Pfeil rechts
17

Amychan
Hallo zusammen ️
Ich bin hier,weil ich hoffe,auf gleichgesinnte zu treffen,denen es ähnlich wie mir geht und wir ihr damit umgeht.
Ich habe Depressionen mit Panikattacken und Angstzuständen.
Meine Angst betrifft Krankheiten, insbesondere Krebs.
Wenn mir etwas weh tut,stelle ich mir gleich vor,das ich Krebs habe und fahre Filme,aus denen ich alleine nicht mehr raus komme.
Ich schlafe und esse teilweise Wochenlang nichts.
Ich bin dann auch unruhig und brauche Bewegung.
Wenn ich in diesem Zustand bin, dann stelle ich mir vor,das ich meine Kinder nicht aufwachsen sehe,das meine Tochter zu meinem Exmann muss etc.
Was macht ihr,wenn ihr sowas habt und wie geht ihr bzw euer Umfeld damit um?
Was hilft euch in den Situationen?

Liebe Grüße

02.11.2022 12:35 • 02.11.2022 #1


22 Antworten ↓


Haferbub
Zitat von Amychan:
Was macht ihr,wenn ihr sowas habt und wie geht ihr bzw euer Umfeld damit um?

Wichtiger ist ja, was machst DU wenn du solche Phasen hast?

Bist du in therapeutischer Behandlung?
Medikamentös eingestellt?

Machst du was für deine Psyche wie Sport, Yoga, Meditation, liest du Selbsthilfebücher, sonst was?

02.11.2022 13:03 • x 2 #2


A


Angst meine Kinder nicht aufwachsen zu sehen

x 3


Amychan
Hallo,
Ich laufe durch die Wohnung und versuche mich abzulenken.
Bis vor kurzem habe ich Mitrazepan genommen,das hat gut geholfen.
Ich mache einmal die Woche Yoga und hoffe,das dies etwas hilft
Auch habe ich meinen Job gewechselt,in der Hoffnung,das der Stress etwas nachlässt

02.11.2022 13:05 • #3


Haferbub
Ist ja schon mal ein Anfang.

Darf ich fragen, warum das Mirtazepan abgesetzt wurde, wenn es doch geholfen hat?
Was du noch zusätzlich machen kannst, hab ich weiter oben ja beschrieben.

Ganz wichtiger Baustein ist halt die Psychotherapie.

02.11.2022 13:07 • x 1 #4


Isalie
Du schaffst ja immerhin trotzdem einem Beruf nachzugehen, das ist ja schon mal gut.
Warum du das Mirtazapin nicht mehr nimmst, interessiert mich auch.
Zitat von Amychan:
Wenn ich in diesem Zustand bin, dann stelle ich mir vor,das ich meine Kinder nicht aufwachsen sehe,das meine Tochter zu meinem Exmann muss etc.

Warum hast du solche Gedanken ? Wieviele Kinder hast du und wie alt sind sie ?
Fühlst du dich denn überfordert mit der Gesamtsituation, Arbeit, Kinder, Haushalt, Ängste ?

02.11.2022 13:16 • x 2 #5


Moelli80
Ich habe durch meine ganzen Symptome auch immer wieder die Ängste.
Hab leider immer oft nach den Symptomen gegoogelt und ja meistens kommt Krebs raus.
Erwische mich oft immer noch am googeln und weiss selber es macht es nur schlimmer.

Mir hilft meine Therapie und mache Sport und Yoga.
Würde Dir auch empfehlen eine Therapie zu machen.
Yoga vielleicht sogar mehr als 1 mal die Woche.
Lass dich vom Arzt abschecken, dass hat mich auch etwas beruhigt.

02.11.2022 13:42 • x 1 #6


Isalie
Lebst du mit den Kindern alleine oder bist du in einer Beziehung?
Zitat von Amychan:
Was macht ihr,wenn ihr sowas habt und wie geht ihr bzw euer Umfeld damit um?
Was hilft euch in den Situationen?

Wie geht denn DEIN Umfeld damit um ?
Was mir zwangsläufig etwas geholfen hat, war z.B. auch 5 gerade sein lassen .
Trigger

Ich habe dann irgendwann angefangen zu trinken, weil ich mir damals nicht anders helfen wußte.
Das ist natürlich keine Empfehlung.

02.11.2022 13:55 • x 1 #7


-IchBins-
Zitat von Amychan:
Was macht ihr,wenn ihr sowas habt und wie geht ihr bzw euer Umfeld damit um?
Was hilft euch in den Situationen?

Das kann ich gut nachvollziehen. Ich habe meinen Geist trainiert, täglich und über lange Zeit.

Ich war damals bei jedem Pieps beim Arzt, wiederholt, weil ich dachte, sie übersehen etwas, bis ich begriffen hatte, dass es nur die Angststörung ist, die diese Gedanken auslösen.
Das ist jetzt lange her und ich bin bis auf ein paar Kleinigkeiten gesund.

Achtsamkeit hat mir geholfen, Fokussieren auf meinem Atem, denn da sind die Gedanken weit weg, weil ich mich auf meinen Atem konzentriere, Meditation, Annahme und Akzeptanz meiner Angststörung mit Panikattacken und zeitweise Depressionen.

Was das Umfeld betrifft kann ich sagen, dass ich meine Familie informierte und ihnen auch mal ein Video zeigte, damit sie es etwas nachvollziehen können und nicht denken, dass ich spinne oder so.
Sie haben es angenommen.
Mir ist es auch egal geworden, was andere denken. Ich muss schauen, dass es mir gut geht.
Wenn ich in einer Stimmung bin, wo ich denke, Termine absagen zu müssen, sage ich sie ab ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Bei Ärzten ist es so, dass ich vorher mit den Helfer*innen spreche, falls eine Untersuchung ansteht als Beispiel. Die meisten reagieren super und sehr verständnisvoll.

Da ich nicht mehr arbeite, wüsste ich nicht, wie ich damit umgehen würde.
Für mic unwichtige Menschen in meinem Umfeld weihe ich nicht ein und sie sollen auch denken, was sie wollen, ist mir wirklich egal.

02.11.2022 14:11 • x 1 #8


Amychan
@Haferbub ich bin auf vielen Wartelisten und hoffe, das ich bald einen Termin bekomme.
Ich hatte es einige Tage vergessen zu nehmen, weil wir im Urlaub waren und ich so beschäftigt war, das meinen Psychiaterin gesagt hat,wenn es mir gut geht,kann ich es weg lassen

02.11.2022 14:16 • x 1 #9


Amychan
@-IchBins-
Ich habe meine Familie eingeweiht,nur leider stoße ich auf nicht Akzeptanz bzw können Sie es nicht nachvollziehen.
Ich hoffe,das mir das Yoga hilft.

02.11.2022 14:18 • #10


Amychan
@Orangia ich bin in einer Ehe,aber leider kann mein Mann meinen Zustand nicht nachvollziehen und wenn ich dann meine Filme fahre, Kommen Sätze wie,wenn du was hast,dann ist es halt so. Lebe jetzt und wenn du stirbst,hast du gelebt.
Das macht mir dann noch mehr Angst

02.11.2022 14:20 • x 1 #11


Haferbub
Zitat von Amychan:
@Haferbub ich bin auf vielen Wartelisten und hoffe, das ich bald einen Termin bekomme. Ich hatte es einige Tage vergessen zu nehmen, weil wir im Urlaub waren und ich so beschäftigt war, das meinen Psychiaterin gesagt hat,wenn es mir gut geht,kann ich es weg lassen

Ah okay, danke für deine Rückmeldung.

Dann drücke ich dir die Daumen, dass du schnell einen Platz findest.
Vielleicht sprichst du ja nochmal mit deiner Psychiaterin wegen den Medikamenten.

02.11.2022 14:23 • x 1 #12


Isalie
Dann ist die Hypochondrie dein Hauptproblem ?
Ich dachte, es ging mehr um Stressbewältigung im Alltag.
Gar nicht mal so verkehrt, was dein Mann gesagt hat.

02.11.2022 14:25 • #13


G
Hey, ich kann dich absolut verstehen. Bei mir wurde es auch mit Geburt meiner Tochter viel schlimmer.

Ich habe bereits Therapien gemacht und eigentlich immer ganz gut davor.

Aktuell habe ich Corona und das wirft mich psychisch ordentlich aus der Bahn. Habe heute den kompletten Vormittag geheult, während die Kinder nicht da waren, aus Angst dich noch einen schweren Verkauf zu bekommen.

Mein Partner kann es auch nicht nachvollziehen. Er meint immer ich soll nicht so viel googeln und lesen. Was passiert, kann ich eh nicht ändern…dadurch streiten wir dann auch gern mal.

Mir helfen im Normalfall Meditationen und Baldrian und Melisse recht gut. Ablenkung mit Hobbys. Aber gerade hilft auch nichts

02.11.2022 15:19 • x 1 #14


-IchBins-
Zitat von Amychan:
@-IchBins- Ich habe meine Familie eingeweiht,nur leider stoße ich auf nicht Akzeptanz bzw können Sie es nicht nachvollziehen. Ich hoffe,das mir das Yoga hilft.

Das ist wirklich schade. Ich denke immer, dass gerade die eigene Familie einen Zusammenhalt haben sollte.
Es tut mir leid, dass es bei dir anders ist.
Manchmal muss man einiges probieren, bis man seinen eigenen Weg der Besserung gefunden hat.

Vielleicht könntest du ihnen sagen, dass es nicht nur so eine Laune ist, sondern eine Krankheit, du aber auf dem Weg bist, für dich eine Lösung bzw. Besserung zu finden, was ja auch nicht immer gleich gelingt.

02.11.2022 15:36 • x 1 #15


engel12
@Amychan Hilft es Dir denn sich mit rationalen Argumenten zu beschäftigen oder hilft es eher nicht? Das ist die Frage. Denn viele Sachen kann man gut mit vernünftigen Argumenten entkräften, undefinierbare Ängste natürlich nicht, aber es könnte helfen sie mal konkret in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit in Anspruch zu nehmen Garantien gibts natürlich keine.

02.11.2022 15:42 • #16


Amychan
Zitat von engel12:
@Amychan Hilft es Dir denn sich mit rationalen Argumenten zu beschäftigen oder hilft es eher nicht? Das ist die Frage. Denn viele Sachen kann man ...

Manchmal versuche ich es und es klappt,aber leider nicht immer

02.11.2022 15:46 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Amychan
Zitat von -IchBins-:
Das ist wirklich schade. Ich denke immer, dass gerade die eigene Familie einen Zusammenhalt haben sollte. Es tut mir leid, dass es bei dir anders ...

Das habe ich schon mehrfach probiert,aber das möchte keiner hören
Es ist alles eine Einbildung von mir

02.11.2022 15:47 • x 1 #18


-IchBins-
Zitat von Amychan:
Das habe ich schon mehrfach probiert,aber das möchte keiner hören Es ist alles eine Einbildung von mir

Dazu würde ich ihnen sagen: Seid froh, dass ihr diese Krankheit(en) nicht habt.
Traurig, dass sie dir nicht glauben. Aber wahrscheinlich wissen sie einfach auch zu wenig darüber wie so einige Menschen, die davon nicht betroffen sind. Aber wenn man Angehörige hat, die davon betroffen sind, ist es schon wichtig, wie ich finde, sich einfach mal zu informieren. Es gibt doch auch Infos für Angehörige wie sie z. B. mit demjenigen umgehen und auch mit sich selbst in so einem Fall.
Verstehen allerdings kann nur derjenige, der es selbst hat, das ist klar. Aber zumindest könnte es akzeptiert werden. Na ja, ich kenn deine Familie und dich nicht, das ist mein Gedanke dazu.

02.11.2022 15:59 • #19


Haferbub
Zitat von Amychan:
Es ist alles eine Einbildung von mir

Klassiker.
Was man nicht sehen kann (gebrochener Arm, kaputtes Knie etc) gibt es nicht.

Hab mir auch schon sagen lassen, dass ist doch alles eingebildet und man müsse sich nur anstrengen, oder mal rausgehen, dann legt sich das schon.
So einfach ist das leider nicht. Wenn die Leute auf ihrer Meinung, trotz Erklärung meinerseits, beharren, konnte ich wenigstens Abstand nehmen.

Das ist innerhalb der eigenen Familie natürlich schwer.
Kann dein Mann das denn nicht verstehen oder WILL er es nicht verstehen?
Bei ersterem kannst du ihm nämlich mal Bücher zum Thema besorgen. Vielleicht kann er es dann verstehen, wie es einem in so einem psychischen Tief geht und das solche Aussagen das nicht besser machen, sondern zusätzlichen Druck aufbauen.

02.11.2022 16:16 • x 1 #20


A


x 4


Pfeil rechts



Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Christina Wiesemann