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Le_Reveur93
Hallo Leute!

Seit einigen Jahren leide ich unter Magenprobleme wie Reflux (der Mageninhalt kommt mir immer hoch - durch einen Zwerchfellbruch), Übelkeit (die oft sehr stark ausgeprägt ist) und Magenschmerzen. Da ich damals nicht wusste und bis heute nicht weiß, wie diese Probleme mit dem Magen von jetzt auf gleich kamen, bin ich zu etlichen Ärzten gegangen. Viele haben behauptet, es käme vom Stress. Nun ja, ich kann sagen ich habe schon viel schei. in meinem Leben durchmachen müssen, aber psychisch komme ich recht gut damit klar und kann das auch gut verarbeiten. Dann haben mir einige Ärzte, da sie nicht mehr weiter wussten, Pantoprazol, MCP, Vomex A Dragees etc. verschrieben, die ich dann auch einnahm. Aber nach ca. 2 Wochen hat mir das auch nicht mehr geholfen und somit habe ich die Medikamente abgesetzt. Irgendwann hab ich zu meinem Arzt gesagt:"Na, wie wärs denn mal mit einer Magenspiegelung"... So! Schon ärgerlich, dass man als Patient selber drauf kommen muss, oder ich hab halt das Pech an so dumme Ärzte zu geraten - ich weiß auch nicht. Nun denn, es wurden Helicobacter-Bakterien in meinem Magen gefunden und die kleine Hiatushernie, also der Zwerchfellbruch. Paar Tage später bekam ich dann 2 verschiedene Antibiotika und Omeprazol. Und die Bakterien waren glücklicherweise dann auch verschwunden, dennoch hatte ich immer noch meine lästigen Symptome.

Nach der Zeit fing ich an jeden Tag angst zu bekommen, angst raus zu gehen, angst mich in Bus und Bahn zu setzen, angst unter Menschenmengen zu sein, angst mich mit meinen Freunden gemütlich in der Kneipe zu treffen. Ich kann es mir bis heute nicht erklären, aber ich denke es ist die Angst vor der Angst, wovor ich ANGST habe, und ich fühle mich einfach unwohl, wenn mir schlecht ist raus zu gehen. (Und nein, ich habe keine Brechphobie, klar hab ich davor angst, aber wenns kommt, dann kommts halt. Was mir glücklicherweise nie passiert.) Bin dann irgendwann zum Psychologen gerannt, aber das was die mir erzählen (waren auch mehrere), weiß ich alles selber, zudem ich mich auch für die Psychologie interessiere.
Ich weiß einfach nicht was ich tun soll, ich bin jetzt seit einem halben Jahr arbeitslos, weil ich einfach nichts mehr gebacken bekomme. Jeden Tag versuch ich mir in den Ar. zu treten um überhaupt etwas zu schaffen. Jeder Schritt nach draußen ist für mich ein Kampf. Ich litt schon mehrmals unter Depressionen wegen dem Mist. Ich will einfach raus aus dem Elend und mein leben wieder genießen, mit meinem Freund (und Freunde/Familie) schöne Dinge unternehmen usw. Ich bin froh, das er mir immer hilft und an mich glaubt, weil ich schon manchmal nicht mehr daran glauben kann, dass ich das nach all den Jahren weg bekomme.

Na ja, vielleicht ist hier ja jemand da, der mich versteht und vielleicht auch so etwas ähnliches durchmacht wie ich. Ich würde mich freuen, wenn man sich austauschen könnte und ich kann dementsprechend auch Tips geben, was ich so alles dagegen mache, wenn die Angst kommt...

26.08.2015 21:22 • 28.08.2015 #1


3 Antworten ↓


Vergissmeinicht
Hallo Le,

herzlich Willkommen hier bei uns.

Du wirst hier auf viele Menschen treffen, denen es ähnlich geht wie Dir.

Nun, an dem gewesenen Zwerchfellbruch wirst Du nichts mehr ändern können. Wenn wir ein Bein gebrochen haben, wird es auch immer eine Schwachstelle bleiben.

Schön ist, das Du einige Menschen an Deiner Seite hast, auch wenn sie Dir nicht die Angst vor der Angst nehmen können. Es ist ein Prozess dahinter zu kommen. Der Auslöser war sicherlich bei Dir den Magengeschichte; die Ursache wird eine andere sein und die gilt es heraus zu finden.

Wünsche Dir hier einen hilfreichen und guten Austausch.

26.08.2015 22:15 • x 1 #2



Agoraphobie und Magenprobleme - was kann ich tun?

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Icefalki
Hallo auch von mir und herzlich willkommen.

Du hast geschrieben, dass du psychisch schon viel durchmachen musstest und Therapieerfahrung hast.

hast du wegen der Depression schon mal medis bekommen?

26.08.2015 22:27 • #3


Le_Reveur93
Schonmal danke an euch beiden!

Erstmal zu Ursache. Ich habe mich schon lange damit verrückt gemacht, was es sein könnte, wieso und weshalb. Ich denke ich muss einfach damit leben und halt herausfinden, wie ich das am besten mache. Mit mir und dem Körper aif einer Ebene zu sein und dazu die Angst wegzubekommen.

Zum zweiten, zur Depression und Medis. Ja, ich habe damals Antidepressiva verschrieben bekommen. Habe die aber nicht genommen, weil ich nichts davon halte und es selber aus der Depression rausgeschafft habe, was natürlich sehr schwer war.

28.08.2015 00:01 • #4




Dr. Reinhard Pichler