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Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: mein gebet
BeitragVerfasst: 01.Feb.2008, 02:51 
Offline

Registriert: 01.Feb.2008, 02:31
Beiträge: 3
mein Morgentliches gebet das hilft mir über den Tag

Die Kunst der kleinen Schritte
Antoine de Saint-Exupéry

Ich bitte nicht um Wunder und Visionen, Herr,
sondern um die Kraft für den Alltag.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.

Mach mich sicher in der rechten Zeiteinteilung.
Schenk’ mir das Fingerspitzengefühl, um herauszufinden,
was erstrangig und was zweitrangig ist.

Schenk’ mir die nüchterne Erkenntnis,
dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge
eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind,
durch die wir wachsen und reifen.

Erinn’re mich daran,
dass das Herz oft gegen den Verstand streikt.

Schick’ mir im rechten Augenblick jemanden,
der den Mut hat,
die Wahrheit in Liebe zu sagen.

Du weißt,
wie sehr wir der Freundschaft bedürfen.
Gib dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten
und zartesten Geschenk des Lebens gewachsen bin.

Verleihe mir die nötige Phantasie,
im rechten Augenblick ein Päckchen Güte
mit oder ohne Worte an der richtigen Stelle abzugeben.

Bewahre mich vor der Angst,
Ich könnte das Leben versäumen.

Gib mir nicht,
was ich mir wünsche,
sondern das,
was ich brauche.

Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte


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 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01.Feb.2008, 13:12 
Gott "gibt" es nicht. Ich glaube an ihn.
Sollte es ihn "geben", wäre er ein Gefangener der Sprache und
damit unser Sklave.
Sollte es nur "geben", wären wir Gefangene der Sprache.
Und das sind wir auch.
Sobald ich meine Zwergenperspektive auf Gott richte und
versuche, ihn festzulegen, verschwindet er, um überall dort sichtbar
zu werden, wo er nicht ist. Seine Abwesenheit ist die
Voraussetzung seiner Existenz.

So spricht eine Romafigur
in Göran Tunströmsm Weihnachtsoratorium


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