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Bisher kannte ich nur die Angst vor Kontrollverlust, Angst, etwas aggressives zu tun (jmd oder mich selbst ungewollt zu verletzen), alles innerhalb meiner Angststörung und Depression. Ich kann mir dann meist sagen, dass das nur meine Angst / Zwang ist, und mit Nicht Beachten komme ich ganz gut klar.
In letzter Zeit belastet mich ein neuer Müll: Wenn ich ganz alleine draußen unterwegs bin (mit zB) und Zeit habe, meinen Gedanken nachzuhängen, schießen mir absurde, panikmachende Gedanken in den Kopf. Vorhin bin ich durchs Wohngebiet gelaufen und mir kam der Gedanke "Was wäre, wenn ich jetzt irgendwo klingeln würde und keine Ahnung was" ... oder "Was wäre, wenn ich mich jetzt auf die Straße werfen würde und laut schreien" ... so ging das unentwegt.
Meist passiert das in Zusammenhang mit leichter Derealisation. Dann ängstigt mich das noch mehr. Bevor die Gedanken auftreten, hab ich aber keine Angst, deshalb kann ich es überhaupt nicht einordnen. Also sie entstehen nicht innerhalb einer Panikattacke. Eher andersrum.

Kennt das jemand in dieser Form ? Unsinnige Gedankenblitze, wenn das Gehirn nicht beschäftigt ist ?

24.01.2017 15:47 • 25.01.2017 #1


7 Antworten ↓


Ich kann dir ein gutes Buch empfehlen: der Kobold in meinem Kopf!

24.01.2017 15:53 • x 1 #2


Schlaflose
Zitat von TiffyK:
"Was wäre, wenn ich jetzt irgendwo klingeln würde und keine Ahnung was" ... oder "Was wäre, wenn ich mich jetzt auf die Straße werfen würde und laut schreien" ... so ging das unentwegt.


Als Kind hatte oft solche Gedanken. Mir war aber schon immer klar, dass ich so etwas nie tun würde. Und auch jetzt, wenn ich z.B. am Bahnhof stehe und der Zug angefahren kommt, denke ich oft, was, wenn ich jetzt springe. Würde ich aber auch nie tun. Deswegen machen mir solche Gedanken keine Angst.

24.01.2017 15:59 • x 1 #3


Zitat von Sidi:
Ich kann dir ein gutes Buch empfehlen: der Kobold in meinem Kopf!


Danke
Das hab ich vor über zehn Jahren mal gelesen, als ich eine heftige Phase mit aggressiven Zwangsgedanken hatte und gar nicht wusste, was ich da überhaupt habe. Momentan hab ich etwas Angst, dass es mich triggert. BIn mir nur genau wie damals schon wieder unsicher, ob diese absurden Gedankenblitze auch "Zwangsgedanken" sind

24.01.2017 16:00 • #4


Zitat von Schlaflose:
Zitat von TiffyK:
"Was wäre, wenn ich jetzt irgendwo klingeln würde und keine Ahnung was" ... oder "Was wäre, wenn ich mich jetzt auf die Straße werfen würde und laut schreien" ... so ging das unentwegt.


Als Kind hatte oft solche Gedanken. Mir war aber schon immer klar, dass ich so etwas nie tun würde. Und auch jetzt, wenn ich z.B. am Bahnhof stehe und der Zug angefahren kommt, denke ich oft, was, wenn ich jetzt springe. Würde ich aber auch nie tun. Deswegen machen mir solche Gedanken keine Angst.


Ich vertraue mir da irgendwie überhaupt nicht. Das gehört wahrscheinlich zur Angststörung...

24.01.2017 16:02 • #5


Nein mach dir keine sorgen, du machst das nicht. Deine urinstinkte halten dich davon ab, nur vertraust du dir nicht. Das kann bzw. Liegt auch viel an einem geringen Selbstvertrauen was oft ja auch Basis einer angststörung ist. stell dir deine Gedanken wie einen LKW vor.. er kommt , macht kurz Lärm, fährt dann weiter ein weiteres Buch das ich dir empfehlen kann ist: " wenn Zwänge das Leben einengen.. "

24.01.2017 16:12 • x 1 #6


Zitat von Sidi:
Nein mach dir keine sorgen, du machst das nicht. Deine urinstinkte halten dich davon ab, nur vertraust du dir nicht. Das kann bzw. Liegt auch viel an einem geringen Selbstvertrauen was oft ja auch Basis einer angststörung ist. stell dir deine Gedanken wie einen LKW vor.. er kommt , macht kurz Lärm, fährt dann weiter ein weiteres Buch das ich dir empfehlen kann ist: " wenn Zwänge das Leben einengen.. "


Hat diese Urinstinkte jeder ?
Das mit dem LKW ist gut, das versuch ich mal. Und das Buch hab ich noch nicht. Werd ich heut abend gleich bestellen. Vielen Dank für den Tipp !
Ich versuche schon seit Ewigkeiten an meinem Selbstvertrauen zu arbeiten, aber das hat bisher kein Therapeut geschafft. Vielleicht finde ich dazu auch ein Buch.

25.01.2017 13:12 • #7


Schlaflose
Solange man Angst davor hat, die Dinge zu tun, die man sich als Zwangsgedanken vorstellt, wird man sie nicht realisieren. Wer tatsächlich solche absurden Dinge ausführt, hat keine Angst davor.

25.01.2017 13:36 • #8




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