Hallo mauser,
Zitat:Genau, ich spreche von ZG. Genauer.... von aggressiven ZG, die sich vorrangig gegen mich selbst richten.
Am belastesten finde ich diese Zwangsimpulse, die sich so schrecklich echt anfühlen, als würde ich es jetzt
einfach tun um endlich meine Ruhe zu haben.
So lange Du so sachlich über diese Gedanken schreibst, sehe ich da kaum eine echte Gefahr.
Das Gehirn ist natürlich in der Lage so etwas zu denken. Auch wenn es die schlechteste aller möglichen Lösungen ist.
Diese Lösung fühlt sich eventuell verflixt einfach an, obwohl es gar keine wirkliche Lösung darstellt.
Deine Gedanken, die ich bis jetzt noch nicht als Zwangsgedanken bezeichnen würde, sollten Dir noch keine große
Angst machen.
Nur wenn Du den Eindruck hast, Du kommst aus diesen selbstzerstörerischen Gedanken
allein nicht mehr heraus, dann wird es Zeit Dir sehr schnell ärztliche Hilfe zu suchen.
Ich finde, noch schreibst Du völlig normal, nicht depressiv oder ähnliches.
Zitat:Ich weiss, das die ZG eine Folge starker Angst sind. Jedoch begreife ich die Funktion meiner aggressiven ZG
gegen mich selbst dennoch nicht. Warum richtet sich das gegen mich?!
Ich sehe das nicht so, dass sich Deine Gedanken gegen Dich richten.
So lange Dein Gehirn noch nicht gelernt hat, eine Situation auf natürliche, sagen wir mal "normal" Art zu lösen und
damit zufrieden zu werden, fängt es eventuell an zu träumen.
Es wünscht sich, es wäre nicht da. Dann gäbe es auch keine Probleme. Nur ist so etwas natürlich Unsinn.
Deswegen solltest Du Deinem Gehirn immer wieder sagen, es soll Dir eine vernünftige Denklösung anbieten.
Weil Du etwas brauchst, mit dem Du im Leben vorankommst.Eine Lösung die einen Sinn für Dich ergibt.Zitat:Was meinst du mit Quelle der Angst? das <erlebnis, woraus die ursprüngliche Angst entstanden ist oder die Angstthematik?
Wir Menschen handeln vom ersten Tag unseres Erdenlebens nach Verhaltensmustern.
Viele Muster sind uns von der Natur vorgegeben. Die größte Zahl an Verhaltensmustern,
erstellen wir uns von Geburt an selbst.
Die Quelle einer Angst wird deshalb nicht unbedingt nur ein Erlebnis sein. Es ist meistens
das Gefühl der Sicherheit, oder besser der fehlenden Sicherheit, welches jeder Mensch
in den ersten Lebensjahren fühlt.
Zitat:Ich denke, das es sich bei mir vorranig um die Angst vor Kontrollverlust geht.
Da ist es ja schon. Die Angst vor Kontrollverlust schreit geradezu nach mehr Sicherheit.
Das geht aber so nicht.
Deswegen ergeben die immer wiederkehrenden Forderungen der Menschen nach noch mehr Kontrolle wenig Sinn.Ein Mensch kann und sollte vieles in seinem Leben steuern und damit beeinflussen.
Nur, kontrollieren kann überhaupt nicht funktionieren.
Damit meine ich. Dir wird es dann besser gehen, wenn Du Dir darüber klar wirst, dass
Du nicht alles im Leben erreichen kannst, was Du Dir wünschst.
Vieles aber bei weitem nicht alles, muss auch ich einfach so akzeptieren, wie es ist.
Auch Dir einen schönen Sonntag.