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Ich hab durch meine Panikattacken und Angst gelernt wie wertvoll schöne Momente und ein leben eigentlich ist. Allerdings stellt sich mir dadurch mehr und mehr eine andere Frage. ob es das schon war?

Ich habe 3 Jahre Ausbildung hinter mir, ich hatte in meiner Ausbildung schon viel Verantwortung was allerdings auch meist mit viel Druck und Stress verbunden ist da man ja keine Fehler machen möchte bzw sollte. Nach meiner Ausbildung bin ich direkt nach der Prüfung übergegangen in eine Arbeitsstelle wo ich fest eingestellt bin, hier habe ich ebenfalls schon viel Verantwortung bekommen. Ich steh morgens um 5 Uhr auf, geh auf Arbeit und bin 15:45 Uhr Zuhause. Mit stehen 30 Tage Urlaub zu was viel ist da möchte ich mich garnicht beschweren aber ich denk mir immer. wars das den jetz? Geh ich jetzt jeden Tag bis zur Rente 9 Stunden ab 5 Uhr arbeiten damit ich im Jahr Mal 30 Tage frei haben kann um mit meinen lieben was zu machen oder am Wochenende das zu tun, wozu ich in der Woche nicht komm? Ich bin nach der Arbeit Recht kaputt und hab nicht viel Lust abends was zu machen, essen zu gehen oder wohin zu fahren da ich ja morgens eh wieder zeitig raus muss. Dementsprechend ist auch immer der Freitag Abend hinüber Samstag wird geputzt, oder anderes erledigt. Ich bin jung. 20 Jahre und
Hab eigentlich nix von meinem Leben neben der Arbeit. Ich steh montags auf und hoffe das bald Freitag abends ist. ich hoffe eigentlich jede Woche das 5 Tage meines Lebens die ich nie wieder bekomm schnell vorbei sind für 2 Tage die man mitunter auch garnicht richtig genießen kann. Ich geh arbeiten um Geld für Benzin zu verdienen damit ich auf Arbeit fahren kann. Ich hab im jungen Alter wegen Stress psychische Probleme. ich kann doch so nicht bis zur Rente leben. ich weiß das es viele vielleicht komisch finden was ich schreibe aber ich möchte einfach was von keinem Leben haben statt nur arbeiten zu gehen.

13.09.2021 09:10 • 13.09.2021 #1


4 Antworten ↓


Hast Du keine Freude in der Arbeit?

13.09.2021 09:29 • x 1 #2



Wars das schon?

x 3


Lokalrunde
Guten Morgen, natürlich soll es so in der Form nicht gewesen sein. Das selbe habe ich fast hinter mir und im Juni 2024 scheide ich aus mit Altersteilzeit und bin dann 62. Ich habe mit 16 meine Ausbildung begonnen habe dann also 46 Jahre voll, rechne ich die Altersteilzeit weg und arbeite bis 67 kämen 51 Beitragsjahre zusammen.

Du schreibst beispielsweise das 30 Tage Urlaub viel sind und du dich nicht beschweren möchtest? 30 Tage Urlaub sind ein Fliegenschiss! Die Wochenenden abgerechnet und die Zeiten wo du krank geschrieben bist, wie viel Tage der Arbeit bleiben über?

Die verlorene Zeit:
vor dem Tor zur Fabrik
hält der Arbeiter plötzlich an,
dass schöne Wetter hat ihn am rock gezupft
und als er sich umwendet die sonne betrachtet
die rot leuchtet und beendet lächelt im bleigrauen himmel
zwinkert er ihr vertraulich zu
sag: Kamerad Sonne meinst du nicht auch
man sollte verdammt bedenken
einen solchen Tag dem Chef zu schenken.

Jacques Prevert

Du hast als abhängig Beschäftigter kaum eine Möglichkeit dir zusätzlich kostbare Lebenszeit zu geben, du verkaufst also Lebenszeit und erhältst dafür deinen Lohn. Was ist falsch?

Ich habe in der gesamten Zeit im Arbeitsleben meinen Urlaub immer gut eingeteilt, ich habe Freischichten genutzt und die freie Zeit genossen, ich war regelmäßig mindestens 4 Wochen im Jahr Arbeitsunfähig geschrieben. Hatte einen Kollege der sich Urlaub auszahlen ließ, der seine Freischichten ansammelte um sie sich auszahlen zu lassen und er war niemals krank. Er ist verstorben mit 51, heute feiert er seine Freischichten in aller Ruhe ab.

Du kannst versuchen die Leiter nach oben zu steigen um es besser zu haben, aber ich sage dir gleich dass du mit Arbeit ob nun als Arbeiter Angestellter Beamter oder Meister etc. keine Freiheiten dazu bekommen wirst. So ist unser System aufgebaut, es fängt heute schon in der Kita und der Grundschule an, da wo die kleinen Würmer den ganzen Tag verbringen sollen weil die Eltern beide arbeiten, da wird bereits der Grundstein gelegt durch Erziehung und ich nenne es mal "Drillen" für die Wirtschaft! Ja sicher, unser aller Wohlstand ist darauf aufgebaut aber den Preis dafür zahlen nur wir, wir kleine und doch so wichtige Schachfigur. Deine Gedanken sind nicht "komisch" im Gegenteil!

13.09.2021 09:43 • #3


Lokalrunde
Nachtrag: Gäbe es überhaupt Lösungen?

1.) Einführung der 4 Tage Woche überall
2.) Das Konzept der Bedingungslosigkeit ist im ersten Moment etwas schwer zu verarbeiten, weil das offenbar völlig gegen unsere Sozialisierung geht.

Von daher nochmal explizit: Ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) erhielte der Millionär 1:1 genau so wie der arbeitslose und 1:1 so wie der Mindestlohner und 1:1 so wie der Gutverdiener. Niemand bekommt weniger, niemand mehr, niemand gar nichts. Jeder Bürger erhält genau das selbe. Es muss nur geprüft werden, das nicht doppelt ausgezahlt wird, aber es wird eben nicht geprüft ob jemand das BGE wirklich braucht.

Womit unter Punkt 1 sogar zusätzliche Arbeitskräfte benötigt würden. Ein europäischer Staat praktiziert dies bereits. Und wir müssen da wo es geht Homeoffice umgehend einführen was auch zusätzlich den Klimaschutz nach vorne treibt. Aber leider gibt es nicht eine einzige Partei die dies Unterschreibt, warum darf sich jeder selber ausmalen und an die Schachfigur dabei denken!

13.09.2021 10:07 • x 1 #4


Schlaflose
Man kann auf Teilzeit gehen. Habe ich mein ganzes Arbeitsleben so gemacht.

13.09.2021 10:46 • x 1 #5




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