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Hallo Leute,

ich war bis vor ein paar Monaten noch sehr viel in diesem Forum unterwegs. Habe aber leider meine LogIn Daten vergessen.
Ich war eine ganze Weile lang beschwerdefrei und habe jetzt ein richtiges Problem mit der Angst vorm Verrücktwerden.

Die Angst Verrücktzuwerden WÄHREND einer Panikattacke kennen wir ja denk ich alle. Aber ich hatte seit Feb keine Panikattacke mehr und habe einfach ständig diese Angst davor dass es eines Tages BUMM macht eine Sicherung rausfliegt und ich Schizophrenie, Wahnvorstellungen, Halluzionationen eine Psychose oder sonst etwas habe.
Gestern war ich mit meinem Freund alleine im Haus und plötzlich habe ich mir vorgestellt wie es wäre wenn er mein Entführer wäre und daraus hats ich eine viertel Stunde ca eine richtig dolle Angst vor ihm entwickelt. ich hatte wirklich ein bisschen das Gefühl es sei so.
Kennt das jemand von euch? Dass ich einen doofen Gedanken habt und plötzlich davor total Angst bekommt?
Oder dass ihr euch für geistig völlig labil haltet und in der ständigen Erwartung seid "bald isses soweit und du knallst duch"?
ich bin schon total verweichlicht und versuche alles von mir fern zu halten was meine nerven belasten könnte. (zuviel tv oder pc-spiele, schnelles rumzappen etc.)

ich würd mich total über ein paar aufmundertde worte freuen und eure meinung dazu.
Liebe grüße
Sonja

ps: ich bin nicht 88 geb. habe mit vertippt. es ist 86

14.09.2009 14:44 • 18.09.2009 #1


6 Antworten ↓


Zitat von esel88:
ich bin schon total verweichlicht und versuche alles von mir fern zu halten was meine nerven belasten könnte. (zuviel tv oder pc-spiele, schnelles rumzappen etc.)

Hi Eselin

das ist keine "Verweichlichung", sondern reine Vernunft und Selbstfürsorge, wenn man ZUVIEL von solchen Dingen meidet. Das ist gut, dass du das machst!

Viele merken leider nicht, dass ihnen diese Dinge überhaupt nicht gut tun, sie auslaugen oder nervös machen, und dass sich daraus weitere Problebe ergeben.

Also: Das finde ich schon mal prima!

Werte dich nicht ab!

14.09.2009 15:06 • #2



Angst vor Shizophrenie/psychose

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ja aber was wenn ich sie doch tue? werd ich dann verrückt? es geht mir um die schmale linie zw normal sein und völlig verrückt werden. ich kann doch unmöglich angst davor haben tv zu sehen ich schaue keinstenfalls übermäßig und pc spiele schon gar nicht nur im winter mal. aber ich kann mir doch nicht alles verderben lassen.

14.09.2009 15:12 • #3


Hallo,

ja diese Befürchtung kenne ich. Ich meine, das beruht einfach auf der Erfahrung von diesem Mechanismus, dass Erwartung von Panik tatsächlich zu Panik führen kann und man überträgt diese Furcht darauf, dass es auch mit dem Wahnsinnig-Werden so sein könnte.

Allerdings stimmt das nicht. Ich hatte schon einmal vor Jahren eine akute Psychose (hatte mit dem Thema Liebe zu tun), kenne Wahnerleben daher und das läuft von der Entstehung her ganz anders ab. Reizüberflutung oder Grübeln reicht da nicht, ich kam da eher über positive, euphorische Gedanken rein. Selbst dann (obwohl bei Wahnsinn per definitionem keine Einsicht besteht) erlebt man diese Momente, in denen man sich halb in der Realität, halb im Wahn befindet und seine eingenen Überzeugungen noch in Frage stellen kann. Spätestens bei der "Heilung" davon findet dieser Prozess statt.

Schau mal unter Zwangsgedanken im Netz nach, mehr ist das bei Dir nicht.

Grüße

pc

14.09.2009 15:17 • #4


ich denke ist einfach eine neue form der angst. ich hatte panikattacken und agoraphobie. war in behandlung und bin erfolgreich gewesen, denke ich zumindest. habe viele dinge getan vor denen ich angst hatte und bin so immer besser vorran gekommen. ich weiß nicht was das jetzt ist. einerseits stimmt es dass es zwangsgedanken sind. andererseits: was war das gestern? ich hab mir eingebildet mein freund sei mein entführer und hatte angst vor ihm? das hat mich dann doch irgendwie erschüttert.

14.09.2009 16:33 • #5


durch die Angst, verrückt zu werden, wird man sicher nicht verrückt, überleg lieber mal, ob dieser Gedanke mit deinem Freund irgendetwas bedeuten könnte, und sei es erstmal noch so absurd...

14.09.2009 17:00 • #6


Hey,

ich kenn das auch, mir gings genauso. Bin von einem Psychologen bzw. Psychiater zum nächsten gerannt, hab ihnen meine Gedankengänge genau beschrieben und jeder war definitiv der Meinung, dass das alles von der Angst/Panik kommt.
Bei mir ging das los, als ich körperlich 100%ig durchgecheckt war. Da hat sich meine Angst quasi was anderes gesucht, was man eben nicht mal schnell ducrh ne Untersuchung widerlegen kann.

Mittlerweile gehts besser.

Hab dann mit Antidepressiva angefangen und es ging steil bergauf. Hätt ich tatsächlich was mit Psychose oder so gehabt, dann wär das nicht gegangen, höchstens noch schlimmer geworden. Das hat mir auch ein wenig die Bestätigung gegeben, dass es wohl doch alles von der Angst kommt.

Oft hilft es auch einfach das ganze mal zu durchleben und ne Weile auszuhalten. Klar is man gleich in Panik und kriegt die Gedanken nimmer aus dem Kopf, aber nach ner Weile merkt man dann, dass man nicht verrüclt wird und entlarvt den Angstmechanismus!

Viel Glück!

18.09.2009 22:57 • #7





Dr. Hans Morschitzky