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Hallo zusammen.

Kurz und knapp. Ich bin 38 verheiratet und habe 2 Kinder 4Jahre und 19 Monate.

Vor 5 Tagen hatte meine Frau(30) (wie wir jetzt wissen)die erste Panikattacke in ihrem Leben.

Gerstern wieder eine.
Ich habe mich ein wenig durchs Internet gelesen jetz weis ich das sowas echt kacke ist
Mir tut meine Frau und die Kinder so unendlich leid das ich weinen könnte. Ich habe grosse angst wie das alles weitergehen wird ob sich unser ganzes Leben dadurch ändern wird.
Normalerweise bin ich der Starke in unserer Familie aber diese Situation macht mich fertig und unendlich traurig.
Zudem fühlt man sich echt hilflos.
Ich weis nicht wie ich allen jetz am besten helfen soll (kann).
Liebe grüsse an alle.

03.12.2020 23:26 • 05.12.2020 x 1 #1


13 Antworten ↓


Vielleicht ist das Leben mit 2 Kindern, zu schwierig für deine Frau, eine zu große Belastung

04.12.2020 00:15 • #2



Angst um meine Frau & Kinder

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Ja aber dann braucht sie Entlastung..sie ist überfordert....ihr könnt euch Hilfe holen

04.12.2020 00:38 • x 2 #3


portugal
Geh mit ihr so schnell wie moeglich zum Hausarzt, der wird Euch alles erklaeren und geeignete Massnahmen vorschlagen.
Kopf hoch

04.12.2020 00:42 • #4


Monschu
Ich würde sagen dass du diese Frage am besten deiner Frau stellst . Also was sie jetzt braucht um wieder zu Kräften zu kommen. Sei einfach da für sie aber opfere dich nicht auf.

04.12.2020 00:42 • #5


Vielen Dank für die Antworten Tipps. Ja ich werde sie so gut es geht entlasten.
Zum Glück bin ich ab heute bis 11. Jannuar zuhause.
Zum Hausarzt werden wir auch gehen,das werde ich ihr heute vorschlagen.
Letzte Woche waren beide Kinder krank und es war sehr anstrengend für meine Frau.
Vor allem die kleine klebte auf ihr. Meine Frau sagte das sie schmerzen im Nacken hat eine Woche später war eben die erste Attacke.
Sie war dann (nachdem sie) im Krankenhaus untersucht wurde,und nichts festgestellt wurde,beim Orthopäden.
Er sagte das sie eine Bws blockade hat,und hat Wirbeln gerichtet eine Akkupunktur verabreicht.
Sie sagte dann zu mir das es ihr jetzt besser geht und der druck auf der Brust weg ist.
Gestern dann weinte Sie plötzlich und öffnete sich mir.Sagte das sie die ganze Zeit Angst hat vor dem nächten Anfall hat und was mit ihr nicht stimmt
Ich bin eben keiner von den Männern die sagen: Ach,stell dich nicht so an es passt doch alles.
Ich finde es so schlimm wenn du deinem Partner in dieser Situation nicht (oder nur wenig) helfen kannst.
Das problem ist auch das sch. -corona- entschuldigung für den Ausdruck.
Aber meine Frau hat immer sehr viel mit den Kids unternommen und jetz ist man wie eingesperrt.
Zudem leben wir in Österreich und meine Frau ist ursprünglich aus der Schweiz.
Also ist es auch schwierig heuer Ihre Elter zu besuchen wegen den Einreisebestimmungen.

Es tut mir leid das ich gerade so viel schreibe,aber mir liegt gerade das alles schwer auf dem Herzen.
Ich wünsche euch alles liebe danke fürs Verständniss.
Tipps und Ratschläge nehme ich gerne an.

04.12.2020 04:56 • #6


Versucht mal einfache Sachen, wie Ruhepausen mit Entspannungsübungen , und wenn deine Frau nichts mit der Schilddrüse hat , dann empfehle ich immer Magnesium , es beruhigt die Nerven, auf Citrat achten , etwa Verla und geht spazieren zusammen , nimm du auch mal die Kinder geh an die frische Luft , kocht etwa zusammen , all solche Dinge sage ihr das du zu ihr stehst , ihr zusammen alles packt , außerdem braucht deine Frau einen Ausgleich , etwas das sie gerne tut auch Sport baut schlechte Energien ab, es gibt auch beruhigende Tees

04.12.2020 09:00 • #7


Danke Nachteule. Das sind super Ansätze. Ich werde mit ihr über deine Vorschläge reden wenn ich wieder zuhause bin.
Ich finde es ur lieb das ich von Leuten wie dir Unterstützung bekomme.
Danke vielmals!

04.12.2020 09:09 • x 1 #8


portugal
Aber geht auch schnell zum Arzt, der ist der Profi. Schön, dass Du erstmal zuhause bist, das hilft ihr bestimmt. Vielleicht wenn die Kleine Mittagsschlaf macht, kümmerst du dich um den 4 jährigen und deine Frau Jann auch einen Mittagsschlaf machen. Habe als Nanny 2 Kleinkinder betreut, ist echt nicht ohne.

04.12.2020 12:38 • x 1 #9


Icefalki
Angst entsteht durch Stress. Man kann sich das wie ein Gefäß vorstellen, ständig tropft Wasser rein und irgendwann läuft es eben über. Das Überlaufen ist die Panikattacke, und dann kommt die Angst vor der Angst, weil es sich so schrecklich anfühlt, und man das nicht fühlen möchte.

Ist ein Trauma, das sich ins Gehirn bohrt und eine Hilflosigkeit sondersgleichen hinterlässt.

Je früher man sich therapeutische Hilfe holt, desto besser. Angst muss verstanden werden, man braucht Hilfe, man muss das Gefühl bekommen, nimmer ausgeliefert zu sein. Bedeutet aber, das angehen zu wollen. Angstpatienten schämen sich gerne. Man verkriecht sich lieber, ist überwältigt und versteht es selber nicht.

Da kannst du wirklich helfen. Schnapp sie dir, telefoniere Therapeuten ab, bring sie dahin und gebe ihr das Gefühl, dass du zu ihr hälst, ohne sie aber zu sehr in Watte zu packen. Gemeinsam sei ihr stark.

Sei ihr Fels in der Brandung, ohne dich zu sehr emotional zu verausgaben. Wenn du auch noch umfällst, macht sie das noch hilfloser. Angsterkrankungen nehmen immer mehr zu.

Sage ihr, dass sie ein sehr wertvoller empathische Mensch ist, der einfach, ohne es zu bemerken, total über seine Kräfte gegangen ist und nun die Chance erhält, das alles zu verarbeiten lernen darf, was geht, und was eben nicht. Weil Angst immer signaliserit, Vorsicht, hier stimmt was nicht. Und das ist nun geschehen, nicht mehr, nicht weniger.

04.12.2020 13:10 • x 3 #10


Deine Frau wird ebenfalls Angst um dich und die Kinder haben. Das wichtigste, finde ich als ebenfalls vor einer Weile durch ein tiefes Tal gegangene zweifach Mama, ist, dass der Partner nicht die Zuversicht verliert, dass es vorbei geht und dass er zeigt, dass er unterstützen wird, wo er kann.

Mein Mann hatte zwischenzeitlich auch mal große Sorgen gehabt, dass ich nicht mehr normal werde, mich nie wiedee um die Kinder kümmern kann, nie mehr arbeiten gehen kann und somit alles an ihm hängen bleibt. Er hat es mich aber (fast) nie spüren gelassen und mir statt dessen gesagt, dass alles wieder gut wird und ich bzw wir das schaffen.
Er hat mir in der Zeit fast alles mit den Kindern abgenommen.

Sie kommt da wieder raus, mach dir keine Sorgen. Es ist eine anstrengende Zeit, aber ihr packt das!
Vor allem, wenn sie noch ganz am Anfang steht mit den Panikattacken und es ja anscheinend einen körperlichen Auslöser gab, der behoben wurde, hat sie sehr, sehr gute Heilungschancen!

04.12.2020 16:43 • x 2 #11


Orangia
Ihre Eltern wohnen ja in der Schweiz und können nicht mal eben einspringen, wie sieht es mit deinen Eltern aus ?
Es wäre sicher schön, wenn ihr auch mal wieder ein paar Stunden für euch zwei alleine hättet.
Muss ja auch nicht zwingend abends sein.

04.12.2020 17:18 • x 1 #12


Hy orangia.
Das ist eine schwierige Situation mit meinen Eltern.
Da dind die Fronten extrem verhärtet aber das wäre zu viel zu erzählen.
Meine Frau ist gestern ja unter Tränen zu mir gekommen und hat gesagt was mit ihr nicht stimmt,warum sie eine Panikattacke hatt. Wir hatten dann ein langes Gespräch und es hat ihr gut getan meint sie und das jetzt ihre Beschwerden weg wären und sie wieder einen klaren Kopf hat ich mir keine sorgen machen muss.
Kann soetwas sein das es eine einmalige (zweimalige) sache war mit der Attacke oder mache ich mir da unnötig Hoffnung?
Danke fürs zuhören

04.12.2020 19:38 • x 1 #13


Ja, warum nicht? Es war ja anscheinend körperlich etwas nicht ganz in Ordnung und wenn die Beschwerden jetzt behoben sind und sie noch keine Angst vor der Angst entwickelt hat, kann es das gewesen sein. Aber sollte es wieder kommen, sei zuversichtlich, dass man das wieder in den Griff bekommt mit den richtigen Maßnahmen.

05.12.2020 01:07 • #14



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Dr. Christina Wiesemann