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Sascha1972
Hallo!
Wem von Euch geht es genauso?
Ich würde am liebsten jeden Tag zum Arzt oder zu meiner Psychologin. Ich frage mich nur warum? Gibt ein Gespräch mit einem Arzt Sicherheit?
Tut es gut einer Psychologin/Psychologe einfach alles zu erzählen? Klar tut das gut, aber ich finde selbst dass jeden Tag zu viel wäre. Aber die Angst....
Ich kann ja auch meiner Freundin alles erzählen. Hat aber irgendwie nicht die gleiche Wirkung.
Auch mit der Telefon-Seelsorge hab ich vor 14 Tage am Wochenende telefoniert. So ein Gespräch tut zwar gut, aber hat auch nicht die gleiche Wirkung wie ein Gespräch mit einem Arzt oder Psychologin.

Vielleicht weiß jemand von Euch Rat.....

24.02.2017 12:03 • 25.02.2017 #1


8 Antworten ↓


monochrom
Zitat von Sascha1972:
Ich kann ja auch meiner Freundin alles erzählen. Hat aber irgendwie nicht die gleiche Wirkung.




Das kenne ich. Das liegt einfach daran, dass Doc dir mehr Sicherheit gibt, weil Du denkst dass es ja nur richtig sein kann, was er/sie sagt. Schließlich hat er/sie das studiert und hat fundierteres Wissen als deine Freundin!

Doc's sind auch nur Menschen, sie machen auch Fehler. Sie werden dir keine "Angst-Absolution" erteilen, nur Du kannst das. Indem Du dich deinen Ängsten ganz langsam stellst und immer wieder überwindest.

Und nun noch meine irrationale Meinung dazu: jup, kenne ich insofern, dass ich mich zwei Tage vor Termin bei meiner Therapeutin so sehr auf unser Gespräch freue, dass ich die Tage zähle und dann schon immer sage "Boah, zum Glück hab ich morgen wieder Termin bei Doc". Und die Zeit ist einfach immer viel zu kurz... Nach einer Stunde bin ich gerade mal "warm-gequatscht" hab ihr auch mal gesagt dass ich gern mal drei Stunden am Stück quatschen wollen würde. Aber das macht auch keinen Sinn. So gebe ich der Angst eine Stunde um mich mal komplett auszulassen. Bei drei Stunden gebe ich mich drfei Stunden der Angst hin... Klingt also logisch mit der einen Stunde, nicht?

Mach nicht den Fehler und steuere immer direkt als erstes den Arzt an. Irgendwann passiert es dir, dass du auch dem Arzt nicht mehr glaubst. Gemäß dem Motto "Im Labor muss doch was schief gegangen sein!" oder "Der hat mir gar nicht richtig zugehört"... Und dann hast Du niemanden mehr, der dir noch die Angst nehmen kann. Auch Ärzte sind in diesem Zusammenhang interessante "Dro."

24.02.2017 12:36 • x 1 #2



Am liebsten jeden Tag zum Arzt oder Psychologin

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BellaM85
Hi Sascha1972!
Das Problem haben viele Menschen das sie am liebsten täglich zum arzt/ Psychiater gehen würden. Ich denke es liegt echt daran das man dann das Gefühl hat die beruhigen und verstehen einen und geben das Zeichen das alles okay sei.
Wenn du mit deiner Freundin über alles sprechen kannst ist es doch super weil nicht jeder Mensch hat einen Partner an seiner Seite der sich sowas gerne anhört wenn man über seine Panik etc spricht.
Ich würde versuchen es echt zu versuchen lieber immer mit ihr zu reden anstatt von Arzt zu Arzt zu gehen. Das klappt auch irgendwann auch wenn es am Anfang schwer ist.
Liebe grüße!

24.02.2017 12:38 • x 1 #3


Sascha1972
Genau so ging es mir gestern. Mir ging es nicht gut. Hatte wieder Angst und ein wenig Panik. Rief beim Arzt an und die Sprechstundenhilfe meinte ich kann kurz vor 12 Uhr kommen. Dann ist nichts mehr los und ich kann direkt zum Arzt. So war es auch. Ich redete kurz mit ihm und er versicherte mir dass ich nicht einfach so ohnmächtig werde bzw. ich nen guten Kreislauf hab der noch nie einfach so zusammengebrochen ist. Das ganze dauerte vielleicht 10 Minuten und mir ging es den ganzen Tag gut. Nur schade dass man Abends schon weiß dass die gute Laune und die angstfreie Zeit am nächsten Morgen vorbei ist. Dann fängt alles wieder von vorne an...

25.02.2017 11:00 • #4


monochrom
Gehst Du dann auch in Gedanken mal in die Meta-Ebene und versuchst dich selber ganz vernünftig zu betrachten? Also gucken: Puls okay? Atmung okay? Haut rosig? Augen reaktiv? Frag deinen Arzt doch beim nächsten mal wie du selber ganz sicher herausfinden kannst ob mit deinem Kreislauf alles okay ist!

25.02.2017 11:03 • x 1 #5


Sascha1972
Gute Idee. Danke! Ich such zwar immer bei Google nach Symptomen bei Kreislaufproblemen aber da findet man ja die besten Horrorgeschichten.

25.02.2017 11:17 • x 1 #6


monochrom
Ich denke auch Irgendwie musst du ja erst mal den Schritt schaffen nicht täglich zum Arzt zu müssen. Du änderst eigentlich erst mal nix, nur dass Du jetzt die Kontrollinstanz bist. Vielleicht bist du am Anfang nicht ganz zuverlässig, aber das musste der Arzt auch erst lernen. Lass dir normale Puls-Werte aufschreiben (auch Stresspuls aufschreiben lassen, damit du dich nicht wunderst warum er bei einer Panikattacke so hoch ist), wie deine Augen reagieren müssten usw...

25.02.2017 11:22 • x 1 #7


Sascha1972
Okay das hört sich gut an. Ich mess halt oft Blutdruck und hab so ein Ding für an den Finger welches den Sauerstoff im Blut misst. Mein Problem ist halt dass ich nachdem ich 6 verschiedene Medikamente innerhalb weniger Stunden genommen hab, umgefallen bin. Orthostatische Hypotonie meinte der Arzt. Es waren Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten. Mein Arzt meint halt auch, solange ich diesen Medikamentenmix nicht mehr nehme, passiert auch nichts mehr.
Aber ich hab trotzdem diese Bilder im Kopf. Als ich das hatte konnte ich keine 10 Meter mehr laufen und bin dann nach vorne umgefallen. Jetzt hab ich natürlich Angst dass das überall passieren kann.
Sorry für den langen Text!

25.02.2017 12:07 • #8


Bei mir ist es genau anders herum, bin froh, wenn ich zu keinem gehen muss und vermeide es für gewöhnlich bis fast zum Kopf unterm Arm.
Aber so sind die Menschen halt unterschiedlich.

25.02.2017 12:21 • #9




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