid zu deinem Verlust. Das kann schon etwas getriggert haben.

Ich hab die Angststörung seit bisschen mehr als einem Jahr und diese Wetterfühligkeit, Schwindel/Benommenheit hab ich auch noch sehr oft, wenn mich etwas stresst oder ich mich unter Druck gesetzt fühle.

Das hört sich doch gut an, dass du schon in 2 Wochen zur Therapie kannst, drücke dir die Daumen!

LG

22.11.2019 13:43 • x 1 #2



Angststörung wieder zurück?

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Danke! Ja ich hoffe das es dann besser wird. Heute ist mir trotz Bett und Decke kalt gerade Füße und Hände. Wahrscheinlich der Kreislauf etwas im Keller. Hab auch wieder mit Sport angefangen und werde Meditieren beginnen. Heute konnte ich mich etwas ausruhen das tat gut!

22.11.2019 13:50 • x 1 #3


heartstowolves
Das wird es Positiv denken - auch wenn es schwer fällt.
Ja, das kann sein. Ich hab das meist wenn ich unterbewusst angespannt bin. Hatte auch heute seit langem im Wartezimmer bei meiner Ärztin eine Panikattacke..hat aber zum Glück niemand mitbekommen.

Sport und Meditation ist immer super. Hast du Hobbys, die du gerne machst? Tu einfach das, was dir gut tut ohne Druck und Zwang.
Und manchmal tut es auch einfach nur gut, im Bett zu liegen.

22.11.2019 13:54 • #4


Ja das habe ich z.B. Heute gemacht. Lustig ist, wenn ich als schwimmen gehe ist gar nix aber naja typisch eben ne? Wie hast du es in den Griff bekommen?

22.11.2019 14:19 • #5


heartstowolves
Ja, weil man dann abgelenkt ist und sich was gutes tut Behalt dir das bei.

Also, ganz im Griff habe ich es noch nicht, sonst könnte ich wieder arbeiten und alleine aus dem Haus gehen. Aber es ist soweit schon besser, dass ich in Begleitung fast überall hin kann.
Der Schlater hat sich bei mir erst vor Kurzem umgelegt. Ich mach begleitend eine Verhaltenstherapie und bin zusätzlich bei einer Heilpraktikerin für Psychotherapie. Das Reden und Reflektieren hilft mir schon viel. Und ansonsten mach ich Yoga, meditiere (wenn ich es nicht vergesse), schreibe täglich Tagebuch um störende Gedanken aus dem Kopf zu haben und versuche mein negatives Denken in positives umzuwandeln..sprich Glaubenssätze ändern. Mir haben auch einige Bücher geholfen. Aber das Wichtigste: Akzeptieren, dass die Symptome von der Psyche kommen und sie annehmen anstatt dagegen zu kämpfen. Das hat bei mir so viel bewirkt. Und eben mit den Ängsten auseinandersetzen, sobald man weiß was genau es für Ängste sind.

Mir ist auch jetzt einiges bewusst geworden, gerade beruflich und dass ich mehr für mich und meine Bedürfnisse auf den Tisch hauen sollte. Ist zwar noch ein Prozess, aber langsam wird es.

22.11.2019 14:51 • x 1 #6


Das klingt doch gut

Ja das akzeptieren fällt mir noch schwer die Möglichkeit des Kontrollverlustes (mögliche Ohnmacht) nervt mich mega. Es ist noch nie was passiert nur dieses komische Gefühl im Kopf frustriert einen Hätte gerne das es wieder so wird wie früher vor dem ganzen, du kennst das sicher. Wobei ich überzeugt bin das es noch gut wird irgendwann.

22.11.2019 14:59 • x 3 #7


heartstowolves
Das kenne ich. Mir hat es am Anfang auch geholfen wenn ich mir gesagt hab Ja, dann auf, fall um! Passiert ist nie etwas. Irgendwann merkt auch dein Kopf, dass es dich damit nicht mehr ängstigen kann. Was auch in den Momenten hilft, wenn du dich auf etwas konzentrierst. Das mach ich in Läden z.B. ich nehm meine Angst gedanklich bei der Hand, sag Wilfred, schau dich um. Hier lauert keine Gefahr und ja - ich geb solchen absurden Dingen Namen (mach ich sogar bei Pflanzen ...) und stell mich dann in eine ruhigere Ecke und lese z.B. die Packung von einem Shampoo oder so durch bis ich mich wieder beruhigt habe. Irgendwann kann man es auch unterscheiden, ob es psychisch oder tatsächlich körperlich ist. Ich hab zu dem psychogenen Schwindel auch einen körperlichen durch ein HWS-Syndrom und weiß, wann welcher vorhanden ist - beim körperlichen kann es nämlich tatsächlich sein, dass ich umkippe. Das ist aber zum Glück durch regelmäßige Übungen schon lange nicht mehr passiert.

Es ist wird auch wieder gut werden - geb die Hoffnung nicht auf und lass dir Zeit

22.11.2019 15:13 • x 1 #8


Ja ich geb mein bestes Hab gerade einen Schwarztee getrunken, bin etwas hibbelig aber Kreislauf ist oben
Hast du Lust mal privat zu schreiben?

22.11.2019 15:38 • #9


heartstowolves
Klaro, schreib mir einfach

22.11.2019 15:51 • #10


Daisho
Hallo Tobsy,

Darf ich dir im Vorfeld ein paar Fragen stellen?
Wie stark ist deine Angststörung? Verlässt du noch die Wohnung oder bist darin eingeschränkt?
Was für Sport treibst du und welche Meditation strebst du an? Schwimmen habe ich ja schon gelesen, dazu später mehr.

25.11.2019 09:51 • #11


Hi, nein also ich kann noch raus, was mit Freunden machen und arbeiten, zum Glück. Sport gehe ich aktuell schwimmen, ab und zu ins Fitness und Klettern. Wobei ich jetzt lange Pause hatte. Meditation habe ich Tiefenentsoannung versucht

25.11.2019 09:58 • #12


Daisho
Hi
Zitat von Tobsy:
Meditation habe ich Tiefenentsoannung versucht

Das klingt, als wenn du damit ein wenig zu kämpfen hattest, liege ich damit richtig?

25.11.2019 10:15 • #13


Ja das ist richtig, der Rest is ok?

25.11.2019 10:16 • #14


Daisho
Zitat von Tobsy:
Ja das ist richtig, der Rest is ok?


Absolut! Sorry, wollte meinen Beitrag eben noch editieren, aber du bist einfach zu schnell!

Dass du momentan Probleme hast in die Meditation zu kommen, ist nachvollziehbar. Meditation ist ein längerer Lernprozess, es hätte mich doch gewundert, wenn es auf Anhieb klappen würde.
Allerdings ist das nicht schlimm. Dazu später
Zitat von Tobsy:
Lustig ist, wenn ich als schwimmen gehe ist gar nix

Hast du schon mal beobachtet, wo du während du schwimmst, mit deiner Aufmerksamkeit bist?`Beschreibe es bitte mal.

Übrigens:
Zitat von Tobsy:
... überall alles top bin gesund nur im Kopf wohl nicht

Vergiß das mal ganz schnell wieder! Eine Angststörung hat mit im Kopf nicht richtig zu sein nix zu tun. Du wirst als Therapie auch sicher eine Verhaltenstherapie beginnen. In der wird dir aufgezeigt, welche Gewohnheiten du ablegen oder verändern solltest. Mehr ist dat nich!

25.11.2019 10:22 • #15


Ah ok

Also beim schwimmen bin ich auf das fokussiert was ich mache. Ab und zu driften die Gedanken mal ab aber da kommen keine Symptome.

Ja bin gespannt auf die Therapie, es nervt mich einfach das es recht gut war nun aber wieder mal Panikattacken, Schwindel und schneller Puls kommen. Kann das wirklich alles die Psyche sein? Ich mein klar wenn ich wirklich was an Herz hätte, hätte ich beim Sport ja erst recht Beschwerden. Beim klettern in Österreich war auch alles gut.

Danke für deine ausführliche Antwort!

25.11.2019 11:14 • #16


Daisho
Hi,
Zitat von Tobsy:
Also beim schwimmen bin ich auf das fokussiert was ich mache. Ab und zu driften die Gedanken mal ab aber da kommen keine Symptome.

Lese dir deine Worte bitte einmal selber durch. Bemerkst du die Parallelen zur Meditation?
Wenn du schwimmst, bist du im hier und jetzt, fokussiert auf die aktuelle Tätigkeit. Dein Gehirn kann kein Multitasking - weibliche auch nicht, dazu braucht es einen zweiten Prozessor - und bleibt bei dem was du aktuell machst. Worauf du dich konzentrierst. Schwimmen, wie klettern oder wandern auch, ist eine emotional neutrale Tätigkeit. Führst du sie konzentriert und fokussiert aus, ist es ähnlich einer Meditation. Für dich vielleicht sogar der einfachste Zugang zu Beginn.
Zitat von Tobsy:
Ja bin gespannt auf die Therapie, es nervt mich einfach das es recht gut war nun aber wieder mal Panikattacken, Schwindel und schneller Puls kommen.

Jetzt beobachte bitte - aus der Entfernung - den Verlauf vor(!) deinen Panikattacken. In sehr vielen Fällen ist es so, dass der Betreffende sich im Vorfeld auf die auslösenden Trigger fokussiert. Ist es bei dir möglicherweise genauso?

Zitat von Tobsy:
Kann das wirklich alles die Psyche sein?

Dazu ein klares Ja. Unsere Psyche, respektive unser Geist kann bedeutend mehr als wir ihm zutrauen. Dazu ist es aber zuerst mal nötig, seine Möglichkeiten in den Grundzügen zu begreifen. Die meisten Menschen jedoch nutzen ihren Geist eher als etwas g'schenktes. Richtige Denkschulen gibt es zudem in Europa kaum und wenn, eher im Sinne einer ideologischen Indoktrination. Hier ist also Eigenleistung gefragt, wenn man nicht gerade nach Asien auswandern will...

25.11.2019 12:44 • x 1 #17

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Zitat von Daisho:
Ist es bei dir möglicherweise genauso?

Ja leider schon

Doof das es auf der Arbeit nicht klappt mit dem ablenken, heute fühle ich mich auch leer und es fühlt sich an als legst dich jeden Moment hin und bist Tod, so wie wenn meine Energie einfach weg ist. Da frage ich mich immer ob ich nicht doch körperlich was habe.

Samstag Als ich mit Freunden weg war mich ablenkt hatte und Spaß hatte war auch nix. Warum will mein Verstand mir unbedingt weiß machen ich hätte was am Herz!?

25.11.2019 13:35 • #18


Daisho
Zitat von Tobsy:
Doof das es auf der Arbeit nicht klappt mit dem ablenken, heute fühle ich mich auch leer und es fühlt sich an als legst dich jeden Moment hin und bist Tod, so wie wenn meine Energie einfach weg ist.

Nun, wenn deine Arbeit keine Ablenkung ist, liegt es wohl eher daran, dass sie nicht (mehr?) in der Lage ist, dich zu fesseln. Eine Abhilfe wäre hier, entweder neu Punkte zu finden, die dich begeistern können oder eben eine Tätigkeit, die dieses kann. Schaue doch mal danach. Neben einem Burn Out gibt es durchaus auch einen Bore Out durch Unterforderung. (https://de.wikipedia.org/wiki/Boreout-Syndrom)
Könnte das auf dich zutreffen?
Zitat von Tobsy:
Da frage ich mich immer ob ich nicht doch körperlich was habe.Samstag Als ich mit Freunden weg war mich ablenkt hatte und Spaß hatte war auch nix.

Hattest du am Samstag nicht einfach Spaß mit Freunden in interessanter Umgebung?
Wurde nicht dadurch deine Aufmerksamkeit gefesselt (gelenkt)?
Ist nicht gerade auch DAS der Unterschied zwischen deinem Erleben Arbeit und Freizeit? Was meinst du?
Zitat von Tobsy:
Warum will mein Verstand mir unbedingt weiß machen ich hätte was am Herz!?

Warum glaubst du, dass es der Verstand sein könnte, der dir hier Streiche spielt? Ist es nicht eher das Gefühl?

25.11.2019 14:04 • #19


Ja da hast du recht. Ja bin im letzten Jahr der Ausbildung das 2. Jahr war sehr langweilig das 3. geht so erst nächstes Jahr beim Abschluss wirds stressig. Das mit dem Bore Out ist auch möglich. Ich denke auch das es nächstes Jahr mit der richtigen Arbeit auch besser wird dann hab ich mehr Fokus und Spaß wahrscheinlich.

25.11.2019 14:42 • #20



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