@Joswitz Bei mir ist es genauso wie bei dir hatte früher immer Angst vor Krebs oder MS. Im September 2020 hat sich diese Angst auf psychische Krankheiten verlagert wie Psychose, bipolar und Borderline. Ich kontrolliere jedes Gefühl oder Jeden Gedanken ob er zu den Symptome passt. Auf Dauer echt anstrengen und belastend... Leider kamen da auch noch etliche verschieden Zwangsgedanken dazu. Also du bist nicht alleine viele haben nach der Angst vor körperliche Krankheiten die Angst vor psychischen bekommen. Viele Grüße
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Joswitz Mitglied
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@Felic Vielen Dank für deine Antwort. Es beruhigt einen doch immer, wenn man nicht ganz alleine in seiner Welt ist Das mit den Gedanken kontrollieren kenn ich nur zugut, da wünsche ich mir doch lieber die Angst vor Krebs zurück . Da war ich dann beim Arzt und war dann eigentlich auch meist beruhigt für eine ganze Weile. Hast du denn alles soweit in den Griff bekommen ? Lg
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#282
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Angst vor Suizid nur Zwangsgedanken?
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Felic Mitglied
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Ja das beruhigt einen wirklich dachte mir auch ich bin der einzige Mensch der so denkt. Habe ich mir auch oft zurück gewünscht, da es einfach nachzuweisen ist vom Arzt und wenn man keine auffälligen Blutwerte hatte war die Sache schon erledigt. Bei mir schwankt es sehr aktuell habe ich prüfungsphase und bin deshalb etwas im Stress, da kommen die Gedanken und Ängste natürlich stärker wieder hoch. Wie ist es bei dir heute so?
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#283
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Joswitz Mitglied
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Was soll ich sagen, wir können uns die Hand reichen, habe ebenfalls Prüfungsstress und dementsprechend ist es bei mir auch eher mäßig. Bist du in Therapie ?
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#284
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Felic Mitglied
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Der Prüfungsstress ist so eine Sache... Nein bin ich nicht und du?
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#285
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Joswitz Mitglied
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Ja seit 2 Monaten, aber alles ganz entspannt. Nehme auch keine Medikamente , hoffe das wird so alles wieder
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#286
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Felic Mitglied
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Bringt dir die Therapie etwas? Hast du dann auch eine Diagnose bekommen?
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#287
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Joswitz Mitglied
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Etwas würde ich sagen , wobei es eben auch nur Hilfe zur Selbsthilfe ist und man es meiner Meinung nach nur alleine aus den Sumpf schaffen kann. Fällt natürlich manchmal echt schwer. Meine Therapeutin sagt das ich eine hypochondrische Störung mit Zwangsgedanken habe. Es ist besonders schlimm nach meiner Knie op im September geworden, da ich dort während der Narkose aufgewacht bin und natürlich Todesängste durchstehen musste. Seitdem hat sich das was eh schon lange da war nochmal potenziert, leider,
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#288
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Felic Mitglied
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Hatte auch schon die Vermutung von einer hypochondrischen Störung, aber meistens wird ja nur die Angst vor körperlichen Erkrankungen zur Hypochondrie gezählt. Deshalb hat es mich so verunsichert. Oh des tut mir sehr leid, dass du so eine Erfahrung gemacht hast. Mir ist das leider auch schon 2 mal passiert zuletzt vor 2 Jahren bei einer Blinddarm Operation. Man fühlt sich total hilflos ich konnte mich einfach nicht bemerkbar machen meinen Körper nicht bewegen....
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#289
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Joswitz Mitglied
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Habe dir mal eine PN geschrieben
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#290
Wölckchen Mitglied
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Verrückt, mir gehts tatsächlich genau so. Ich bin eigentlich so ein fröhlicher Mensch aber irgendwann haben sich meine hypochondrischen Ängste von physischen auf psychische Ängste verlagert. Ich hab auch diese Angst: was ist wenn du dich umbringst? Ich will das nicht und will leben. Ich möchte ganz bestimmt nicht sterben. Aber diese Angst macht einen so verrückt.....
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Joswitz Mitglied
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@Wölckchen wie du siehst , bist du nicht alleine . Die Angst hat und ganz schön im Griff , aber das wird auch wieder besser !
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Meteora Mitglied
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Zitat von Wölckchen:
Verrückt, mir gehts tatsächlich genau so. Ich bin eigentlich so ein fröhlicher Mensch aber irgendwann haben sich meine hypochondrischen Ängste von physischen auf psychische Ängste verlagert. Ich hab auch diese Angst: was ist wenn du dich umbringst? Ich will das nicht und will leben. Ich möchte ganz bestimmt nicht sterben. Aber diese Angst macht einen so verrückt.....
Jedes dieser Worte könnte von mir sein. Bis vor einem Jahr hatte ich fast mein Leben lang, 15 Jahre, dauernd Suizidgedanken. Ich bin das Leben ohne quasi nicht gewohnt. Ich habe durch die Therapie einen sehr starken Lebenswillen entwickelt, und wenn ich an Suizid denke, dann nur kurz, ich gehe darin nicht mehr auf wie früher. Trotzdem weiß ich, wie instabil ich bin, und dass ich bei jeder Kleinigkeit einen Nervenzusammenbruch kriegen kann. Was, wenn ich mich nicht mehr kontrolliere und einen großen Fehler mache?
Ich habe mir für den Fall der Fälle schon Skills zusammengelegt: Positive Sprüche: Du bist wertvoll, du darfst leben etc. Und ich weiß, ich bin zum letzten großen Schritt nicht in der Lage. Habe zu viel Angst vor dem Tod und was danach kommen kann. Sogar das hilft mir, wenn es mal so weit sein sollte.
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User94 Mitglied
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Wie hast du das denn so lange aushalten? 15 Jahre ? Ich hab auch diese Gedanken, jeden Tag. Mal mehr und mal weniger bis gar nicht. Aber sie gehen nicht weg. Ich will aber nichts mehr als sie loswerden
Wie schaffst du das damit zu leben?
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User94 Mitglied
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Magst du mir erzählen was du in der Therapie gelernt hast? Gibt es eine Möglichkeit diese Gedanken nicht so zu bewerten oder sie zu vergessen?
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Hoffnung94 Mitglied
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Verwandtes Thema
Angst das die suizidalen Zwangsgedanken wahr werden
Hallo (: Lange war ich immer stille Leserin eurer Beiträge,aber nun hab ich einige Fragen. Ich leide seit 2014 unter Angstzuständen und Panikattacken. Seit letztes Jahr Mai ist es besonders schlimm. Im Mai hatte ich seit 2014 erstmals wieder Panikattacken,aber so stark wie ich sie bisher nicht kannte. Ich wurde auf Tabletten eingestellt doch dies half erst nichts somit folgte die nächste Panikattacke ich fuhr zu meiner Ärztin ich ließ mich einweisen,ich hatte selber auch einfach nicht mehr die Kraft dafür.
Ich bin 26 & 3-fache Mama. Für mich begann die schlimmste Zeit meines Lebens. Ich wurde eingewiesen erstmal zur Stabilisierung und Einstellung der Medikamente. Ich war ganz unten so schlecht ging es mir noch nie.Medikamente (Escitalopram+Mirtazipin) für mich persönlich Teufelszeug mir ging es mit den Medikamenten schlechter wie vorher (körperlich).Nach 3 1/2 Wochen konnte ich entlassen werden.
Wieder zu Hause begleitete mich die ständige Angst.Ich hatte Angst raus zu gehen aber auch Angst alleine zu Hause zu bleiben.Meine größte Angst als Mama zu versagen.Ich war eine Last für alle (meine eigenen Gedanken) ich konnte meine Kinder nicht mehr an mich ranlassen,ich wollte sie einfach nicht enttäuschen,weil Mama war zu der Zeit einfach nicht zu "gebrauchen". Ich fiel immer mehr in ein Loch voller Gedanken,Gedanken meine Kinder zu enttäuschen meine Kinder zu verlieren,Angst das Ihnen was schlimmes passiert oder meinem Partner.
Dann erfolgte eine Erhöhung des Escitaloprams um 5mg und somit ging der Albtraum an.Im Garten beim Rasen mähen aus dem Nichts suizidgedanken. Bilder von meinem Abschiedsbrief meiner Beerdingung.Ich verfiel in Panik ich wusste nicht was passiert in meinem Kopf.Voller Angst bin ich zur Ärztin die setzte alle Medikamente ab,gab mir Tavor um mich erstmal zu beruhigen und die Gedanken loszuwerden.Es folgte auf Wunsch von mir durch diese Gedanken eine zweite Einweisung dieser Aufenthalt dauerte knapp 6Wochen.Ich wurde auf ein neues Medikament eingestellt Sertralin.Ich bin sehr zufrieden damit.
Die ersten Tage meines zweiten Aufenthalts waren hart immer wieder diese Angst das diese Gedanken wahr werden.Angst vor einem weit geöffneten Fenster,Angst vor der Dusche,vor dem Ladekabel,vor Besteck sogar vor der eigenen Zahnbürste,weil man immer die Angst hatte sich damit zu verletzen gar umzubringen. Nach einer Weile verschwanden diese Gedanken.
Ich konnte nach Hause und begann im November 2020 eine Psychotherapie im Mutter-Kind-Bereich es war sehr hilfreich.Mussten leider abbrechen auf Grund der Corona-Pandemie. Mir ging es gut ich konnte wieder vieles genießen,die Angst hatte mich nicht mehr unter Kontrolle sondern ich sie. Gehe auch wieder arbeiten was ich vor kurzen noch für undenkbar gehalten habe,aber es hilft mir.
Nun wendet sich das Blatt wieder. Unruhe,Körperliche Symptome (dadurch Angst ernsthaft krank zu sein oder jeden Moment zu sterben) und nun plagen mich wieder diese Gedanken was wäre wenn du springst oder einfach nicht mehr aufwachst frühs.Aber gerade das möchte ich doch nicht,ich möchte leben.Ich habe alles um glücklich zu sein doch irgendwie hab ich Angst dies zu genießen weil ich wiederum Angst habe wenn ich es einfach mal genieße das etwas schlimmes passiert.Es ist ein Teufelskreis der scheinbar nie endet.
Sorry für den langen Text. Ich würde mich freuen eure Erfahrungen lesen zu dürfen.
Schönen Tag noch.
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Susann2543 Gast
Ich habe grundsätzlich große Angst,zu Selbstmordneigungen etwas zusagen.Man kann im www so furchtbar falsch verstanden werden,Buchstaben haben halt keine Mimik,keinen Tonfall..... Ich hatte die komischen suizidalen Vorstellungen auch ewig lange und genau wie Du immer Angst vor mir selber-ich wollte das auch nicht.Ich war einmal in der Geschlossenen um mich vor mir selber schützen zulassen. Ich habe das so verstanden,dass es dann nicht von mir kommt.Wenn es meins wäre hätte ich keine Angst vor dieser "Idee".Und es kann ja viele Gedanken und Gefühle und Erinnerungen geben,die einen an diese Vorstellungen glauben lassen (wollen). Angst,aber wenn ist die Frage,wovor.Überforderung? Isolation? Schuldgefühle? Gewalt? Ich weiss es nicht,nicht für andere jedenfalls! Das herauszufinden ist Sache der Psychotherapie. Bei mir lag es in der familiären Rollenverteilung.Ich hab mir selbst durch verschiedene Umstände den Sündenbock-Schuh angezogen.Ich bin ja schon älter und nur die Geschwister sind noch da.Aber schon Jahre vorher hab ich den Kontakt abgebrochen,mich aus der Rolle gelöst,den Wohnort gewechselt und dann ziemlich schnell waren die Selbstmordfantasien Geschichte.Meine Schwester war da eine große Hilfe.
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Vendetta1981 Mitglied
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Zitat von Hoffnung94:
Nun wendet sich das Blatt wieder. Unruhe,Körperliche Symptome (dadurch Angst ernsthaft krank zu sein oder jeden Moment zu sterben) und nun plagen mich wieder diese Gedanken was wäre wenn du springst oder einfach nicht mehr aufwachst frühs.Aber gerade das möchte ich doch nicht,ich möchte leben.Ich habe alles um glücklich zu sein doch irgendwie hab ich Angst dies zu genießen weil ich wiederum Angst habe wenn ich es einfach mal genieße das etwas schlimmes passiert.
Für mich klingt dass nach einer Angst vor Kontrollverlust, dass du vor das Unvorhersehbare Angst hast. Deine Erkrankung geht ja schon eine Weile und bei allen Dingen die man eine lange Zeit betreibt, tritt ein Gewöhnungs- und Schonverhalten ein. Man baut sich langsam eine idealisierte Welt auf in der man sich ausmalt wie schön es wäre genau so zu leben und zieht damit einen Kontrast zur bisherigen Welt die voller Ängste steckt. Dinge die eigentlich nicht der Rede wert sind, werden als unendlich schwer empfunden, auch weil die Angst dich davon abhält das richtige zu tun. Somit bleibt man in der Schonhaltung und findet keinen Weg hinaus.
Ansatzweise hast du bereits geschrieben, dass du auch einen kleinen Weg hinaus wagen konntest. Was würde dagegen sprechen, wenn du die Dinge die du genießen möchtest erst einmal in kleinen Schritten machst? Du bist momentan darauf getrimmt alles kritisch zu betrachten aus Angst das etwas passiert. Nimm dir doch eine einzige Sache vor die du gerne machen möchtest und siehe was geschieht. Es wird mit sehr sehr hoher Wahrscheinlichkeit eben nichts passieren. Die Welt dreht sich weiter, du bist immer noch da und keinem hat es geschadet. Aus der Erkenntnis wirst du weitere Motivation ziehen können dann die nächste Sache zu tun. Je weiter es geht, desto mehr wird dein Selbstvertrauen wachsen und für deine Ängste ist dann kein Platz mehr.
@User94 sorry, ich hatte ja ganz vergessen, dir zu antworten. Die Gedanken zu vergessen, dabei hat mir in erster Linie die Erfahrung geholfen: Ich weiß, ich habe noch nie einen Suizidversuch begangen, höchstens mal einen halbherzigen. Ich habe gelernt, dass ich mir so weit vertrauen kann, dass ich mir nichts antun werde. Ich glaube daher, man muss lernen, sich selbst zu vertrauen. Das ist natürlich echt schwer, wenn man so ein "Ur-Misstrauen" aus der frühen Kindheit mitbekommen hat. Also muss man durch Erfahrung lernen: Wie weit gehe ich wirklich?