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Hallo,

ich bin's mal wieder!
Ich muss nächste Woche das erste Mal alleine Autobahn fahren. Jetzt wollte ich mal hören, wie ihr euch selber Mut macht? Bis jetzt war immer jemand dabei, so dass ich im Notfall jemanden da hätte. Ich habe so Angst die Kontrolle zu verlieren. Wenn ich auf die Autobahn fahre, kommen immer wieder Angstschübe, dann möchte ich am liebsten anhalten, aber das geht ja nicht, hinter mir fahren ja schließlich auch Autos. Wenn ich auf der Standspur anhalte, komme ich ja auch nicht weg. Die Zwangsgedanken machen mir echt Angst. Ich habe überhaupt kein Selbstvertrauen und fürchte mich sogar manchmal vor mir selber. Kennt das jemand? Wie stellt ihr euch euren Ängsten? Ich muss Auto fahren, sonst komme ich da leider nicht hin. Ich konnte mich eine Woche noch so durchschmugeln, aber jetzt geht es nicht mehr. Ich will das ja schaffen, aber andauernd kommen diese Selbstzweifel und die komischen Gedanken. Hat jemand eine Idee, was man da tun kann. Ich habe wirklichAngst die Kontrolle oder auch die Orientierung über mich zu verlieren.....

Liebe Grüße

Kad

26.07.2008 13:59 • 25.08.2008 #1


15 Antworten ↓


Hallo Kad,

ja das mit dem Auto habe ich auch. Wenn einer mitfährt ist es ok. Wenn ich alleine fahren muss wird mir ganz anders. Aber wenn zur Arbeit oder zu meinen Ärzten muss kann nicht immer jemand mitfahren. Ich mache es dann auch alleine anschließend bin ich ganz stolz das ich es geschafft habe. Probier es doch ersteinmal mit kleinen Fahrten und verlängere die Strecke so habe ich es gemacht. Hoffentlich konnte ich ein wenig helfen.


LG

Gany

26.07.2008 18:43 • #2



Angst die Kontrolle zu verlieren!

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Frank 007
Hi Kad,

wie wärs wenn du morgen fährst, wo du nicht muss. So zum üben und erstmal ne kurze Strecke. Damit du an die Stelle der Angst/Zwangsgedanken etwas setzen kannst, das du geschafft hast. Ansonsten sagte ich ja bereits, du gibst dir direkt das volle Programm. Kann es sein das du auch mit weniger nicht zufrieden wärest? Mal abgesehen von der Zwangsläufigkeit fahren zu müssen, da es ja um existenzielle Dinge geht.
Also davon abgesehen, wärest du mit kleineren Schritten zufrieden und könntest sie würdigen? Ich frag das deshalb, weil mir deine Struktur irgendwie bekannt vorkommt.
LG Frank

26.07.2008 19:17 • #3


Hallo Frank,

ich gebe mir auch das volle Programm, weil ich nicht weiß, wie ich es sonst schaffen soll. Der Druck kommt stark von meinem Umfeld, weil viele nicht wissen, wie es ist, mit der Angst zu leben. Ich wäre auch so gerne "normal", wie die anderen. Ich habe einfach so Angst irgendwann die Kontrolle zu verlieren und irgendetwas zu tun, was ich nicht will, weil die Angst stärker ist.
Wie gehts Du mit den Zwangsgedanken um? Dieses geradeaus Fahren auf
der Autobahn macht mich einfach fertig, dabei ist es ja auch nichts anders als Landstraße fahren. Nur, das ich auf der Landstraße Orte habe, es geht nicht nur geradeaus. Wenn ich nicht so lange arbeitslos gewesen wäre, dann würde ich den Job wohl aufgeben, auch wenn er mir irgendwie Spaß macht. Er setzt mich total unter Druck. Letzt kam auf der Arbeit auch das Thema "Angsstörungen", weiß gar nicht warum. Ich kam mir so blöd vor, ich kann ja nicht sagen, dass ich auch so ein kranker bin. Auf der Arbeit habe ich auch öfters Angst, weil ich mir dort so gefangen vorkomme, ich kann ja nicht einfach wegfahren, bin ja von der Fahrgemeinschaft abhängig. Ich bin wirklich total verzweifelt und wäre so gerne wieder ein freier entspannter Mensch. Es ist echt zum Heulen....

Lg Kad

27.07.2008 10:56 • #4


Hallo Kad
das was du beschreibst kenn ich auch nur all zu gut.
Ich möchte dir ans Herz legen nicht aufzugeben und weiter zu machen,.... auch wenn es hart ist!
Ich habe sehr viel vermieden,.... sodass ich heute gar keine Autobahn mehr fahre . Versuche es trotzdem und auch wenn man das in dem Moment nicht glaubt: Du hast die Kontrolle über Dich! Es fühlt sich nur fürchterlich an, nicht mehr und nicht weniger.
Angst ist "nur" ein Gefühl und die Begleitsymptome sind schrecklich.Aber denk dran: Gefühle können einem nicht weh tun (also nicht körperlich. Du weißt bestimmt wie ich das meine).
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Mut das durch zu stehen!

Liebe Grüße

28.07.2008 22:46 • #5


Hallo Luna,

danke für Deine lieben Worte. Ich muss nächste Woche Autobahn fahren. Ich bin eben auch gefahren (mein Freund war noch dabei) und ich stand sogar im Stau. Ich war aber relativ ruhig. Ich muss irgendwie versuchen meine Gedanken unter Kontrolle zu haben. Auf der Arbeit merke ich es auch manchmal nur wenn man darüber nachdenkt, kommt die Angst. Ich bin noch lange nicht über den Berg, aber ich versuche zu kämpfen, manchmal denke ich zwar, dass ich es nicht schaffe, aber dann versuche ich wieder zu kämpfen, manchmal bin ich ganz schön kaputt. Heute beim Fahren habe ich festgestellt, dass es eigentlich nicht so schlimm ist, auch wenn ich mich immer noch eingesperrt fühle, das liegt wohl auch an den Leitplanken, warum auch immer. Es ist wirklich schwer, gerade diese Selbstzweifel. Aber ich werde weiter kämpfen. Wir werden das schaffen, auch, wenn es immer wieder Tage gibt, an denen man aufgeben möchte. Liebe Grüße

Kad

29.07.2008 18:52 • #6


Kad, ich bin sooooooooooo stolz auf Dich!
Super gemacht! Dazu gehört eine Menge Mut!
Du hast es geschafft! Mach weiter so, denn so ist es richtig!
Klar werden immer wieder Tage kommen an denen man sich entmutigt, schwach, und traurig fühlt. Aber da müssen wir uns mal vor Augen halten was wir schon alles geschafft haben! In solchen Momenten verliert man schnell den Durchblick und alles erscheint trüb.
Aber meine Großmutter hat schon gesagt: Nach jedem Regen kommt wieder Sonnenschein!
Ja, und du strahlst Kad

Herzliche Grüße

29.07.2008 19:02 • #7


haccki7
Hallo Kad,

ich und meine Frau sind vor zwei Wochen von Nürnberg nach Weimar gefahren, da meine Frau dort Verwandschaft hat. Ich fuhr... hatte vorher schon unheimliche Angst diese 250 KM zu fahren. Schaff ich dass?? Es war der blanke Horror. In Weimar angekommen, hatte ich nur noch Angst. Ich konnte fast keinen Schritt mehr gehen und wollte nicht mehr aus dem Auto raus. Ich dachte, ich fahre am besten auf der Stelle wieder nach Hause, denn da ist es einigermaßen sicher und die medizinische Betreuung ist auch gewährleistet. Ich habe dann mit meiner Frau geredet - die hat mich aber nur sehr fragend angeschaut. Nach ungefähr halben Stunde bin ich dann schnell aus dem Auto gesprungen und habe mich in die Wohnung der Verwandschaft gerettet. Dies kostete mich unheimliche Überwindung. Dort ging es mir dann einigermaßen besser. Aber nicht lange. Die Verwandschaft wollte dann noch Weimar mit uns besichtigen. Da wars aus mit mir. Ich konnte im ersten Moment nichts sagen. War wie versteinert. Weigerte mich aus dem Haus zu gehen. Wollte einfach nur auf dem Sofa sitzen und mich ausruhen. Das Ende vom Lied war, dass meine Frau alleine mit der Verwandschaft gehen mußte. Die Nacht verbrachten wir dann in dieser Wohnung. Am nächsten Morgen traten wir die Heimfahrt an. Wieder der blanke Horror. Hoffentlich passiert keine Panne, vielleicht bekommen ich einen Schwächeanfall am Steuer - etc... Wie gesagt - Angst am Stück. Die Letzten KM war ich so nervös, dass ich nur noch schnell in unsere Wohnung kommen muß.

Also ich gehe jetzt zum Doc und werde Ihm meine Situation schildern und hoffe auf Hilfe. Ich werde hier weiter darüber berichten.

Viele Grüße and Dich !

@li

31.07.2008 05:53 • #8


Hallo,

ich kenne das Gefühl auch gut, weiter weg zu hause zu sein und Angst zu haben. Wir waren auf der Hochzeit meiner Schwester und das sind auch ca. 120 km von uns entfernt. Ich habe auch immer wieder gegen leichte Ängste angekämpft, aber ich habe es geschafft, denn die Angst läßt nacht. Was mich nur fertig macht, ist, das man trotzdem immer wieder daran denkt, warum kann ich nicht einfach Auto fahren, wie andere auch, warum mache ich mir immer Gedanken und warum mache ich mir immer alles schlecht. Die Hochzeit war so schön und es macht einen dann so traurig, wenn man immer wieder an seine Ängste denkt und diese Selbstzweifel kommen. Morgen muss ich wieder Autobahn fahren und mir ist jetzt schon schlecht. Aber ich werde fahren, ich möchte nicht aufgeben, dann hat man verloren und davor habe ich auch Angst, da ich eigentlich ein fröhlicher Mensch bin. Diese Angst, die Kontrolle zu verlieren, schlaucht einen ganz schön. Ich hoffe endlich wieder normal zu sein.....

Lg Kad

03.08.2008 16:31 • #9


haccki7
Hallo Kad,

also gesagt, wie getan, die Fahrt war nicht ohne. Habe zwar während der Fahrt fast keine Probleme gehabt. Aber während des Wartens des Termins... Es war ein großes Haus, alles aus Glas und sehr Modernnnn.... überkam mich ein leichter Anfall. Zur Sicherheit habe ich mir genommen, dass ja einige Personen vom Empfang da sind. Also Sicherheit, aber nicht wirklich, da ich einige KM vom nächsten Krankenhaus entfernt war. Es hätte also durchaus was passieren können. Habe den Gesprächstermin geschaft, war hinterher total erschöpft und konnte kaum mehr heimfahren. Hatte nur mehr Angst nur noch heimzukommen. Erlebnis war total schlecht. Meine Frau fährt mogen mit den Kindern an den Chiemsee. Habe gleich gesagt... Sorry, kann nicht mit, da es mir absolut im Moment nicht gut geht. Habe große Angst und liege wieder im Bett. Morgen werde ich meinen Arzt aufsuchen und ihm von diesen Erlebnis berichten. Obwohl es schon sehr schwer ist für mich ist, die fünfhundert Meter zum Arzt zu gehen. Muß ich aber machen... Und ich werde es auch machen....

Viele Greetz an Euch (an Dich Kad)

Scrytum... werde Bericht erstatten !

07.08.2008 01:13 • #10


haccki7
Hallo Kad,

also ein Rückfall und ich komme nicht weiter... *naja* naja was solls... im Moment kämpfe ich auch wieder, aber egal. Bin es gewohnt zu kämpfen. Aber naja es ist echt nicht leicht. Glaube an Dich, an Euch - und es geht mir besser ! nur die Gedanken und es ist ein Wahnsinn. Kann nur sagen bin bei Euch ! UND vielen Dank, dass Ihr alle bei mir seid und versteht ! Werde morgen wieder Comment geben. Lege mich jetzt ins Bett... da wird es immer Besser - und schlafe... oder vielleicht schreibe ich doch noch meinen Comment.

Viele Greetz und schreiben hilft total... sich mitteilen !

Greetz

@li

07.08.2008 01:38 • #11


Hallo an Alle,

ich bin immer noch so fertig. Eigentlich hatte ich mich gefreut, dass ich heute keine Autobahn fahren mußte, sondern meine Mitfahrerin, aber nun habe ich das Problem, dass ich mich bei ihr besonders, wenn wir Autobahn fahren überhaupt nicht sicher fühle. Sie fährt total rasant, fährt bis kurz vor dem LKW und fährt dann erst raus. Sie bremst nicht, nimmt nur etwas Gas weg, Du hast immer das Gefühl gleich kleben wir unter dem LKW. Heute war auch so ein Erlebnis, wo ich sie am liebsten angeschrien hätte. Ich weiß echt nicht weiter, ich sehe schon das Kreuz von mir. Ich sehe mich in Gedanken schon unter dem nächsten Auto kleben. Selber fahren strengt mich an und mit ihr mitfahren auch, überhaupt strengt mich das alles nur an, ich sehe einfach kein Ende und nur Druck von Freunden und Familie. Keiner sieht, wie sehr mich das alles fertig macht. Manchmal wünsche ich mir, dass ich zusammenklappe, damit die Anderen endlich merken, wie sehr mich das alles belastet. Mein Bewußtsein sagt, das es nicht das Richtige ist, ich fühle mich einfach nicht mehr wohl. Bin innerlich depressiv verstimmt. Es ist doch kein Leben mehr, um 18.30 Uhr zu hause zu sein, etwas essen, aufräumen und ins Bett, was soll das und wofür? Nur damit man Geld verdient. Ich will nicht arbeitslos sein aber das will ich auch nicht. Manchmal kommt mir alles wie ein Albtraum vor, aus dem ich nicht fliehen kann. Ich fühle mich richtig eingesperrt. Es ist so ätzend....

Lg

Kad

07.08.2008 18:50 • #12


Hallo Kad,
ich selbst kann zur Zeit gar nicht Auto fahren, das wäre mir zu gefährlich. Wenn ich bei meinem Mann als Beifahrerin mitfahre, dann geht es mir so ähnlich wie dir heute. Deine Kollegin mag zwar einen rasanten Fahrstil haben, aber das meiste dabei sind deine Gedanken, die dich so unruhig machen.
Kannst du Zeit und Kraft finden, etwas für dich selber ganz persönlich zu tun? Einen Spaziergang? Ein Buch lesen?
Machst du eigentlich eine Therapie?

Ich bin viele Jahre lang 150 km zur Arbeit gefahren. Das hieß um 3 Uhr aufstehen und um 18 Uhr wieder zu Hause zu sein, total fertig, ausgelaugt. Ich habe dann immer gesagt "Ich lebe nicht, ich werde gelebt". Ich hatte kaum noch Zeit für mich und wenn ich Zeit hatte, war ich zu müde.
Ich denke, mein Körper und meine Seele haben sich gemeldet, dass sie vernachlässigt werden.
Mir geht es wesentlich besser, seit ich die Verhaltenstherapie mache.
Überdenke mal, was du ändern kannst.

Liebe Grüße
engelchen106

07.08.2008 19:54 • #13


Hallo Engelchen,

ich freue mich, dass Du mich etwas verstehen kannst.
Im Moment habe ich auch das Gefühl, nur noch zu leben oder wie Du meintes gelebt zu werden. Ich würde gerne in eine andere Stadt ziehen. Das Problem ist der Freundeskreis hier. Ich wohne hier seit 5 Jahren, aber habe mich nie richtig woh gefühlt. Die Stadt in der ich wohne hat im Umfeld keinen guten Ruf, früher war sie bekannt für eine hohe Kriminalitätsrate. Manchmal glaube ich auch, dass mein Freund mir nicht gut tut. Er ist so undurchschaubar. Er ist ein totaler Egoist und denkt nur an sich. Meine Freunde (manchmal weiß ich gar nicht, ob es nicht doch nur Bekannte sind) verstehen meine Krankheit nicht und daher verstehen sie leider auch nicht, wie ich mich fühle. Es kommen blöde Sprüche wie: Andere sind auch erst um 19 Uhr zu hause und stelle Dich mal nicht so an. Ich entwickle manchmal, auch wenn es sich gemein anhört, teilweise richtig Wutgefühle gegen die. Teilweise habe ich auch so keine Lust mich mit denen zu treffen, dann bin ich natürlich gleich wieder komisch. Aber das ist mir im Moment egal. Ich würde gerne in einer anderen Stadt einen Neuanfang beginnen und mir da auch ggf. neue Freunde suchen. Ich habe eine gute Freundin, die wohnt leider auch nicht hier. Ich bin auch einfach zu kaputt, um in der Woche noch zu ihr zu fahren. Ich bin immer froh, wenn ich den Arbeitsweg geschafft habe. Alleine Autobahn zu fahren, schaffe ich im Moment auch noch nicht. Ich mache gerade bedingt durch meinen Arbeitsplatz eine Therapiepause. Mein Therapeut ist ca. 15 km von hier entfernt, wenn ich zu hause bin, kann ich mich nicht aufraffen dort noch hinzufahren. Es gibt hier in der Nähe einen kleinen Ort mit einer sehr netten Kirche, dort fahre ich manchmal hin, setze mich auf eine Bank und beobachte einfach nur, oder ich schaue etwas Fernseh. Ich bin einfach nur verletzt, das ich in meinen näheren Umfeld niemand habe, der mich an die Hand nimmt und mir hilft. Alle machen nur Druck, Du muß aber und stell Dich nicht so an etc. Manchmal habe ich das Gefühl, das alle nur zu meinem Freund halten und ich die blöde Zicke bin. Von meinem Freund bekomme ich kaum Unterstützung, das verletzt mich sehr, vor allem, weil ich mir so auch nicht vorstellen kann mit ihm eine Familie zu gründen. Manchmal beneide ich meine Schwester, die letzte Woche geheiratet hat und ein Baby bekommt, die bauen sich gerade eine kleine Familie auf. Ich habe das Gefühl mein Leben ist ein Scherbenhaufen, von daher würde ich gerne von neu anfangen, aber wie? Mein Freund will im Moment noch nicht umziehen und ganz alleine fehlt mir manchmal die Kraft, zudem würde er sich dann von mir trennen, er will ja auch Schluß machen, wenn ich den Job schmeißen würde. Ich will versuchen hier die Selbsthilfegruppe wieder aufzusuchen, vielleicht hilft mir das ein wenig....

Lg Kad

07.08.2008 20:22 • #14


Hallo,

als ich das jetzt alles gelesen habe, habe ich mich wieder gefunden....
Ich habe die gleichen Probleme aber ich weiß mir keinen Rat mehr, wie ich das alles überwältigen kann.

Wie komme ich blos über die Angst hinweg??

Weiß jemand hilfe?

Danke

25.08.2008 17:56 • #15


Hallo siss 03,

irgendwann wirst Du mehr Selbstvertrauen bekommen. Mir hilft irgendwie auch Ablenkung. Ich arbeite ja jetzt wieder und trotz immer wieder aufkehrender Ängste, geht es mir so doch besser. Als ich arbeitslos war ist mir die Decke auf den Kopf gefallen. Wir Angstpatienten kennen alle diese Phasen, wo es nicht mehr geht, aber wir kennen auch die Phasen, wo es wieder besser wird, dass musst Du immer im Hinterkopf halten. Das Gefühl die Kontrolle zu verlieren, steckt immer in mir, aber ich versuche es nicht allzu wichtig einzustufen. Manchmal, wenn ich alleine fahre, kommt auch wieder diese Unsicherheit, aber dann versuche ich mich abzulenken, konzentriere mich auf das Radio. Heute war ich einen Tag krank, morgen muss ich wieder hin und bin auch ein wenig aufgeregt, aber ich lass mich nicht unterkriegen, wenn man sich erst einmal aufrafft, dann verliert die Angst irgendwann ihre Stärke. Du darfst die Angst nicht allzu wichtig einstufen, versuche Dich auf andere Dinge zu konzentrieren. Sich nur mit der Angst zu beschäftigen, tut auch nicht gut. Arbeitest Du? Lenkt Dich die Arbeit vielleicht etwas ab? Ich bin abends immer so kaputt, dass ich ganz schnell einschlafe, so habe ich keine Zeit an die Angst zu denken. Wir müssen da durch, sonst haben wir verloren. Das hört sich hart an, aber es ist so. Denke immer daran, dass Du nicht alleine bist, ich bin auch noch lange nicht über den Berg, aber ich versuche mich immer wieder der Angst zu stellen. Liebe Grüße Kad

25.08.2008 20:21 • #16



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