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15

C

Caskett1987
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Hallo,
Ich weiß gar nicht wo ich fangen soll – aber ich versuche Erstmal was zu mir zu schreiben. Ich bin 29 Jahre alt und komme aus Nordrhein Westfalen. Bei mir fing es nach meinen 25 Lebensjahr an, das ich nach und nach ein paar Ängste entwickelt habe. Will jetzt aber nicht ganz so sehr ins Detail gehen.

Als ich klein war ist etwas passiert, worüber ich mich nur teilweise erinnern kann – bin ich ja froh drüber. Als ich 12 war ist meine Mama gestorben und ich hab sie damals aufgefunden im Wohnzimmer. Kann mich noch ganz genau da dran erinnern was ich gesagt habe Sad

Nachher in der Pflegefamilie ging es mir auch nicht wirklich gut, die Kinder haben mich geschlagen und ich bin dann in ein Kinderheim gekommen. Papa dürfte mich leider nicht nehmen, da meine Eltern nicht verheiratet waren – aber er war dabei als ich bei der Pflegefamilie raus geholt würde. Wo es mir um einiges besser ging, wir sind in den Urlaub gefahren und hatten auch viele Freizeit Möglichkeiten und mein Papa ist und immer noch für mich da.

Bis Mitte 20 lief auch alles ohne Probleme. Ich hab es geliebt in die Stadt zu fahren, nur um mir mal eben eine Waffel und oder ein Comic zu kaufen und bin dann wieder nach Hause gefahren, mich konnte man nicht in der Wohnung einsperren, ich hab das getan, was ich wollte wenn ich es wollte – ich hatte Lust auf einen Hamburger von Mc D und bin in den Bus gestiegen und hab mir diesen geholt auch wenn es mal eben hieß mal 20 Minuten mit den Bus zu fahren.

Oder ich hab mal eben eine Katze abgeholt mit Hund und sind dann mit Bus und Bahn gefahren – heutzutage ist es gar nicht mehr möglich -.-

Es fing damit an, das ich eine Wohnungskündigung bekommen hab und seitdem hat es sich schleppend entwickelt das ich ungern rausgehe – ist vielleicht eine art Schutzmechanismus.

Ich hab einige Baustellen:
Ich trau mich nicht mehr raus, egal wohin, ich muss immer in der nähe von unserer Wohnung sein, sollte irgendwas sein, das ich mich direkt verziehen kann.

Oder meine Essstörung, hat sich auch schleppend entwickelt, ich hab angst Lebensmittel zu Essen – weil ich angst hab eine Allergie gegen dieses bestimmte Lebensmittel zu haben. Ich war schon mal runter auf 48 Kilo bei einer Große von 170 – mittlerweile hab ich wieder 54 Kilo.

Könnt ihr mir vielleicht sagen, was ich tun kann um daraus zu kommen, am besten alleine – da ich mich im Augenblick kaum vor die Tür traue – muss mich schon echt zwingend zumindest einmal oder zweimal die Woche vor die Tür zu gehen und mich draußen etwas bewege so eine halbe stunde bis stunde allerdings.



Mit freundlichen Grüßen

01.06.2019 x 1 #1


96 Antworten ↓
Nessi12

Nessi12
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Guten Tag ihr lieben,

Ich habe grade dieses Thema gefunden und wollte auch mal etwas dazu sagen.
Ich bin 1,69cm groß, 20 Jahre alt und wiege 67kilo.
Ich kann eure ängst voll und ganz verstehen.
Es ist mit der essstörung bei mir jetzt ca. 2 Jahre her. Ich hatte auch so panische Angst vor einer allergie oder einen Schock das ich auch nichts mehr essen konnte ausser trockene Kartoffeln.
Das ging dann auch erstmal bestimmt 2 Monate so. Bis ich mir dachte das es so nicht weiter gehen kann da ich bis dahin schon ca. 20 Kilo abgenommen hatte. So habe ich angefangen ganz langsam andere Sachen zu essen, immer wieder etwas neues. Was ihr vorher ja auch essen konnte. Ich gebe euch den Tipp immer wieder neue Sachen zu essen. Ich weiß das es sehr sehr schwer fällt aber auf Dauer hilft es wirklich ungemein.
Heute schaffe ich es sogar Dinge neu zu probieren die ich in meinem Leben noch nie gegessen habe und um den Rest mache ich mir gar keine Gedanken mehr. Ich habe es geschafft aus dieser essstörung raus zu kommen und ihr schafft das ganz ganz ganz sicher auch!
Es ist ein tolles Gefühl sich einfach in ein Restaurant zu setzten wo man vorher gerne hin gegangen ist und einfach etwas zu bestellen und es zu essen. Das ist großartig!

Mein momentane leiden liegt eher darin das ich es auch kaum schaffe raus zu gehen...
Es ist sehr schwer für mich aber ich versuche es trotzdem immer wieder. Spatzieren gehen, einkaufen und immer mal alleine oder mit meinem Partner. Und immer wenn ich es geschafft habe etwas raus zu gehen dann fällt es einem echt leichter aber ich habe gemerkt das es nicht gut ist dann wieder ein paar tage gar nicht raus zu gehen weil dann wird die Problematik wieder schlimmer also immer wieder und wieder raus gehen leute. Ich weiß das auch dass super schwer fällt aber glaubt mir es tut wirklich gut im Endeffekt wenn mann sich überwunden hat!
Ich hoffe auch auf noch weitere Tipps, wie man das noch viel besser hinkriegen kann.
Ich hoffe das es euch allen bald etwas besser geht und alle immer einen Schritt voran kommen können!

LG SpiritTiger127

08.02.2019 12:22 • x 2 #70


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A


Angst Rausgehen und Essstörung wegen Allergie

x 3


E

Ex-Mitglied
Gast

Hallo , es ist gut du weißt ja was du willst und was nicht. TIERE sind Medizin. Eine Agoraphobie löst sich nicht so einfach in Luft auf ,daran hoffte ich auch eine lange Zeit. Durch eine Ampulante Verhaltenstherapie habe ich Strategien gelernt wie ich mit diesen Gedanken umgehe wenn es Stressig wird in meinem Leben. Ich habe anfangs einmal die Woche einen Termin bei meiner Therapeutin gehabt ,anfangs fuhr ich mit einem Taxi zur ihrerer Praxis da ich sehr grosse Angst hatte mich von meiner gewohnten Umgebung durch den Bus zu entfernen. Nach ca sechs Sitzungen fuhr ich alleine mit meinem Fahrrad zu ihr . Meine Berichte von damals habe ich hier ins Forum gestellt das gab mir Unterstützung ,Mut so stellte ich mich meinen Symptomen immer mehr ,mit klejnen Schritten. Meine vierjahrige Therapie danach hatte ich nur noch alle drei Monate einen Termin gebraucht fuhr ich mit meinem Fahrrad. Heute verlasse ich meine Umgebung ,fahre Bus ,fahre alleine fremde Stecken ab und erledige alleine mein Haushalt sprich Essen , anfangs traute ich mich nicht ,fing mit Haferflocken an heute koche ich für mich fast jeden Tag und esse mit Lust . Manchmal wenn es runter geht in meiner Lebenswaage , dann bemerke ich diese Symptome und genau dann und das ist sehr wichtig für mich wahrscheinlich auch für dich ,fange ich mich mit den erlernten mich auf sonst lade ich wieder ins Loch . Jedes Gefühl will dir was sagen ob es grauer ist oder wiut oder lieb wider angst ,Hör dir zu und nehme dich wahr vorallem tue dir jeden Tag auch wenn es noch so schwer fällt,etwas Gutes und sei es nur einmal über deine Hände streicheln . Lg

13.06.2018 08:59 • x 2 #48


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C
Guten Morgen,
Ist keiner da der mir vielleicht helfen konnte wie ich meine Angst überwinde - oder mir ein paar Tipps geben konnte?

mfg

#2


V
Herzlich willkommen Smile

Man kann zwar gegen alles allergisch reagieren, aber ich würde empfehlen wegen der Essstörung einen Allergietest zu machen. Dabei wird deine oberste Hautschicht am Arm kaum merkbar in einen Raster eingeritzt, darüber Allergene verteilt und die Reaktion betrachtet. Dann weißt du genau, ob überhaupt eines der typischen Allergene bei dir eine Reaktion auslösen. Leider ist es im Endeffekt für jeden ein Risiko mit dem man leben muss. Jeder kann auf alles allergisch reagieren, selbst plötzlich, nachdem es schon milliarden mal gegessen wurde. Aber millionen Menschen haben in ihren Leben nie eine allergische Reaktion gehabt, wüsste deinem Text nach nicht, warum es bei dir anderst sein sollte. Daumen hoch

Bist du psychologischer und psychiatrischer/neurologischer Behandlung? Therapeuten können dir helfen die Ursache genauer zu verstehen (mit dem Herzen, nicht mit dem Gehirn, falls du verstehst) und zu verarbeiten, Psychiator und Neurologen können dir angstlösende Medis verschreiben, die dir helfen mehr hinaus zu gehen, eventuell auch appetitanregende Dinge. Das wichtigste tust du bereits, du gehst hinaus. Nicht oft, aber das wird die Angst ebenfalls verringern, wenn auch leider nur sehr langsam. Ich bin mir sicher, dass du bald die Länge und Häufigkeit steigern können wirst. kichern

#3


C
Vielen Lieben Dank <3

Nein, im Augenblick bin ich gar nicht in der Lage in ein Auto zu steigen geschweige den irgendwohin zu Fahren, wir haben das erst Letzte woche versucht zumindest einmal in die Sackgasse zu fahren - und sind dann wieder zurück nach Hause. Aber diese paar Minuten waren echt unangenehm Sad Ich will so gerne mal irgend wohin aber das ist ja gar nicht mehr möglich. Ich schätze das hat irgendwas mit einer Burg oder festtung zu tun und diese würde ich gerne durch dringen - aber irgendwie geht es nicht.

Letztes Jahr war ich wieder auf einen guten weg aber plötzlich beim einkaufen würde mir komisch und ich wollte nur weg - hab sogar einer Frau den einkaufswagen in die Hacke und in den Po geschoben aber dies hab ich nur durch erzählung mitbekommen Sad

Und was das Essen angeht ich hab nur eine kleine auswahl wo ich denke, okay, das kannst du der rest wird ignoriert aus Angst - da konnte etwas sein. Ich hätte so gerne mein altes Leben zurück.

mfg

#4


J
Wow, ich bin gerade sprachlos. Das klingt schrecklich und bis auf deine Vorgeschichte klingt es so wie ich.
Ich bin 30 und 1,70m groß habe eine Essstörung unteranderem wegen Allergieangst und wiege in der schlimmsten Zeit nur 47kg schaffe es in der Regel nur auf 54 kg hoch und magere dann meist wieder ab. Ich kann nur eine kleine Auswahl essen an Lebensmitteln. Vorm Rausgehen habe ich sehr große Angst ich muss immer in der Nahe von Zuhause bleiben usw.
Inzwischen geht es etwas besser mit dem Rausgehen.
Früher war ich auch ganz anders.

Leider kenne ich nur keinen Rat ,da ich es ja selber habe ,doch ich wollt dich wissen lassen dass du damit nicht alleine bist

#5


V
Ich kenn das, habe leider auch Angst raus zu gehen. Bei mir äußert sie sich in Angst zu gehen, hinzufallen und nicht weiter zu können. Wenn es anderst nicht geht solltest du versuchen Hausbesuche auszumachen. Wird therapeutisch nicht so einfach, aber Ärzte die dich regelmäßig besuchen können findest du meiner Erfahrung nach sehr viel leichter. Das wäre auch das Wichtigere, Medis beheben nicht die Ursache, helfen aber im Schnitt viel schneller als eine Therapie.

#6


C
Vielen lieben dank euch beiden für eure Antwort. Am liebsten würde ich einen Tag am liebsten aufwachen und so sein, wie ich damals war. Ich hab es geliebt Einkaufen zu gehen, selbst wenn es kurz vor Ladenschluss war und ich wollte unbedingt noch etwas haben, bin ich los und hab es mir geholt und heutzutage - geht mein Freund oder eine Freundin für mich einkaufen -.- Ich will so gerne wieder ich selber sein Sad aber ich hab keine Ahnung wie ich dahin komme. Ich wusste gar nicht das die Leute auch rauskommen - ich dachte man muss dahin?

Mein anderes Problem ist ich nehme ungern Medizin egal in welcher Form.

#7


V
Das geht jedem so. Mich versorgt meine Mutter, was mir manchmal echt erbärmlich vorkommt. Versuch nicht so an die Vergangenheit zu denken. Ich weiß, nahezu unmöglich, aber sowas tut meistens nicht gut. Nicht "Früher habe ich gerne..." sondern "Ich habe jetzt dieses Problem, wie werde ich wieder...". Schafft keine Trauer wegen Verlust, sondern ein Ziel zum Hinarbeiten.

Ich werde in Österreich vom "psychosozialen Dienst" mit Hausbesuchen betreut. Die haben Sozialarbeiter, die auch bei "trivialen" Problemen helfen und Ärzte. Ich weiß nicht, ob es in Deutschland eine ähnlich konkrete Organisation gibt, aber fragen kostet nichts.

Medis nimmt wohl niemand gerne. Aber ganz ehrlich: Es ist einfach das Kleinere beider Übel. Natürlich brauchst du nicht umbedingt welche, aber sie können sehr viel helfen.

#8


J
Der Satz hätte auch wieder von mir stammen können,das du nicht gerne medis nimmst. Ich habe regelrecht eine Medikamentenphobie und lehne daher jegliche Medikation ab.

Auch der Gedanke , dass man wieder man selbst einfach sein möchte ist mir nicht fremd.

Da ich drei kleine Kinder habe muss ich mich selbst immer wieder ohrfeigen und mich zwingen Dinge zu tun. Ich bin sehr eingeschränkt aber ich lehne mich die ganze Zeit dagegen auf ,sodass ich halbwegs dies und jenes kann.

#9


C
Ich habe gerade mit meiner Betreuerin gesprochen. Hier im Umkreis gibt es leider keinen der rauskommt.

#10


J
Mir sagte mal eine Therapeutin, dass wenn man es nicht mehr schafft in die Praxis vom Therapeuten muss man stationär gehen. Kenne das daher auch gar nicht,dass dir rauskommen.

Wo aus NRW kommst du denn weg so in etwa ?

#11


C
War gerade ungefähr 40 Minuten vor den Haus und die Strasse auf und ab gegangen mit einen Kollegen. Wir kommen aus der nähe von Gelsenkirchen Smile

#12


J
Na das is doch schon mal ein super Anfang.
Schade leider weit weg von mir.

#13


C
Aus welcher Ecke kommst du den wenn ich Fragen darf?

#14


C
Hallo,

Meine Frage an euch ist, woran denkt ihr wenn ihr Angst habt um aus dieser Lage herauszufinden? Wie überlistet ihr euch selbst? Habt ihr eine Taktik gefunden, wie ihr augenblicklich herausfindet?

Liebe Grüße

#15


J
Aus Paderborn

#16


C
Ja okay, das ist wirklich kein Katzensprung.

#17

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J
Nein vor allem bei unserer Angst nicht

#18


C

C
Zitat von Caskett1987:
Hallo,

Meine Frage an euch ist, woran denkt ihr wenn ihr Angst habt um aus dieser Lage herauszufinden? Wie überlistet ihr euch selbst? Habt ihr eine Taktik gefunden, wie ihr augenblicklich herausfindet?

Liebe Grüße


Kann mir vielleicht jemand hierfür ein paar Tipps geben?

Liebe Grüße

#20


A


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