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21.05.2011 21:11 • 05.07.2020 #1


17 Antworten ↓


Hallo Laura,

ihc lebe auch seit Jahren mit Panikattacken und Ängsten.

Seitdem ich eine absolut schlimme Attacke im Auto hatte mitten im STau, ich nirgendwohin konnte, nicht aussteigen, und die Angst vor einem Herzinfarkt aushalten musste mit dem Gedanken: nun kann dir noch nicht mal einer helfen, weil selbst der Krankenwage wäre nicht durchgekommen, ist bei mir Autofahen der Horror.

Merh als ne halbe Stunde mit totaler Unruhe geht nicht. Wir waren nun seit 3 Jahren nicht mehr weg. Ich kanns einfach nicht, ich kann mich nicht überwinden, inUrlaub zu fahren, aus lauter Angst, dass mir diese Situation wieder passiert.
Ich kriegs nicht aus dem Kopf und wenn ich mir hundertmal sag, dass es ja nicht so kommen muss (aber ich weiß eben, dass es so kommen kann..)

Selbst die anderen Unternehmungen fallen mir schwer. wobei ich da sagen möchte: noch schwer, denn ich habe eine große Hürde genommen seit 2 Wochen - ich geh nun mit HUnd oder auch allein jeden TAg ne halbe bis 3/4 STd. spazieren. DAher denke ich mir, ich werde es auch wieder schaffen unbeschwert in ein Auto zu steigen und in urlaub zu fahren.
Aber im mOment setzt mich allein der GEdanke daran unter Druck und ich merk, wie sich alles zusammenkrampft...

Dabei würde ich so gerne ans Meer, dort am STrand laufen und die düsteren GEdanken in die weite WElt hinaustragen lassen vom dort ständig wehenden Wind...

Aber ich weiß, irgendwann schaff ich das und dann bin ich stolz wie Bolle...
Setz Dich nicht unter Druck - macht doch mal einfach nene Wochenendausflug, Sa hin und So zurück, eine Übernachtung in nem Ort nicht mehr als 100km entfernt und dehnt das dann aus, sowohl zeitlich als auch kilometermäßig...

23.05.2011 14:24 • #2



Angst und Panikattacken vor dem Urlaub - nichts hilft

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Hallo,

wir waren Pfingsten im Urlaub Toscana.Wir mussten über den Brenner und es war die Hölle.Links Berge rechts Berge ich hab eine PA nach der anderen bekommen.Auch nach dem Brenner ging es mir nicht besser.Irgendwann bin ich dann mal eingeschlafen.Auf einer Brücke standen wir auch im Stau und am Ende von der Brücke kam ein Tunnel ich habe die Hölle durchgemacht.Ich hatte die ganze Woche im Urlaub Angst vor der Rückreise und hab mir selber den Urlaub verdorben.Auf der Heimfahrt hatte ich keine einzige PA................

30.07.2011 10:10 • #3


Die Angst vor Urlaub kenne ich seit meiner Kindheit. Klassenfahrten waren für mich die Hölle. Meine Eltern mussten mich oft abholen kommen und später bin ich gar nicht mehr mitgefahren. Unsere Abifahrt ging in die Toskana und ich war so fertig, dass ich tagelang vorher geheult habe und am Ende nicht mitgefahren bin. Ich hatte alle möglichen Symptome, die man sich vorstellen kann. Heute, fünfzehn Jahre später, kann ich schon besser mal wegfahren, aber nie länger als eine Woche und dann auch nicht überall hin. Ich habe Probleme in Länder zu reisen, in denen die medizinische Versorgung nicht gut ist. Am wohlsten fühle ich mich daheim. Im September fahren mein Mann und ich 5 Tage in die Alpen, da ist meine größte Angst, die vor dem Essen. Ich habe jetzt schon Bauchschmerzen, wenn ich daran denke, dass ich nicht von mir selbst zubereitete Speisen essen muss.

02.08.2011 08:29 • #4


Vielen Dank für deine Antwort!

Seit meinem letzten Eintrag hat sich eineiges getan.
War jetzt zwei Monate in einer Verhaltestherapie und habe viel gelernt.
Ob es klappt wissen wir in zwe wochen, denn dann geht es für drei Tage nach Ungarn.

Was am meisten hilft ist es, dem Partner alles zu erzählen. Es ist eine große Hilfe wenn der Partner über solche Ängste bescheid weiß.
Dennoch hab ich jetzt schon Angst vor der Fahrt...aber ich hoffe anhand der
Verhaltenstherapie damit besser umzugehen...

wir werden sehen....

08.08.2011 19:13 • #5


@islandfan: Die Angst vor Klassenfahrten kenne ich auch! Bei jeder Fahrt war meine Angst davor größer und die Fahrt selber schrecklicher (wobei sich die letzten beiden da nicht mehr viel getan haben), denke rückblickend auch, dass ich Panbikattacken hatte, damals konnte ich mir das nicht erklären. Konnte auch kaum noch was essen und hab dann gedacht, dass es mir vielleicht deswegen so schlecht geht (kann ja wohl auch PAs auslösen) und war nur noch am heulen..Mit 14 bin ich von meiner letzten Klassenfahrt geflüchtet, 7 Stunden Zugfahren nach Hause...danach war Sense, nix mit Fahrt nach London und so.
Leider behindert mich diese Angst im Moment in meinem Studium, denn das ist ja auch "weg von Zuhause"...
Habe auch keine Angst, wenn ich mit meiner Familie in Urlaub fahre, aber mit Freunden könnte ich wohl nicht, zumindest nicht länger/weiter weg...fürchte mich leider auch davor, mit anderen Leuten zu essen/dann nichts essen zu können...

01.09.2011 15:40 • #6


MillaMii

29.12.2018 22:35 • #7


Buddy_1207
Also erstmal herzlich Willkommen hier.

Zu deiner Beruhigung, das Gefühl nicht tief durchatmen zu können, habe ich auch ab und an und manchmal kommen dadurch meine Panikattacken zurück.
Du darfst dich dadurch nicht verrückt machen, versuche ruhig tief einzuatmen und langsam auszuatmen. Dabei zählst du jedes Mal bis vier oder mehr.
Deinen Urlaub solltest du schon verbringen, deine Familie ist doch bei dir, oder? Vielleicht tut er dir auch ganz gut?
Für den Flug solltest du dir vielleicht von deinem Arzt Tabletten geben lassen, damit du ruhig wirst.

Bist du in Behandlung bzgl deiner Panikattacken?

29.12.2018 23:45 • #8


MillaMii
Ja, meine Familie ist dabei - habe aber trotzdem Bammel und würde am liebsten zu Hause bleiben. Ich vermute das das mit der Atmung auch vom Rücken oder einer Verspannung kommen kann, und das würde ich am liebsten so schnell wie möglich behandeln lassen...

Wegen der Panikattacken bin ich leider nicht in Behandlung. Ich denke immer es geht mir doch grade gut, was soll ich dem Therapeuten denn sagen und mache mir keinen Termin. Als es akut war, habe ich keinen gefunden. Fürs neue Jahr have ich mir aber vorgenommen, mir Hilfe zu suchen.

30.12.2018 00:04 • #9


Buddy_1207
Zitat von MillaMii:
Ja, meine Familie ist dabei - habe aber trotzdem Bammel und würde am liebsten zu Hause bleiben. Ich vermute das das mit der Atmung auch vom Rücken oder einer Verspannung kommen kann, und das würde ich am liebsten so schnell wie möglich behandeln lassen...

Wegen der Panikattacken bin ich leider nicht in Behandlung. Ich denke immer es geht mir doch grade gut, was soll ich dem Therapeuten denn sagen und mache mir keinen Termin. Als es akut war, habe ich keinen gefunden. Fürs neue Jahr have ich mir aber vorgenommen, mir Hilfe zu suchen.


Das solltest du unbedingt tun, von alleine gehen die eben leider nicht mehr weg.

30.12.2018 00:10 • #10


MariaManchester

04.07.2020 23:05 • #11


Odradek
Also wenn ich ehrlich bin, kenne ich keine PA, doch ich kenne das Vorgefühl, dass man ein bisschen Angst oder Sorge hat, wie es im Urlaub läuft, und dass das Fremde stressen kann.
Vielleicht hilft es, wenn du dir besonders bewusst machst, was du an Dänemark magst und worauf du dich auf der Fahrt freust? Im Urlaub "muss" nichts, aber man kann, wenn man Lust hat ... und ich kenne Dänemark, war drei Mal dort, als das entspannteste und freundlichste Land weit und breit. Hilfsbereite und unaufgeregte Leute, einfach sehr nett. Dort geht alles eine Spur ruhiger und sanfter. Fand ich super. Nach zwei Wochen dänische Insel kann es einem eher zu ruhig vorkommen. Wenn du Ruhe und Entspannung magst, genau das Richtige.

05.07.2020 10:20 • x 1 #12


Ina2509
Das kann ich total verstehen ich überlege auch die ganze Zeit ob ich im September nach Kroatien fahren soll oder lieber nicht. Eigentlich soll man nichts vermeiden aber mach mir natürlich Gedanken wenn was sein soll versteht dich keiner, fremdes Land, ist nicht so einfach.

05.07.2020 10:25 • x 1 #13


Same here. Bei uns ist auch bald soweit und ich habe Angst. Hast du notfallmedis?

05.07.2020 10:51 • x 1 #14


MariaManchester
Hallo, danke für eure Antworten. Ich hab Dänemark extra gewählt weil es nicht ganz so weit ist und die Leute da sehr angenehm sein sollen.
Nichts desto trotz hab ich Angst, dass ich mich da im Notfall nicht verständigen kann.
Ich möchte da gerne hin auch meiner Familie zu liebe aber das Gedankenkarussell dreht sich verdammt schnell.
Ich nehme bei PA immer Bachblüten Notfall Tropfen. Gelegentlich auch Baldrian wenn ich schon merke, dass ich sehr unruhig bin. Ich habe auch Tavor, scheue mich aber sie zu nehmen, weil ich nicht weiß wie sie bei mir wirken. Sie sollen mein letzter Ausweg sein..

05.07.2020 11:52 • #15


Icefalki
Du bist doch in keinem dritte Weltland, und notfalls in 6 Stunden wieder zuhause. Es ist total normal, dass sich Angstpatienten vor Veränderungen fürchten, und seien es auch positive Veränderungen.

Ich denke, das kennt jeder. Ich schreibe dir nicht, was ich schon alles angestellt habe, ich habe es sogar geschafft, Zahnwurzelentzündungen zu bekommen und das nicht nur einmal vor einem Urlaub.

Ich kenn das auch alles. Der Hammer ist immer, wenn man erstmals im Urlaub ist, ist alles viel besser, aber bis dahin, stirbt man 1000 Tode. Letztendlich muss man sich auch mal klarmachen, dass die Familie unseren Mist mit ausbaden muss, wenn man mal wieder den *beep* einzieht.

Ich habe dann immer so eine Wut bekommen, dass ich beschlossen habe, dass die dann Schuld sind, wenn ich jetzt sterbe, grins, was natürlich nie eingetreten ist. Vielleicht hilft dir das ja. Da wir eh ne Macke haben, kann man auch mal schräg denken. Wut hilft übrigens. Und als Tip, wenn du merkst, jetzt kommt eine Angstanflutung im Auto, dann beginne deinen Po anzuspannen und zwar richtig, den Bauch einzuziehen, den Bizeps anzuspannen, sprich, die baust das Adrenalin durch Spannung ab.

Kriegt keiner gross mit, aber du hast was zu tun. Und glaube mir, anschliessend hast du richtig was getan.

05.07.2020 13:16 • x 2 #16


Calima
Zitat von Ina2509:
versteht dich keiner, fremdes Land, ist nicht so einfach.

In einer Touristenregion versteht dich immer jemand.

05.07.2020 13:18 • x 1 #17

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MariaManchester
Zitat von Icefalki:
Du bist doch in keinem dritte Weltland, und notfalls in 6 Stunden wieder zuhause. Es ist total normal, dass sich Angstpatienten vor Veränderungen fürchten, und seien es auch positive Veränderungen. Ich denke, das kennt jeder. Ich schreibe dir nicht, was ich schon alles angestellt habe, ich habe es sogar geschafft, Zahnwurzelentzündungen zu bekommen und das nicht nur einmal vor einem Urlaub. Ich kenn das auch alles. Der Hammer ist immer, wenn man erstmals im Urlaub ist, ist alles viel besser, aber bis dahin, stirbt man 1000 Tode. Letztendlich muss man sich auch mal klarmachen, dass die Familie ...


Danke für deine Worte!
Du hast absolut recht. Gerade für meine Kinder möchte ich nicht schon wieder einen Urlaub absagen. Also nichts wie durch!
Den Tipp für PA im Auto merke ich mir

05.07.2020 16:12 • x 1 #18



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