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Huhu ich leide schon seit paar Wochen an Zwangs und Grübelgedanken. Schlimm ist dass jede Woche das Thema wechselt wovor ich angst habe. Letzte Woche waren es noch aggressive ZG's wie der Zwang sich umbringen zu müssen obwohl ich das nicht will. Jetzt rede ich mir ein verflucht worden zu sein oder mich das schlechte Karma erwischt hat weil ich nun so lange leide. Das macht mir Angst weil ich mir schon aus male "wenn ich sterbe verfolgt mich der Fluch mit ins Grab". Ich weiß dass es eigentlich Quatsch ist aber dann sagt mir mein Kopf "glaubst du wirklich nicht daran" und hinterfrägt das. Das ist so verrückt dagegen überhaupt ankämpfen zu müssen.

26.08.2020 06:58 • 28.08.2020 #1


13 Antworten ↓


Calima
Was wäre denn die Konsequenz, wenn du (bis über den Tod hinaus) verflucht wärst?

26.08.2020 08:12 • x 1 #2



Zwangsgedanken fühlen sich wie Fluch an

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Naja da kommen mir so sachen wie "ich könnte dann nicht in Frieden ruhen oder so zeug"

26.08.2020 09:02 • #3


Calima
Grab doch mal weiter. Woran hindert dich ein Fluch im Leben und im Tod?

26.08.2020 09:33 • x 1 #4


Hm das ist eine gute Frage.. nie wieder normal denken zu können und mich mit Gedanken ein Leben lang rum zu quälen.. nie wieder glücklich sein zu können

26.08.2020 10:03 • #5


Calima
Das könnte im Umkehrschluss bedeuten, dass du versuchst, mit den Zwangshandlungen Unglück abzuwenden?

26.08.2020 10:18 • x 1 #6


Angor
Um verflucht zu sein muss eine Person in der Lage sein, jemanden zu verfluchen.
Und da es sowas nicht gibt, sondern eher in der Esoterikschiene rumdümpelt kannst Du davon ausgehen, dass nichts und niemand Dich verflucht hat.

Zwangsgedanken kann man durch eine professionelle Hilfe eines Psychiaters und Psychotherapeuten behandeln lassen.

LG Angor

26.08.2020 10:28 • x 1 #7


@calima: wie meinst du das mit den Handlungen?
@angor: danke das beruhigt mich sehr. Ich bin schon in Therapie, nur habe ich angst, dass wenn ich mit solchen Geschichten komme, er mich irgendwann tatsächlich in ne Klinik schickt

26.08.2020 11:16 • x 1 #8


Calima
Zitat von Nat3796:
wie meinst du das mit den Handlungen?


Indem du zurückfährst, um zu kontrollieren, ob Leichen deinen Weg pflastern, folgst du dem Zwang. Das schafft für den Moment Erleichterung. Wenn du ihm nicht folgst, löst das enormen Druck aus, weil in deinem Bewusstsein der Glaube festhängt, dass nur die Kontrolle dich vor all diesem Unglück bewahrt.


Zitat von Nat3796:
Ich bin schon in Therapie, nur habe ich angst, dass wenn ich mit solchen Geschichten komme, er mich irgendwann tatsächlich in ne Klinik schickt


Genau dafür ist aber die Therapie da. Zwangsgedanken haben nichts mit Irrewerden zu tun, auch wenn sie sich so anwählen mögen. Es gibt ziemlich wirksame Techniken, mit ihnen umzugehen und sie aufzulösen, die dein Therapeut kennt. Du solltest den Versuch wagen.

In der Klinik landest du nur, wenn du da selbst hin willst.

26.08.2020 13:28 • #9


Das Problem ist das nichts der gleichen mir widerfahren ist. Keine verstorbenen, keine Flüche mit denen ich mich befasst hab. Die Aussage meiner Mutter hat mir damals denk ich angst gemacht in dem sie spaßhalber gesagt hat, dass die Mutter von meinem Ex (brasilianierin) vielleicht mit hexerei was am Hut hat... und jetzt überlege ich die ganze zeit ob ich ein schlechter mensch bin, ob ich was gemacht habe das mich jemand verflucht hat usw

26.08.2020 15:31 • #10


Calima
Zitat von Nat3796:
ob ich ein schlechter mensch bin, ob ich was gemacht habe das mich jemand verflucht hat usw


Man könnte das auch als recht bequeme Begründung dafür nehmen, dass man nicht an seinen Problemen arbeiten muss. So ein Fluch ist halt was, woran man praktischerweise nichts ändern kann .

Auch die Frage, womit man unglückliche Situationen "verdient" hat, ist doch eher Selbstmitleid als echte Ursachenforschung. Und die liegt meist an Stellen, an denen das Hingucken weh tut.

27.08.2020 20:12 • x 1 #11


Eine sehr angsteinflößende Begründung finde ich

27.08.2020 22:35 • #12


Angor
Ich würde selber nie fragen, warum ich das verdient hätte.

Ich weiß woher meine Angsterkrankung kommt, und das ich das bestimmt nicht verdient habe, beim ersten traumatischen Erlebnis war ich halt zur falschen Zeit am falschen Ort, und alles andere ergibt sich halt aus dem, was sich Leben nennt.

Man muss halt akzeptieren dass man psychisch krank ist, dass es einfach eine Reaktion des Körpers und des Geistes auf irgendetwas Bedrohliches, Schlimmes usw ist.

Aber man kann was dagegen tun, indem man das aufarbeitet und wenn man es schon nicht vergessen kann, lernt damit zu leben.

Alles hat seine Ursache, wenn man die erkennt, kann man dran arbeiten, und das ist nur mit der Hilfe eines guten Psychotherapeuten möglich.

Bei starken Zwangsgedanken würde ich zum Psychiater gehen und mir ein Medi verschreiben lassen, damit man erst mal den Kopf frei bekommt. Das kann begleitet von einer Therapie hilfreich sein.

Es bringt nichts, sich in Selbstmitleid fallen zu lassen, alle die hier sind sind psychisch krank, niemand hat das verdient, und niemand ist verflucht.

27.08.2020 22:43 • x 2 #13


Nein selbstmitleid ist das nicht. Es ist nur die Frage zu Beginn gewesen, wieso ich überhaupt so denke, bzw mein Kopf und wollte auf den Grund gehen. Ich kann es mir aber nun so ein stückweit begründen dass mein Kopf nach Angst sucht und da es so ein ungreifbarer Gedanke ist, er es damit geschafft hat dass ich mich damit beschäftige.

Noch eine Frage, kann schon sein, dass er vor den Gedanken so war, aber ich nehme mich und meine Stimme momentan besonders häufig im inneren Monolog wahr. Kennt das jemand?

28.08.2020 06:50 • #14



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