Das kann ich verstehen, es gelingt natürlich nicht immer, sich einzureden, dass alles gut ist, ich kenne es auch, dass man es selbst nicht schafft, sich Mut zu machen, bzw. diese Gedanken zu unterbrechen.
Vor allem in der Schule, wo du nicht einfach rausgehen kannst, um dich zu beruhigen und du auch noch viele Leute um dich herum hast, muss das wirklich zum verzweifeln sein.
Das erinnert mich ein bisschen an meine Ängste, während ich bei meiner Fahrdienstarbeit im Auto saß und nur Angst hatte, aber die Situation einfach nicht beenden konnte, weil ich ja arbeiten musste... Nur stelle ich mir das bei dir noch schwieriger vor!
Ich habe auch Ängste, nur sind sie bei mir ein wenig anders. Das ganze fing mit aggressiven Zwangsgedanken an, dass ich Leuten in meiner Umgebung was antun könnte. Das hat mich dann so verunsichert, dass ich sehr viel Angst vor der Zukunft habe, was mit mir passieren kann und wo ich irgendwann mal landen werde. Bin grad im Studium, hab also im Leben genauso wie du noch ziemlich viel vor mir.
Mich beruhigt aber dabei der Gedanke, dass es immer besser werden kann und auch, wenn die Ängste vielleicht nicht komplett verschwinden, kannst du es schaffen, dass sie nicht mehr so zwingend und mächtig werden, das ist doch schon mal ein tröstender Gedanke
Ich würde dir aber wirklich raten, dich mit einer Therapie auseinanderzusetzen, das ist wirklich nichts schlimmes und es beruhigt enorm, sich einer professionellen Person zu öffnen und sich gemeinsam an die Probleme zu wagen, die einen alleine ziemlich erschlagen können zumindest ist das meine Erfahrung, die ich gemacht habe.
Viele Grüße zurück,
Nour