So steht es in Wikipedia:
Klassifizierung nach ICD und DSM
ICD-10
Für die Diagnose nach ICD 10 (Code F60.6) müssen mindestens vier der folgenden Eigenschaften oder Verhaltensweisen vorliegen :
andauernde und umfassende Gefühle von Anspannung und Besorgtheit;
Überzeugung, selbst sozial unbeholfen, unattraktiv oder im Vergleich mit anderen minderwertig zu sein;
übertriebene Sorge, in sozialen Situationen kritisiert oder abgelehnt zu werden;
persönliche Kontakte nur, wenn Sicherheit besteht, gemocht zu werden;
eingeschränkter Lebensstil wegen des Bedürfnisses nach körperlicher Sicherheit;
Vermeidung beruflicher oder sozialer Aktivitäten, die intensiven zwischenmenschlichen Kontakt bedingen, aus Furcht vor Kritik, Missbilligung oder Ablehnung.
Überempfindlichkeit gegenüber Ablehnung und Kritik können zusätzliche Merkmale sein.
DSM-IV
Ein tief greifendes Muster von sozialer Gehemmtheit, Insuffizienzgefühlen und Überempfindlichkeit gegenüber negativer Beurteilung. Der Beginn liegt im frühen Erwachsenenalter und die Störung manifestiert sich in verschiedenen Situationen. Der Code lautet 301.82, wobei mindestens vier der folgenden Kriterien erfüllt sein müssen:
vermeidet aus Angst vor Kritik, Missbilligung oder Zurückweisung berufliche Aktivitäten, die engere zwischenmenschliche Kontakte mit sich bringen,
lässt sich nur widerwillig mit Menschen ein, sofern er/sie nicht sicher ist, dass er/sie gemocht wird,
zeigt Zurückhaltung in intimen Beziehungen, aus Angst beschämt oder lächerlich gemacht zu werden,
ist stark davon eingenommen, in sozialen Situationen kritisiert oder abgelehnt zu werden,
ist aufgrund von Gefühlen der eigenen Unzulänglichkeiten in neuen zwischenmenschlichen Situationen gehemmt,
hält sich für gesellschaftlich unbeholfen, persönlich unattraktiv und anderen gegenüber unterlegen,
vermeidet persönliche Risiken und neue Unternehmungen, weil diese sich als beschämend erweisen könnten.
Typen
Die selbstunsicher-vermeidende Persönlichkeitsstörung lässt sich in zwei Subtypen aufteilen, deren Verteilung etwa identisch ist.
kühl-distanziert
Diese Gruppe lässt sich als „kühl-distanziert" und "sozial-vermeidend“ („cold-avoidant“) beschreiben; kennzeichnend sind Misstrauen und Probleme, warme Gefühle auszudrücken.
nachgiebig-ausnutzbar
Charakteristisch für die „nachgiebig-ausnutzbare“ („exploitable-avoidant“) Gruppe ist, dass Betroffene sich von anderen ausgenutzt fühlen oder tatsächlich ausgenutzt werden, und es ihnen schwer fällt, anderen Grenzen aufzuzeigen. Im sexuellen Bereich kann dies u.U. Missbrauch durch andere begünstigen.
Es handelt sich bei den beiden Gruppen um Idealtypen; eine genaue Abgrenzung ist nur selten möglich, Mischbilder sind häufig.
Bei mir treffen in beiden Klassifizierungsarten mindestens 4 Kriterien zu, wobei der Aspekt mit der Vermeidung von beruflichen Aktivitäten der schwerwiegendste Punkt bei mir ist. Und ich gehöre eindeutig in die Kategorie der kühl-distanzierten Typen.
