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201501.01




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Wollte ich auch gerade schreiben. Das kann nicht sein, dass man dich einfach mit Medis versorgt, die dir sogar die Kraft nehmen! Therapie ist wahrscheinlich die beste Lösung. Für die Zeit müsstest du auch eine finanzielle Unterstützung bekommen.

Auf das Thema antworten


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Schleswig-Holstein
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  01.01.2015 21:11  
Ich habe mal eine Therapie gemacht, aber das hat rein gar nichts gebracht. Ich mußte die ganzen 25 Stunden nur erzählen was mir auf der Seele liegt und die Therapeutin hat das aufgeschrieben. Keine Tipps, keine Verhaltenstherapie oder sonst was. Nur damals sind die PA durch die Medikamente ganz weg gewesen.

Meine Psychologin hat gesagt, daß ich auf jeden Fall Medizin studieren soll. Ich definiere mich ja über den Beruf, habe früher sehr gerne gelernt und bin als Sanitäter damals auch leitender Sanitäter gewesen, als ich noch bei der DLRG war. Ich war da auch Wachleiter im Schwimmbad und Bootsführer. Also was Verantwortung tragen angeht usw, habe ich das auf jeden Fall drauf.
Mir fehlt eben ein richtiger Beruf, in dem ich mich wohl fühle. Und meine Erfahrungen im Rettungsdienst haben mir schon gezeigt, daß ich in diesem Berufsfeld richtig bin.
Krankenschwester ist nicht mein Ding, weil ich der analytische Typ bin. Meine Psychologin und eine Therapeutin haben mal eine Analyse mit mir gemacht.

Die Arge wollte mir mal mittels Bidlungsgutschein eine Ausbildung zum Rettungsassistenten zahlen. Da wäre ich genau richtig gewesen. Aber die Arge konnte den Bildungsgutschein dann irgendwie nicht abrechnen und ich konnte das doch nicht lernen. Ich kann das nicht richtig erklären. Die Erklärung der Sachbearbeiterin habe ich auch gar nicht mehr weiter gehört, weil ich nur noch am Weinen war, als die mich angerufen hat um mir das mitzuteilen.

Die monatlichen Kosten für ein Studium sind leider immer noch billiger als die Ausbildung zum RA, also versuche ich es mit Medizin studieren. Und der Markt an RA ist absolut überlaufen, da habe ich nicht viele Chancen wenn ich das Lernen würde...

Aber ich werde es auf jeden Fall versuchen!



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  02.01.2015 11:24  
Das Problem mit den Medis ist, dass sie dir zwar die Angst nehmen (wenn sie richtig sind), aber nicht die Ursache.
Es gibt 2 Möglichkeiten. Die Eine: Man nimmt Medis um einen Ansatz in der Therapie zu bekommen, um Aufnahmefähiger zu sein.
Die Zweite: Man bekommt nicht mehr mit, wann man Angst hatte, bevor man die Medis genommen hat. Dann kann die Therapie auch nichts mehr ausrichten, weil man eben keinen Ansatz findet. Ich denke, das muss aber der Therapeut entscheiden.

Ich nehme keine Medis und werde sie auch nie nehmen. Ich fühle mich stark genug meine Ängste ohne sie auszuhalten und ich habe ja auch schon viel gelernt mit ihnen umzugehen. Es hat aber sehr viele JAhre gebraucht. Ich habe einen starken Charackter und Willen.
ICh schreibe viel. Schreibst du?
ICh stelle mir Fragen wie: Wovor genau hast du Angst?
Warum hast du davor Angst?
Welche Erfahrungen hast du bisher gemacht, um so viel Ängste zu haben?
Was würdest du alles tun, wenn du keine krankhafte Angst hättest?

Ich schreibe Tagebuch. Alles was mich belastet schreibe ich auf! Danach fühle ich mich leichter!

Ich habe eine Seite auf FB gefunden, die nennt sich MyMonk..stehen tolle Sachen und Tips fürs Leben. Such dir das für dich passende mal raus und lies es.
Mein Bruder ist auch RA. Er blüht auf in diesem Beruf, hat auch schon über ein Medizinstudium nachgedacht.
Er ist auch beim DRK nebenbei angagiert und bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Danke1xDanke




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  04.01.2015 14:51  
Die Fb Seite habe ich mir auch mal eben angeschaut, ist echt super, danke für den Tipp!

Schreiben ist eine sehr gute Idee. Ich bin ein extrovertierter Mensch, ich erzähle entweder jemandem etwas, oder schreibe. Irgendwo müssen aber meine Gedanken hin. Du musst nicht jedem etwas erzählen. Aber Schreiben kann schon so viel! Vielleicht kannst du ja anonym einen Blog entwickeln, wo du reinschreibst, wenn du das alles nicht für dich behalten willst. So kannst du sogar mehr Leute kennen lernen, die ähnliche Probleme haben!



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  04.01.2015 21:53  
Hi...
Ich habe mir vorgenommen mit niemandem mehr darüber zu sprechen, den ich nicht länger kenne und wo ich nicht weiss in wie weit ich denen vertrauen kann..Ich will mal einfach nix erzählen, nix von mir, nix von Problemen oder Sorgen. Mal sehen wie es dann wird mit den Mitmenschen ;-)
ISt jetzt mein experiment! :-)

Ich habe ein Tagebuch in dem ich alle meine Gedanken, Sorgen und Ängste reinschreibe. Das tut gut. Und ich schreibe auch Weisheiten auf, wie von der FB Seite. Das hilft mir ungemein.

Jetzt wo ich einen neuen Stall für mein Pferd gefunden habe, bin ich innerlich viel ruhiger geworden. Und auch sehr müde, das hat ganz schön gezogen, dieser Stress am jetzigen Stall!
So und jetzzt sehe ich nach vorn und nicht zurück! Alles wird besser!

Liebe Grüße



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  22.05.2017 15:15  
Hallo liebe azra92,
Der Beitrag ist ja schon etwas älter, aber ich dachte mir ich schreib mal was dazu. Als erstes, wie geht es dir heutzutage mit deinen Ängsten? Hast du die überwunden oder machen sie dir immer noch zu schaffen?
Ich habe nämlich momentan ähnliche Ängste wie du sie hattest. Ich bin jetzt (noch) 20, werde in einem Monat 21 und ja ich habe ziemliche angst davor. Bei mir sind diese Ängste auch wie aus dem nichts aufgetaucht und verlogen mich seit Wochen :( ich weiß auch ehrlich gesagt gar nicht mehr wie ich so loswerde, überlege sogar wieder eine Therapie zu machen. Bin momentan hin und her gerissen :(
Falls du magst kannst du dir meinen Beitrag gerne durchlesen, was mich momentan belastet. Ich hoffe das es dir heute soweit gut geht und deine Ängste überwunden hast... Villt. Kannst du mir ein paar Tipps oder Ratschläge geben wie du in der Zeit damit zurecht gekommen bist.
Ich wünsche dir weiterhin alles gute und viel Erfolg,
PS. Ich würde mich auf eine Nachricht von dir freuen :)

Liebe Grüße
Die Stef96



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  25.02.2018 21:59  
Hey , gibt es da draußen auch Leute die Angst haben vom älter werden und auch das älter werden der Familie belastet . Bin 33 aber es ist schon extrem bei mir . Denke viel über die alten Zeiten Nach und das macht mich manchmal sehr depressiv. Jemand da zum Austausch? Lg



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  26.02.2018 08:39  
Hallo, ja, in letzter Zeit geht es mir wie dir...
Oft denke ich an irgendetwas und denke, mist, das ist schon zwanzig Jahre her...
Ich fühle mich dann schon total alt und um mich rum sterben gerade Omas und Opas und ich denke, oh man, kann doch nicht sein...

Danke1xDanke


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Bärlin Spandow
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  26.02.2018 10:32  
Bei mir ist es erst so seit dem viele in meinem Umfeld den Löffel abgegeben haben. In den letzten Jahren sind wohl um die 10 Verwandte und Bekannte gestorben.



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Bayern
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  26.02.2018 11:53  
Ja sowas kenn ich auch , aber man muss sich halt einfach Klar machen das alle die hier im Forum sind irgendwann Tod sein werden?! Einfach mal sacken lassen die Vorstellung.

Aber die Angst vor dem Tod begleitet mich schon seit frühester Kindheit so mit 10-12 fing das an das es mir beim Nachhause gehen auf einmal ins Bewusstsein schoß eines Tages wirst du unter der Erde liegen und die Erde dreht sich trotzdem weiter. Sehr schwer zu beschreiben.

Dieses Gefühl hab ich immer wieder mal... wohl ein Zeichen von Depression denke ich.

Danke1xDanke


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  28.02.2018 11:27  
Hallo,

diese Angst ist im Moment mein ständiger Begleiter. Ich werde jetzt 54, also auch schon älter und pflege meine demenzkranke Mutter die noch viele andere Krankheiten hat, wie Herzschwäche und Wasser in der Lunge, COPD. Da frage ich mich oft wie das wird wenn ich noch älter werde mit meinem Ängsten und die Angst vor Krankheiten und besonders wer pflegt uns wenn der Pflegenotstand immer größer wird ? Fragen über Fragen und Angst über Angst. Und die Zeit vergeht immer schneller. Ich versuche bewusst im Augenblick zu geniesen und meine Zeit sinnvoll zu verbringen, keine Zeit an die Angst zu vergeuten. Sage mir auch ich hatte schon vor vielem Angst, das so nicht eingetreten ist.

Viele grüße Toni

Danke1xDanke


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Hamburg
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  28.02.2018 11:45  
hallo und guten Morgen Toni,

mir geht da schon längere Zeit so und was die Versorgung der Eltern angeht, bei mir wars damals die Pflegebedürftigkeit der Mutter, das nimmt einen mit und man denkt an die Zukunft. Ich bin nun 47 Jahre alt und hörte gerade, das ich ja bald 50 werde. Die Zeit rast einem davon und wenn du draussen die Kinder und Jugendlichen anschaust, dann weißt du das das mal deine Zeit war.

Die derzeitigen Anstrengungen der Politik sind zu wenig und wenn ich mir überlege das viele junge Leute lieber an die Uni gehen als im Alten und Pflegebereich tätig zu werden weil sie zu wenig verdienen dann sehe ich düster. Ich überlege mich umschulen zu lassen oder zumindest eine Qualifikation in der Altenbetreuung zu absolvieren um auch neben der Beschäftigung meinen Beitrag für eine Versorgung zu leisten, klingt doof aber ich fühle da sehr mit den Bedürftigen.

Versuche positiv zu denken und die Gedanken nicht um allzu negative Dinge kreisen zu lassen. Das Deine Mutter so krank ist das muss sehr schwer sein für Dich. Ich kann das gut nachempfinden.

gruss wollpulli



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  28.02.2018 18:46  
Hallo Wollpullu,

in der Altenpflege zu Arbeiten wäre defintiv nichts für mich, da mich alles was mit Krankheit zu tun hat triggert. Man sollte denken,durch Mama gewöhne mich daran, funktioniert nicht so richtig.......... Ich habe vor allem die in diesem Bereich arbeiten große Hochachtung, ich finde hier sollte ordentlich bezahlt werden und nicht diese riesen Löhne an die Bänker, was tun die den wirklich wichtiges ?

Gruß Toni



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  01.03.2018 19:03  
jeder mensch hat angst vor dem tod, dass ist ganz normal, du darfst dir davon nur nicht dein leben versauen lassen, physiker haben mittlerweile eine therorie aufgestellt, die besagt dass es ein leben nach dem tod gibt und das auch sehr gut begründet, außerdem glauben viele große wissenschaftler daran, ich glaube auch das es was nachdem tod gibt, http://goazin.de/quantenphysik-leben-tod-seele/
lies dir das durch, mir hat es die angst vor dem tod genommen, ich bin fest davon überzeugt, dass der tod nicht das ende ist, also kopf hoch :)



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Steiermark/Österreich
20213
  01.03.2018 19:16  
Wenn es im Leben nach dem Tod auch eine Groß- und Kleinschreibung gebe, wäre ich darüber sehr erfreut :lol:

Danke1xDanke



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RLP
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  01.03.2018 19:38  
Ich kann euch alle beruhigen, älter werden ebtspannt total. Wirklich ! Ich bin gerade 46 geworden und he älter man wird,desto ruhiger wird man innerlich. Man muss kein perfektes vorzeige Modell mehr sein, man sieht viele Dinge ganz gelassen, weil man sie schon mal erlebt hat oder durch andere Erfahrungen abschauen konnte, man wird stärker und selbstbewußter und ist irgendwie viel mehr bei sich. Und man weiß, was man will, statt suchend umher geschupst zu werden. Ich möchte nicht mehr tauschen. 20 sein ist so anstrengend !

Danke1xDanke


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  02.03.2018 10:17  
jonah kaufmann hat geschrieben:
mir hat es die angst vor dem tod genommen, ich bin fest davon überzeugt, dass der tod nicht das ende ist, also kopf hoch :)


Bei mir lköst aber gerade der Gedanke, dass es weitergehen könnte, Angst aus. Ich will, dass nach dem Tod alles zu Ende ist.



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RLP
29
  02.03.2018 15:55  
Ich bin kein religiöser Typ oder esotherisch angehaucht, deshalb denke ich, das anch dem Tod alles zu Ende ist und wir wieder zu einem Teil des Kreislaufs der Natur werden, aus der wir enstanden sind. Ich könnte mir noch eher vorstellen, dass es so etwas wie eine Form von Wiedergeburt gibt, weil einfach irgendwann jeder biologische Code verwendet wurde und der Kreislauf von neuem beginnt. Wie Zahlen auf einem Würfel. Irgendwann ist jede Zahl einmal geworfen. Den Tod stelle ich mir wie einen tiefen tiefen Schlaf vor. Was denkst du denn was nach dem Tod sein könnte, was dir Angst macht ?



16358
3
6****
5063
  02.03.2018 16:51  
Kupferglöckchen hat geschrieben:
Was denkst du denn was nach dem Tod sein könnte, was dir Angst macht ?


Nichts Konkretes, einfach die Tatsache, dass man dann nicht seine Ruhe hat.



702
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Zu Hause
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  22.04.2018 06:41  
azra92 hat geschrieben:
Hallo Leute, es tut mir schon extrem Leid, dass ich das an den Weihnachtstagen schreiben muss, aber ich halte es nicht mehr aus.

Ich bin 21 Jahre alt, werde morgen 22 und es könnte mir gerade nicht schlechter gehen. Anfang November hatte ich plötzlich wie aus dem Nichts Angst vor dem Tod bekommen. Es war ein ganz normaler Vormittag, ich stand im Bad vor dem Spiegel und habe mich fertig gemacht. Seitdem habe ich extrem gruselige Gedanken. Die Frage, was passieren wird, wenn wir sterben, geht mir gar nicht mehr aus dem Kopf. 1,5-2 Wochen lang habe ich die Angst für mich behalten können. Ich wollte niemanden damit belasten, oder gar runterziehen. Jeder hat doch irgendwann mal Angst davor. Mit meinen Kommilitonen auszugehen hat gar nichts gebracht, ich sah mich im Club/in der Bar um und musste nur daran denken, wie wir nie wieder so jung sein werden wie jetzt gerade. Und wie meine lieben Kommilitonen auch sterben müssen. Irgendwann ist es dann aus mir rausgeschossen. Ich bin zusammengebrochen, habe geweint, geschrien, wusste gar nicht mehr weiter. Meine Mutter kam zu Hilfe, richtig trösten konnte sie mich aber auch nicht. Wir haben uns dann gedacht, dass ich dringend mal mit einem Arzt darüber sprechen muss. Einen Termin hab ich aber natürlich nicht so schnell bekommen.

Meine Mutter kam dann auf die Idee, dass wir die nächsten Tage bei meinem Bruder verbringen sollten, einfach so zur Ablenkung. Ich habe mich so bemüht, aber eine Ablenkung war irgendwie nicht möglich. Immer wenn wir am Tisch saßen und aßen, musste ich daran denken, wie auch er älter wird. Selbst wenn ich meine Lieblingsserien geschaut habe, musste ich daran denken, dass es für die Schauspieler irgendwann so weit ist. Ich habe die Gedanken nicht mehr ausgehalten und wollte einfach nur schlafen. Gegessen habe ich auch fast nichts. Für mich gabs nur Vorlesungen und dann der Schlaf. Wieder zu Hause wurde es richtig schlimm. Ich bin morgens viel zu früh aufgewacht, konnte nicht weiterschlafen und es spukte wieder in meinem Kopf. Ich konnte es nicht mal steuern, ich habe mir so viel Mühe gegeben, an etwas anderes zu denken. Ich wollte meine Mutter wecken, weil ich einfach jemanden zum Reden brauchte. Ich habe sie gerüttelt, geschüttelt, sie hat mich aber im Halbschlaf abgewehrt. Mir blieb nichts anderes, als bei der Telefonseelsorge anzurufen, ich wollte einfach NUR REDEN. Über meine Ängste. Einmal hat mir eine Dame sehr geholfen. Am nächsten Tag half eine andere Dame da gar nicht "Weiß nicht, was ich Ihnen sagen soll".

Ich habe die nächsten drei Tage bei meiner besten Freundin und ihrem Freund verbracht. Die ersten 24 Stunden ging es mir nicht besser. Immer wenn ich mich im Spiegel angesehen hab, habe ich daran gedacht, dass ich nicht immer so aussehen werde. Der erste Morgen verlief genauso wie die letzten, also wirklich schei., wenn ich das so sagen darf. Aber danach ging es so langsam. Dadurch, dass auch ein anderer Freund ständig da war, war die Bude irgendwie immer voll. Die Gedanken waren nie völlig verschwunden, aber es war ok. An dem Samstag waren wir auf einem Geburtstag einer Freundin, die sagte, dass sie mit 20 jetzt voll alt sei. Meine beste Freundin und ich haben sie natürlich ausgelacht. Ich hatte die selben Gedanken wie als ich mit meinen Kommilitonen aus war, aber nicht so stark, dass sie die ganze Nacht dominierten. Am nächsten Nachmittag bin ich wieder nach Hause gefahren. Das ist jetzt fast 3 Wochen her. Danach ging es mir viel besser. Ich hatte zwei Tage später meinen Termin beim Arzt und habe ihm gleich gesagt, dass ich es bedauere, dass wir uns da erst getroffen haben. Mir ging es VIEL besser. Ich konnte essen, schlafen, die Uni war ok, das Wetter war auch ok. Dementsprechend fiel die Sitzung eher weniger.. naja authentisch aus.

Danach war ich so beschäftigt mit der Uni, dass es ging. Meine Ängste galten nicht mehr so unbedingt dem Tod sondern dem Älterwerden. Ich habe mich ständig mit berühmten Persönlichkeiten verglichen und immer geschaut wie viel älter sind. Bei dem einen oder anderen natürlich einen Schock gekriegt, als ich gemerkt habe, dass sie maximal 3 Jahre älter sind. Und jetzt seit 3 Tagen sind die Ängste wieder da. Heute hab ich meinen Tiefpunkt erreicht. Ich werde morgen 22 und komme mir vor, als ob ich morgen 30 werde. Und übermorgen sterbe. Dass meine 40jährige Schwester und meine 60jährige Mutter mit Sprüchen wie "Ja, was sollen WIR denn sagen?" kommen, hilft absolut gar nicht, verschlimmert das Ganze sogar. Ich habe das Bedürfnis mit älteren zu sprechen, aber bisher habe ich nicht eine beruhigende Aussage gehört. Schlimmer sogar. "Habe meine 30er gar nicht mitbekommen". Super, soll ich schon beim Bestatter anrufen?

Und da bin ich wieder, ganz am Anfang. Kann nichts essen, könnte nur weinen. Muss für Klausuren lernen, kriege meinen Kopf nicht frei. Ich sitze einfach nur da und habe Angst davor, dass die Zeit rennt. Ich die Augen zumache und wenn sie wieder offen sind, bin ich 60. Ich will meinen Geburtstag nicht feiern. Ich habe so Angst. Ich würde so gerne wieder mit meinem Psychologen sprechen. Denn jetzt wäre der perfekte Zeitpunkt. Ich hab mittlerweile sogar Angst davor, dass die Angst nicht verschwindet.

Es kommt mir so lächerlich vor. Ich sehe 19 jährige und bin neidisch. Immer muss ich mir selbst eine ohrfeigen und sagen "IHR SEID EINE GENERATION! SIE SIND LÄCHERLICHE 3 JAHRE JÜNGER!" Ich bin Studentin im 3. Semester, ich wohne sogar noch zu Hause. In zwei Wochen fliege ich nach Kalifornien und mache ein Auslandssemester, ich müsste mich eigentlich freuen wie sonst was, weil sich ein Traum erfüllt. Es IST lächerlich. Aber es ist einfacher, das zu schreiben, als das auch wirklich zu denken

Ich bin einfach nur noch hilflos. Ich will so nicht leben.

Sorry für meinen Roman. Ich wünsche euch schöne Feiertage.
das sind genau meine Gedanken.
Bin auch schon wach und alles schläft noch.
Mir ist übel,könnte weinen ..Mundtrockenheit...


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