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Sportsfreund
Guten Morgen zusammen,

vielleicht bin ich hier besser aufgehoben. Ich möchte an dieser Stelle auch nur eine Kurzfassung liefern, da ich an anderer Stelle schon eine Menge geschrieben habe:
- Oktober 2015 - Panikattacken mit depressiver Phase i.V. mit meiner neuen Beziehung (Trauma aus vorheriger Beziehung)
- seit Oktober 2015 - Januar 2016 = 75 mg Venlafaxin und Verhaltenstherapie
- seit Januar - April 2016 = 36,5 mg
- April - Juni = 25 mg
- Juni - Juli = 12,5 mg
- seit 3 Wochen = 0 mg

Seit März 2016 keine Panikattacken mehr, die Verhaltenstherapie schlug an. Seit 3 Wochen bin ich auf 0 mg und die Absetzerscheinungen waren in der zweiten Woche am heftigsten, gestern und heute sind Sie sehr präsent.

Momentan habe ich Angst davor das die Angst wiederkommt. Die damaligen Probleme habe ich angegangen. An den schwierigen Tagen fokussiere ich auf die Zukunft, auf den anstehenden Nachwuchs, für den ich ein guter Vater sein möchte. Das hilft mir stark zu sein. Trotzdem habe ich Angst das unkontrolliert Panikattacken kommen. Zwei Anflüge von Panikattacken hatte ich bereits in der zweiten Woche unter den Absetzsympthomen (Ich weiß das jeder das anders erlebt, aber mir haben die Medis sehr gut geholfen, sogar innerhalb von 24 h nach der ersten Einnahme, und das Absetzen merke ich leider auch wie viele andere). Beides Mal konnte ich die unkontrollierten Gedanken in Bahnen führen und mich beruhigen.

Die Frage, die alle stellen und auf die es keine Antwort gibt:
1) Wie lange dauern die Absetzerscheinungen? Ich bin bereits in der dritten Woche...
2) Wie unterscheidet man Absetzerscheinungen von der Depression? Es fällt mir schwer das manchmal zu unterscheiden. Noch kann ich mich beruhigen indem ich es auf die Absetzerscheinungen schiebe, aber nach vier Wochen besteht schon wieder die Angst, dass es dann die Depression oder Panik ist.

Wie ist eure Erfahrung mit der Angst vor der Angst?

03.08.2016 08:06 • 04.09.2016 #1


18 Antworten ↓


laribum
Die Frage ist doch ob die Panikattacken durch die Verhaltenstherapie oder Venlafaxin weggegangen sind bzw eine Kombi aus beidem? Halte den Zeitraum von 3 Monaten Venlafaxin für zu wenig und 75mg sind schon sehr niedrig dosiert das ist fast schon minimum. Durchaus möglich das das jetzt wieder kommt.....muss aber nicht sein ist schwer einzuschätzen. Die Dauer der Absetzungserscheinung ist auch von Mensch zu Mensch verschieden, aber bei der niedrigen Dosis dürfte das raus sein..

Am besten noch mal mit dem behandelnden Arzt besprechen..

03.08.2016 13:33 • #2


Sportsfreund
Ich nehme Venlafaxin seit Oktober, also länger als drei Monaten. Ich merkte übrigens immer wenn ich Venla nahm, egal in welcher Dosis. Je nach Dosis war die Intensität/Wirkung jedoch unterschiedlich. Andere nehmen 150 mg und merken nichts, ich war bei 75 mg zu benebelt und erst ab 37,5 mg (und darunter) fühlte ich mich "normal".

03.08.2016 14:26 • #3


Schlaflose
Zitat von Sportsfreund:
Ich nehme Venlafaxin seit Oktober, also länger als drei Monaten.


Es heißt, dass man die Medikamente noch 6 Monate nachdem die Symptome verschwunden sind in voller Dosis weiterhnehmen soll und dann erst langsam reduzieren.

03.08.2016 14:40 • #4


Sportsfreund
Die Symptome sind nach direkter Einnahme verschwunden. Keine Panikattacken seither. Daher der Entschluss, in Absprache mit Therapeut und Arzt, langsam zu reduzieren um die Absetzsysmpome zu reduzieren. Bisher gelang es auch ganz gut.

DIe Frage ist nur, wie lange hat man im Durchschnitt Absetzerscheinungen?

03.08.2016 14:49 • #5


Icefalki
Ich kann jetzt nur von mir schreiben. Nahm Citalopram 20 mg über ca. 4 Jahre nach 17 Jahren PA und schlussendlich einer Depression. Ging mir sehr gut damit, konnte eine Therapie machen und viel lernen.

Dann bewusstes Ausschleichen, ich wurde aggressiv. Hab sofort wieder 20 mg genommen.

Und irgendwann hab ich die regelmäßige Einnahme vergessen, dadurch hab ich die unbewusst ausgeschlichen, ohne mich selbst zu Beobachten. Und irgendwann überhaupt keine mehr genommen..


Bei stressigen Situationen , hab ich wieder angefangen, allerdings waren die da evtl. nur Placebos. Mein Therapeut hat mich machen lassen. Jetzt seit über 11 Jahren keine AD mehr.

Funktioniert nur, weil ich an mir viel verändert habe. Und immer wieder an meinen Einstellungen arbeiten muss. Ist aber für mich total ok so.

Was ich aber zu mir sagen muss, mir waren körperliche Symtome vollkommen egal. Ich war dermaßen kaputt, Schlimmer hät es eh nicht werden können.

Drum seh ich in meinem Fall das AD als mein Retter in der Not. Und bevor ich wieder am Ende bin, nehm ich die Dinger, wenn ich die brauche.

Les hier immer, dass die Probleme nach Absetzen wieder da sind und frage mich, warum man dann nicht einfach wieder Medis nimmt. Hab das echt noch nie verstanden.

03.08.2016 14:50 • #6


Sportsfreund
Zitat:
Les hier immer, dass die Probleme nach Absetzen wieder da sind und frage mich, warum man dann nicht einfach wieder Medis nimmt. Hab das echt noch nie verstanden.

Meine Erklärung: Ich möchte klar im Kopf sein, nicht betäubt. Ich möchte sehen wie es mir wirklich geht ohne Medikamente. Ich kann jedenfalls sagen das es nicht mehr so schlimm ist wie zu der Zeit als ich die Tabletten verschrieben bekommen habe. Ich denke eher das die Tabletten meine Heilung insofern verzögert haben, als dass ich gar nicht an mir arbeiten konnte.
Der andere Punkt ist, dass nach dem Absetzen erstmal nicht klar ist ob es Absetzerscheinungen sind oder Angstzustände. Ersteres kann man mit viel Geduld "überleben", letzteres natürlich nicht.

05.08.2016 09:13 • x 1 #7


Schlaflose
Zitat von Sportsfreund:
Meine Erklärung: Ich möchte klar im Kopf sein, nicht betäubt. Ich möchte sehen wie es mir wirklich geht ohne Medikamente.


Ich nehme seit 17 Jahren ADs und bin trotzdem klar im Kopf und bin nicht betäubt.

05.08.2016 09:17 • x 1 #8


Sportsfreund
Ich gebe mal ein Update:
Nun sind fast vier Wochen um. Die alten Verhaltensmuster kommen wieder. Ich fühle mich fast täglich niedergeschlagen und das ohne Grund. Meine Partnerin sagt, es sei wie vor der Einnahme. Tägliche Magen-Darm-Probleme, Weinerlichkeit. Das alles ist wieder da.
Ich weiß nicht wie lange ich den Kampf ohne Medikamente noch durchhalte. Ich sehne mich so sehr nach ein paar "entspannten" Tagen.
Soll ich jetzt einfach so weitermachen und hoffen das es besser wird oder soll ich mir eingestehen, dass ich die Tabletten zu früh abgesetzt habe? Immerhin war meine Dosis am Ende bei 12,5 mg.

12.08.2016 05:58 • x 1 #9


waage
Guten Morgen,

ich denke das du unbedingt weiterhin Unterstützung durch die Medis brauchst , bist du noch in Therapie?

L.G. Waage

12.08.2016 06:31 • x 1 #10


Sportsfreund
Zitat von waage:
ich denke das du unbedingt weiterhin Unterstützung durch die Medis brauchst , bist du noch in Therapie?

Ja bin ich auf wöchentlicher Basis. Mir ging es die letzten Monate so gut das ich kaum Gesprächsbedarf mit meinem Therapeuten hatte. Daher mein Wunsch zu reduzieren, ich dachte ich wäre schon soweit. Nun bin ich mir extrem unsicher. Tabletten oder eigene Willenskraft?

12.08.2016 07:49 • x 1 #11


waage
beides ist der Weg...

L.G. Waage

12.08.2016 07:57 • x 1 #12


anna violetta
Sportsfreund: Was meinst denn dein Therapeut dazu?
Sollst du weiter versuchen, es "auszuhalten" oder lieber wieder die Medis einschleichen?
Hast du einen Psychiater?

LG, Anna

12.08.2016 11:24 • #13


Icefalki
Nochmals zu Medis und Therapie. Manche Menschen brauchen Medikamente, um überhaupt therapiefähig zu werden, manche brauchen einfach immer die Medis, um ein vernünftiges Leben führen zu können.

Wenige Menschen kommen auf die Idee, Ihren Blutdruck durch Sport, abnehmen, gesunde Lebensweise, Achtsamkeit, dauerhaft versuchen zu senken, nein, sie brauchen ihre Blutdrucktabletten.

Und nehmen die auch. Ohne sich einen Kopf zu machen, und der Blutdruck ist eingestellt.

Und jetzt kommen die Angsterkrankten, die mit aller Gewalt weg von ihrem bisher sehr gut gewirkten Medikament wegkommen wollen. Und schon "schießt", bleiben wir beim Beispiel, der Blutdruck wieder hoch.

Sie haben nicht abgenommen, keinen Sport gemacht, keine vernünftige Ernährung und, unter Umständen leiden sie an einer Prädisposition, die sie für diese Hypertonie insgesamt anfällig macht, die mit besagten Umstellungen nicht zu ändern sind.

Was ich damit sagen will, warum denkst du so? Ist es die Tatsache, dass Psychopharmaka was negatives sind? Wären ja dann alle anderen Medis auch so zu sehen, denn was hält die Menschen davon ab, es selbst in Griff zu bekommen?

Und ist seelisches Gleichgewicht/Gesundheit nicht gleichzusetzen mir körperlicher Gesundheit? Wo ist da der Unterschied.

Und, Psychopharmaka wirken ja auf der körperliche Schiene, auf Botenstoffe, die dein Gehirn entweder zu schnell verbraucht oder die dir nicht zur Verfügung stehen.

Viel, viel schlimmer ist es für diejenige, die kein Medikament für ihre psychische Erkrankung finden, du gehört da ja Gottseidank nicht dazu.

Wenn nur eigene Willenskraft reichen würde, hät ich das nie bekommen, oder hätte nicht jahrelang gelitten.

Leider hat sie eben nicht gereicht, denn mein Willen war zwar extremst vorhanden, nur mein Weg daraus konnte ich nicht erkennen.

Zum Erkennen der Ängste braucht es meistens einen Therapeuten, der dir den Weg aufzeigen kann, wer du bist und warum du den Ängsten so ausgeliefert bist. Die Medis, so bei mir, halfen dabei, diesen Weg gelassener zugehen.

Wer ständig in Angst und Schrecken lebt, kann einfach nicht klar denken, da die Symptome dermaßen im Vordergrund stehen und alle Kraft rauben.

Wieviel Veränderung mit Einnahme der Medis, oder wieviel Erkenntnis über dich hast du bisher erarbeitet? Was konntest du über dich selbst lernen und wie hast du das bisher umgesetzt?

Das ist das Thema. Und manchmal ist die Erkrankung eben ohne Medis dermaßen schwer, dass die Entscheidung zu treffen ist, weiter leiden oder mit Medis ein vernünftiges Leben führen können.

Viele Wege führen nach Rom, jeder geht seinen eigenen Weg. Wichtig ist nur, egal wie es funktioniert, dass man mit sich selbst klar kommt.

12.08.2016 12:05 • x 3 #14


laribum
Möchte auch mal was zum Thema Medikamente Bei tragen....
Der Mensch geht ja bei Schwierigkeiten meistens den Weg des geringsten Widerstandes d.h. er versucht ein Problem so zu lösen wie es ihm am einfachsten erscheint. Das ist oft bei psychischen Erkrankungen nicht der Fall. Da wird sich teilweise monatelang rumgequält,gegoogelt etc. nur weil man Unsicher vor den Medikamenten ist. Und warum hat man Angst? Weil Dr. Google so viel negatives ausspuckt was natürlich wieder nur zu Unsicherheiten und Ängsten führt. Dann kommen die Aussagen wie "machen müde,dick usw" Bleibt natürlich die Frage was man jetzt lieber haben möchte. Paar Kilos mehr auf den Rippen oder ständige psychische Probleme die einen im Alltag hemmen und das Leben zur Hölle machen können. Das muss natürlich jeder für sich entscheiden. Am besten ist ja immer noch "die sind Gift für den Körper" Logo jedes Medikament ist Gift, rauchen und Alk. auch. Von der Umwelt und von dem was wir uns täglich an Nahrungsmitteln und Getränken reinpfeifen ganz zu schweigen. Natürlich macht die Menge auch das Gift..
Medikamente sind nur eine Krücke,eine Stütze das meiste muss man psychotherapeutisch selbst machen. Medikamente können aber erst ermöglichen das man überhaupt dazu in der Lage ist! Wie man mitbekommt schreibe ich sehr oft von einem "kann" bzw "können", denn eine 100%ige Garantie gibt es nicht..

An den TE: Die waren zu früh abgesetzt würde die wieder anfangen zu nehmen wenn du Glück hast kommst du um die Einschleichphase herum...

12.08.2016 12:27 • x 2 #15


Icefalki
@laribum , ich unterschreib das alles mit.

Und da ich selbst jahrelang auf Medis verzichtet habe, überhaupt auf Hilfe, hab ich mich auch nach dem Grund gefragt, warum das so war.

Mein Erkenntnis dabei war, dass das mit meiner Grundprägung und viel mit der Ursache meiner Angst zu tun hatte. Dieses Nichteingestehen wollen von Hilflosigkeit und Schwäche.

Das Grundmuster, alles allein können zu wollen, zu müssen, und Schwäche, Versagen bedeutet. Und Medis ein Ausdruck dessen sind, nix, aber auch gar nix mehr auf die Reihe zu bringen.

Und kein Wunder, mit solche einer Einstellung fliegt einem das Leben um die Ohren.

Wäre evtl. ein Denkanstoß für den TE.

12.08.2016 13:30 • #16


Sportsfreund
Zitat:
Sportsfreund: Was meinst denn dein Therapeut dazu?
Sollst du weiter versuchen, es "auszuhalten" oder lieber wieder die Medis einschleichen?
Hast du einen Psychiater?

Er hat mich heute sehr gut aufgefangen. Er ist ein Psychotherapeut kein Psychiater. Während der Zeit meiner Medikamenteneinnahme habe ich verstandesmäßig verstanden was mein Problem ist. Das Problem ist nur, mir ging es so gut das ich nichts zu "verarbeiten" hatte. Meine Probleme waren weg. Deshalb habe ich sukzessiv meine Dosis reduziert damit ich wieder ich werde, damit ich meine Probleme, die ich habe, löse. Damit beginne ich nun. Vielleicht etwas radikal, aber was anderes bleibt mir jetzt nicht übrig. Er glaubt das ich es ohne Medikamente schaffe, sagt aber das ich es als Backup in der Hinterhand halten soll. Nach dem Gespräch ging es mir schon sehr viel besser.

Ich habe bereits gelernt meine Erwartungen zu senken und den Perfektionsmus abzulegen. Und ja, ich denke ich habe einen Fehler gemacht zu schnell auf 0 zu gehen. Daraus muss ich jetzt lernen. Momentan glaube ich auch das mein Serotoninlevel sehr niedrig ist. Ich hoffe das normalisiert sich einfach in den nächsten Tagen und Wochen. Drückt mir die Daumen!

12.08.2016 16:05 • x 1 #17


anna violetta
Zitat von Sportsfreund:
Zitat:
Sportsfreund: Was meinst denn dein Therapeut dazu?
Sollst du weiter versuchen, es "auszuhalten" oder lieber wieder die Medis einschleichen?
Hast du einen Psychiater?

Er hat mich heute sehr gut aufgefangen. Er ist ein Psychotherapeut kein Psychiater. Während der Zeit meiner Medikamenteneinnahme habe ich verstandesmäßig verstanden was mein Problem ist. Das Problem ist nur, mir ging es so gut das ich nichts zu "verarbeiten" hatte. Meine Probleme waren weg. Deshalb habe ich sukzessiv meine Dosis reduziert damit ich wieder ich werde, damit ich meine Probleme, die ich habe, löse. Damit beginne ich nun. Vielleicht etwas radikal, aber was anderes bleibt mir jetzt nicht übrig. Er glaubt das ich es ohne Medikamente schaffe, sagt aber das ich es als Backup in der Hinterhand halten soll. Nach dem Gespräch ging es mir schon sehr viel besser.

Ich habe bereits gelernt meine Erwartungen zu senken und den Perfektionsmus abzulegen. Und ja, ich denke ich habe einen Fehler gemacht zu schnell auf 0 zu gehen. Daraus muss ich jetzt lernen. Momentan glaube ich auch das mein Serotoninlevel sehr niedrig ist. Ich hoffe das normalisiert sich einfach in den nächsten Tagen und Wochen. Drückt mir die Daumen!


Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass es besser wird und dass du für dich einen Weg findest, ohne das Venlafaxin auszukommen.
Nimmst du jetzt gar keine Medikamente mehr?

Liebe Grüße, Anna

12.08.2016 17:43 • #18


Sportsfreund
Ich möchte euch ein Update geben und etwas Mut machen.

Ich habe inzwischen 4-5 Panikattacken überstanden, alle bei weitem nicht so schlimm wie im letzten Jahr. Nach meinem Besuch beim Therapeuten hatte ich zwei gute Wochen. Mir ging es gut, ich war recht gefestigt und habe gelernt, den schlechten Gedanken keine große Aufmerksamkeit zu schenken. "Was da ist wird nicht besser indem ich es Aufmerksamkeit schenke." Das Zitat hat mich währenddessen begleitet. Ich merke auch eine Änderung in meinem Verhalten. Heute hatte ich wieder so einen Erkenntnisgewinn. Meine Partnerin ist mit Ihren Freundinnen für eine Woche in den Urlaub gefahren. Die ersten drei Tage ging es mir gut, danach merkte ich unweigerlich die Traurigkeit in mir aufsteigen, aber ich wusste nicht warum. Ich glaubte alte Muster an mir zu erkennen. Heute jdoch, nach meiner Meditation, die ich inzwischen mehrmals die Woche betreibe, ist mir etwas aufgefallen. Die Traurigkeit ist zwar da, ich will aber nicht mehr flüchten. Ganz im Gegenteil. Sie fehlt mir, ich möchte mich an ihr anlehnen, damit Sie mich wieder tröstet und es mir gut geht. Da hab ich gemerkt, dass ich einfach eine Leere verspühre. Ich habe das Problem, ich leide an der Krankheit, egal wodurch Sie verursacht wurde. Ich kann Sie nur lösen, indem ich daran arbeite diesen schlechten Tagen nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Ich könnte eine lange Liste schreiben warum ich der glücklichste Mensch überhaupt sein kann, aber ich fühle mich halt leer. Das heißt aber nicht das ich mein ganzes Leben wieder in Frage stellen muss.

Was ich damit sagen will:
Es geht ohne Medikamente, jedenfalls momentan. Der Kampf gegen die Depression ist härter als ich je geglaubt hätte. Ich habe mehr gute als schlechte Tage. Das ist schonmal ein Fortschritt! Ich hoffe ihr gebt ebenfalls nicht auf.

04.09.2016 16:39 • x 1 #19




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